DSC Arminia Bielefeld -

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Mo., 02.12.2013 20:15 Uhr

FSV Frankfurt 1899(1)
DSC Arminia Bielefeld (2)

GegnerinfosPK-BerichtSpielberichtStimmenDatenBerichterstattung

Abgänge adäquat ersetzt

In der letzten Saison wäre dem FSV beinahe eine Sensation gelungen: Bis zum Saisonende spielten die Hessen um den Relegationsplatz zur Fußball-Bundesliga mit, mussten sich aber letztlich gemeinsam mit dem 1. FC Köln im Rennen gegen den 1. FC Kaiserslautern geschlagen geben.

Dennoch blieb der vierte Platz in der abgelaufenen Saison die beste Tabellenplatzierung im Unterhaus. Gerechnet hatte mit diesem Saisonverlauf der Frankfurter wohl zuvor niemand, trennten die Frankfurter doch in der vorigen Saison nur zwei Punkte von einem möglichen Abstieg in die Drittklassigkeit. Auf den Höhenflug des FSV folgte im Sommer der Verlust wichtiger Stammkräfte wie Marcel Gaus (jetzt 1. FC Kaiserslautern), Yannick Stark (1860 München) oder John Verhoek, der für die Frankfurter zehn Treffer erzielte und seit dieser Saison für den FC St. Pauli auf Torejagd geht.

Doch wie bereits in der vergangenen Sommerpause zeigten nun Cheftrainer Benno Möhlmann und Geschäftsführer Sport Uwe Stöver abermals viel Geschick in Sachen Neuverpflichtungen: Mit dem gebürtigen Kölner Denis Epstein (zuletzt Astromios Athen), dem seit dieser Saison fest verpflichteten Australier Mathew Leckie (Borussia Mönchengladbach) sowie seinem Landsmann Nikita Rukavytsya (FSV Mainz 05) konnten die Hessen ihre Abgänge adäquat ersetzen. Im letzten Spiel steuerte Epstein zwei Treffer zum 4:1-Auswärtssieg bei Energie Cottbus bei und war damit der beste Mann an diesem Tag. Auch der 22-jährige Leckie stellte sich schnell als einer der neuen Frankfurter Leistungsträger heraus (13 Spiele, 5 Tore, 3 Vorlagen), ehe ihn jedoch eine Bänderdehnung im Knie für noch unbestimmte Zeit außer Gefecht setzte.

Der Sieg beim Tabellenletzten war ein kleiner Befreiungsschlag für die Hessen, die zuvor in vier Spielen sieglos blieben und dank des Auswärtserfolges auf den zehnten Tabellenplatz kletterten. Die Zuschauerresonanz beim FSV bleibt dennoch ausbaufähig: Obgleich das Frankfurter Volksbankstadion ein Fassungsvermögen von 12.542 Plätzen und seit dem 24. November 2012 eine runderneuerte Haupttribüne besitzt, finden im Schnitt nur knapp über 5.300 Zuschauer den Weg an den Bornheimer Hang. Dennoch ist es erwähnenswert, dass sich die Frankfurter seit ihrem Aufstieg in Deutschlands zweithöchste Spielklasse im Jahr 2008 mittlerweile zu einer guten Zweitligamannschaft entwickelt haben – auch ein Verdienst von Benno Möhlmann, der seit Januar 2012 beim FSV tätig ist und für die meisten Arminen wohl noch ein Begriff sein dürfte: Vier Jahre (2000-2004) trainierte er damals den DSC und schaffte 2002 den sechsten Bundesligaaufstieg in der schwarz-weiß-blauen Historie. Am Dienstag verlängerte der Frankfurter Coach seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2015.

„Zweikampfspiel unter Flutlicht“

Auf der heutigen Pressekonferenz vor dem Flutlichtspiel am Montagabend beim FSV Frankfurt äußerte sich Trainer Stefan Krämer zur aktuellen Situation der Blauen.

