DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 01.11.2014 14:00 Uhr

Holstein Kiel(1)
DSC Arminia Bielefeld (0)

GegnerinfosPK-BerichtSpielberichtStimmenDatenBerichterstattung

In der 3. Liga etabliert

Mit 67 Punkten ist Holstein Kiel in der Saison 2012/13 deutlich als Erster aus der Regionalliga Nord in die 3. Bundesliga aufgestiegen. In der darauffolgenden Saison konnten sie sich mit fünf Vorsprung auf die Abstiegsränge in der Drittklassigkeit halten und befinden sich seit dem 12. Spieltag dieser Saison konstant auf dem 11. Tabellenplatz.

Aus den letzten sechs Spielen konnte Kiel von 18 möglichen Punkten 12 erzielen und hat in dieser Zeit kein Spiel verloren, kassierte dabei nur zwei Gegentore. Sogar gegen Gegner aus dem oberen Drittel der Tabelle wie Wehen Wiesbaden oder den Chemnitzer FC konnten „die Störche“ einen Punktgewinn einfahren.

Mit nur 13 Gegentoren haben die Kieler eine der besten Defensiven, der DSC stellt mit 31 Toren allerdings den besten Angriff der Liga. Die defensive Stabilität verdankt Holstein Kiel mit Sicherheit auch seinen zahlreichen Spielern mit Dritt oder sogar Zweitliga-Erfahrung wie Patrick Kohlmann, der zuletzt für Union Berlin spielte oder Manuel Hartmann, der schon für Ingolstadt in der zweiten Liga aktiv war. Doch auch im Sturm hat der Verein in dieser Saison aufgerüstet. Mit Saliou Sané (vom SC Paderborn ausgeliehen) und Manuel Schäffler (FC Ingolstadt) stehen auch im Angriff Spieler mit Zweitliga-Erfahrung im Kader Tor. Top-Torjäger ist der 28-jährige Marc Heider mit 5 Toren in 14 Einsätzen.

Die Ziele von Holstein Kiel sind klar: Sie wollen nicht nur die Liga halten, sondern auch im guten Mittelfeld mitspielen. Diesen Platz haben sie derzeit inne. Von insgesamt sieben Heimspielen hat Kiel nur eines verloren, drei Mal Remis gespielt und drei Mal drei Punkte eingefahren.

„Auswärts ein Zeichen setzen“

Alle Infos von der heutigen Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Holstein Kiel mit Samir Arabi, Norbert Meier und Julian Börner.

Über 1.500 Arminen werden den DSC mit zum nächsten Ligaspiel bei Holstein Kiel (Samstag, 14:00 Uhr) begleiten. Diese hoffen genau wie Mannschaft und Verantwortliche auf eine gute Leistung und drei Punkte. Verzichten muss Cheftrainer Norbert Meier weiterhin auf Manuel Hornig und wahrscheinlich auch auf Christian Müller, der am heutigen Donnerstag weiter nicht trainieren konnte. Florian Dick und Sebastian Schuppan fuhren heute lediglich Rad, beide spielen in den Kiel-Planungen jedoch eine feste Rolle.

Nach der Pokal-Sensation gegen Hertha BSC geht es nun in der Liga gegen eine formstarke Kieler Mannschaft. „Kiel ist seit sechs Spielen unbesiegt und gerade daheim sehr spielstark. Sie sind darüber hinaus taktisch sehr diszipliniert und aggressiv in den Zweikämpfen“, sagte Norbert Meier über den kommenden Gegner. „Wir dürfen nicht einen Prozent weniger Leistung bringen als gegen Berlin und müssen auf den Punkt da sein“, so Meier weiter. Ähnlich äußerte sich auch der sportliche Leiter Samir Arabi: „Wir müssen von Beginn an da sein und dagegen halten. Kiel ist eine richtig gute Mannschaft. Wenn wir nachlässig werden, fahren wir definitiv ohne Punkte zurück nach Bielefeld.“ Auch Arminias Innenverteidiger Julian Börner blickte bereits auf den kommenden Gegner. „Kiel ist eine gute Mannschaft, die derzeit sehr selbstbewusst sein kann nach einer guten Serie. Wir müssen mit voller Konzentration in das Spiel gehen. Klar ist aber auch, dass wir natürlich Tabellenführer bleiben möchten und alles dafür tun werden“, so der 23-Jährige.

