DSC Arminia Bielefeld -

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Fr., 18.09.2015 18:30 Uhr

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DSC Arminia Bielefeld (1)

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Den Wiederaufstieg im Blick

Der Schock saß tief nach der 1:2-Niederlage in Hannover am 34. Spieltag der Saison 2014/2015. Die Niederlage bedeutete den direkten Abstieg nach sechs Jahren Erstliga-Zugehörigkeit.

Der einstige Europa League-Teilnehmer muss sich nun in der zweithöchsten deutschen Spielklasse beweisen. Begegnungen gegen Sandhausen, Heidenheim und Duisburg stehen nun statt Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen auf dem Programm. Über den Sommer gab es große Veränderungen bei den Breisgauern. Mit Admir Mehmedi (Bayer Leverkusen), Vladimir Darida (Hertha BSC), Jonathan Schmid (1899 Hoffenheim) und Roman Bürki (Borussia Dortmund), Oliver Sorg und Felix Klaus (beide Hannover 96) verließ fast das komplette Stammpersonal die Freiburger. Diese Verkäufe spülten aber auch einiges an Geld in die Kassen des SC. Somit konnten sich Christian Streich und sein Team für die zweite Liga neu rüsten.

Die sicherlich wichtigste Personalie in Person von Nils Petersen konnte zu Gunsten des SC geklärt werden. Freiburg verpflichtete Petersen fest und konnte somit den ehemaligen Zweitliga-Torschützenkönig halten. Dass diese Verpflichtung ein absoluter Volltreffer ist, beweist der Stürmer derzeit. Petersen erzielte bereits im ersten Spiel beim fulminanten 6:3-Auftaktsieg gegen den 1.FC Nürnberg drei Tore innerhalb von 13 Minuten. Nach sechs Spieltagen führt er die Torjägerliste der zweiten Liga mit sechs Treffern an. Aber auch die anderen Verpflichtungen schlugen ein. Vincenzo Grifo reifte nach seinem Jahr beim FSV Frankfurt gleich zum Spielmacher der Breisgauer, während der albanische Nationalspieler Amir Abrashi die Geschicke im Mittelfeld leitet. Grifo wird gegen den DSC allerdings wegen einer Knieverletzung fehlen. Als Mann für die Zukunft wurde zudem Tim Kleindienst von FC Energie Cottbus verpflichtet.

Der Saisonstart verlief bisher nach Maß. Nachdem man am ersten Spieltag Nürnberg aus dem heimischen Stadion schoss, besiegte man auch 1860 München (1:0), Fortuna Düsseldorf (2:1), Sandhausen (4:1) und Kaiserslautern (2:0). Einzig das Spiel gegen den direkten Konkurrenten VfL Bochum wurde verloren (1:3). Nach sechs Spieltagen stehen die Freiburger mit 15 Punkten auf Platz zwei und sind zudem das Team mit den meisten geschossenen Toren.

Für Freiburg-Keeper Alexander Schwolow ist die Partie am Freitag eine ganz besondere, schließlich war er vergangene Saison maßgeblich am Erfolg des DSC Arminia beteiligt. Die Erwartungen als Aufstiegsfavorit Nummer Eins konnte der SCF bisher erfüllen. Der Weg in die Bundesliga kann nur über den SC Freiburg führen.

„Aggressiv dagegen halten“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die anwesenden Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft vor dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg. Auch Christopher Nöthe beantwortete die Fragen der Presse.

Für die Begegnung gegen Freiburg fehlen Trainer Norbert Meier weiterhin Jonas Strifler (Aufbautraining), Daniel Brinkmann (Pfeiffersches Drüsenfieber), Christian Müller (Trainingsunfall) und Stephan Salger (Adduktorenprobleme). Christan Müller wurde bereits aus dem Krankenhaus entlassen und besuchte bereits seine Kollegen auf dem Trainingsplatz. Für ihn kommt ein Einsatz aber zu früh. Stephan Salger absolvierte heute ein leichtes Einzeltraining, man wird bei ihm aber kein Risiko eingehen, sagte Meier. Fabian Klos und Björn Jopek sind dagegen wieder einsatzfähig.

„Es ist eine tolle Geschichte, sich mit einem langjährigen Bundesligisten zu messen“, sagte DSC-Trainer Norbert Meier zu Beginn der heutigen Pressekonferenz. „Es wird kein leichtes Spiel. Freiburg ist eine souveräne, läuferisch starke Mannschaft, die bisher in fast jedem Spiel dominiert hat“, urteilte Meier über den kommenden Gegner. „Wir werden mit mehr Courage und Mut auftreten. Wir haben keinen Grund, schlecht drauf zu sein. Freiburg ist in diesem Spiel der Favorit und wir können befreit aufspielen. Wir wollen Freiburg Paroli bieten.“ Der Trainer weiter: „Uns muss es gelingen, Kontinuität über 90 Minuten abzurufen. Wir müssen aus unseren Chancen Kapital schlagen. Die Jungs sind gut drauf. Wir werden uns etwas ausdenken. Es wird entscheidend sein, 90 Minuten Vollgas zu geben.“

