DSC Arminia Bielefeld -

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So., 15.05.2016 15:30 Uhr

Karlsruher SC(0)
DSC Arminia Bielefeld (0)

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Kauczinskis letztes Spiel

Vor fast genau einem Jahr stand der Karlsruher SC mit anderthalb Beinen in der 1. Bundesliga. Im Relegations-Rückspiel gegen den Hamburger SV führten die Badener bis zur 90. Minute mit 1:0, was zum Aufstieg gereicht hätte.

Das Ergebnis ist bekannt. Nach dem bitteren Nichtaufstieg musste der Verein einen Umbruch vollziehen. Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten gelang es Trainer Markus Kauczinski, das Schiff wieder auf Kurs zu bringen und die Saison letztlich im gesicherten Mittelfeld zu beenden. Vor dem letzten Saisonspiel am Sonntag (15:30 Uhr) gegen Arminia rangiert der KSC auf dem achten Tabellenrang. Damit ist Karlsruhe wie auch der DSC schon länger gerettet, sodass beide Mannschaften befreit aufspielen können. Für Kauczinski dürfte die Partie am Sonntag indes eine mehr als besondere Partie sein. Denn nach 15 Jahren im Verein – zunächst als Jugend-, später als Reserve-, mehrfach als Interims- und schließlich seit 2012 als Cheftrainer schließt sich das Kapitel Karlsruhe für den 46-Jährigen mit dem Duell gegen Arminia. Schon im Oktober des vergangenen Jahres hatte Kauczinski verkündet, seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Seit einer Woche ist auch klar, wo es ihn hinzieht: In die Bundesliga zum FC Ingolstadt.

Doch die Nachricht vom scheidenden Trainer schien die Mannschaft in weiteren Verlauf der Saison nicht zu schocken. Nach schleppendem Start und nur neun Punkten aus den ersten zehn Partien fand das neuformierte Team immer besser zusammen und fuhr schließlich auch gute Ergebnisse ein. Eine Tendenz, die sich in der Rückrunde weiter bestätigen sollte. Denn mit 27 Punkten aus 16 Spielen ist der KSC die fünftbeste Rückrundenmannschaft und verlor in der zweiten Jahreshälfte bislang nur drei Partien – darunter die gegen die Aufsteiger aus Freiburg und Leipzig.

Fast immer agieren die Karlsruher dabei in einem 4-2-3-1-System. Im Tor steht René Vollath, der seit der Rückserie Dirk Orlishausen verdrängt hat. In der Innenverteidigung bildeten Manuel Gulde und Daniel Gordon in der Vergangenheit oftmals ein eingespieltes Duo. Weil der jamaikanische Nationalspieler in dieser Saison häufig von Verletzungen ausgebremst wurde, wurde Gordon allerdings auch oftmals von Bjarne Thoelke ersetzt. Auf der linken Außenverteidigerposition ist Ylli Sallahi gesetzt, rechts dürfte Enrico Valentini den Vorzug vor Sascha Traut erhalten. Im defensiven Mittelfeld sind normalerweise Jonas Meffert und Dominic Peitz gesetzt, während Kauczinski in der Offensive eine Vielzahl von Möglichkeiten hat. Auf rechts dürfte der schnelle und trickreiche Manuel Torres auflaufen. Ähnlich spielstark ist auch der Japaner Hiroki Yamada, weitere Optionen wären Boubacar Barry, Mohamed Gouaida, Dimitrij Nazarov oder Grischa Prömel. Im Sturmzentrum hatte Dimitrios Diamantankos zuletzt in der Regel die Nase vorn vor Erwin Hoffer. Mit acht Toren ist der Grieche zudem Karlsruhes gefährlichster Angreifer in dieser Saison.

Die Bilanz zwischen beiden Mannschaften spricht indes hauchdünn für Arminia. In den 40 bisherigen Aufeinandertreffen setzte sich der DSC 16 Mal durch und verlor 15 Mal. Auch das Hinspiel gewann Arminia: Christopher Nöthe und David Ulm drehten den 0:1-Rückstand durch Diamantakos in der Schlussviertelstunde in ein 2:1.