Der DSC reist jedoch mit der Tabellenführung im Rücken an die Ostsee. „Wenn du oben bist, willst du natürlich auch oben bleiben. Aber wir wissen alle wie eng die Liga ist. Da kann es auch ganz schnell wieder ein paar Plätze runter gehen bei einer Niederlage“, warnte Norbert Meier. Sein Team müsse das Spiel in Kiel angehen wie ein Pokalspiel. Im Training wurde und wird sich weiterhin intensiv auf den Gegner vorbereitet. „Wir gucken uns natürlich Videos an und üben einige Dinge ein, die uns helfen können“, so Meier. Den letzten Auswärtssieg gab es für den DSC im September in Unterhaching, seitdem sind einige Wochen vergangen. „Es wäre an der Zeit, auswärts mal wieder ein Zeichen zu setzen“, forderte Meier.

In der Nachbetrachtung des Pokalspiels gegen Hertha zeigte er sich auch zwei Tage später sehr zufrieden. „Die Leistung war nicht nur kämpferisch und läuferisch erstaunlich, sondern auch spielerisch gut. Das muss man lobend erwähnen und dem Team ein Kompliment aussprechen“, lobte Meier seine Spieler. Besonders die taktische Disziplin über 120 Minuten habe ihm sehr gefallen. Mit Freude nahm Meier zudem die Aussagen der Spieler nach dem Pokalspiel zur Kenntnis: „Ich freue mich, dass die Jungs alle sagen, dass sie am Samstag wieder regeneriert sein werden. Sie verhalten sich sehr professionell.“

Im Rahmen der Pressekonferenz äußerten sich die Arminen zudem zum kommenden Pokalgegner Werder Bremen, der im März in der SchücoArena zu Gast sein wird. „Ich habe zehn Jahre für Werder Bremen gespielt. Das war die schönste Zeit in meiner aktiven Laufbahn“, sagte Norbert Meier. Der sportliche Leiter Samir Arabi war ebenfalls zufrieden mit dem Los: „Ich freue mich auf einen Traditionsverein aus der Bundesliga, die SchücoArena wird sicher wieder voll werden. Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber Bremen ist einer der Bundesligisten, gegen die wir an einem perfekten Tag eine kleine Chance auf das Weiterkommen haben.“ Auch Julian Börner wird sich nicht kampflos geschlagen geben. „Wir haben gegen Hertha BSC gesehen, was wir gegen einen Erstligisten leisten können. Wenn wir das mit unseren Fans im Rücken wiederholen können, haben wir auf jeden Fall eine Chance“, so Arminias Nummer 13.

Spiel und Tabellenführung verloren

Der DSC verliert das Auswärtsspiel bei Holstein Kiel mit 0:1 (0:1). Den Arminen wurden dabei zwei Elfmeter verweigert.

Nach dem Pokaltriumph gegen Hertha BSC kehrte DSC-Cheftrainer Norbert Meier in Kiel wieder zum bewährten 4-2-3-1-System zurück. Somit stand David Ulm wieder von Beginn an auf dem Feld, für ihn musste Peer Kluge (Bank) weichen. Eine weitere Änderung gab es auf dem linken Flügel. Dort ersetzte Marc Lorenz den angeschlagenen Dennis Mast (Bank).

Eine befürchtete Pokalmüdigkeit war den Arminen im hohen Norden nicht anzumerken. Der DSC riss direkt die Spielkontrolle an sich, hatte viel Ballbesitz gegen defensiv stehende Kieler. Die ersten beiden Chancen des Spiels hatte Marc Lorenz. In der 10. Minute wurde er von Felix Burmeister geschickt, ließ sich vom Torwart jedoch zu weit abdrängen und verfehlte so das Tor. Die dickste Chance der ersten Hälfte hatte Lorenz in der 15. Minute: Einen Einwurf von Florian Dick verlängerte Christoph Hemlein zu Lorenz, der mit einem Rechtschuss den Torwinkel um Zentimeter verpasste.