Auf den Toptorjäger der zweiten Liga, Nils Petersen, angesprochen sagte Meier: „Ein guter Stürmer, der für jede Abwehr schwer zu bespielen ist. Aber man darf auch Spieler wie Karim Guéde nicht außer Acht lassen.“ Scherzhaft teilte Trainer Meier zudem mit: „Ich bin froh, dass wir heute beim nicht öffentlichen Training nicht wieder einen Rettungswagen oder einen Helikopter da hatten. Alle Jungs konnten nach dem Training verletzungsfrei in die Kabine zurück.“

Auch Christopher Nöthe äußerte sich ähnlich wie sein Trainer. „Es wird ein spannendes Spiel. Wir haben nichts zu verlieren und können befreit aufspielen. Wir wissen, dass wir eine gute gute Qualität im Kader haben. Wir wollen nicht so passiv spielen wie gegen Heidenheim in der ersten Halbzeit.“ Über sich selbst sagte Nöthe: „Ich denke, ich habe bislang gut gespielt. Auf welcher Position ich spiele, ist egal.“ Mit Blick auf Freiburg sagte er zudem: „Wir fahren dort mit Selbstvertrauen hin. Freiburg ist ein aggressiver Gegner, der extremes Pressing spielen wird. Wir müssen konzentriert und wach sein und genau so aggressiv dagegen halten.“

Die Anlauf-Folge zum Spiel, dieses Mal mit Sebastian Schuppan, gibt es auf ArminiaClubTV
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Berichterstattung Freiburg – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den SC Freiburg.

7 Freiburg auswWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Freitag um 18:30 Uhr das Spiel beim SC Freiburg live im Schwarzwald-Stadion zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Schwarzwald-Stadion.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 22:15 Uhr bis 23:30 Uhr

Bitterer Ausgleich kurz vor Schluss

Der DSC spielt 2:2 (0:1) beim SC Freiburg.

Nach dem 0:0 im Heimspiel gegen den 1.FC Heidenheim veränderte Cheftrainer Norbert Meier sein Team auf einer Position. Der wiedergenesene Fabian Klos rückte für Michael Görlitz (Bank) in die Anfangsformation. Zudem ließ Meier sein Team mit einer veränderten Taktik agieren, der DSC spielte zu Beginn im 4-4-2-System mit einer Doppelsechs und ohne echten Zehner.

Das führte dazu, dass der SC Freiburg zwar mehr Ballbesitz hatte, aber nicht zwingend vor das Tor des DSC kam. Stattdessen hatte Arminia in der Anfangsphase sogar zwei Schusschancen. Doch Brian Behrendt (5. Minute) mit einem direkten Freistoß aus 30 Metern und Manuel Junglas mit einem Versuch aus 20 Metern verfehlten das Freiburger Tor jeweils. Freiburgs erste Torannäherung resultierte aus einem Freistoß, den Maik Frantz aus halblinker Position aber klar über den Kasten von Wolfgang Hesl setzte.

Ansonsten stand Arminia äußerst kompakt und ließ den Favoriten aus dem Breisgau nicht zur Entfaltung kommen. Fahrt nahm die Partie erst in den letzten drei Minuten der ersten Halbzeit auf. In der 43. Minute nutzte Freiburg einen Fehlpass im Bielefelder Spielaufbau blitzschnell aus und schickte Nils Petersen frei auf Wolfgang Hesl zu, doch Arminias Nummer 1 behielt die Oberhand. Den zweiten Versuch setzte Maximilian Philipp in der Folge dann neben das Tor. Quasi im Gegenzug ging der DSC in Führung. Christopher Nöthe scheiterte zunächst am Pfosten, der Klärungsversuch eines Freiburgers landete direkt bei Fabian Klos, der den Ball annahm und dann per Volleyschuss zum 1:0 in das Freiburger Tor jagte. Kurz darauf war Pause.

In der Halbzeit wechselte Norbert Meier einmal aus. Für den bereits gelb-verwarnten David Ulm gab Björn Jopek sein Pflichtspieldebüt und nahm die Position im linken Mittelfeld ein. Die Akteure nahmen den Schwung aus der Endphase der ersten Halbzeit mit und gaben weiter Gas. Für Freiburg verfehlte Christian Günter aus halblinker Position das Tor, Arminia zeigte sich im Gegenzug erneut treffsicherer. Ein weiter Einwurf von Florian Dick landete wieder vor den Füßen von Arminias Nummer 23. Dick zog aus 20 Metern einfach ab, der Schuss wurde leicht abgefälscht und ging vorbei am verdutzten SC-Torwart Alexander Schwolow zum 2:0 in das Netz.

