DSC Arminia Bielefeld -

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So., 21.07.2013 13:30 Uhr

SpVgg Greuther Fürth(2)
DSC Arminia Bielefeld (0)

GegnerinfosPK-BerichtSpielberichtStimmenDatenBerichterstattung

Ein Neuanfang mit Ambitionen

Sieben Spiele, sieben Siege und 28:7 Tore: Mit dieser Bilanz startet Bundesliga-Absteiger Greuther Fürth in die Zweitliga-Saison 2013/2014. Dass die „Kleeblätter“ dabei unter anderem den schottischen Meister Celtic Glasgow nahezu mühelos mit 6:2 vom Platz fegten und man Bundesligist FC Augsburg ebenfalls keine Chance ließ, zeigt deutlich, was für eine Qualität in der neuformierten Mannschaft von Trainer Frank Kramer steckt.

Längst redet in Fürth niemand mehr über das sportlich überwiegend verkorkste letzte Jahr, in dem man vor heimischem Publikum nicht einen einzigen Sieg hatte einfahren können und der Abstieg in die 2. Bundesliga damit bereits sehr früh besiegelte Sache war. Fans, Verein und Mannschaft setzen nun voll und ganz auf den in dieser Situation so oft beschworenen Neuanfang, der am Ende der Saison nach Möglichkeit mit einem Platz im oberen Tabellendrittel belohnt werden soll.

Diese Zielsetzung ist, trotz der starken Konkurrenz in Liga Zwei, nicht unbedingt unrealistisch. Abgänge wie Lasse Sobiech, Edgar Prib oder Heinrich Schmidtgal scheinen den Franken angesichts der beeindruckenden Vorbereitung weniger wehgetan zu haben, als anfangs vermutet. Dies ist nicht zuletzt auf die Arbeit des sportlichen Leiters Rouven Schröder zurückzuführen. Schröder hat allem Anschein nach den richtigen Schlüssel bei der Neubesetzung des Kaders gefunden und es geschafft, das Team bestmöglich zu verstärken. Davon profitieren derzeit auch einige Spieler aus der letzten Saison. Besonders hervorzuheben sind hier die beiden Stürmer Nikola Djurdjic und Djiby Fall, die mit jeweils sechs Toren maßgeblichen Anteil an den Erfolgen in der Vorbereitung hatten.

All dies sollte jedoch kein Grund für den DSC sein, vorzeitig die Segel zu streichen. Auch die Elf von Stefan Krämer hat in der Vorbereitung bewiesen, dass sie durchaus in der Lage ist, höherklassige Mannschaften zu schlagen. Zudem könnten die allseits bewährte Endspielmentalität und die Tatsache, dass der Großteil des Kaders schon eine Saison zusammengespielt hat, entscheidende Vorteile im Kampf um die ersten drei Punkte darstellen.

Übrigens: Die SpVgg Greuther Fürth und der DSC standen sich in der 2. Bundesliga bislang zwölf Mal gegenüber. Sechs Duelle konnten die Blauen dabei für sich entscheiden. Diese Bilanz soll nun am Sonntag, mit der Unterstützung von ca. 800 Arminen-Fans, weiter ausgebaut werden.

 

Ohne Platins, aber mutig nach Fürth

Vor dem Zweitliga-Auftaktspiel bei der SpVgg Greuther Fürth äußerte sich DSC-Trainer Stefan Krämer auf der heutigen Pressekonferenz zu allen relevanten Themen.

Personell hat der DSC einige Ausfälle zu verkraften. Neben den länger verletzten Dennis Riemer, Pascal Testroet und Johannes Rahn wird auch Patrick Platins fehlen. Der Torhüter zog sich gestern eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu und wird ca. 6 Wochen ausfallen. Nicht rechtzeitig fit wird zudem Jan Fießer, der das Lauftraining allerdings bereits wieder aufgenommen hat. Christian Müller wird dagegen morgen im Training zurück erwartet und die Reise nach Fürth mit antreten.