„Das Bestmögliche erreichen“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die anwesenden Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft vor dem letzten Spiel der Saison beim Karlsruher SC am Sonntag (15:30 Uhr) im Wildparkstadion. Auch Christoph Hemlein beantwortete die Fragen der Presse.

Die Reise nach Baden nicht mit antreten werden Peer Kluge, Francisco Rodriguez, der aufgrund seiner Handverletzung in der kommenden Woche operiert werden muss, Tom Schütz, der im Training umknickte, sowie die kranken Koen van der Biezen und Dennis Mast. Im Kader wird erstmals U19-Spieler Keanu Staude stehen. „Er hat sich gut gemacht und ist auch menschlich gereift“, lobte Meier den Youngster, der in der U19 zu den absoluten Leistungsträgern gehört. Ob Wolfgang Hesl ins Tor zurückkehrt oder Daniel Davari eine weitere Bewährungschance erhält, ließ Meier indes offen.

Zufrieden zeigte sich der Trainer mit dem letzten Heimauftritt gegen Union Berlin: „Es ist schön, dass wir die Saison zu Hause überzeugend beenden konnten und über 40 Punkte gekommen sind“, meinte Meier im Hinblick auf den 2:0-Sieg. Doch die Partie in Karlsruhe gelassen anzutreten, solle das im Umkehrschluss nicht bedeuten: „Wir haben zwar keinen großen Druck, aber wir wollen das Bestmögliche erreichen“, schielt Meier auch nicht darauf, bei einem weiteren Remis den alleinigen Rekord in puncto Anzahl der Unentschieden zu halten. Stattdessen appellierte er an die eigene Mannschaft: „Uns begleiten um die 1.000 Fans nach Karlsruhe. Das spricht dafür, dass diese Mannschaft einen gewissen Beliebtheitsgrad hat und es sich lohnt, sie zu unterstützen.“ Zugleich geht der Trainer davon aus, dass auch die Karlsruher noch einmal alles in die Waagschale werfen werden, angesichts der letzten Partie von Trainer Markus Kauczinski: „Sie wollen ihm sicher ein schönes Abschiedsgeschenk bereiten.“

Meier verwies indes noch einmal darauf, wie sorgenfrei Arminias Saison letztlich ablief. Angesichts der derzeitigen Konstellation hätten schon 34 Punkte zum sicheren direkten Klassenerhalt erreicht – ein Wert, der bereits Anfang April nach dem Sieg in Sandhausen erreicht wurde: „Rückwärtig betrachtet haben wir schon in Sandhausen den Nichtabstieg klargemacht, aber das konnten wir natürlich nicht wissen“, rechnete der Coach vor.

„Es ist ein bisschen Genugtuung da, dass man in Ruhe schauen kann, was die anderen machen“, meinte derweil Christoph Hemlein auf die Frage, inwieweit er noch ein Auge auf den Abstiegskampf wirft. Mit der Saison der Mannschaft zeigte er sich zufrieden: „Wir sind hier auf einem super Weg und haben eine sehr gute Runde gespielt. Zwischendurch war mal ein bisschen Unruhe da aufgrund der vielen Remis, aber andere Mannschaften wären froh, wenn sie diese jetzt hätten.“

Mit seiner eigenen Saison zeigte sich der Rechtsaußen indes weitestgehend zufrieden: „Ich hatte gute und weniger gute Phasen. Dass ich nur ein Tor gemacht habe, ärgert mich natürlich, aber irgendwann gehen die Dinger auch wieder rein. Ich habe 30 Spiele absolviert und würde mich deshalb zum Gerüst der Mannschaft zählen. Zuletzt habe ich auch gezeigt, dass ich für die Mannschaft wichtig sein kann“, meinte er im Hinblick auf seine starke Vorarbeit zum 1:0 von David Ulm am letzten Wochenende.