Verzichten muss Arminias Trainer Krämer neben Dennis Riemer, Oliver Petersch und Philipp Heithölter dabei auch auf Tom Schütz, dessen Muskelfaseriss wieder aufgebrochen ist und einen Einsatz am Montag unmöglich macht. Auch Stephan Salger wird nach seiner Rotsperre im Spiel gegen den VfL Bochum nur zuschauen dürfen. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Sebastian Hille: Arminias Außenbahnspieler plagt derzeit ein Magendarm-Infekt. „Die Blutwerte werden Auskunft geben, ob er für Montag eine Option sein wird“, so Krämer.

Patrick Schönfeld (Adduktorenzerrung), Jonas Strifler(Fußprellung) sowie Jan Fießer (Rückenprobleme) konnten am heutigen Mittwoch wieder beschwerdefrei mit der Mannschaft trainieren. Für Manuel Hornig, der die Trainingseinheit am heutigen Tag nach einem Luftzweikampf mit Francky Sembolo abbrechen musste, gab es seitens der Physiotherapeuten Entwarnung. Krämer: „Er wird schon morgen wieder ins Training einsteigen.“

In Arminias nächstem Gegner sieht Krämer „ein starkes Kollektiv“, das insbesondere eine starke Lauf- und Kampfleistung auszeichnet, sodass man am Montagabend von einem „Zweikampfspiel unter Flutlicht“ ausgehen könne. Im Training habe man gerade deshalb viele enge Situationen provoziert, für die die Mannschaft unterschiedliche Lösungen finden musste. Erstmals nach seiner schweren Verletzung dürfte auch Fabian Klos wieder in der Startaufstellung des DSC stehen: „Zu 90 Prozent spielt Fabian Klos am Montag von Beginn an.“

In Hessen rechnet der DSC mit der Unterstützung von 400 Arminen. Anstoß im Frankfurter Volksbankstadion ist um 20:15 Uhr.

Arminias YouTube-Vorbericht sehen Sie hier:

Arminia gewinnt in Frankfurt

Der DSC hat das Siegen nicht verlernt und gewinnt das Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt mit 2:1 (2:1).

Stefan Krämer veränderte seine Startelf nach der 0:2-Niederlage gegen Bochum auf fünf Positionen. Für Stephan Salger, Jonas Strifler, Tom Schütz, Tim Jerat und Sebastian Hille erhielten Fabian Klos, Marcel Appiah, Felix Burmeister, Philipp Riese und Marc Lorenz einen Platz in der Anfangself.

Die ersten zehn Minuten in Frankfurt verliefen ereignislos, dann meldete sich Arminia das erste Mal zu Wort. Ein Kopfball von Felix Burmeister landete allerdings nur auf dem Frankfurter Tornetz. Besser machten es die Gastgeber im direkten Gegenzug. Nach einem Eckball landete der Ball fünf Meter vor dem Tor beim freien Markus Ziereis, der nur noch zum 1:0 einschieben musste. Und nur zwei Minuten später hätten die Gastgeber beinahe das 2:0 nachgelegt, doch Denis Epstein traf nach einem Sololauf nur den Pfosten.

Doch der DSC meldete sich schnell im Spiel zurück, Philipp Riese verfehlte in der 16. Minute per Distanzschuss das Frankfurter Tor jedoch klar. Zwei Minuten später sorgte Marc Lorenz dann mit einem Traumtor für den Ausgleich. Einen kurz ausgeführten Eckball spielte Patrick Schönfeld zurück zu Lorenz, der von der rechten Strafraumecke aus hart abzog und in den linken oberen Torwinkel zum 1:1 traf. Arminia hatte nun Oberwasser und durch Fabian Klos die nächste Chance, doch sein Schuss ging rechts neben das Tor.

