DSC Arminia Bielefeld -

Sie befinden sich hier: http://www.arminia-bielefeld.de/schedule/rb-leipzig-arminia-bielefeld/

Fr., 29.04.2016 18:30 Uhr

RB Leipzig(1)
DSC Arminia Bielefeld (0)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Mühe trotz großer Investitionen

Knapp 20 Millionen Euro investierte RB Leipzig in dieser Saison in neue Spieler. Eine Zahl, die höher liegt, als die Ausgaben der 17 übrigen Zweitligisten zusammengerechnet. Einnahmen gab es auf der Gegenseite nahezu keine. Trotz dieser massiven Ausgaben rangiert Leipzig drei Spieltage vor Saisonende nur auf dem zweiten Tabellenplatz und muss noch immer ein wenig um den angestrebten Aufstieg bangen.

Nur drei Siege fuhr das Team in den letzten sieben Partien ein. Zwar beträgt der Vorsprung auf den 1. FC Nürnberg auf dem Relegationsplatz noch vier Zähler, darauf ausruhen dürfen sich die Mannen von Ralf Rangnick jedoch nicht, soll es im zweiten Jahr in der 2. Bundesliga mit dem Aufstieg klappen.

Dass es spielerisch noch nicht so rund läuft, wie man es eigentlich von den Leipzigern erwarten sollte, liegt zum Teil auch daran, das die teuren Neuzugänge bislang noch nicht alle ihren hohen Preis rechtfertigen konnten. So kam Innenverteidiger Atinc Nukan, im Sommer immerhin für fünf Millionen Euro von Besiktas Istanbul nach Leipzig gewechselt, bislang lediglich auf zehn Einsätze. Im Jahr 2016 stand Nukan bislang ganze 80 Minuten auf dem Feld. Und auch wenn Angreifer Davie Selke mit zehn Treffern bester Torschütze seiner Mannschaft ist, schmorrte der Ex-Bremer zuletzt des Öfteren nur auf der Bank.

Die potentielle Qualität des Kaders ist jedoch natürlich unstrittig. Diverse Spieler der Leipziger würden wohl auch jetzt schon einigen Vereinen im Oberhaus gut zu Gesicht stehen. Im Tor steht seit einigen Wochen Péter Gulácsi, der seine Sache während einer Verletzungspause des bisherigen Stammtorhüters Fabio Coltorti gut machte und deshalb seitdem weiterhin spielt. Die Viererkette ist mit den Youngstern Marcel Halstenberg, Lukas Klostermann und Willi Orban sowie dem erfahrenen Marvin Compper gut gemischt. Allerdings wird Orban gegen Arminia aufgrund einer Rotsperre fehlen. Gut möglich also, dass Nukan vielleicht von Anfang an spielen wird.

Auf der Doppelsechs spielen in der Regel der vor der Saison von RB Salzburg gekommene Stefan Ilsanker sowie Ex-Armine Diego Demme. Da allerdings auch Ilsanker gesperrt ist, könnte Rani Khedira, Bruder von Weltmeister Sami, in die Startelf rücken. Zusammen mit Demme ist Khedira dann dazu da, um der bärenstarken und variablen Offensive der Leipziger den Rücken freizuhalten. Denn dort verfügt Rangnick über eine enorme Klasse: Ganz gleich, ob es Dominik Kaiser, Marcel Sabitzer, Yussuf Poulsen, Emil Forsberg oder vielleicht sogar Selke ist – sie alle sind jederzeit für Tore gut. Besonders Kaisers Standards sind eine ständige Waffe. Im Hinspiel gewann Leipzig dank eines Selke-Treffers mit 1:0.

„Wir fahren selbstbewusst nach Leipzig“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die anwesenden Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft vor dem Duell bei RasenBallsport Leipzig am Freitagabend (18:30 Uhr). Auch Michael Görlitz beantwortete die Fragen der Presse.

