DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 25.02.2017 13:00 Uhr

Hannover 96(1)
DSC Arminia Bielefeld (2)

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Das Ziel Aufstieg fest im Blick

Wie erwartet stehen der VfB Stuttgart und Hannover 96 nach 21 Spieltagen der zweiten Bundesliga ganz oben an der der Tabellenspitze. Lediglich drei Punkte trennen die Niedersachsen von den Schwaben und dem ersten Platz.

Das Ziel Aufstieg haben die 96er also fest im Blick. Doch die 41 Punkte sind kein Indiz für eine konstant dominant auftretende Mannschaft. Viele Spiele entschieden die Hannoveraner mit nur einem Tor Unterschied. So auch die letzten zwei Spiele gegen Dynamo Dresden und das Heimspiel gegen den VfL Bochum, welche beide 2:1 gewonnen wurden. Den höchsten Saisonsieg fuhren die Niedersachsen bereits am 1. Spieltag ein, als man mit 4:0 beim 1.FC Kaiserslautern gewann. Verloren wurden insgesamt erst vier Partien, die höchste Niederlage setzte es vor zwei Wochen am 19. Spieltag mit dem 1:4 bei der SpVgg Greuther Fürth. Auch Hannovers Boss Martin Kind äußerte in den vergangen Tagen leichte Kritik an der Spielweise seiner Mannschaft. So fehlen ihm „Stabilität und Nachhaltigkeit.“ Dem entgegnete Trainer Daniel Stendel: „Wer gedacht hätte, wir spazieren in die Liga rein und wieder raus – so funktioniert das nicht“, sagte Stendel und ergänzte: „Der Status Quo ist, dass wir Zweiter nach 20 Spieltagen und mitten drin sind. Mit den Ergebnissen sind wir zufrieden, wissen aber, dass wir besser spielen können.“

Nachhaltig erfolgreich ist dagegen die Hannoveraner Offensive. Der Österreicher Martin Harnik  überzeugt mit bisher elf Toren und auch Kenan Karaman konnte sich bereits sechsmal als Torschütze feiern lassen.  Mit aktuell 37 erzielten Toren ist die Mannschaft von Trainer Daniel Stendel zusammen mit dem VfB Stuttgart die offensivstärkste Mannschaft der Liga und auch zuhause sind die Niedersachsen eine Macht: So konnten lediglich Sandhausen (0:0) und Dynamo Dresden (0:2) Punkte aus der HDI-Arena entführen. Eine weitere Niederlage, die zuhause verbucht werden musste, war das 1:2-Ausscheiden im Achtelfinale gegen den kommenden DSC-Pokalgegner Eintracht Frankfurt. Besonders dramatisch: Salif Sané verschoss in der sechsten Minute der Nachspielzeit einen Elfmeter, der eine Verlängerung zur Folge gehabt hätte.

Im Hinspiel zwischen Arminia und Hannover gab es ein spektakuläres 3:3-Unentschieden in der SchücoArena, da die Niedersachsen in der Nachspielzeit noch das 3:3 durch ein Eigentor von Sebastian Schuppan erzwingen konnten.

„Mit Herz, Wille und Leidenschaft“

Vor dem Auswärtsspiel bei Hannover 96 fanden sich die Bielefelder Pressevertreter am Trainingsgelände des DSC zusammen, um Cheftrainer Jürgen Kramny und Innenverteidiger Brian Behrendt Fragen zur anstehenden Partie zu stellen.

Brian Behrendt schaute zunächst rückblickend auf die Hinspiel-Partie gegen Hannover 96, die furios mit 3:3 endete. „Ich glaube, das war die beste Halbzeit oder das beste Spiel, das wir in dieser Saison gemacht haben“, sagte der Innenverteidiger. Er fuhr fort: „Wir waren dort in einer Phase, wo wir uns selber um unseren Lohn gebracht haben. Es ist immer schwierig, sowas zu erklären – aber dass wir gegen dieses Team eine gute Leistung gebracht haben, sollte uns Auftrieb geben“, kündigte er an. Er stellte klar, dass ab jetzt „jedes Spiel ein Endspiel ist. Wir haben das Ziel, in Hannover den ersten Auswärtssieg zu holen. Wir müssen unsere Stärken – Herz, Wille und Leidenschaft – dafür nutzen“, forderte er für die kommende Partie. Dennoch stellte er selbstkritisch fest: „Diese Eigenschaften waren die letzten Spiele nicht wirklich zu sehen. Das sollte aber in unserer Situation eigentlich die Basis sein. Abstiegskampf heißt nicht umsonst so: Wir müssen kämpfen ohne Ende, um unser Ziel zu erreichen“, so Behrendts klare Worte.

