DSC Arminia Bielefeld -

Sie befinden sich hier: http://www.arminia-bielefeld.de/schedule/msv-duisburg-arminia-bielefeld/

So., 16.08.2015 13:30 Uhr

MSV Duisburg(0)
DSC Arminia Bielefeld (2)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Nur der Klassenerhalt zählt

Nach dem Zwangsabstieg 2013 und zweijähriger Abstinenz gelang dem MSV Duisburg vergangene Saison die Rückkehr in die zweite Bundesliga. Eine erfolgreiche Drittliga-Saison endete mit 71 Punkten und Platz 2 in der Abschlusstabelle.

Gemeinsam mit Arminia Bielefeld traten die Duisburger nun den Gang in die zweite Liga an. Als Saisonziel steht ausschließlich der Klassenerhalt auf dem Zettel. Sieben Spieler verließen den MSV vor der Saison, darunter mit Michael Gardawski und Christopher Schorch aber nur zwei Spieler, die regelmäßig zum Einsatz kamen. Manager Ivica Grlic machte seine Hausaugaben und verpflichtete einige neue Spieler. Er holte unter anderem mit Thomas Bröker einen neuen Spieler für die Außenbahnen vom 1.FC Köln und mit Dan-Patrick Poggenberg einen talentierten Linksverteidiger aus der Zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg. Letzterer verletzte sich aber schwer während der Vorbereitung und fällt vorerst aus. Grlic gelang es ebenfalls, einen alten Bekannten zurück zum MSV zu lotsen. Dustin Bomheuer kehrt nach zwei Jahren in Düsseldorf nach Duisburg zurück. Zudem holte der MSV mit James Holland einen erfahrenen Defensivmann von Austria Wien. Holland hat bereits Champions League mit der Austria gespielt und zählte sogar zum WM-Kader der Australier 2014.

Einen personifizierten Hoffnungsträger hat der MSV nicht. Die Mannschaft soll als verschworener Haufen den Schwung aus der vergangenen Saison mitnehmen. Dennoch gibt es natürlich Schlüsselspieler. Torhüter Michael Ratajzcak soll als Nummer Eins im Kasten der Abwehr Sicherheit geben, Martin Dausch ist der Motor des Spiels und soll seine Mitspieler nach vorne treiben und Zlatko Janjic sowie Kingsley Onuegbu sollen vorne für die Tore sorgen.

In der ersten drei Pflichtspielen setzte Trainer Gino Lettieri auf zwei Neuzugänge. Thomas Bröker und Rückkehrer Dustin Bomheuer standen in allen drei Spielen von Beginn an auf dem Feld. Doch der Saisonstart war alles andere als glücklich für den Aufsteiger. Im Auftaktspiel unterlagen sie vor heimischer Kulisse gegen Aufstiegsaspirant Kaiserslautern deutlich mit 1:3. Dabei erzielten gnadenlos effiziente Lauterer bereits in der ersten halben Stunde drei Treffer. Dem Team von Trainer Gino Lettieri fehlte es an Mut und Genauigkeit im Passpiel. So ging das Spiel am Ende verdient verloren. Im zweiten Spiel der Saison dann der nächste Rückschlag für die Zebras. In Bochum verlor der Aufsteiger nach guter Anfangsphase mit 0:3. Gino Lettieri ließ mit einer sehr defensiven Taktik spielen. Den Unterschied machten letztendlich die individuelle Fehler der Duisburger Defensivleute. Diese bestrafte der VfL Bochum eiskalt. Nach zwei Spieltagen belegt der MSV Duisburg den letzten Platz in der Tabelle.

Auch eine erhoffte Sensation im Pokal blieb aus. Gegen den FC Schalke 04 stand zwar erstmals Hoffnungsträger James Holland in der Anfangsformation. Doch Schalke siegte am Ende deutlich mit 5:0 in Duisburg. Nun heißt es für den MSV volle Konzentration auf die zweite Liga.