Weitere Aussagen von Meier und Hemlein gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

#Anlauf zum KSC-Spiel mit Daniel Davari gibt es wie gewohnt auf #ArminiaClubTV:

Berichterstattung KSC – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den Karlsruher SC.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 15:30 Uhr das Spiel gegen den Karlsruher SC live im Wildparkstadion zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch ab sofort einen Liveticker an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Wildparkstadion.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 19:15 Uhr bis 21:15 Uhr

Nöthe trifft zum Remis-Rekord

Im letzten Spiel der Saison sichert sich der DSC durch ein 1:1 (0:0) beim Karlsruher SC den alleinigen Unentschieden-Rekord in der 2. Bundesliga und beendet eine starke Saison mit einer guten Leistung.

Im Vergleich zum 2:0-Heimsieg gegen Union Berlin nahm DSC-Cheftrainer Norbert Meier zwei Veränderungen in seiner Startformation vor. Wolfgang Hesl hütete wieder das Tor für Daniel Davari und Steffen Lang ersetzte Michael Görlitz auf der Position des rechten Außenverteidigers. Beide Mannschaften agierten zu Beginn abwartend und waren nicht gewillt, das letzte Spiel der Saison abzuschenken. Den ersten Torschuss gaben die Arminen ab: In der 8. Minute probierte es Brian Behrendt aus der Distanz, doch sein Flachschuss war eine sichere Beute für KSC-Torwart Rene Vollath. Der KSC hatte in der Folge zwei gute Gelegenheiten, doch Gaetan Krebs (13.) brachte nicht genug Druck auf seinen Schuss aus kurzer Distanz und Enrico Valentini (15.) verpasste eine Hereingabe von Manuel Torres.

ksc-dsc-2016-aktuell2Mitte der ersten Halbzeit nahm die Begegnung dann richtig Fahrt auf. In der 28. Minute landete ein abgewehrter Freistoß in der zweiten Reihe bei Brian Behrendt, doch anders als in Leipzig landete sein Kracher dieses Mal am Außennetz. Im Gegenzug setzte Valentini einen Schlenzer aus halblinker Position knapp rechts vorbei. Wiederum nur eine Minute später hatte der DSC gleich mehrere Riesenchancen zur Führung. Erst wurde ein Ulm-Schuss aus 14 Metern zur Ecke abgefälscht. Diese landete, von Ulm ausgeführt, am langen Pfosten bei Fabian Klos, dessen Schuss Vollath glänzend zur erneuten Ecke abwehrte. Die führte wieder Ulm aus und der Ball landete bei Börner, dessen Schuss geblockt wurde und bei Nöthe landete. Nöthe zog direkt ab, doch kurz vor der Torlinie konnte erneut ein KSC-Spieler zur Ecke abwehren. Dann war der Angriffswirbel der Arminen fürs erste beendet und der KSC hatte die letzte Gelegenheit im ersten Durchgang. Diamantakos steuerte aus spitzem Winkel auf Hesl zu und setzte den Ball knapp neben das Tor. Mit dem Stand von 0:0 ging es dann in die Halbzeitpause.

In die zweite Halbzeit startete Arminia mit zwei frischen Kräften. Florian Dick und Manuel Junglas ersetzten Steffen Lang und Stephan Salger. Die erste Chance im zweiten Abschnitt hatten die Gastgeber, als Torres in der 49. Minute einen Lupfer aus spitzem Winkel an die Latte setzte. Doch auch Arminia spielte weiter nach vorne und blieb torgefährlich. David Ulm setzte einen Kopfball nach Vorarbeit von Nöthe in der 56. Minute auf das Tornetz und kurz darauf verzog Fabian Klos freistehend aus guter Position.

ksc-dsc-2016-aktuell1Mit einem direkt verwandelten Freistoß ging der KSC dann nach 60 Minuten in Führung. Ylli Sallahi schoss den Ball flach in die lange Ecke, dabei wurde das Spielgerät von Christoph Hemlein noch unglücklich zum 1:0 abgefälscht. Arminia brauchte einige Minuten, um sich von diesem Gegentor zu erholen. David Ulm meldete den DSC dann in der 72. Minute wieder im Spiel an, sein Schuss aus der Drehung stellte Vollath jedoch vor kein größeres Problem. Danach war Feierabend für UIm, U19-Spieler Keanu Staude kam für ihn in das Spiel und feierte sein Pflichtspieldebüt bei den Profis. Mit seiner ersten guten Aktion war Staude dann sogleich am Ausgleich beteiligt. Seine Flanke von der linken Seite nickte Christopher Nöthe aus kurzer Entfernung zum 1:1 (81.) ein.