Auch in der Folgezeit blieb Arminia am Drücker. David Ulm (22. Minute) mit einem Schuss über das Tor und Felix Burmeister (24.) mit einem Kopfball ebenfalls über das Tor hatten die weiteren Chancen im ersten Durchgang. Von Kiel war bis dato gar nichts zu sehen, dennoch gingen die Gastgeber mit ihrer ersten Torchance nach 36 Minuten in Führung. Einen Abstoß verlängerte Kazior per Kopf in den Strafraum, dort verschätzte sich DSC-Torwart Alexander Schwolow gegen Schäffler, der zudem den Ellenbogen einsetzte, sodass Heider ungestört zum 1:0-Pausenstand einschieben konnte.

Die zweite Halbzeit begann der DSC mit einer personellen Veränderung. Für Marc Lorenz rückte Dennis Mast auf den linken Flügel. Arminias Nummer 16 sorgte gleich in der 48. Minute für Betrieb und flankte auf Fabian Klos, der mit einem Kopfball aus 14 Metern das Kieler Tor nur um wenige Zentimeter verfehlte. Arminia machte weiter Druck, Schuppan versuchte es in der 52. Minute aus der Distanz, verfehlte das Gehäuse aber deutlich.

Für Kiel hatte Schäffler in der 57. Minute eine Kopfballchance, Schwolow war jedoch zur Stelle. Auf der Gegenseite zog Fabian Klos in der 62. Minute aus 18 Metern ab, doch auch der Kieler Torwart gab sich in dieser Szene keine Blöße. In der 74. Minute wurde den Arminen dann ein klarer Strafstoß verweigert, nachdem Felix Burmeister im Luftduell von Vendelbo abgeräumt worden war. Stattdessen sorgte Holstein im Gegenzug beinahe für die Entscheidung. Schäffler zog wuchtig aus 20 Metern ab und verfehlte Schwolows Gehäuse nur knapp.

In der Schlussphase warf Arminia noch einmal alles nach vorne. Norbert Meier löste die Viererkette auf und beorderte den torgefährlichen Julian Börner mit in den Angriff. Gefährlich wurde Arminia wieder in der 90. Minute. Nach einer Ecke von Florian Dick zog Fabian Klos am langen Pfosten wuchtig aus der Drehung ab, Torwart Kronholm parierte bärenstark. Auch in der zweiten Minute der Nachspielzeit war Klos noch einmal gefährlich, seinen Kopfball nach Kluge-Flanke hielt Kronholm allerdings ebenfalls. Bitter zudem für Arminia, dass in der Nachspielzeit ein Handspiel eines Kielers im Strafraum ungeahndet blieb und damit dem DSC ein zweiter fälliger Strafstoß verweigert wurde. Anschließend pfiff Schiri Willenborg aus Osnabrück ab. Arminia verlor damit das Spiel und die Tabellenführung.

Stimmen zum Spiel

Ich freue mich über den Sieg, der war ganz hart erarbeitet. Man muss ehrlich sagen, dass Bielefeld hier sehr gut gespielt hat und einige gute Angriffe gezeigt hat. Sie haben es dann aber nicht zu Ende gespielt und bei uns stimmt es derzeit einfach. Da setzt sich jeder für jeden ein und dann gewinnt man solche Spiele auch.

Karsten Neitzel

Es war ein sehr kampfbetontes Spiel mit diskussionswürdigen Entscheidungen. Als Felix Burmeister unterlaufen wird, ist das ein klarer Elfmeter. Das muss der Schiedsrichter dann auch einfach mal sehen! Meine Mannschaft hat super gekämpft und sich gegen die Niederlage gestemmt.

Norbert Meier

KSV Holstein Kiel:
Kronholm – Herrmann, Hartmann, Auracher, Kohlmann – Siedschlag, Krause (69. Vendelbo), Kegel, Kazior (87. Sykora) – Schäffler, Heider (78. Breitkreuz).

DSC Arminia Bielefeld:
Schwolow – Dick, Börner, Salger, Schuppan – Schütz (71. Kluge), Burmeister – Hemlein (59. Testroet), Ulm, Lorenz (46. Mast) – Klos.

Tor:
1:0 (36.) Heider.

Gelbe Karten:
Krause/Börner, Kluge

Zuschauer:
7.600