„Das Glück erzwingen“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die anwesenden Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft vor dem Auswärtsspiel beim MSV Duisburg. Auch Christoph Hemlein beantwortete die Fragen der Presse.

Für die Begegnung gegen den MSV fehlen Trainer Norbert Meier weiterhin Jonas Strifler, Daniel Brinkmann, Daniel Davari, Björn Jopek und Samir Benamar. Koen van der Biezen und Peer Kluge nehmen bereits teilweise wieder am Mannschaftstraining teil, werden aber noch behutsam aufgebaut und sind noch nicht einsatzbereit. Der Einsatz von Julian Börner ist noch offen, nach jetzigem Stand wird er nicht spielen können. Die Entscheidung hierüber fällt eventuell erst am Sonntag.

„Es waren zwei intensive und spannende Spiele“, erinnerte sich Norbert Meier an die Begegnungen gegen den MSV aus der Vorsaison. Zum kommenden Gegner sagte Meier. „Duisburg wird mit aller Macht versuchen, uns zu schlagen. Sie werden top motiviert in die Begegnung gegen uns gehen. Aber wir sind gewarnt.“ Meier nannte auch die Stärken der Zebras: „Sie sind ein Team, das variabel im Offensivspiel sein kann, machen zudem viele Positionswechsel während des Spiels.“ Von einem Fehlstart der Duisburger, die bisher alle drei Pflichtspiele verloren haben, wollte Meier nichts wissen: „Duisburg hat zwar noch keinen Punkt geholt, aber das hat noch nichts zu bedeuten. Es ist ja noch früh in der Saison.“ Meier erwartet ein sehr packendes und spannendes Spiel bei seinem ehemaligen Arbeitgeber. Auch sei die Atmosphäre im Stadion sehr gut.

Auf die Frage, ob die „Null-Tore Ausbeute“ in den Köpfen seiner Spieler stecke, antwortete er: „Davon dürfen wir uns nicht verrückt machen lassen. Wir haben vergangene Saison über 70 Tore geschossen. Daran sieht man, dass wir offensiv ausgerichtet sind. Die Mannschaft braucht nur eine gute Grundordnung“. Meier weiter: „Wenn wir gewinnen, haben wir fünf Punkte und stehen gut da. Dafür müssen wir etwas tun“, fasste Meier die aktuelle Lage zusammen. Im Training habe man gewisse Dinge trainiert, die man nun auch im Spiel gerne umsetzten würde.

Auch Rechtsaußen Christoph Hemlein äußerte sich zum Spiel: „Es wird kein einfaches Spiel. Die Duisburger werden alles versuchen, um ihren ersten Dreier einzufahren. Aber das ist auch unser Ziel.“ Hemleins Fokus liegt aber vor allem auf der eigenen Mannschaft. „Wir müssen uns auf uns konzentrieren. Wir müssen clever spielen und unser Spiel durchdrücken.“ Auch er macht sich keine Sorgen wegen der Null-Tore-Situation. „Wir sind Aufsteiger. Dafür haben wir meiner Meinung nach akzeptable Resultate geliefert. Es hat ja meist nur der finale Stoß gefehlt. Jetzt gilt es, weiter hart zu arbeiten und unser Glück notfalls auch mal zu erzwingen.“

Auf „ArminiaClubTV“ äußert sich in „Anlauf“ auch Wolfgang Hesl zum Spiel in Duisburg:

Berichterstattung Duisburg – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den MSV Duisburg.

3 Duisburg auswWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 13:30 Uhr das Spiel beim MSV Duisburg live in der Schauinsland-Reisen-Arena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der Schauinsland-Reisen-Arena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 19:00 Uhr bis 20:15 Uhr

Remis auch in Duisburg

Der DSC gerät bei einer 2:0-Führung in Unterzahl und spielte 2:2 (0:2) beim MSV Duisburg.