Wer den verletzten Platins vertreten wird, steht noch nicht fest. „Wir haben mit Stefan Ortega Moreno und Jarno Peters zwei sehr gute Torhüter. Die Entscheidung liegt bei Marco Kostmann, der für mich einer der besten Torwarttrainer in Deutschland ist und sich da deutlich besser auskennt als ich“, sagte Krämer. Trotz der vielen Verletzten wird es auch einige Härtefälle geben. „Wir legen morgen den 18er-Kader fest und werden jedem, der nicht mit dabei ist, unsere Entscheidung offen und transparent erläutern“, so Krämer.

Der Gegner aus Fürth zählt für den DSC-Trainer zu den Aufstiegsanwärtern. „Sie haben eine ganz neue Mannschaft. Es sind viele Spieler mit Qualität im Kader, die auch schon ihr Können in dieser Liga nachgewiesen haben“, so Krämer. Dennoch werde er seine Mannschaft mutig einstellen. „Wir fahren dahin, um zu gewinnen. Das ist mal klar!“, so Krämer zur Zielsetzung. Begleiten werden den DSC gen Bayern über 1.000 Anhänger.

 

Arminia scheitert an Wolfgang Hesl

Beim Zweitliga-Auftakt bei der SpVgg Greuther Fürth gerät Arminia schnell 0:2 in Rückstand, erarbeitet sich jedoch viele Chancen, die allesamt ungenutzt bleiben.

DSC-Trainer Stefan Krämer setzte nach der Verletzung von Torwart Patrick Platins auf Stefan Ortega Moreno zwischen den Pfosten. Ansonsten standen die selben Spieler in der Startelf wie beim Härtetest gegen die PSV Eindhoven.

Die Gastgeber, die in Pflichtspielen seit 13 Monaten zuhause nicht gewonnen hatten, legten mit viel Tempo los. Bereits in der 1. Minute zog Ilir Azemi aus 16 Metern ab, sein Flachschuss ging jedoch neben das Tor. Doch mit der zweiten Chance gingen die Fürther bereits in Führung. Eigentlich hatte der DSC die Situation bereits geklärt, doch Tim Jerat verlor im Strafraum den Ball an Tom Weilandt, der aus halbrechter Position abzog. Der Ball wurde von Manuel Hornig noch abgefälscht, sodass Stefan Ortega Moreno chancenlos gegen das 1:0 war. Und Fürth drückte weiter auf das Tempo, strahlte dabei eine deutliche Dominanz aus. In der 10. Minute setzte sich Zoltan Stieber auf der linken Seite durch und bediente Nikola Djurdjic im Stafraum, der aus kurzer Distanz zum 2:0 einnetzte.

Erst nach 25 Minuten fanden die Arminen besser in das Spiel, auch dank der Unterstützung der über 1.000 Arminen unter den 11.485 Zuschauern in der Trolli ARENA. In der 26. Minute kam der DSC dann das erste Mal vor das Tor der Gastgeber. Den Kopfball von Fabian Klos nach Strifler-Flanke parierte Wolfgang Hesl im Fürther Tor jedoch problemlos. Eine Minute später verfehlte zudem Patrick Schönfeld mit einem Kopfball das Tor der Gastgeber.

Arminia war jedoch nun viel besser im Spiel und traute sich auch offensiv mehr zu. In der 28. Minute hatte Patrick Schönfeld die große Chance zum Anschlusstreffer. Fabian Klos verlängerte den Ball per Kopf in den Lauf von Schönfeld, der sich gegen zwei Gegner durchsetzte, aber aus kurzer Distanz am stark reagierenden Hesl scheiterte. Auf der Gegenseite hatte Goran Sukalo nach einer Ecke eine gute Kopfballchance, Jonas Strifler klärte jedoch auf der Linie.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit entwickelte sich ein munteres Spiel. Zehn Minuten vor der Halbzeit bediente Christian Müller Fabian Klos im Strafraum, doch Arminias Torjäger scheiterte am stark aufgelegten Wolfgang Hesl. Für die Gastegber verfehlte Goran Sukalo mit einem Distanzschuss drei Minuten vor der Halbzeit deutlich das Tor. Zur Halbzeit blieb es damit beim 2:0 für die SpVgg.