Freiburg antwortete mit viel Ballbesitz und auch mehr Zug zum Tor- Maximilian Philipp aus der Distanz (51.) und Mensur Mujdza (58.) verfehlten das Bielefelder Tor aber mit ihren Schüssen jeweils knapp. In der 62. Minute war zudem Wolfgang Hesl mit einer starken Parade gegen den wenige Sekunden zuvor eingewechselten Lucas Hufnagel zur Stelle. Und auch Amir Abrashi setzte seinen Schuss aus 18 Metern in der 67. Minute neben das Arminia-Gehäuse. Eine Minute später war es dann aber passiert: Der SC Freiburg verkürzte auf 1:2. Nils Petersen nickte eine Flanke von der rechten Seite mit Hilfe des Innenpfostens in das Tor.

Arminia meldete sich nach dieser Drangphase erstmals in der 70. Minute wieder zu Wort. Tom Schütz schoss einen Freistoß aus aussichtsreicher Position über das Tor. Kurz darauf hatte der DSC zudem eine gute Konterchance, bei der der mitgelaufene Tom Schütz eine Flanke von Christopher Nöthe nur knapp verpasste. In der 75. Minute wechselte Meier zum zweiten Mal und brachte Amin Affane für Björn Jopek, der kurz zuvor eine gelbe Karte gesehen hatte.

Pech hatte Arminia dann in der 80. Minute als Sebastian Schuppan einen Freistoß aus 18 Metern halbrechter Position an den Außenpfosten setzte. Drei Minuten später parierte Schwolow zudem einen Schuss von Christoph Hemlein nach einem Konter. Es dauerte bis zur 90. Minute ehe die Freiburger wieder nach vorne kamen, aber da leider richtig. Über die linke Seite setzte sich der SC durch und bediente Lucas Hufnagel, der aus fünf Metern zum 2:2 einschoss.

In der Nachspielzeit dann wieder eine Chance für den DSC. Nach einem Freistoß von Florian Dick traf Fabian Klos aber nur das Außennetz. Der SC machte nochmal Druck, aber letztendlich blieb es beim für Arminia hochverdienten 2:2. Mit etwas mehr Glück wäre sogar der Sieg beim haushohen Favoriten drin gewesen.

Stimmen zum Spiel

Wir haben brutal investiert und hätten heute drei Punkte verdient gehabt. Es ist verdammt ärgerlich, wenn man in der letzten Minute noch den Ausgleich bekommt. Freiburg hat permanent Druck gemacht und wir haben es am Ende nicht geschafft, sie vom Tor wegzuhalten und wurden dafür bestraft. Es ist trotzdem ein gutes Ergebnis, darauf können wir aufbauen.

Florian Dick

Wenn man kurz vor Schluss noch den Ausgleich bekommt, ist man natürlich enttäuscht. Wir haben gut gegen den Ball gearbeitet, aber Freiburg ist eben auch eine extrem gute Mannschaft. Insgesamt ist das ein gerechtes Ergebnis, auf der Leistung können wir aufbauen und wollen jetzt gegen Bochum das erste Heimtor schießen.

Fabian Klos

Wir haben alles investiert und haben es gut gemacht, vor allem in der ersten Halbzeit. Du kannst natürlich nicht alle Torchancen des Gegners verhindern. Um das erste Gegentor haben wir etwas gebettelt, danach haben wir uns wieder gefangen. Dann bekommst du am Ende das 2:2, das ist ärgerlich. Wenn wir das so gegen Bochum machen, können wir etwas holen.

Sebastian Schuppan

Wir haben ein spannendes Fußballspiel gesehen, für das wir unseren Beitrag geleistet haben. Wir haben viel umgesetzt von dem, was wir uns vorgenommen hatten. Nach einem 2:0 hat man in Freiburg eben noch nicht gewonnen, die haben eine super Mannschaft und kommen immer zu Chancen. Mit dem Gegentor so spät ist man natürlich nicht zufrieden, aber ich bin froh, dass wir auf der langen Busfahrt einen Punkt im Gepäck haben.

Norbert Meier

Bielefeld ist viel gelaufen, wir haben das nicht schlecht gemacht, aber die zweite Liga ist eben kein Wunschkonzert. Der Spielverlauf war für uns sehr ungünstig, wir haben in der zweiten Halbzeit offensiver gespielt und ich bin glücklich, wie die Mannschaft auf den 0:2-Rückstand reagiert hat. So konnten wir viel Druck aufbauen und haben verdient noch das 2:2 gemacht.

Christian Streich

SC Freiburg:
Schwolow – Mujdza, Höhn (77. Schuster), Kempf, Günter – Frantz, Abrashi (88. Kath), Höfler, Philipp – Guede (61. Hufnagel), Petersen.

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Dick, Behrendt, Börner, Schuppan – Hemlein (85. Burmeister), Junglas, Schütz, Ulm (46. Jopek/75. Affane) – Nöthe, Klos.

Tore:
0:1 (44.) Klos, 0:2 (49.) Dick, 1:2 (68.) Petersen, 2:2 (90.) Hufnagel.

Gelbe Karten:
Mujdza, Höfler, Hufnagel/Ulm, Jopek

Zuschauer:
22.500