DSC Arminia Bielefeld -

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So., 03.11.2013 13:30 Uhr

Karlsruher SC(0)
DSC Arminia Bielefeld (0)

GegnerinfosPK-BerichtSpielberichtStimmenDatenBerichterstattung

In der Offensive variabler geworden

Der Karlsruher SC machte nach zuvor 20 ungeschlagenen Spielen in Folge mit einem Unentschieden gegen Hansa Rostock (1:1) im Wildparkstadion in der vergangenen Saison zeitgleich mit dem DSC den souveränen Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga perfekt.

Doch mit dem Aufstieg mussten sich die Badener im Sommer auch von zwei wichtigen Protagonisten des Erfolges trennen: Der sportliche Leiter Oliver Kreuzer übernahm den Posten als Sportchef und Vorstandsmitglied beim Hamburger SV. Hakan Calhanoglu, zuvor vom HSV ausgeliehen worden, wechselte als Drittliga-Spieler des Jahres mit 17 Saisontoren und zwölf Torvorlagen ebenfalls an die Elbe.

Der Hauptgarant für den Aufstieg des KSC bliebt jedoch an Bord und verlängerte seinen Vertrag vorzeitig bis 2016: Markus Kauczinski, der am 26. März 2012 die Nachfolge von Jörn Andersen als Cheftrainer übernahm, arbeitete bereits zuvor mehrere Jahre in der Nachwuchsabteilung und zeitweise als Interimstrainer des KSC. Die Nachfolge von Kreuzer als Sportdirektor trat im Juni 2013 Jens Todt an, ehemaliger Manager des VfL Bochum.

Neben den vielen Neuzugängen aus der eigenen Jugend konnte man mit Reinhold Yabo (zuletzt 1. FC Köln) und dem Ex-Münsteraner Dimitrij Nazarov auch zwei Volltreffer landen, die aus der Startformation der Badener kaum mehr wegzudenken sind. Insbesondere der deutsche U20-Nationalspieler Yabo, der in der vergangenen Saison ausschließlich bei Kölns Reserve in der Regionalliga West zum Einsatz kam, ist mittlerweile zu einer festen Größe im defensiven Mittelfeld des KSC geworden.

In die Zweitliga-Saison startete der KSC eigentlich gut, doch nach der dürftigen Vorstellung beim 0:3 in Aue am 9. Spieltag änderte Kauczinski sein 4-4-2-System in ein flexibleres 4-2-3-1 System um. Der 1,93 m große Niederländer Koen van der Biezen, der insgesamt 15 Saisontore und 7 Torvorlagen zum Aufstieg beisteuerte, bildete dabei fortan in allen Spielen den klassischen Mittelstürmer im KSC-Sturm. Die offensive Dreierkette gilt es dabei für den DSC nicht außer Acht zu lassen: Mit Neuzugang Manuel Torres (Schalke 04), Nazarov und dem Deutsch-Türken Selcuk Alibaz hat der KSC spielstarke Offensivakteure in seinen Reihen.

Nach der knappen Heimniederlage gegen den 1. FC Köln (1:2) am 10. Spieltag knöpfte man die Woche darauf dem 1. FC Kaiserslautern einen Punkt ab. Zuletzt siegten die Badener im Wildparkstadion nach zuvor drei sieglosen Partien mit 2:1 gegen Arminias kommenden Gegner in der SchücoArena, 1860 München.

Zuletzt trafen der DSC und der KSC in der vergangenen Drittligasaison aufeinander: Das Hinspiel gewann der DSC am 5. Spieltag in der SchücoArena mit 1:0 (1:0), das Rückspiel in Karlsruhe am 24. Spieltag endete damals torlos. Die Bilanz des DSC gegen den Karlsruher SC ist relativ ausgeglichen: In 37 Aufeinandertreffen setzte es 15 Siege für die Blauen, 8 Remis und 14 Niederlagen.

“Fahren zum KSC, um zu gewinnen”

Vor der kommenden Auswärtsaufgabe beim Mitaufsteiger Karlsruher SC am Sonntag im Wildparkstadion gab Trainer Stefan Krämer auf der heutigen Pressekonferenz letzte Informationen über die aktuelle Lage beim DSC.

Die zuletzt angeschlagenen Arne Feick, Christian Müller und Anass Achahbar konnten heute erstmals in dieser Woche voll trainieren. Auch Müller, dessen Einsatz Stefan Krämer wieder optimistischer sieht, ist somit für die schwierige Auswärtspartie eine Option. Für Johannes Rahn stehen die Vorzeichen hingegen schlechter: Arminias Mittelfeldspieler plagen weiterhin Rückenprobleme, die einen Einsatz am Sonntag nahezu unwahrscheinlich machen. Aufgrund der Sperre (5. Gelbe Karte) von Manuel Hornig ist Stefan Krämer zu einer Umstellung in der Abwehrkette gezwungen: „Wir besitzen aktuell zwei bis drei Möglichkeiten, den Ausfall von Manuel entsprechend zu kompensieren. Mit Felix Burmeister und den Nachwuchsspielern Jerome Propheter und Patrick Mainka stehen uns drei etatmäßige Innenverteidiger als Alternativen zur Verfügung.“ Ein Einsatz von Marcel Appiah in der Innenverteidigung sei laut Krämer ebenfalls eine Möglichkeit, bei der Jonas Strifler dann als rechter Verteidiger agieren würde.