Auf der Gegenseite hatte Arminia Glück, dass Nestor Djengoue nach einem Eckball nur die Latte traf. Der DSC hatte das Spiel jetzt allerdings im Griff und ging in der 40. Minute in Führung. Nach Balleroberung in der eigenen Hälfte schickte Patrick Schönfeld Philipp Riese auf die Reise. Riese umkurvte noch einen Gegner und grätschte den Ball dann zur 2:1-Führung in das Tor. Auf der Gegenseite traf der FSV durch Djengoue zum dritten Mal die Latte, erneut war ein Eckball vorausgegangen. So rettete der DSC die knappe Führung in die Kabine.

Nach der Pause entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Arminia versuchte es in der 48. Minute mit einem Distanzschuss durch Christian Müller in der 48. Minute, aus 30 Metern Entfernung ging der Ball jedoch knapp neben das Tor. Die Frankfurter hatten ihre erste Chance in der zweiten Halbzeit in der 57. Minute. Nils Teixeira versuchte es mit einem Volleyschuss aus 20 Metern, der jedoch kein Problem für Patrick Platins darstellte. Im direkten Gegenzug hätte Arminia beinahe das dritte Tor erzielt. Ein Freistoß von Marc Lorenz aus 30 Metern wurde von Patrick Klandt in letzter Sekunde zur Ecke pariert.

Ab der 60. Minute erspielten sich die Gastgeber dann ein deutliches Übergewicht, wurden jedoch nur selten torgefährlich. Michael Görlitz mit einem Schuss, den Patrick Platins parierte (61.) und der eingewechselte Mathew Leckie mit einem Schuss aus 16 Metern, der über das Tor ging, waren in diese Phase die gefährlichsten Frankfurter.

Auch in der Schlussviertelstunde erspielten sich die Gastgeber keine Chancen mehr. Arminia hatte dagegen durch Anass Achahbar und Philipp Riese sogar zwei Chancen zum 3:1, ließ diese jedoch aus, durfte sich am Ende aber dennoch über drei Punkte in Frankfurt freuen.

 

Stimmen zum Spiel

Die erste Halbzeit ist etwas passiert, was uns zuletzt nicht hinterher gelaufen ist. Das Glück ist zurück gekommen. Wir sind nicht gut in das Spiel gekommen und hatten Unruhe nach dem Rückstand und zudem natürlich Glück bei den Aluminium-Treffern. In der zweiten Halbzeit haben wir tiefer gestanden und das Anlaufen geändert. Da haben wir sehr erwachsen verteidigt. Aus dem Spiel heraus haben wir nichts zugelassen und unter dem Strich mit der Portion Glück im Rücken haben wir nicht unverdient gewonnen. Darüber bin ich heilfroh.

Stefan Krämer

Wir sind relativ gut in das Spiel gekommen. Nach einer Ecke haben wir das 1:0 erzielt und haben dann die Chance zum 2:0 nicht genutzt durch Denis Epstein. Das 1:1 war ein schöner Sonntagsschuss, danach hat Arminia besser agiert und an sich geglaubt. Wir hatten über Standards die Chancen wieder in Führung zu gehen, aber insgesamt haben wir nicht die Konsequenz im Angriff gehabt. Das 1:2 haben wir dann unnötigerweise kassiert und uns dumm angestellt dabei. In der zweiten Halbzeit hat Arminia tiefer gestanden und wir haben es nicht geschafft, uns da entscheidend durchzusetzen.

Benno Möhlmann

FSV Frankfurt:
Klandt – Huber, Schlicke, Konrad, Teixeira – Kauko (63. Roshi), Djengoue – Görlitz, Yelen, Epstein (87. Kandziora) – Ziereis (63. Leckie).

DSC Arminia Bielefeld:
Platins – Appiah, Hübener, Hornig, Feick – Burmeister, Riese – Schönfeld (75. Achahbar), Müller (71. Jerat), Lorenz – Klos (69. Rahn).

Tore:
1:0 (11.) Ziereis, 1:1 (18.) Lorenz, 1:2 (40.) Riese.

Gelbe Karten:
Kauko/Schönfeld, Riese, Lorenz

Zuschauer:
5.129