Die Reise nach Leipzig nicht mit angetreten hat Florian Dick. Der Rechtsverteidiger wird aufgrund seiner anhaltenden Sprunggelenksprobleme geschont und noch einmal durchgecheckt, nachdem Dick schon in den vergangenen Spielen angeschlagen war. Meier deutete derweil an, dass voraussichtlich Michael Görlitz den Part des Rechtsverteidigers übernehmen wird. „Ich spiele da, wo mich der Trainer aufstellt. Ich habe das jetzt zwei-, dreimal gespielt und es hat ganz gut geklappt“, meinte Görlitz dazu. Außer Dick und dem verletzten Peer Kluge sind alle anderen Spieler fit. Zudem steht Manuel Junglas nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung.

dsc-leipzig-2015 (17)Nach dem 4:2-Erfolg über die SpVgg Greuther Fürth am vergangenen Wochenende, durch den Arminia den Klassenerhalt bereits drei Spiele vor Saisonende klarmachte, war die Erleichterung bei der Mannschaft spürbar, wie Meier versicherte: „Es ist eine große Last von uns abgefallen. Das merkt man. Wir hatten immer eine gute Stimmung, aber jetzt ist es noch lockerer. Dem Team ist ein Stein vom Herzen gefallen, dass wir das große Ziel erreicht haben.“ Und auch Görlitz betonte: „Wir sind froh, dass wir unser Ziel erreicht haben.“

Dennoch sollen die verbleibenden drei Saisonspiele mit dem nötigen Ehrgeiz angegangen werden, zumal es für die Leipziger noch um den Aufstieg in die 1. Bundesliga geht. „Wir wollen die Lockerheit jetzt in eine positive Anspannung umwandeln und für uns selbst eine gute Leistung zeigen“, kündigte Meier an, dass er nicht vor hat, die ganz große Rotationsmaschine anzuwerfen: „Wir werden mit der bestmöglichen Aufstellung spielen. Uns begleiten 1.000 Fans, vor denen wir uns auch vernünftig verkaufen wollen.“

Die Favoritenrolle schob der Bielefelder Trainer allerdings naturgemäß in Richtung des Tabellenzweiten: „Dass Leipzig Favorit ist, steht auf einem anderen Blatt. Sie sind offensiv sehr stark, haben aber natürlich derzeit auch Schwierigkeiten, ins Ziel zu kommen. Jedes Spiel ist eine Herausforderung. Wir gehen ohne Druck ins Spiel und haben uns in der Hinrunde schon nicht schlecht verkauft“, glaubt er fest daran, dass eine Überraschung beim Aufstiegskandidaten möglich ist. In eine ähnliche Kerbe schlug auch Görlitz, der sich auf die Partie in Leipzig freut: „Wir spielen in einem schönen Stadion gegen einen guten Gegner. Da hat jeder Bock. Wir brauchen uns auch nicht verstecken, denn wir fahren da selbstbewusst und ohne Ballast hin.“

Weitere Aussagen von Meier und Görlitz gibt es auch im Arminia-Podcast bei Radio Bielefeld.

In „Anlauf“ auf „ArminiaClubTV“ äußert sich auch Stephan Salger zur morgigen Partie:

Berichterstattung Leipzig – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen RasenBallsport Leipzig.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Freitag um 18:30 Uhr das Spiel gegen RasenBallsport Leipzig live in der Red Bull Arena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch ab sofort einen Liveticker an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der Red Bull Arena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 22:15 Uhr bis 00:00 Uhr

Behrendt packt den Hammer aus

Arminia holt beim 1:1 (1:0) einen verdienten Punkt beim Aufstiegskandidaten RasenBallsport Leipzig.

Im Vergleich zum 4:2-Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth nahm DSC-Trainer Norbert Meier zwei personelle Wechsel in der Startelf vor. Florian Dick (Sprunggelenksprobleme) und Fabian Klos (Bank) wurden durch Christoph Hemlein und Andreas Voglsammer ersetzt. Die Kapitänsbinde trug erstmals Sebastian Schuppan.