Für dieses Vorhaben verkündete DSC-Cheftrainer Jürgen Kramny, dass er personell bis auf Steffen Lang und Manuel Prietl (beide Reha) auf alle Spieler zurückgreifen kann. „Ich hoffe, dass Manuel Prietl nächste Woche gut durch die Woche kommt und dass er gegen Aue wieder einsatzbereit ist“, sagte Kramny zum Mittelfeldmann, der unter der Woche schon Teile des Mannschaftstrainings absolviert hatte. Für die Partie gegen Aufstiegsaspirant Hannover 96 ist es dem Coach wichtig, dass seine Mannschaft „sich nicht ständig mit der negativen Bilanz auseinandersetzt, sondern die kommende Begegnung als Chance sieht.“ Die Marschroute für einen möglichen Punktgewinn ist klar: „Für uns geht es darum, kompakt zu verteidigen, mit einer guten Organisation im Spiel zu sein und dann müssen wir uns Chancen erarbeiten. Wir müssen uns der Situation stellen, uns wehren und den absoluten Kampf zeigen“, lautete Kramnys klare Ansage. Von einem absoluten Endspiel wollte der Cheftrainer aber nicht sprechen: „Es ist noch kein Endspiel, aber jede Partie hat an Bedeutung gewonnen. Im Abstiegskampf zählt jedes einzelne Ergebnis und das wird jede Woche so sein“, so seine Analyse. Wie jede Woche gilt auch an diesem Wochenende: „Wir müssen unsere Dinge für uns angehen, alles andere können wir nicht beeinflussen. Wir müssen uns selber helfen“, sagte Kramny.

Brian Behrendt sieht am Samstag seine Aufgabe vor allem darin, seine Mitspieler „von meiner Position aus so zu coachen, dass wir endlich wieder zu Null spielen – das ist auch für mich persönlich ein Ziel für das Spiel am Samstag“, meinte er. Der Grundstein dafür müsse unter der Woche gelegt werden: „Wir müssen es Tag für Tag im Training besser machen – denn das ist die Basis für jedes Spiel“, schloss Behrendt ab.

Weitere Aussagen von Behrendt und Kramny gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Sören Brandy zum bevorstehenden Spiel:

Berichterstattung Hannover – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen Hannover 96.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Samstag um 13:00 Uhr das Spiel in der HDI Arena bei Hannover 96 live zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der HDI Arena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • ARD, „Sportschau“, 18:30 Uhr bis 19:57 Uhr
  • ZDF, „Das aktuelle Sportstudio“, 23:00 Uhr bis 00:25 Uhr

Mit Klos-Rekordtor zum Punktgewinn

Arminia zeigt bei Aufstiegskandidat Hannover 96 eine starke Leistung und entführt ein verdientes 2:2 (1:2)-Unentschieden.

DSC-Cheftrainer Jürgen Kramny nahm nach dem 1:1 gegen St. Pauli drei Wechsel in seiner Startelf vor. Für Florian Hartherz (nicht im Kader), Sören Brandy und Andreas Voglsammer (beide Bank) spielten Christopher Nöthe, Keanu Staude und Christoph Hemlein von Beginn an.

