DSC Arminia Bielefeld -

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Mi., 27.08.2014 19:00 Uhr

MSV Duisburg(1)
DSC Arminia Bielefeld (1)

GegnerinfosPK-BerichtSpielberichtStimmenDatenBerichterstattung

Quo vadis, MSV Duisburg?

In seiner zweiten Drittligasaison wollte der MSV Duisburg um die Aufstiegsplätze mitspielen, startete allerdings etwas holprig. Die Meidericher haben vor allem mit Verletzungssorgen in der Defensive zu kämpfen.

Unter der Leitung von Arminias letztjährigem Co-Trainer Gino Lettieri als neuem Cheftrainer musste der MSV vor der Saison einen großen Umbruch meistern und sechs abgewanderte Stammspieler ersetzen. Trotzdem will man beim Niederrheinpokalsieger oben mitspielen und spätestens in der kommenden Saison den Aufstieg in die 2. Bundesliga verwirklichen. So sieht es zumindest der Plan der Wirtschaftsprüfer vor, die den finanziell stark angeschlagenen Club konsolidieren sollen. Dafür wurde im Sommer der Etat um 40 Prozent auf über vier Millionen Euro angehoben.

Da passte der 1:3-Fehlstart in Regensburg natürlich nicht in die neugewonnen Hoffnungen. Dies sollte allerdings bis heute auch die einzige Niederlage bleiben: Vor heimischem Publikum kam man gegen Großaspach und Halle nicht über ein 1:1 hinaus, dafür gewann man bei Mainz II und trennte sich am Sonntag bei Spitzenreiter Chemnitz torlos. Zusätzlich wusste der MSV vergangene Woche im Pokal zu überraschen und warf Zweitligist Nürnberg aus dem Wettbewerb. Die Bewertung des Saisonstarts ist also durchaus schwierig.

Garant für Duisburger Erfolge ist aktuell Ex-Armine Zlatko Janjic, der in der Liga schon dreimal getroffen hat und zusätzlich den goldenen Pokaltreffer vom Elfmeterpunkt erzielte. Probleme machen Trainer Lettieri aktuell eher seine Defensivspieler: Der ohnehin dünn besetzten Defensive werden am Mittwoch Routinier Branimir Bajic und Erik Wille fehlen.

„Kleinigkeiten werden entscheiden“

In der heutigen Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim MSV Duisburg informierte Trainer Norbert Meier über die aktuelle Situation rund um die Mannschaft.

Wie schon gegen Fortuna Köln werden definitiv Manuel Hornig (Reha), Christian Müller (Rotsperre) und Peer Kluge (muskuläre Probleme im Oberschenkel) ausfallen. Damit werden die selben 18 Spieler wie gegen Köln im Kader stehen.

Rückblickend auf den Erfolg gegen Fortuna Köln fand Meier vor allem die Bestätigung der Pokalleistung erwähnenswert: „Mich freut es für alle Beteiligten, dass wir es geschafft haben, die Leistung aus dem Sandhausen-Spiel zu bestätigen. Es gibt allen natürlich auch eine Portion Selbstbewusstsein, wenn man den Zuschauern mal zwei Heimsiege nacheinander bereiten kann. Auch die Tatsache, dass wir mal zu null gespielt haben, hat uns einen guten Start in die englische Woche beschert.“ Trotzdem werde man natürlich nach den zwei Erfolgen auch in Duisburg seriös antreten: „Wir werden da ganz sicher nicht mit übertriebenem Selbstbewusstsein auflaufen.“

Der Trainer erwartet in Duisburg eine ausgeglichene Partie: „Beide Mannschaften sind mit hohen Ambitionen angetreten und haben keinen erfreulichen Saisonstart hingelegt. Auch beim MSV sind viele Spieler unter Vertrag, die Bundesligaerfahrung besitzen und über viel Klasse verfügen. Wir müssen organisiert und konzentriert antreten.“ Angesprochen auf seine persönliche, berufliche Vergangenheit in Duisburg und das Wiedersehen mit dem letztjährigen Co-Trainer des DSC und jetzigem Trainer des MSV Duisburg – Gino Lettieri – empfand Meier keine besondere Anspannung: „Am Mittwoch geht es um drei Punkte für Arminia, mehr nicht. Es freut mich für Gino, dass er wieder als Cheftrainer arbeitet. Ich wünsche ihm alles Glück der Welt – nur nicht in den beiden Spielen gegen uns!“ In seiner Karriere wäre er immer wieder auf alte Weggefährten getroffen, das sei ganz normal, so Meier weiter. Eine Zielvorgabe für das Spiel in Duisburg wollte Meier nicht aussprechen: „Es werden Kleinigkeiten entscheiden. Wir wollen organisiert auftreten und so lange wie möglich die Null halten. Generell fahren wir los, weil wir auch gewinnen wollen.“

Auch Torhüter Alexander Schwolow äußerte sich am Rande der Pressekonferenz gegenüber den Journalisten: „Die Bestätigung des Pokalerfolgs war wichtig für unser Selbstbewusstsein, jetzt reisen wir mit breiter Brust zum MSV. Da treffen wir auf eine gut eingestellte, kompakte Mannschaft und werden alles abrufen müssen. Für einen Sieg muss schon alles passen, aber das ist natürlich trotzdem unser Ziel. Zudem wird es am Mittwochabend ein Fluchtlichtspiel geben, da sind wir alle heiß drauf.“

1:1 – Punkteteilung beim MSV

In einem durchwachsenen Drittligaspiel teilen sich Arminia und der MSV beim 1:1 (1:1) verdient die Punkte.

