DSC Arminia Bielefeld -

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Fr., 06.11.2015 18:30 Uhr

SpVgg Greuther Fürth(0)
DSC Arminia Bielefeld (0)

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Tabellarischer Zick-Zack-Kurs

Immer wieder hoch und runter in der Tabelle ging es in dieser Saison bisher für die SpVgg Greuther Fürth. Vom Aufstiegskampf will man daher in Franken nichts wissen.

Nach dem Abstieg aus der Bundesliga 2013 scheiterte Fürth im Jahr darauf erst in der Relegation gegen den Hamburger SV am direkten Wiederaufstieg. Die Saison 2014/2015 verlief dagegen überhaupt nicht nach den Erwartungen und konnte nur auf Platz 14 abgeschlossen werden. Für die aktuelle Spielzeit gibt Trainer Stefan Ruthenbeck daher eine Platzierung im Bereich Platz neun bis zwölf als Ziel aus.

Diesen Tabellenbereich haben die Franken an den bisherigen 13 Spieltagen bereits sowohl über- als auch unterschritten. Nach dem 5. Spieltag stand die Mannschaft auf Platz 13. Eine Siegesserie im September brachte dem Team aus vier Spielen zwölf Punkte ein und die Mannschaft stieg bis auf Tabellenplatz vier hoch. Aus vier Spielen im Oktober holte die SpVgg dann aber nur drei Punkte, verlor zweimal hoch gegen Bochum (0:5) und in Freiburg (5:2) und am 13. Spieltag knapp mit 0:1 in Düsseldorf. Insgesamt stehen für Fürth aktuell 20 Punkte und Platz sechs zu Buche. Auffällig sind die vielen Gegentore (23): Mehr Tore kassierte in dieser Saison bisher nur das Tabellenschlusslicht MSV Duisburg (25).

Nach der enttäuschenden letzten Saison verpflichtete Greuther Fürth im Sommer Stefan Ruthenbeck als neuen Trainer. Der 43-Jährige war zuvor zwei Jahre lang beim VfR Aalen beschäftigt gewesen. Und auch im Kader gab es in der Sommerpause einige Veränderungen. Mit Wolfgang Hesl (zu Arminia) und Stephan Fürstner (Union Berlin) verließen zwei Führungsspieler den Verein. Auch Kacper Przybylko, in der letzten Saison mit fünf Toren in 32 Ligaspielen einer der Top-Torschützen, wechselte den Verein und schloss sich dem 1. FC Kaiserslautern an.

Als Neuzugänge wurden gute Spieler wie Sebastian Mielitz (SC Freiburg), Jurgen Gjasula (VfR Aalen), Andreas Hofmann (VfR Aalen) und Veton Berisha (Viking Stavanger) geholt, die sich sogleich einen Stammplatz im Team eroberten. Domi Kumbela (Kardemir Karabükspor) und Marcel Franke (Hallescher FC) gelang dies noch nicht, sie kamen bisher sechs bzw. drei Mal zum Einsatz. Unverzichtbar sind weiterhin auch Marco Caligiuri und Benedikt Röcker, die bisher in zwölf bzw. dreizehn Partien in der Startelf standen, und Sebastian Freis, der in 13 Einsätzen fünf Tore erzielte. Kapitän Caligiuri verlängerte gerade erst seinen Vertrag bis 2018. Verzichten muss die SpVgg für die nächste Partie auf Goran Sukalo, der sich in dem letzten Spiel gegen Fortuna Düsseldorf einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hat.

Mit „gutem Gefühl“ nach Fürth

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft vor dem Auswärtsspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth. Auch Wolfgang Hesl beantwortete die Fragen der Presse.

Für das Spiel in Fürth fehlen Norbert Meier weiterhin Daniel Brinkmann, Felix Burmeister, Peer Kluge und Koen van der Biezen. Auch eine vorzeitige Rückkehr von Christian Müller und Manuel Junglas erscheint unwahrscheinlich, immerhin konnten die beiden in dieser Woche wieder trainieren. „Der Sieg in Kaiserslautern hat der Mannschaft sehr gut getan. Wir haben auch vorher gute Spiele gehabt, in denen die Mannschaft es nicht geschafft hat, sich zu belohnen. Das war jetzt eine wichtige Sache und gibt ein gutes Gefühl für das nächste Spiel“, sagte Meier. Die Stimmung in der Mannschaft sei immer gut gewesen, aber „natürlich ist so ein enger Sieg der Stimmung auch zuträglich.“