Während der Trainingswoche stand für die Profis die defensive Basisarbeitim Vordergrund: „Wir haben in dieser Woche die Defensive verstärkt im Blick gehabt. Während unseres Trainingsspiels haben wir gut verschoben und gegen den Ball gearbeitet. Das beinhaltet das Zustellen sämtlicher Passwege sowie das Einhalten der Abstände zwischen den Ketten. Wir wollen den Mut zum Ballbesitz beibehalten und uns aus einer gut geordneten Defensive Chancen erarbeiten, die wir sicherlich bekommen werden.“

Den Gegner des DSC sieht Krämer im Vergleich zur letzten Saison kaum verändert: „Der KSC besitzt eine ähnliche Truppe wie im Vorjahr. Mit Koen van der Biezen haben sie einen wuchtigen Stürmer in ihren Reihen, im Zentrum mit dem groß gewachsenen Dominic Peitz ebenfalls einen sehr kopfballstarken Spieler. Das sind zwei Gründe, warum wir auch unser Defensivverhalten bei Standards trainiert haben. Trotz der körperlichen Unterlegenheit fahren wir nach Karlsruhe, um zu gewinnen.“

Mit großen Änderungen gegenüber dem letzten Spiel sei laut Krämer nicht zu rechnen. Auch heute zeigte sich Krämer noch sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft gegen den 1. FC Köln: „Wir haben im Mittelfeld mit Tim Jerat, Tom Schütz, Jan Fießer und Philipp Riese eine gute Mischung aus Ballführung, Zweikampfverhalten und Strategie. Auch Anass Achahbar hat gute Ansätze gegen Köln gehabt. Dennoch gilt es abzuwarten, wie sich seine Verletzung entwickelt. Die wichtigste Voraussetzung wird sein, dass jeder Spieler am Sonntag körperlich fit ist, um 100 Prozent Leistung bringen zu können.“

Den DSC werden ca. 500 Fans mit ins Wildparkstadion nach Karlsruhe begleiten und unterstützen. Anstoß ist um 13:30 Uhr.

Die neue Folge “Anlauf” von ArminiaClubTV zum Spiel beim KSC mit Jan Fießer und Stefan Krämer finden Sie hier!

Keine Punkte in Karlsruhe

Arminia geht beim KSC nach der Pause in Führung, muss jedoch auch wegen fragwürdiger Elfmeter am Ende eine 1:3-Niederlage einstecken.

Stefan Krämer veränderte seine Startelf nach dem Köln-Spiel auf nur einer Position. Für den gesperrten Manuel Hornig rückte Felix Burmeister in die Innenverteidigung, die Kapitänsbinde übernahm Tim Jerat.

In der Anfangsviertelstunde hatte der DSC überraschend viel Ballbesitz, außer einem geblockten Freistoß von Tom Schütz gab es jedoch keine Offensivaktionen seitens Arminia. Die Karlsruher spielten zunächst abwartend und fanden erst nach 15 Minuten besser in die Partie. Die erste große Chance des Spiels hatten die Gastgeber nach 17 Minuten: Selcuk Alibaz steckte auf der rechten Seite durch in den Fünfmeterraum zu Reinhold Yabo, dessen Schuss Patrick Platins jedoch klasse entschärfte. Zwei Minuten später hatte Arminia dann Glück, dass Koen van der Biezen nach einer Flanke von Dennis Kempe per Kopf nur den Pfosten traf.

Die Gastgeber bestimmten nun das Geschehen, Dimitrij Nazarov versuchte es zweimal aus der Distanz, verfehlte beide Male das Bielefelder Tor jedoch klar. Beim dritten Versuch in der 32. Minute nach einem Fehler von Marcel Appiah ging der Ball dann deutlich knapper vorbei. Die erste wirkliche Chance für Arminia hatte Patrick Schönfeld bei einem Konter in der 35. Minute. Nach Vorarbeit von Tim Jerat scheiterte er jedoch an KSC-Torhüter Dirk Orlishausen. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit passierte dann auf beiden Seiten nichts mehr, sodass es mit dem 0:0 in die Pause ging.

Aus der Kabine kam der DSC dann wuchtig und ging in der 48. Minute in Führung. Arne Feick kam in der eigenen Hälfte an den Ball und startete einen energischen Sololauf. Von der linken Eckfahne spielte er den Ball flach in den Strafraum. Dort ließ Patrick Schönfeld das Spielgerät passieren und so konnte Anass Achahbar aus fünf Metern locker zur 1:0-Führung einschieben. Der KSC versuchte sofort zu antworten und hätte in der 54. Minute durch Dimitrij Nazarov beinahe das 1:1 erzielt, sein Freistoß aus 25 Metern landete jedoch am Außennetz.

