DSC Arminia Bielefeld -

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Fr., 18.12.2015 18:30 Uhr

FSV Frankfurt 1899(1)
DSC Arminia Bielefeld (0)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Auswärts besser als zuhause

In der vergangenen Saison hatte sich der FSV Frankfurt nur knapp vor dem Abstieg retten können und auch der Start in die aktuelle Saison verlief holprig. Nach zwei Niederlagen gegen Leipzig und den KSC und einem 0:0 in Bielefeld fand sich der Verein nach drei Spieltagen auf Platz 16 wieder.

Doch anschließend ging es für die Hessen aufwärts: Mit vier Siegen aus fünf Spielen verbesserte sich das Team zwischenzeitlich um ganze acht Plätze. Zum Abschluss der Hinrunde standen Platz 10 und 22 Punkte zu Buche – damit spielten die Frankfurter die drittbeste Hinrunde seit ihrem Aufstieg 2008 und konnten das Hinrundenziel von 20 Punkten sogar „übererfüllen“. Vor allem auswärts sammelte Frankfurt Punkte: Vor der 1:3-Niederlage in Leipzig im ersten Rückrundenspiel am vergangenen Wochenende war der FSV die fünftbeste Auswärts-Mannschaft. In der Heimtabelle belegen sie nach nun 18 Spieltagen dafür den letzten Rang, verloren sechs ihrer neun Heimspiele. Zuletzt konnten die Frankfurter vor zwei Wochen gegen 1860 München einen Sieg feiern. Der letzte Heimsieg liegt deutlich länger zurück: Am 12. Spieltag gewann der FSV zuhause gegen den VfL Bochum.

Der Kader des FSV wurde im Sommer kräftig verändert, doch die Neuzugänge haben sich gut eingefügt. Im Tor ist André Weis gesetzt, der bisher alle 18 Spiele bestritt. Im Mittelfeld läuft nichts ohne Besar Halimi, der für ein Jahr vom 1. FSV Mainz 05 ausgeliehen wurde, sich sogleich einen Stammplatz erkämpfte und mit vier Treffern aktuell der Toptorschütze der Frankfurter ist. Auch Stürmer Dani Schahin wurde von den Mainzern nach Frankfurt ausgeliehen. Er erzielte bei 14 Einsätzen bisher zwei Tore. Auf der Sechser-Position ist neben Kapitän Manuel Konrad auch Fanol Perdedaj gesetzt, der im Sommer von Energie Cottbus nach Frankfurt wechselte und ebenso wie Halimi auf 18 Einsätze kommt. Verteidiger Lukas Gugganig, der im Sommer vom FC Liefering verpflichtet wurde, hat sich ebenfalls zu einem Leistungsträger entwickelt und stand bisher in 17 Partien auf dem Feld.

Große Hoffnungen hatte der FSV auch in Heinrich Schmidtgal gesetzt, der nach zwei Jahren mit wenigen Einsätzen bei Fortuna Düsseldorf nach Frankfurt gewechselt war. Für die Hessen konnte Schmidtgal bisher aber noch kein Mal auflaufen: Im Juli musste er sich einer Knie-Operation unterziehen – ein denkbar schlechter Start bei einem neuen Verein. Schmidtgal ist aber der einzige längerfristige Ausfall im Team von Thomas Oral, der die Mannschaft vor dem letzten Spiel der abgelaufenen Saison von Benno Möhlmann übernommen hatte.

„Die letzten Kräfte mobilisieren“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft vor dem letzten Spiel des Jahres beim FSV Frankfurt. Auch Christoph Hemlein beantwortete die Fragen der Presse.

Neben Daniel Brinkmann (Aufbautraining) muss Meier auch auf Samir Benamar (Rotsperre aus der U23) und Manuel Hornig (grippaler Infekt) verzichten. „Es wäre toll, wenn wir mit einem positiven Ereignis in die Winterpause gehen könnten“, sagte Norbert Meier. Der FSV sei eine Mannschaft, die sehr kompakt stehe und zuletzt gegen 1860 München auch gezeigt habe, dass sie Spiele gewinnen kann. „Besar Halimi spielt bei den Frankfurtern eine wichtige Rolle, vor allem im letzten Angriffsdrittel, aber auch als Spielgestalter und Initiator. Er hat überraschende Ideen, ihn dürfen wir nicht zur Entfaltung kommen lassen.“

Gegen St. Pauli habe seine Mannschaft nur wenige Torchancen zugelassen. „Das war gut“, so Meier. „Aber klar: Unsere Torchancen, die wir hatten, müssen wir dann natürlich auch nutzen.“ Im letzten Spiel des Jahres wolle man den Fans eine Freude machen können. „Außerdem ist es auch in diesem Spiel wieder so, dass wir die Möglichkeit haben, mit einem Sieg den Gegner zu überholen.“ Damit das gelingt, müssen alle „dagegenhalten und die letzten Kräfte mobilisieren.“