Von Trends mache er sich völlig frei, so Meier, die Bilanz der Fürther aus den letzten Spielen sei nicht entscheidend. „Fürth hat einen sehr guten Kader, der sehr erfahren besetzt ist. Sie haben Qualität und viele gute Spieler. Es ist eine großgewachsene Mannschaft, die allerdings bei Standards auch nicht unbezwingbar ist. Sie haben sehr unterschiedlich gespielt, hatten viele enge Spiele dabei.“ Wichtig sei aber vor allem, nur auf sich selbst und die eigenen Ergebnisse zu schauen. „Wir müssen gut stehen, eine gute Ordnung haben und mutig und zielgerichtet nach vorne spielen. Die Mannschaft weiß, dass sie immer sehr viel abliefern muss, um konkurrenzfähig zu sein.“ Die Zielsetzung für das Spiel am Freitag ist klar: „Wir wollen jede Woche gewinnen, dafür arbeiten und trainieren wir. Und wir wissen auch, dass man große Sprünge in der Tabelle machen kann, wenn es gelingen würde, zweimal hintereinander zu gewinnen. Aber natürlich kommt es auch darauf an, was der Gegner macht.“

Auch Wolfgang Hesl, der vor seinem Wechsel im Sommer drei Jahre lang für Fürth spielte, schätzt die Qualität der Franken als sehr hoch ein, vor allem in der Offensive. „Sie haben sich immer viele Chancen herausgespielt, waren nur mit der Chancenverwertung manchmal etwas fahrlässig.“ Den Abend in Kaiserslautern betrachtete er als „rundum gelungen, Siege tun immer gut. Es war wichtig, dass wir uns endlich mal die drei Punkte abgeholt haben. Wir haben alle Punkte, die wir bisher geholt haben, immer verdient gewonnen.“ Als Torhüter freue es ihn besonders, dass in Kaiserslautern hinten die Null stehen blieb. „Zu Null zu spielen muss immer die Basis sein. Die ganze Mannschaft arbeitet super nach hinten mit, wir können zufrieden sein mit unserer Defensivleistung. 12 Gegentore in 13 Spielen sind ein guter Wert.“ Worum es in Fürth gehen soll, ist daher auch ganz einfach: „Natürlich wollen wir nachlegen und nochmal drei Punkte holen.“

Weitere Aussagen von Norbert Meier und Wolfgang Hesl gibt es auch im Radio Bielefeld-Podcast.

In „Anlauf“ auf „ArminiaClubTV“ äußert sich auch Felix Burmeister zum kommenden Spiel:

Berichterstattung Greuther Fürth – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen die SpVgg Greuther Fürth.

14 Fürth auswWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Freitag um 18:30 Uhr das Spiel bei der SpVgg Greuthr Fürth live im Stadion am Laubenweg zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch ab sofort einen Liveticker an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Stadion am Laubenweg.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 22:15 Uhr bis 23:30 Uhr

Nächsten Punkt eingesammelt

Arminia erkämpft sich ein torloses Remis bei der SpVgg Greuther Fürth.

Arminias Cheftrainer Norbert Meier schenkte den gleichen elf Spielern das Vertrauen, die zuletzt beim 2:0 auf dem Betzenberg in der Startelf gestanden hatten. Fürths Trainer Stefan Ruthenbeck konnte unterdessen nicht auf den defensiven Mittelfeldspieler Goran Sukalo zurückgreifen, der mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel ausfiel. Für ihn spielte Andreas Hofmann.

Fürth ging von Beginn an früh drauf und hatte in der Anfangsphase mehr Torraumszenen. In den ersten zehn Minuten erspielten sich aber beide Mannschaften keine nennenswerten Torchancen. In der 12. Minute gelang Veton Berisha nach einem Alleingang der erste gefährliche Schuss aufs Tor, er traf aber nur das Außennetz. Die Arminen standen in der Defensive kompakt, sodass die Fürther den finalen Pass meist nicht spielen konnten. In der Offensive konnte die Mannschaft von Norbert Meier allerdings kaum Nadelstiche setzen.

In der 19. Minute kamen die Fürther zu ihrer nächsten guten Chance, als Zulj auf Thesker durchsteckte. Die Arminen klärten zur Ecke. In der 25. Minute kam es zu einer strittigen Situation, als Klos sich im Strafraum den Ball erkämpfte und Mielitz Klos von hinten zu Boden stieß. Schiedsrichter Florian Heft ließ weiterspielen und verwehrte dem DSC damit einen klaren Strafstoß. Auf der anderen Seite entschied Heft sich bei einer engen Situation gegen einen Handelfmeter für die Gastgeber.