hannover-dsc-2017-aktuell-1In der ersten Halbzeit entwickelte sich auf dem sehr seifigen Platz ein Spiel mit wenigen Torchancen. Zwar hatte Hannover gleich in der 1. Minute die erste Chance – Schmiedebach schoss von der Strafraumgrenze an das Außennetz – anschließend zeigte Arminia jedoch eine sehr aufmerksame Leistung und verteidigte extrem konzentriert. Es dauerte bis zur 28. Minute, ehe in der HDI Arena wieder etwas Nennenswertes passierte: Reinhold Yabo schickte Christopher Nöthe auf der linken Seite steil, dessen Hereingabe erreichte im Strafraum Christoph Hemlein, der den Ball annahm und mit dem zweiten Kontakt zur 1:0-Führung für Arminia in das Tor beförderte. 96-Keeper Philipp Tschauner war machtlos, weil Kenan Karaman das Leder noch unhaltbar abfälschte.

Auf der Gegenseite war es dann ein Elfmeter, der in der 37. Minute zum Ausgleich führte. Nach einem Abpraller gingen Brian Behrendt und Karaman zum Spielgerät, das der Hannoveraner eher erwischte und dann von Behrendt zu Fall gebracht wurde. Den Strafstoß verwandelte Martin Harnik souverän zum 1:1 gegen Wolfgang Hesl. In der ersten Minute der Nachspielzeit bekam jedoch auch der DSC einen Elfmeter von Schiedsrichter Dr. Felix Brych zugesprochen. Keanu Staude kam im Zweikampf mit Salif Sane zu Fall und Fabian Klos übernahm die Ausführung. Der Kapitän verlud Tschauner und brachte seine Farben wieder mit 2:1 in Führung. Klos traf damit im siebten Ligaspiel in Folge für Arminia (Vereinsrekord) und erzielte zudem sein 103. Pflichtspieltor für die Blauen. Anschließend pfiff Brych zur Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schaffte es Hannover dann, das Tempo etwas zu erhöhen. In der 49. Minute bediente Manuel Schmiedebach im Zentrum Iver Fossum, der am stark parierenden Wolfgang Hesl scheiterte. In der 57. Minute war dann aber auch Hesl machtlos: Eine Ecke vom eingewechselten Sebastian Maier köpft Salif Sane wuchtig mit Hilfe des Innenpfostens zum 2:2 in die Maschen. Danach bekam Arminia die Partie aber besser in den Griff.

hannover-dsc-2017-aktuell-2Lange Zeit passierte vor beiden Toren wenig, ehe die Blauen in der Schlussphase noch einmal aufdrehten und deutlich am Sieg schnupperten. In der 78. Minute setzte sich der eingewechselte Andreas Voglsammer stark auf der rechten Seite durch, doch Fabian Klos und Christopher Nöthe verpassten in der Mitte den Querpass. Zwei Minuten später schickte Sebastian Schuppan dann Christopher Nöthe steil und Arminias Linksaußen versuchte es mit der Pike, doch der Ball flog knapp über das Tor. Erneut nur zwei Minuten später kombinierten sich Klos und Schütz in den Strafraum, Schütz legte per Hacke ab zu Sören Brandy, dessen Rechtsschuss vom Strafraum jedoch von Philipp Tschauner pariert wurde.

Von Hannover kam außer einem Füllkrug-Schuss (79.) nichts mehr, sodass der DSC ein verdientes 2:2 und einen wertvollen Punkt aus Hannover entführte. Für den DSC geht es am kommenden Sonntag  (13:30 Uhr, SchücoArena) mit dem Heimspiel gegen Erzgebirge Aue weiter. Tom Schütz und Andreas Voglsammer werden dann fehlen, sie sahen in Hannover jeweils die fünfte gelbe Karte.