Nach der Pause erwischten die Blauen den besseren Start und erspielten sich einige Chancen, scheiterten jedoch reihenweise am besten Fürther, Torhüter Wolfgang Hesl. In de 47. Minute flankte Fabian Klos von links, Mavraj fälschte den Ball Richtung eigenes Tor ab, doch Hesl war zur Stelle und rettete zur Ecke. In der 52. Minute eroberte Tim Jerat im Mittelfeld den Ball, Christian Müller schickte Fabian Klos auf die Reise, doch Klos scheiterte freistehend an Hesl. In der 56. Minute verfehlte zudem Marc Lorenz per Distanzschuss das Tor.

Erst in der 60. Minute hatten die Fürther ihre erste Chance im zweiten Durchgang. Einen Flachschuss von Zoltan Stieber entschärfte Stefan Ortega Moreno jedoch klasse. Doch Arminia blieb am Drücker und hatte in der 64. Minute die nächste Riesenchance. Bei einem konter setzte Fabian Klos Sebastian Hille in Szene, doch auch der Aufstiegsheld scheiterte freistehende an Hesl.

In der Schlussviertelstunde gewannen die Gastgeber wieder etwas mehr Spielkontrolle und hatten in der 75. Minute die Chance zur Entscheidung. Nach einem Eckball parierte Ortega Moreno jedoch gegen Kevin Kraus, der aus kurzer Distanz zum Schuss gekommen war. Im direkten Gegenzug scheiterte auch der eingewechselte Francky Sembolo am Fürther Schlussmann Hesl. Eine weitere Chance hatte Sembolo in der 84. Minute, doch sein Kopfball nach einer Petersch-Flanke ging deutlich über das Tor. Damit hatten die Blauen ihr Pulver dann auch verschossen, während die Gastgeber sich auf die Defensive beschränkten und sich mit dem 2:0 zufrieden gaben, das schließlich auch der Enstand war.

 

Stimmen zum Spiel

„Den Start haben wir natürlich verschlafen, da hatte ich den Eindruck, dass wir noch im Bus waren. Von den vielen Chancen muss man natürlich mal einen machen, aber man hat auch gesehen, dass wir mithalten können in der Liga.“

Stefan Krämer

„Wir sind gut reingekommen in die Partie. Nach dem 2:0 haben wir jedoch zu sehr auf Verwalten gespielt. Im Angriff haben wir in der zweiten Halbzeit zu viele Bälle verloren. Arminia hat allerdings auch ein gutes Pressing gespielt und wird so sicherlich zu seinen Punkten kommen.“

Frank Kramer

„Wir sind zu schnell in Rückstand geraten. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel ausgeglichen gestaltet. Ich nehme viel Positives mit und habe ein gutes Gefühl für die nächsten Spiele.“

Manuel Hornig

SpVgg Greuther Fürth: Hesl – Brosinski, Kraus, Mavraj, Zillner (78. Gießelmann) – Weilandt, Sukalo, Sparv (73. Trinks), Stieber – Djurdjic, Azemi (89. Hefele).

DSC Arminia Bielefeld: Ortega Moreno – Strifler, Hübener, Hornig, Lorenz – Schütz, Jerat (72. Sembolo) – Hille (65. Petersch), Müller, Schönfeld – Klos.

Tore: 1:0 (3.) Weilandt, 2:0 (11.) Djurdjic.

Gelbe Karten: Stieber/Hornig, Hille

Zuschauer: 11.485