DSC Arminia Bielefeld -

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Fr., 25.11.2016 18:30 Uhr

SpVgg Greuther Fürth(1)
DSC Arminia Bielefeld (0)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Fürth will zurück in die Erfolgsspur

Die SpVgg Greuther Fürth steht aktuell auf dem 13. Tabellenplatz und erfüllt somit bislang nicht die eigenen Erwartungen. Nach zuletzt fünf Niederlagen aus sechs Spielen reagierte der Verein und beurlaubte Cheftrainer Stefan Ruthenbeck.

Am vergangenen Sonntag traf Arminias kommender Gegner der SpVgg Greuther Fürth in der zweiten Liga auf Dynamo Dresden und musste sich mit 1:2 geschlagen geben. Die insgesamt siebte Niederlage dieser Spielzeit führte dazu, dass die Verantwortlichen des Vereins sich dazu entschlossen, ihren Cheftrainer Stefan Ruthenbeck zu beurlauben. Laut Aussage der Club-Verantwortlichen wird „mindestens bis zur Winterpause“ U19-Trainer Janos Radoki an der Seitenlinie stehen und die Mannschaft durch die letzten vier Partien führen. Auf Platz 13 liegt die Bilanz bei vier Siegen, zwei Unentschieden und sieben Niederlagen. Obwohl im vorletzten Spiel gegen den VfL Bochum ein 2:1-Erfolg gelang, war die Niederlage gegen Dresden wohl eine zu viel für die Verantwortlichen der SpVgg: „Die Entwicklung der letzten Monate macht uns große Sorgen. Bei unseren Entscheidungen geht es alleine um den Verein“, erklärte Präsident Helmut Hack. Mit der Personalentscheidung erhofft man sich jetzt im Umfeld der Franken wohl mehr Ruhe und vor allem bis zur Winterpause ein größeres Punktepolster auf die Abstiegsränge als die aktuellen drei Zähler. Neutrainer Radoki machte es sich zum Vorsatz, „gemeinsam mit der Mannschaft hart dafür zu arbeiten, um die Spielvereinigung zurück in die Erfolgsspur zu bringen.“

Diese Marschroute soll vor allem für das kommende Spiel gegen Arminia gelten. Die beiden Trainer der Vereine kennen sich: Bereits als Spieler trafen Radoki und Jürgen Kramny (damals Spieler des FSV Mainz 05) aufeinander – die Bilanz spricht mit drei Siegen, einem Remis und einer Niederlage für den DSC-Coach. Nicht nur diese, sondern auch die jüngste Statistik spricht für Arminia, denn sie sind seit drei Spielen ungeschlagen gegen die SpVgg. Dennoch zeigte sich Fürth in der Vergangenheit gegen Arminia heimstark, hat im Sportpark Ronhof keines der letzten drei Spiele gegen den DSC verloren und in diesen Begegnungen stets zu Null gespielt. In der aktuellen Saison jedoch läuft es vor heimischem Publikum nicht ganz so rosig: Hier stehen zwei Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen auf dem Konto. Im DFB-Pokal hingegen lief es bisher einwandfrei: In der ersten Runde kickten die Fürther den Regionalligisten Eintracht Norderstedt mit einem 4:1-Erfolg aus dem Wettbewerb, in der zweiten Begegnung traf es den Bundesligisten des 1.FSV Mainz 05. Im Februar treffen die Franken jetzt in der dritten Runde auf Borussia Mönchengladbach – zuvor jedoch gilt es, in der Liga wieder Fuß zu fassen.

Kramny hat „die Qual der Wahl“

Auf der heutigen Pressekonferenz traten Cheftrainer Jürgen Kramny und Flügelspieler Michael Görlitz vor die Journalisten und berichteten über die aktuelle personelle Lage sowie ihre Erwartungen für das kommende Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth.