Die Pressekonferenz nach dem Spiel auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Unsere Spielanlage war klar: Wir wollten die eigene Hälfte gut verteidigen und vorne mit zwei Mann den Gegner attackieren. Wir wollten Hannover vom eigenen Strafraum fern halten, das ist uns gut gelungen. Am Anfang haben wir die Umschaltsituationen nicht sauber gespielt, aber ein klasse Angriff führt dann zur Führung. Die Abstände waren in der Folge weiter gut, aber wir bekommen mit dem wohl berechtigen Elfmeter das 1:1. Kurz vor der Pause haben wir dann nochmal super umgeschaltet und bekommen den Elfmeter, den Klos eiskalt zum 2:2 verwandelt. Wir wussten in der Halbzeit, dass Hannover den Druck erhöhen würde. Die Chance direkt nach der Pause vereitelt Hesl noch, aber Standards sind nicht immer einfach zu verteidigen. Julian Börner wird bei der Ecke geblockt und so kann Sane wuchtig einköpfen. Hannover war in der Folge spielbestimmen, aber wir hatten zum Ende hin drei große Konterchancen, von denen wir eine hätten verwandeln können. Aber grundsätzlich bin ich zufrieden, wir haben uns den Punkt redlich verdient. Er hilft uns, weil auswärts bisher nicht viel ging. Ein Lob auch an unsere Fans. Sie waren überragend, bei der Choreo hatten wir Gänsehaut.

Jürgen Kramny

Die Taktik von Bielefeld kam nicht überraschend für uns, das hatten wir so erwartet. Wir hatten in der ersten Halbzeit viel Ballbesitz, aber keine zwingenden Möglichkeiten, weil es über die Flügel nicht so funktioniert hat, wie wir uns das vorgenommen hatten. Die Torfolge war natürlich ganz doof für uns. Mit der ersten Situation bekommen wir das 0:1, machen dann mit dem Elfmeter das 1:1, müssen vor der Pause aber den Nackenschlag zum 1:2 hinnehmen. Wir haben in der Halbzeit versucht, die Mannschaft wieder aufzurichten. In der zweiten Halbzeit waren wir etwas torgefährlicher, aber teilweise auch zu hektisch. Es gab noch gute Konterchancen für Arminia, die uns hätten wehtun können. Wir nehmen den Punkt mit, aber sind schon etwas enttäuscht, weil wir uns mehr vorgenommen hatten und mehr erwartet hatten.

Daniel Stendel

Wir hatten heute die klareren Chancen und wenn wir am Ende kaltschnäuziger sind, dann nehmen wir sogar drei Punkte mit nach Hause. Die zwei Gegentoren können so mal passieren, aber wir hatten die ganze Zeit die Überzeugung, etwas mitnehmen zu können. Meinen Ausfall gegen Aue werden wir mit unserem breiten Kader kompensieren können.

Tom Schütz

Nach aller Kritik haben wir heute als Mannschaft eine Reaktion gezeigt. Ein großes Kompliment an alle auf dem Platz, das macht Mut. Ich muss aber den mahnenden Finger heben: Wir müssen ab jetzt jedes Spiel so angehen, erst dann kommen wir da unten raus. Meine persönliche Statistik macht mich stolz, aber für uns sind Punkte am allerwichtigsten.

Fabian Klos

Eigenlich bin ich heute nicht zufrieden. Wenn wir eine Chance am Ende nutzen, dann gewinnen wir hier. Aber ein Punkt in Hannover ist trotzdem gut. Vor dem Spiel haben alle einen klaren Sieg von Hannover erwartet, denen haben wir gezeigt, dass wir in dieser Liga auch noch mitspielen.

Christoph Hemlein

Wir haben von Anfang an den Kampf angenommen und sind verdient in Führung gegangen. Zum Schluss hatten wir gute Chancen auf den Sieg, aber wir haben einen Punkt mitgenommen, auf dem wir aufbauen können.

Reinhold Yabo

Hannover 96:
Tschauner – Arkenberg, Hübner, Sane, Albornoz – Schmiedebach, Bakalorz (86. Sobiech)  – Klaus (46. Maier), Fossum, Karaman (69. Füllkrug) – Harnik.

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Görlitz, Behrendt, Börner, Schuppan – Yabo (63. Junglas), Schütz – Hemlein (68. Voglsammer), Staude (76. Brandy), Nöthe – Klos.

Tore:
0:1 (28.) Hemlein, 1:1 (37., Foulelfmeter) Harnik, 1:2 (45.+1, Foulelfmeter) Klos, 2:2 (57.) Sane.

Gelbe Karten:
Maier, Sane, Schmiedebach/Schütz, Klos, Voglsammer

Zuschauer:
36.700