Die erste gute Chance erspielte sich die Arminia in der 33. Minute, als Brian Behrendt den Ball perfekt in die Schnittstelle der Abwehr auf David Ulm steckte, der den Ball aber nicht kontrolliert genug aufs Tor bekam. In der 39. Minute kam wieder Fürth gefährlich auf das Arminia-Tor. Zulj passte gut auf Freis, aber Hesl wehrte den Ball souverän ab. Die beste Chance hatten die Franken kurz vor der Halbzeitpause, als der Österreicher Zulj wieder einmal gefährlich über links kam und eine flache Hereingabe auf Freis spielte, der alleine vor dem Torwart am Ball vorbeirutschte.

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit hatten die Bielefelder mehr Spielanteile. In der 57. Minute kam Klos über rechts und flankte auf Nöthe, der den Ball allerdings knapp verpasste. Nur drei Minuten später eine ähnliche Chance auf der anderen Seite. Der Ball kam hoch auf Sebastian Freis, der weitgehend unbedrängt klar über den Kasten köpfte. Danach wurde der Gastgeber im Stadion am Laubenweg wieder aggressiver und erspielten sich mehr Anteile, auf beiden Seiten gab es aber weiter nur Halbchancen. Erst köpfte Börner nach einen Freistoß von Dick über das Tor. Gleich darauf schoss Gjasula aus knapp 20 Metern übers Tor von Hesl.

In den letzten zehn Minuten hatten dann die Gastgeber wieder die Oberhand. Die klarste Chance des Spiels hatten die Franken in der 85. Minute. Nach einem gut geschossenen Freistoß konnte Börner auf der Linie klären. Sowohl Fürth als auch die Arminen hatten ihre Drangphasen, blieben aber letztendlich ohne Torerfolge. Das torlose Unentschieden geht deshalb für beide Mannschaften voll in Ordnung.

Die Pressekonferenz mit Norbert Meier und Stefan Ruthenbeck nach dem Spiel gibt es auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Es war ein sehr kampfbetontes Spiel, beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt. So wie die beiden Elfmetersituationen Unentschieden ausgegangen sind, ist auch das Spiel Unentschieden ausgegangen. Heute kann ich damit gut leben, wir hatten zwar die allerbeste Chance mit Börners Kopfball, aber auf der anderen Seite haben wir auch gegen eine sehr robuste Fürther Mannschaft gespielt. Julian Börner hat eine gute Leistung gezeigt, vorne muss er einen machen, hinten rettet er einmal gut, am Ende ist das Remis leistungsgerecht.

Norbert Meier

Das war ein sehr spannendes Spiel zweier unterschiedlicher Philosophien. Teilweise hatten wir guten Ballbesitz, aber sind in der ersten Halbzeit zu unpräzise gewesen, da gab es keine richtigen Chancen für uns. Ich hatte aber das Gefühl, dass wir das Spiel kontrollieren. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann bessere Chancen, Freis hätte eigentlich nur noch einnicken müssen. Wir haben heute versucht, etwas mehr über die Außen zu kommen, aber im Strafram hat etwas Personal gefehlt. Aber ich habe auch defensiv eine gute Entwicklung gesehen, gegen einen Gegner, der immer gefährlich ist und immer in der Lage ist, ein Tor zu machen. Wir hatten Lösungen, haben uns nicht belohnt, aber ich bin auch nicht unzufrieden.

Stefan Ruthenbeck

Wir haben defensiv gut gestanden und gut verteidigt. Das ist unsere Basis. Wir können heute mit dem Punkt gut leben, das ist auswärts in Ordnung.

Tom Schütz

Ich muss mich beim Team entschuldigen, den Kopfball muss ich über die Linie drücken. Fußballerisch war das heute nicht das gelbe vom Ei, trotzdem können wir stolz sein, weil wir uns für den kämpferischen Aufwand mit einem Punkt belohnt haben. Wir haben mit Leidenschaft und Herz den Punkt geholt.

Julian Börner

Fürth hatte mehr vom Spiel und auch mehr Chancen, dafür hätte Börner einen machen müssen, hat aber auf der Linie auch super geklärt. In der ersten Halbzeit waren wir zu unkonzentriert, das war in der zweiten Halbzeit besser, aber es hat die Genauigkeit gefehlt. Jetzt haben wir drei Mal zu Null gespielt, da sind wir mit zufrieden. An der Offensive arbeiten wir in der Länderspielpause weiter.

Sebastian Schuppan

SpVgg Greuther Fürth:
Mielitz – Caligiuri, Franke, Röcker, Thesker – Hofmann, Gjasula – Stiepermann (82. Gießelmann), Zulj, Freis (70. Weilandt) – Berisha.

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Dick, Börner, Salger, Schuppan – Behrendt, Schütz – Hemlein (90. Hornig), Ulm (76. Affane), Nöthe (66. Görlitz) – Klos.

Tore:
Fehlanzeige

Gelbe Karten:
Caligiuri, Gjasula/Behrendt

Zuschauer:
9.110