Doch auch Arminia hatte jetzt mehr Zug zum Tor und in der 57. Minute die Chance zum zweiten Treffer. Erneut flankte Arne Feick flach in den Strafraum, doch Dirk Orlishausen lenkte Tim Jerats Schuss zur Ecke. In der 64. Minute kamen die Gastgeber dann doch zum Ausgleich. Nach einem vermeintlichen Foul von Arne Feick an Dimitrij Nazarov zeigte Schiedsrichter Christian Bandurski zur Überraschung aller – auch der Karlsruher – auf den Elfmeterpunkt. Koen van der Biezen ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zum 1:1.

Die Gastgeber hatten nun Lunte gerochen und spielten weiter nach vorne. Und nur vier Minuten nach dem Ausgleich gelang dem KSC sogar das 2:1. Koen van der Biezen legte im Strafraum zurück auf Philipp Klingmann, dessen Flanke der frei stehende Dominic Peitz mit einem Flugkopfball in den Maschen versenkte. Auf der Gegenseite blieb in der 72. Minute die Pfeife von Schiri Bandurski bei einem Schubser gegen Philipp Riese im Strafraum stumm. Erneute eine Fehlentscheidung des Referees. Im direkten Gegenzug traf van der Biezen für den KSC nur das Außennetz.

In den Schlussminuten hatte der DSC dann naturgemäß mehr vom Spiel und drückte die Karlsruher in ihre eigene Hälfte. Klare Chancen spielte sich Arminia jedoch nicht heraus. Die Gastgeber setzten in der 90. Minute einen letzten Konter, der zum 3:1-Siegtreffer führte. Nach einem Foul von Felix Burmeister an den eingewechselten Rouven Hennings pfiff Bandurski erst Freistoß für den KSC. Nach Protesten der Gastgeber legte er das Foul dann in den Strafraum und entschied auf Elfmeter – die dritte Fehlentscheidung des Schiris in diesem Spiel. Erneut verwandelte van der Biezen den Strafstoß und setzte damit den Schlusspunkt unter das Spiel.

Stimmen zum Spiel

Wir haben unser Konzept konsequent durchgezogen. Wir haben sicher gestanden und immer wieder Nadelstiche gesetzt. Zum Schiedsricher äußere ich mich lieber nicht, bevor ich etwas falsche sage. Warum er allerdings beim Foul an Philipp Riese nicht Elfmeter pfeift, kann sich wohl keiner erklären.

Jan Fießer

Ich muss jetzt vorsichtig sein bei meinen Worten über den DFB, soviel verdient man bei uns nicht, dass man große Strafen zahlen kann. Ich fand die Leistung insgesamt gut, wenn man bedenkt, wer an wichtigen Spielern bei uns gefehlt hat. Hinten haben wir wenig zugelassen, gegen den Ball war das sehr erwachsen, nach vorne sind wir nicht gut durchgekommen. Die Führung war nicht unverdient, danach hatten wir durch Tim Jerat eine gute Chance zum 2:0. Danach kamen die Entscheidungen des Schiedsrichters, beide Elfmeter waren nicht berechtigt und da muss man meinen Jungs sogar ein Kompliment machen, dass sie nicht die Nerven verloren haben.

Stefan Krämer

Ich habe Verständnis für den Kollegen, solche Dinge haben wir auch schon gegen uns erlebt. Ich möchte aber auch sagen, dass wir auch unseren Anteil an dem Sieg haben. In der ersten Halbzeit hatten wir zwar die besseren Chancen, aber da war ich nicht zufrieden mit der Leistung. Wir wollten in der zweiten Halbzeit das Tempo erhöhen, das war bis dato nicht hoch genug. Arminia hat natürlich auf Konter gelauert und unsere Nachlässigkeiten beim 1:0 bestraft. Danach war der Elfmeter beim 1:1 natürlich keiner, aber das 2:1 war dann eine Energieleistung von uns. Es war kein berauschendes Spiel von uns gegen einen guten Gegner, den ich auch so gut erwartet hatte.

Markus Kauczinski

Karlsruher SC:
Orlishausen – Klingmann, Gordon, Mauersberger, Kempe – Yabo (88. Hennings), Peitz – Alibaz (83. Schwertfeger), Nazarov (77. Varnhagen), Torres – van der Biezen.

DSC Arminia Bielefeld:
Platins – Appiah, Burmeister, Salger, Feick – Schönfeld (68. Müller), Schütz, Fießer, Riese (86. Lorenz) – Jerat (75. Hille) – Achahbar.

Tore:
0:1 (48.) Achahbar, 1:1 (64., Foulelfmeter) van der Biezen, 2:1 (70.) Peitz, 3:1 (90., Foulelfmeter) van der Biezen.

Gelbe Karten:
Kempe, Nazarov, Yabo/Salger, Feick, Jerat, Schütz

Zuschauer:
12.445