„Das gibt natürlich Kraft, wenn man einen Verein aus der Tabellenspitze schlägt“, erklärte Michael Görlitz zum 2:1-Erfolg der vergangenen Woche gegen den 1.FC Heidenheim. Die Mannschaft habe wieder Selbstbewusstsein getankt und wolle den Schwung aus den vergangenen Spielen und damit verbundenen Siegen mit in die kommenden Begegnungen nehmen. Entscheidend sei laut Görlitz dabei vor allem „dass wir über das Team kommen“, denn das sei in der vergangenen Saison und auch in den letzten Wochen ein entscheidender Faktor gewesen.

Zur aktuellen 4-3-2-1-Formation, die Arminia in den letzten Begegnungen spielte, äußerte sich der Mittelfeldmann positiv: „Wir haben in dieser Konstellation auch im letzten Jahr oft gespielt und haben dafür auch die Spielertypen. Zwei klare Sechser haben uns immer gut getan und dadurch haben wir, so denke ich, auch unsere Kompaktheit zurückgewonnen“, so der 29-Jährige. Der Trainerwechsel von Fürth dürfe am Freitag für den DSC keine Rolle spielen, denn „es muss uns egal sein, wer der Trainer ist. Wir müssen selbst schauen, dass wir den Schwung aus den letzten Partien mitnehmen“, so Görlitz. Fürth habe eine spielerisch gute Mannschaft, aber ein paar Verletzungsprobleme. „Ich hoffe, dass wir das für uns nutzen können“, sagte er.

dsc-heidenheim-2016-26-KramnyLaut Kramny befinde sich die Spielvereinigung aktuell „in einer Phase, in der sie aus ihrer Sicht nicht genug gepunktet haben. Ihnen fehlen einige Spieler, aber sie werden die Leute finden, die stattdessen Gas geben. Da müssen wir gegenhalten.“ Wichtig sei es dennoch, den Fokus auf das eigene Team zu lenken: „Wir müssen immer wieder versuchen, ein Stück besser zu werden“, erklärte er. Personell hat er dabei „die Qual der Wahl“: Christopher Nöthe fehlt aufgrund seiner Schulterverletzung nach wie vor, Christoph Hemlein sei zwar in das Mannschaftstraining eingestiegen, werde aber am Freitag noch keine Rolle spielen. Ansonsten „trainieren alle auf ähnlich hohem Niveau, es drängen sich viele Spieler auf“, freute sich Kramny.

Im Rückblick auf das Heidenheim-Spiel müsse seine Mannschaft gegen Fürth  „auf das aufbauen, was gut war – und es war vieles gut. Vor allem das mannschaftliche Auftreten war mir wichtig und das hat funktioniert. Dennoch hätten wir den Deckel früher draufmachen können“, so Kramny. Die grundsätzlichen Tugenden wie beispielsweise die Zweikampf- und Laufbereitschaft hätten aber gestimmt: „Gegen Heidenheim sind wir 120 Kilometer gelaufen und haben viele Sprints gezogen – das war gut.“

Weitere Aussagen von Michael Görlitz und Jürgen Kramny gibt es im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

In Anlauf auf ArminiaClubTV äußert sich auch Steffen Lang zum bevorstehenden Spiel:

Berichterstattung Fürth – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen die SpVgg Greuther Fürth.

14_fuerth-auswWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Freitag um 18:30 Uhr das Spiel bei der SpVgg Greuther Fürth live im Sportpark Ronhof zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Sportpark Ronhof.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 22:15 Uhr bis 23:30 Uhr

Unnötige 1:2-Niederlage in Fürth

Für die SpVgg Greuther Fürth und den DSC hieß es am Freitagabend, sich mit drei Punkten möglichst weiter von den Abstiegsrängen zu distanzieren. Arminia war die bessere Mannschaft, doch Fürth war effektiver und siegte mit 2:1 (1:0).