DSC-Cheftrainer Norbert Meier veränderte seine Startelf aus dem Spiel gegen Fortuna Köln auf einer Position. Für Sebastian Hille rückte Tom Schütz in die Mannschaft. Damit einhergehend ergab sich eine Systemänderung auf ein 4-1-4-1-System mit Schütz und Jonas Strifler auf den Halbpositionen.

Arminia konzentrierte sich in der Anfangsphase auf die Defensivarbeit und überließ den Gastgebern die Spielkontrolle. Der MSV kam in der ersten Viertelstunde so zu zwei gefährlichen Torchancen. In der zweiten Minute scheiterte Dennis Grote aus spitzem an Alexander Schwolow im Arminia-Tor und in der 7. Minute schoss Zlatko Janjic einen Freistoß ebenfalls aus spitzem Winkel über das Gehäuse. Einen ersten Rückschlag mussten die ganz in rot agierenden Arminen dann in der 16. Minute hinnehmen. Jonas Strifler verletzte sich in einem Zweikampf und musste verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam Bashkim Renneke in die Partie und besetzte fortan den rechten Flügel. Christoph Hemlein wechselte auf die zentrale Position von Strifler.

Und der nächste Rückschlag folgte in der 24. Minute. Nach einer schönen Kombination tauchte Kevin Wolze frei halblinks im Bielefelder Strafraum auf und legte quer zu Kingsley Onuegbu, der nur noch zum 1:0 für den MSV einschieben musste. Drei Minuten später die nächste Riesenchance für die Duisburger: Zlatko Janjic versuchte es mit einem Schlenzer vom linken Strafraumeck, fand aber in Alexander Schwolow, der den Ball zur Ecke abwehrte, seinen Meister.

Arminia dagegen präsentierte sich deutlich effektiver im Ausnutzen von Torgelegenheiten. Gleich die erste DSC-Chance im Spiel führte zum Ausgleich. In der 38. Minute brachte Florian Dick einen Eckball scharf vor das Tor und Julian Börner köpfte wuchtig zum 1:1 ein. Anschließend passierte erst einmal nichts mehr, mit dem 1:1 ging es in die Halbzeitpause.

Mit Wiederanpfiff agierte der DSC deutlich präsenter und kam auch besser in die Zweikämpfe. Christoph Hemlein agierte deutlich offensiver und lief die Duisburger Spieler im Spielaufbau früh an. So verzeichnete Arminia auch die erste Chance im zweiten Durchgang. Bashkim Renneke zog in der 58. Minute aus 18 Metern ab, doch MSV-Keeper Michael Ratajczak war per Faustabwehr zur Stelle.

Ab der 65. Minute fand der MSV jedoch wieder zu seinem Spiel und hatte wieder ein optisches Übergewicht. Die erste Chance im zweiten Durchgang hatte Steffen Bohl für die Meidericher, sein Volleyschuss aus 16 Metern ging jedoch deutlich neben das Tor. Nur eine Minute später klärte Sebastian Schuppan nach einer Flanke am langen Pfosten in letzter Sekunde vor Michael Gardawski.

Auf der anderen Seite zog Florian Dick in der 78. Minute aus der Distanz ab, sein Versuch ging jedoch deutlich über das Gehäuse von Ratajczak. Die beste Chance zum Siegtreffer hatte allerdings Dennis Mast in der 89. Minute. Sein knallharter Distanzschuss aus 18 Metern landete jedoch an der Latte, von wo aus er wieder in das Feld zurück sprang. Anschließend passierte nichts mehr, sodass es beim leistungsgerechten 1:1 blieb.

Stimmen zum Spiel

Wir haben ein sehr leidenschaftliches Spiel gesehen. Der MSV hat sich die Führung verdient, weil sie 30 Minuten aktiver waren. Mit dem 1:1 waren wir dann ebenbürtig, das hat beim MSV Wirkung gezeigt. Bis Mitte der zweiten Halbzeit hatten wir es im Griff, dann hat sich ein offener Schlagabtausch ergeben. Duisburg hatte noch eine Riesenchance, wir am Ende durch Dennis Mast auch. Ich bin mit dem Punkt absolut zufrieden. Wir haben gegen einen starken Gegner gespielt, der es gut gemacht hat.

Norbert Meier

In den ersten 30 Minuten war das unsere beste Leistung in dieser Saison. Wir haben es versäumt auf das 2:0 zu gehen. Dass Bielefeld bei Standards gefährlich ist, wussten wir. Wir haben schon in der Enstehung vor dem Ausgleich zwei Fehler gemacht. Insgesamt müssen wir damit zufrieden sein, auch weil Bielefeld kurz vor Schluss noch den Lattenschuss hatte. Aber unsere Entwicklung geht in eine sehr gute Richtung.

Gino Lettieri

MSV Duisburg:
Ratajczak – Kühne (46. Hajri), Schorch, Meißner, Wolze – Bohl, Albutat – Gardawski (77. Klotz), Janjic, Grote – Onuegbu (61. Feltscher).

DSC Arminia Bielefeld:
Schwolow – Dick, Börner (85. Propheter), Salger, Schuppan – Burmeister – Hemlein, Schütz (76. Brinkmann), Strifler (16. Renneke), Mast – Klos.

Tore:
1:0 (24.) Onuegbu, 1:1 (38.) Börner.

Gelbe Karten:
Kühne, Schorch, Albutat, Hajri/Klos, Hemlein, Schuppan

Zuschauer:
13.416