Nach der 0:2-Niederlage im DFB-Pokal gegen Hertha BSC nahm DSC-Cheftrainer Norbert Meier zwei Veränderungen in seiner Startelf vor. Für den verletzten Julian Börner rückte Brian Behrendt in die Innenverteidigung, zudem spielte Christopher Nöthe erstmals von Beginn an und verdrängte Dennis Mast auf die Bank. Gegen den Ball nahm Nöthe die Linksaußenposition ein, bei eigenem Ballbesitz stieß der Sommer-Neuzugang immer wieder als zweite Spitze vorne mit rein. Diese taktische Variante machte sich bereits in der 6. Minute bezahlt. Fabian Klos verlagerte das Spiel auf die linke Seite zu Christian Müller, dessen Flanke Nöthe per Kopfball-Bogenlampe zur Führung in das Duisburger Tor beförderte.

Bei Dauerregen bestimmte Arminia fortan das Geschehen. Der DSC hatte die nächste Chance in der 14. Minute. Sebastian Schuppan war auf der linken Seite schön freigespielt worden und bediente Christian Müller im Strafraum, doch dessen Schuss konnte Michael Ratajczak im MSV-Tor entschärfen. Auch drei Minuten später hatte Ratajczak wenig Probleme Müllers nächsten Versuch nach Nöthe-Vorarbeit festzuhalten. Deutlich schwieriger wurde es für Duisburgs Torwart dann in der 20. Minute. Florian Dick schoss eine Ecke vorher, Sebastian Schuppan köpfte und Ratajczak bekam grade noch eine Faust an den Ball, um ihn über die Latte zu lenken.

In der 24. Minute klingelte es dann aber erneut im Duisburger Kasten. Fabian Klos war 28 Meter vor dem Tor gelegt worden und Florian Dick setzte den fälligen Freistoß direkt per knallhartem Flachschuss in die Maschen. Mit der nächsten Riesenchance in der 32. Minute hätten die ganz in rot spielenden Arminen die Partie sogar schon entscheiden können. Christoph Hemlein spielte einen wunderbaren Diagonalball auf Christian Müller, der freistehend jedoch am starken Ratajczak scheiterte.

Arminia spielte weiter stark, stand hinten sicher und agierte mit viel Tempo und Spielwitz nach vorne. In der 39. Minute zog Hemlein aus 30 Metern ab, sein Flachschuss ging aber einen knappen Meter neben das Tor. Duisburgs Trainer Gino Lettiere hatte dann genug von der Leistung seiner Elf und wechselte mit Kingsley Onuegbu den etatmäßigen Mittelstürmer ein. Bis zur Halbzeit passierte jedoch nichts mehr. Mit donnerndem Applaus von den 2.200 mitgereisten Arminen und gellenden Pfiffen der Duisburger Fans ging es in die Kabinen.

Mit Wiederbeginn nahm Lettieri seinen zweiten Wechsel vor und brachte Nico Klotz für Simon Brandstetter. Der MSV verzeichnete dann wenige Sekunden nach Wiederbeginn seinen ersten Torschuss durch Thomas Bröker, doch der bis dahin nicht geprüfte Wolfgang Hesl konnte den Flachschuss problemlos aufnehmen. Die Duisburger hatten nun mehr Spielanteile und bekamen in der 52. Minute einen Freistoß zugesprochen, den Zlatko Janjic jedoch recht deutlich über das Tor setzte. Arminia meldete sich erstmals in der 55. Minute wieder zu Wort, ein Distanzschuss von Fabian Klos landete aber genau in Ratajczaks Händen.

In der 58. Minute folgte der erste Rückschlag für die Arminen. Brian Behrendt sah nach einem Klammern gegen Onuegbu die gelb-rote Karte. Norbert Meier reagierte sofort und wechselte mit Felix Burmeister einen neuen Innenverteidiger für Offensivspieler Christian Müller ein. Duisburger Dauerdruck war die Folge und in der 70. Minute gelang den Gastgebern der Anschlusstreffer. Kevin Wolze bediente Onuegbu, der per sattem Volley-Drehschuss zum 1:2 vollendete.