Die Leipziger legten gleich forsch los und hatten in der 2. Minute die erste Chance. Emil Forsberg schickte Marcel Sabitzer auf die Reise, doch der Stürmer zielte vor Hesl zu ungenau und traf aus halbrechter Position nur das Außennetz. Doch anschließend kam Arminia gut in die Partie und hielt die Leipziger weg vom eigenen Tor. Auch offensiv meldete sich der DSC zu Wort. In der 4. (nach Hemlein-Flanke) und 17. Minute (nach Nöthe-Kopfballverlängerung) verpasste Andreas Voglsammer jeweils nur ganz knapp den möglichen Torabschluss aus guter Position. Die beste Arminia-Chance in der Anfangsphase hatte Christopher Nöthe in der 8. Minute, als er nach einer schönen Einzelaktion knapp über das Tor schoss.

Leipzig meldete sich in der 28. Minute wieder zu Wort: Eine abgefälschte Flanke von Diego Demme landete am langen Pfosten bei Lukas Klostermann, dessen Volleyschuss aus kurzer Distanz jedoch am Tor vorbei ging. Etwas überraschend gingen die Gastgeber dann in der 30. Minute in Führung und profitierten dabei von einem Bielefelder Fehler. Felix Burmeister vertändelte als letzter Mann den Ball und so hatte Marcel Sabitzer frei vor Hesl wenig Mühe das 1:0 zu erzielen. Beinahe hätte RasenBallsport nur eine Minute später den zweiten Treffer erzielt: Poulsen schoss aus nicht geahndeter Abseitsposition jedoch freistehend über das Tor nach Sabitzer-Flanke.

Auch in der Schlussphase blieb das Tempo verhältnismäßig hoch. Forsberg hielt in der 38. Minute seinen Fuß in einen Demme-Distanzschuss und das Leder flog nur knapp über den Pfosten. Im Gegenzug zog Brian Behrendt aus 30 Metern wuchtig ab und zwang Leipzig-Keeper Peter Gulacsi zu einer tollen Parade. Bei der folgenden Ecke kam Felix Burmeister mit dem Kopf an den Ball, konnte ihn jedoch nicht Richtung Tor drücken. Die letzte Gelegenheit im ersten Durchgang gehörte dann wieder den Gastgebern. Forsberg zog aus 26 Metern knallhart ab und Hesl lenkte den Ball stark über die Latte. Dann war Pause.

In selbiger nahm Norbert Meier einen Wechsel vor. Für Andreas Voglsammer kam Fabian Klos in die Partie. Vom Leipziger Schwung der ersten Halbzeit war in der zweiten erst einmal wenig zu sehen. Beide Teams fanden zunächst keinen Weg Richtung gegnerischer Strafraum. Doch mit der ersten Offensivaktion in der zweiten Halbzeit gelang den Arminen der Ausgleich. Eine Ecke von David Ulm wurde unzureichend geklärt und landete bei Brian Behrendt, der aus 22 Metern per Volleyschuss traumhaft zum 1:1 (60. Minute) erfolgreich war. Und wie der Gastgeber in der ersten Halbzeit hätte auch der DSC in der Folge beinahe das zweite Tor erzielt: Christopher Nöthe köpfte aus acht Metern nach Görlitz-Flanke jedoch über das Tor.

Leipzigs Antwort war ein Kopfball von Sabitzer, der in der 63. Minute jedoch über das Tor ging. Fünf Minuten später wurde Fabian Klos erstmals torgefährlich: Nach einer Vorarbeit von Nöthe mit dem Kopf schoss Arminias Kapitän aus spitzem Winkel aber neben das Tor. Auch aus der Distanz versuchten es beide Teams. Doch sowohl Sabitzer (78.) als auch Hemlein (79.) setzten ihre Flachschüsse neben das jeweilige Gehäuse.