Auch in der Schlussphase waren beide Teams nicht mit dem Remis zufrieden und spielten auf Sieg. Erst schoss Diamantakos (86.) nach Sallahi-Flanke knapp über das Tor, dann scheiterte auf der anderen Seite Nöthe nach Klos-Vorarbeit freistehend an Vollath. Kurz darauf war Schluss. Mit starken 42 Punkten beendet der DSC die Saison auf Platz 12.

Die Pressekonferenz nach dem Spiel auf #ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Obwohl es für beide Mannschaften um wenig ging, war es ein ansehnliches Spiel. Beide Mannschaften wollten nicht verlieren, es gab Chancen auf beiden Seiten. Der KSC ist in Führung gegangen. Ich rechne es meiner Mannschaft hoch an, dass sie noch einmal alles probiert hat und den Ausgleich gemacht hat. Mit 18 Remis haben wir jetzt einen neuen Rekord aufgestellt, aber auch die zählen zu unseren 42 Punkten dazu. Wir gehen dann nach den drei Testspielen zufrieden in die Pause. Meinem Kollegen wünsche ich viel Freude im neuen Job, lass dich nicht unterkriegen!

Norbert Meier

Ich gehe gut gestählt weg aus Karlsruhe. Danke auch an die Presse für die gute Zusammenarbeit, das war immer angenehm. Das Spiel heute wollten wir natürlich gewinnen. Wir hatten auch gute Chancen, haben am Ende unsere Konter aber nicht gut ausgespielt. Hinten haben wir dann um ein Gegentor gebettelt und wir haben es dann auch bekommen. Unter dem Strich geht das Unentschieden in Ordnung. Wir sind Siebter geworden, damit können wir zufrieden sein. Wenn man sieht, wie die Jungs von den Fans verabschiedet wurden, sieht man auch, dass wir hier eine Mannschaft hatten, mit der man sich identifizieren kann. Es war ein schöner Abschied heute, auch für die Jungs. Und jetzt ist Schluss, dankeschön!

Markus Kauczinski

Wir haben mal wieder einen Punkt mitgenommen, das können wir ganz gut. Ohne den ganz großen Druck haben sich einige Fehler eingeschlichen, aber wir sind dennoch zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben insgesamt nur acht Mal verloren, das ist eine sehr ordentliche Saison, mit der wir zufrieden sein können. Jetzt geht es bald mit einem guten Gefühl in die Sommerpause.

Sebastian Schuppan

Das 1:1 geht insgesamt in Ordnung, beide Mannschaften hatten aber Chancen für weitere Tore. Die Entscheidung über meine Zukunft ist noch nicht gefallen, da brauche ich noch etwas Zeit.

Felix Burmeister

Der Remis-Rekord war natürlich unser Ziel vor diesem Spiel (lacht). Man hat wieder die super Mentalität unserer Mannschaft gesehen. Wir haben nach dem Rückstand weiter gemacht, den Ausgleich erzielt und mit etwas Glück können wir sogar noch gewinnen. Wir sind während der Saison als Mannschaft gewachsen. Ich persönlich bin sehr zufrieden, fühle mich wohl in Bielefeld. Läuferisch und konditionell möchte ich in der nächsten Saison zulegen. So viele Spiele am Stück über 90 Minuten hatte ich in den letzten Jahren nicht.

Christopher Nöthe

Karlsruher SC:
Vollath – Traut (61. Nazarov), Gordon, Thoelke, Sallahi – Meffert, Krebs (68. Peitz) – Torres (83. Gouaida), Valentini, Yamada – Diamantakos.

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Lang (46. Dick), Burmeister, Börner, Schuppan – Behrendt, Salger (46. Junglas) – Hemlein, Ulm (73. Staude), Nöthe- Klos.

Tore:
1:0 (60.) Sallahi, 1:1 (81.) Nöthe.

Gelbe Karten:
-/Behrendt, Salger, Dick, Börner

Zuschauer:
18.660