Der DSC reagierte mit einem Entlastungsangriff in der 74. Minute, Fabian Klos traf jedoch nur das Außennetz. Im direkten Gegenzug dann der Ausgleich für den MSV. Erneut flankte Wolze und am zweiten Pfosten war der eingewechselte Stanislav Iljutcenko zur Stelle und köpfte zum 2:2 ein. Der Druck der Gastgeber nahm weiter zu, Arminia gelang nur noch selten die Befreiung. Dennoch hatte der DSC in der 85. Minute nach einem Konter noch einmal eine gute Situation. Schuppan bediente Klos von links, doch dessen Abschluss verfehlte das Tor. Duisburg verpasste im Gegenzug nach einer Ecke die Entscheidung, als ein Bielefelder kurz vor dem Tor noch klären konnte.

Kurz vor Schluss wieder Arminia: Florian Dick schoss in der 89. Minute einen Freistoß in den Strafraum, Klos köpfte und Ratajczak parierte den Ball noch eben vor der Linie. Nach der vierminütigen Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Felix Zwayer dann ab, Arminia holte das dritte Remis im dritten Saisonspiel.

Stimmen zum Spiel

Wir haben eines unserer besten Auswärtsspiele in der ersten Halbzeit gemacht. Das Spiel kippte mit dem Platzverweis gegen uns, in der letzten halben Stunde wurde es richtig schwer. Beim ersten Gegentreffer verhalte ich mich nicht gut. Das nutzt er eiskalt aus. Im Prinzip musst du glücklich sein, dass wir überhaupt noch einen Punkt mitgenommen haben.

Stephan Salger

Wir waren 60 Minuten dominant. In der letzten halben Stunde sind wir nur noch hinterher gelaufen. Hätten wir zu elft zuende gespielt, hätten wir gewonnen. Wir müssen am Ende mit dem Punkt zufrieden sein. Wir haben noch keine Niederlage in der Liga. Dann holen wir eben zuhause den ersten Sieg.

Christopher Nöthe

Dass das Spiel noch dramatisch wurde, haben wir uns selbst zuzuschreiben. 60 Minuten haben wir eine richtig gute Leistung gezeigt. Wir hatten alles im Griff und hätten sogar höher führen können. Dann kommen die Unwägbarkeiten des Fußballs mit der gelb-roten Karte. Brian hat bis dahin ein richtig gutes Spiel gemacht, aber da darf er auf Höhe der Mittelinie nicht so in den Zweikampf gehen. Dadurch waren wir geschwächt, in Gleichzahl hätten wir das Spiel niemals mehr abgegeben. Am Ende müssen wir mit dem Punkt dann leben.

Norbert Meier

Norbert hat fast alles gesagt zum Spiel. Es ist ärgerlich, dass wir uns sehr viel vornehmen und dann zwei Tore kassieren, die du dir in der zweiten Liga nicht leisten kannst. Wie die Mannschaft zurückgekommen ist, war eine richtig gute Reaktion. Sie wollten auch nach dem 2:2 noch weiter nach vorne spielen. Aber im Großen und Ganzen können wir mit dem Punkt zufrieden sein.

Gino Lettieri

MSV Duisburg:
Ratajczak – Feltscher, Bomheuer, Bajic, Wolze – Albutat (39. Onuegbu), Holland – Bröker, Dausch, Janjic (61. Iljutcenko) – Brandstetter (46. Klotz).

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Dick, Behrendt, Salger, Schuppan – Junglas, Schütz – Hemlein (80. Hemlein), Müller (61. Burmeister), Nöthe – Klos (90.+2 Hornig).

Tore:
0:1 (6.) Nöthe, 0:2 (24.) Dick, 1:2 (70.) Onuegbu, 2:2 (74.) Iljutcenko.

Gelbe Karten:
Holland, Bajic/Klos, Schuppan

Gelb-Rote Karte:
Behrendt (58.)

Zuschauer:
17.046