Bei seinem ersten Auswärtsspiel als DSC-Cheftrainer entschied sich Jürgen Kramny für dieselbe Startelf, die bereits beim 2:1-Erfolg gegen den 1. FC Heidenheim auf dem Rasen stand. Dementsprechend agierte Arminia erneut im vertrauen 4-3-2-1-System. Der Beginn der Partie gestaltete sich sehr ruhig, denn beide Teams ordneten erst einmal die eigenen Reihen und ließen keine Möglichkeiten zu. Die erste Großchance ergab sich für Arminia dann aber in der 13. Minute: Michael Görlitz brachte von der rechten Seite den Ball halbhoch in den Strafraum, wo Manuel Prietl goldrichtig stand. Der Mittelfeldmann brachte den Ball sehenswert per Hacke auf den Kasten von Balazs Megyeri, doch der Fürther Torwart parierte zur Ecke. Die nächste Situation ergab sich, als Tom Schütz mit  viel Platz mittig Richtung Tor marschierte und im richtigen Moment nach links auf Florian Hartherz passte. Der bekam ebenfalls viel Platz von den Fürthern und hatte die Chance, entweder direkt abzuziehen oder in den Strafraum zu Schütz zurückzuspielen – entschied sich für einen Torschuss, der jedoch weit neben das Tor ging (25.).

Die erste Möglichkeit der SGF landete hingegen direkt im Kasten des DSC: Eine Ecke segelte in den Strafraum, wo der Ball zunächst gegen den Pfosten geköpft wurde. Per Abstauber bedankte sich Nicolai Rapp, der die Kugel in der 29. Minute zum 1:0 im Netz unterbrachte. Doch Bielefeld ließ sich nicht einschüchtern: Voglsammer wurde von Hartherz hoch bedient und setzte zum Kopfball an, der sich per Bogenlampe den Weg zum Tor suchte – Megyeri fischte ihn allerdings in letzter Sekunde aus der Ecke (33.). Auch einen Freistoß aus ca. 18 Metern konnte der DSC eine Minute später nicht nutzen, der direkte Schuss von Sebastian Schuppan landete in der Mauer der Spielvereinigung. Insgesamt war es eine zerfahrene erste Halbzeit mit wenigen Chancen, die Fürther gingen mit der 1:0-Führung in die Pause.

Die zweite Hälfte begann mit zwei DSC-Wechseln: Für Manuel Junglas betrat David Ulm das Spielfeld und übernahm das zentrale Mittelfeld. Manuel Prietl rückte dafür auf die Sechs und Görlitz ließ sich in die Abwehr zurückfallen. Für ihn übernahm rechts offensiv Voglsammer, die Sturmspitze spielte der eingewechselte Klos. Eine erste Gelegenheit ergab sich kurz nach Wiederanpfiff für den eingewechselten David Ulm: Per Freistoß schoss Schütz den Ball lang an den Fünfer, wo Ulm den Ball per Kopf knapp über die Latte setzte (52.). Auch kurz danach fehlte nicht viel zum Ausgleich für Arminia: Nach einer Flanke von Görlitz kam Julian Börner zum Kopfball, verfehlte dabei aber die lange Ecke (58.).

fuerth-dsc-2016-aktuellSchlag auf Schlag ergaben sich dann Chancen für den DSC, die Mannschaft von Trainer Kramny erhöhte deutlich den Druck und kam zur nächsten Chance durch Florian Hartherz, der ebenfalls mit einem Kopfball an Keeper Megyeri scheiterte. Die daraus entstandene Ecke landete auf der Stirn von Kapitän Fabian Klos, der nur knapp über den Kasten zielte (58.). So viele Chancen es in dieser Zeit gab, so wenige gab es in den Minuten danach – das Spiel dümpelte vor sich hin, beide Mannschaften fanden nicht den Schlüssel zu einem entscheidenden Angriff. Bis zur 77. Minute: Eine flache Hereingabe von Görlitz in den Fünfer landete auf dem Schlappen von Torschütze Rapp, dessen Fußabwehr den Weg in das eigene Tor fand und dem DSC somit den 1:1-Ausgleich verschaffte. Etwas später versuchte sich Börner noch einmal per Kopf an einer Hereingabe von Görlitz, verpasste dabei aber das gegnerische Gehäuse (84.).