Bis zur dreiminütigen Nachspielzeit schaffte es Arminia anschließend den Gegner weit weg vom eigenen Tor zu halten, erst in der allerletzten Minute wurde es noch einmal brenzlig. Der eingewechselte Nils Quaschner traf aus dem Gewühl heraus die Latte, der Nachschuss von Atinc Nukan wurde kurz vor dem Tor geblockt und auch der kurz darauf folgende Volleyschuss von Marcel Halstenberg fand nicht den Weg in das Tor. Kurz darauf pfiff der gute Schiedsrichter Michael Weiner ab und Arminia nahm einen verdienten Punkt mit auf die lange Heimreise.

Weiter geht es für den DSC am Sonntag (8. Mai) mit dem letzten Heimspiel der Saison gegen Union Berlin. Tickets sind noch auf allen bekannten Wegen erhältlich!

Norbert Meier und Ralf Rangnick äußern sich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Die Mannschaft hat ein gutes Spiel gemacht. Wir haben es geschafft, den Klassenerhalt in positive Energie zu wandeln. Das Leipziger Tor resultierte aus einem individuellen Fehler, sowas passiert im Fußball mal. Wir haben danach weiter konzentriert gespielt und den Ausgleich gemacht. Wir sind froh über das Ergebnis. Wir haben heute gezeigt: Wir sind Arminia Bielefeld. Wir sind auch wer. Und wir sind keine Kümmeltruppe, die hier hinkommt, um zu verlieren.

Norbert Meier

Das war für uns wieder keine leichte Aufgabe. Bielefeld hat gegen den Ball gut gearbeitet, es war nicht einfach Torchancen herauszuspielen! Außerdem hat Wolfgang Hesl sensationell das zweite Tor verhindert, das wäre wahrscheinlich der Türöffner gewesen. Der Ausgleich war dann ärgerlich, den Ball müssen wir besser klären. Zum Ende ist es dann auch eine Frage des Glückes. Wir müssen jetzt den Blick nach vorne richten.

Ralf Rangnick

Der Punkt ist heute absolut verdient! Wir haben vom ersten Trainingstag an fokussiert auf diese Partie hingearbeitet. Natürlich kannst du Leipzig nicht 90 Minuten ausschalten, die machen immer Druck. Vor dem Spiel kam der Eindruck auf, dass es hier nur um die Höhe des Erfolgs ging: Wir haben gut dagegengehalten und konnten in die Suppe spucken.

Sebastian Schuppan

Innerhalb der Mannschaft ist spürbar der Druck abgefallen: Die Balance zwischen Lockerheit und Spaß war heute sensationell. Wir zeigen Woche für Woche, dass wir eine geile Truppe haben und beweisen mit Herz und Willen immer wieder die Moral, Rückstände aufholen zu können. Das war heute von allen Spielern ein gutes Spiel!

Julian Börner

Schon in der Trainingswoche habe ich viele gute Abschlüsse gehabt, da hatte ich im Spiel dann auch ein gesteigertes Selbstbewusstsein beim Abschluss. Generell habe ich auf der Position des Sechsers den Anspruch an mich, auch mal Tore zu schießen. Das Ergebnis ist insgesamt gerecht: Wir hätten unsere Konter besser ausspielen können, hatten dafür aber auch Glück in der Schlussminute.

Brian Behrendt

RasenBallsport Leipzig:
Gulacsi – Klostermann, Nukan, Compper, Halstenberg – Khedira (77. Selke), Demme – Kaiser, Sabitzer, Forsberg (80. Bruno) – Poulsen (86. Quaschner).

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Görlitz, Burmeister, Börner, Schuppan – Behrendt, Salger – Hemlein (87. Junglas), Ulm (72. Ryu), Nöthe – Voglsammer (46. Klos).

Tore:
1:0 (30.) Sabitzer, 1:1 (60.) Behrendt.

Gelbe Karten:
Poulsen/Salger, Burmeister

Zuschauer:
35.102