Auch Christoph Hemlein möchte im letzten Spiel vor Weihnachten die Situation noch weiter verbessern. „Wir müssen vor allem auf uns schauen und umsetzen, was der Trainer vorgibt.“ Mit seiner Torquote in dieser Saison sei er nicht zufrieden. „Die Chance gegen Pauli war die erste hundertprozentige für mich. Aber zum Toreschießen gehört eben auch immer ein Quäntchen Glück.“ Am Freitagabend werde es vor allem auf eines ankommen: „Vollgas geben und etwas mitnehmen.“

Weitere Aussagen von Norbert Meier und Christoph Hemlein gibt es auch im Radio Bielefeld-Podcast.

Außerdem empfehlen wir „Anlauf“ auf „ArminiaClubTV“:

Berichterstattung Frankfurt – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den FSV Frankfurt.

19 Frankfurt auswWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Freitag um 18:30 Uhr das Spiel beim FSV Frankfurt live im Frankfurter Volksbank-Stadion zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch ab sofort einen Liveticker an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Volksbank-Stadion.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 22:15 Uhr bis 23:30 Uhr

Schütz besorgt den Sieg

Arminia dreht das Spiel und gewinnt mit 2:1 (0:1) beim FSV Frankfurt.

Zwei personelle Veränderungen nahm DSC-Cheftrainer Norbert Meier nach dem 0:0 gegen den FC St. Pauli vor. Für Manuel Hornig (grippaler Infekt) und Christian Müller (Bank) spielten Tom Schütz und David Ulm von Anfang an. Das hatte zudem die Rückkehr zum 4-2-3-1-System zur Folge.

In der Anfangsphase hatte Arminia auf dem extrem seifigen Platz viel Ballbesitz und gab in der 12. Minute auch den ersten Torschuss der Partie ab. Nach einer abgewehrten Flanke von Fabian Klos zog Manuel Junglas volley aus 20 Metern ab, verfehlte das Tor aber recht deutlich. Frankfurts erste Chance war ein Freistoß in der 16. Minute, den Lukas Gugganig aus 30 Metern aber neben das Tor setzte.

Aber Arminia versteckte sich keineswegs und trat in der 23. Minute wieder offensiv in Erscheinung. Christopher Nöthe spielte auf der linken Seite Doppelpass mit David Ulm und brachte den Ball scharf vors Tor, doch FSV-Verteidiger Florian Ballas klärte in letzter Sekunde zum Eckball. Eine Minute später zog Hemlein aus halbrechter Position volley ab, doch sein zentraler Schuss war nicht hart genug, um FSV-Torwart Andre Weis in Gefahr zu bringen.

In der Viertelstunde vor der Pause war Julian Börner dann der torgefährlichste Armine. In der 33. Minute spielte er einen Doppelpass mit David Ulm und zog aus 22 Metern ab, der Ball ging jedoch am Torwinkel vorbei. In der 38. Minute beförderte er eine Flanke von Florian Dick akrobatisch per Volleyschuss knapp über die Latte und nur eine Minute später zog er aus der Distanz ab, der Ball versprang aber und ging so nicht gefährlich Richtung Tor.

Völlig überraschend ging dann der FSV in der 40. Minute mit seinem zweiten Torschuss in Führung. Shawn Barry flankte von rechts und am langen Pfosten musste der ungedeckte Fanol Perdedaj das Leder nur noch zum 1:0 über die Torlinie drücken. Arminia versuchte noch vor der Pause zu antworten: Stephan Salger flankte von links und Christoph Hemlein kam zum Kopfball, wurde dabei aber von Ehsan Haji Safi gestört und konnte den Ball so nicht mehr genau genug platzieren. Anschließend pfiff Schiedsrichter Patrick Alt zur Pause.

Die zweite Halbzeit begannen beide Teams ohne personelle Wechsel. Der DSC suchte sofort wieder den Vorwärtsgang und setzte die Gastgeber unter Druck. In der 48. Minute steckte Manuel Junglas im Strafraum auf Fabian Klos zu, doch der Kapitän verfehlte aus spitzem Winkel knapp das Tor und nur eine Minute später schoss Junglas aus 20 Metern knapp über das Tor. Erneut nur eine Minute später senkte sich eine abgefälschte Volleyflanke von Fabian Klos gefährlich Richtung Tor. Den folgenden Eckball von Florian Dick verlängerte Christopher Nöthe zum zweiten Pfosten, wo Fabian Klos goldrichtig stand und aus kurzer Entfernung zum 1:1 einschob.