In der letzten Minute dann der Schock für Arminia. Nach einem eigenen Einwurf an der gegnerischen Eckfahne konterte Fürth: Serdar Dursun bediente Zlatko Tripic und der behielt frei vor Hesl die Nerven und schob zum 2:1 für die Gastgeber ein. Kurz darauf war Schluss und der DSC musste in eine total unnötige Niederlage einwilligen.

Die Pressekonferenz mit Jürgen Kramny und Janos Radoki auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Das letzte Gegentor ist natürlich enorm bitter und wir sind alle enttäuscht. Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht, hatten viele gute Szenen und am Ende schießt Fürth zweimal auf das Tor und gewinnt. Positiv ist sicher, dass wir erneut nach einem Rückstand zurückgekommen sind.

Tom Schütz

Das war eine dumme Niederlage, ein Punkt wäre mehr als verdient gewesen. Da müssen wir in der letzten Minute einfach cleverer sein und den Punkt mitnehmen. Nichtsdestotrotz haben wir ein gutes Spiel gemacht und befinden uns auf einem guten Weg, das macht Mut.

Wolfgang Hesl

Wir haben absolut unnötig verloren, hier hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen. Aber am Ende waren wir vorne nicht zwingend genug und haben hinten zwei Tore kassiert, die mit Profifußball nicht viel zu tun haben. Dann fährt man gewissermaßen verdient ohne Punkt nach Hause. Man hat gesehen, dass wir uns auf einem guten Weg befinden, aber am Ende brauchst du eben Punkte, und heute hätten wir Punkte mitnehmen müssen.

Samir Arabi

Jeder kann sich wahrscheinlich vorstellen, dass ich mit dem Endergebnis und wie es zustande kam etwas bedient bin. In der ersten Halbzeit war es kein tolles Spiel, aber wir hatten mehr Möglichkeiten. Dennoch geraten wir in Rückstand. In der Halbzeit haben wir gewechselt und Fabian Klos und David Ulm gebracht – wir waren dominant und hatten gute Torchancen. Nach unserem langen Einwurf hatte ich das Gefühl, dass unsere Spieler zu gierig waren und vergessen haben, den Angriff abzusichern. So unterschätzen wir den langen Ball und lassen die Situation zu, dass Tripic alleine Richtung Tor läuft – das darf überhaupt nicht passieren. Normalerweise müssen wir den Punkt mitnehmen, mit dem wir wahrscheinlich heute aber auch nicht zufrieden gewesen wären. Trotzdem gratuliere ich dem Gegner natürlich zum Sieg.

Jürgen Kramny

Jürgen Kramny hat das Spiel sehr gut wiedergegeben, ich habe es genauso gesehen. Wir hatten über 90 Minuten Probleme, Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Wir haben dann einen sehr guten Standard geschlagen, wo Nikolai den Ball über die Linie drückt. Insgesamt war die erste Hälfte aber sehr mau. Bielefeld war dann nach der Halbzeit sehr stark, hat zurecht den Ausgleich erzielt. Unsere Jungs haben Leidenschaft dagegengesetzt und das hat auch dazu geführt, dass wir hier 2:1 gewinnen.

Janos Radoki

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Lang (46. Klos), Behrendt, Börner, Schuppan – Junglas (46. Ulm), Schütz – Görlitz, Prietl, Hartherz – Voglsammer (74. Staude).

SpVgg Greuther Fürth:
Megyeri – Heidinger, Franke, Rapp, Narey – Hofmann, Kirsch (77. Tripic) – Berisha, Djokovic, Freis (66. Gießelmann) – Vukusic (46. Dursun).

Gelbe Karten:
Berisha, Tripic/Junglas, Görlitz, Ulm

Tore:
1:0 (30.) Rapp, 1:1 (77., Eigentor) Rapp, 2:1 (90.) Tripic.

Zuschauer:
7.305