In der Folge gelang es Frankfurts Trainer Tomas Oral mit der Einwechslung von Denis Epstein und der Umstellung auf ein 4-2-3-1-System wieder mehr defensive Stabilität reinzubringen. Arminias nächste Chance resultierte aus einem Frankfurter Abspielfehler direkt in die Füße von David Ulm, der auf Klos flankte, doch Arminias Torjäger bekam nicht genug Druck hinter das Spielgerät und schoss so neben das Tor.

Norbert Meier versuchte mit den Einwechslungen von Christian Müller für David Ulm und Michael Görlitz für Christoph Hemlein noch einmal frischen Wind zu bringen, doch die Riesenchance zum Sieg hatten zunächst die Gastgeber in der 87. Minute. Halimi bediente den eingewechselten Edmond Kapllani, der freistehend am starken DSC-Torhüter Wolfgang Hesl scheiterte. Endgültig bereinigte dann Julian Börner kurz vor der Torlinie diese Szene. Im direkten Gegenzug fiel dann der Siegtreffer für Arminia: Michael Görlitz setzte sich auf der rechten Seite im Dribbling super durch und spielte den Ball vorher zu Tom Schütz, der ihn mit der Hacke zum 1:2 im Tor unterbrachte.

Mehr passierte nicht mehr, durch den Sieg überwintert Arminia mit 24 Punkten.

Die Pressekonferenz nach dem Spiel mit Norbert Meier und Thomas Oral auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Das war ein sehr wichtiges und intensives spiel. Die Jungs waren in der Halbzeit sehr enttäuscht, weil der Gegner aus der ersten Chance die Führung erzielt hat. Bis dahin hatten wir eigentlich ein gutes Spiel gemacht. Für die zweite Halbzeit muss ich der Mannschaft dann ein Kompliment machen, weil sie trotz nachlassender Kraft noch einmal aufgedreht hat. Wir hatten viel Ballbesitz und haben den größeren Siegeswillen gezeigt. Bei Wolfgang Hesl müssen wir uns aber auch bedanken für die Parade kurz vor Schluss. Zu meiner Zukunft kann ich sagen, dass ich in Bielefeld bleiben werde. Wir haben gute Gespräche geführt und unterschreiben werde ich das dann demnächst bei einem Termin.

Norbert Meier

Wir sind schon riesig enttäuscht, weil wir uns mehr ausgerechnet hatten. Wir haben in der ersten Halbzeit kaum Zugriff bekommen, waren zu weit weg und haben einfache Fehler gemacht. Die Führung hat uns dann Sicherheit gegeben, aber nach der Pause bekommen wir aus dem Nichts das 1:1. Wir hatten dann noch durch Kapllani die Chance zum Sieg und kriegen im Gegenzug das 1:2, das ist natürlich brutal. Wir machen jetzt einen Haken an das Jahr und sind mit 22 Punkten einigermaßen zufrieden.

Tomas Oral

Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht und sind über die gesamte Dauer gesehen der verdienter Sieger. Zu Norbert Meier kann ich sagen, dass wir die ganze Zeit über – unabhängig von den Spekulationen in dieser Woche – in guten Gesprächen waren. Wir schätzen seine Arbeit sehr und ich glaube, dass er sich auch sehr wohlfühlt in Bielefeld. Er hat einen großen Anteil an der Entwicklung der Mannschaft.

Samir Arabi

Mit der Hochzeit, dem Tor und dem Sieg habe ich eine schöne Phase hinter mir so kurz vor dem Winter, ich hatte schon vor dem Spiel ein gutes Bauchgefühl. Wir haben uns in der Pause vorgenommen, so weiter zu spielen und wussten, dass wir noch Chancen kriegen. Dass Tom das Siegtor dann so fein macht, überrascht mich schon, obwohl ich jetzt schon 4,5 Jahre kenne.

Fabian Klos

Das 0:1 war unglücklich, wir waren die gesamte Spieldauer über die bessere Mannschaft und haben absolut verdient gewonnen. Beim Siegtor blieb mir nichts anderes übrig als ihn mit der Hacke zu machen. Das ist jetzt ein schönes Gefühl für uns, den Verein und die Fans. In der Winterpause tanken wir jetzt wieder auf.

Tom Schütz

FSV Frankfurt:
Weis – Huber, Gugganig, Ballas, Haji Safi – Konrad – Barry (82. Engels), Halimi, Perdedaj – Dedic (60. Epstein), Schahin (82. Kapllani).

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Dick, Behrendt, Börner, Salger – Junglas, Schütz – Hemlein (82. Görlitz), Ulm (75. Müller), Nöthe (90. Schuppan) – Klos.

Tore:
1:0 (40.) Perdedaj, 1:1 (50.) Klos, 1:2 (88.) Schütz.

Gelbe Karten:
Gugganig, Perdedaj/-

Zuschauer:
5.652