DSC Arminia Bielefeld -

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So., 16.02.2014 13:30 Uhr

SC Paderborn 07(1)
DSC Arminia Bielefeld (0)

GegnerinfosPK-BerichtSpielberichtStimmenDatenBerichterstattung

Beste Rückrundenmannschaft

Beim SC Paderborn herrscht zurzeit große Zufriedenheit über das bisher Erreichte. Als einziges Zweitligateam ist man in allen drei Rückrundenspielen und seit insgesamt fünf Pflichtspielen ungeschlagen. Die Aufstiegsränge sind in Schlagdistanz, nur zwei Punkte trennen den SCP von Relegationsplatz 3, drei vom zweiten Tabellenplatz.

Am letzten Spieltag sorgten die Ostwestfalen für ein deutliches Ausrufezeichen und bezwangen den Spitzenreiter aus Köln in deren eigenem Stadion mit 1:0 durch ein Freistoßtor von Alban Meha. Es war der vierte Sieg in Folge. Der Auftritt am vergangenen Wochenende bestätigte den Paderbornern ihren Ruf als Favoritenschreck, besiegten sie doch zuvor schon namhafte Gegner wie den 1.FC Kaiserslautern (1:0), den FC St. Pauli (2:1) und Fortuna Düsseldorf (6:1). Ebenfalls kurios: Paderborn gewann all seine Rückrundenspiele mit 1:0 und ist seit drei Spielen folgerichtig ohne Gegentor. Ein Beweis für die taktische Disziplin, mit der der SCP unter Trainer André Breitenreiter viel Lob erntet.

In der Winterpause verpflichtete Arminias Lokalrivale den Babelsberger Süleyman Koc und kompensierte den Abgang von Ex-Armine Diego Demme zu RB Leipzig mit der Ausleihe von Marvin Bakalorz (Eintracht Frankfurt), der in Köln bereits der Paderborner Startformation im defensiven Mittelfeld angehörte. Chefcoach André Breitenreiter verlängerte jüngst seinen Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2016. Der 40-Jährige kam im Sommer vom Regionalligisten TSV Havelse nach Ostwestfalen.

Das Hinspiel vor 24.108 Zuschauern in der SchücoArena endete nach einem spannenden Spielverlauf 3:3 (0:1). Patrick Schönfeld rettete dem DSC in der Nachspielzeit einen Punktgewinn im OWL-Derby, nachdem der SCP zuvor zweimal in Führung lag. Auch am kommenden Sonntag dürfte die Neuauflage für abermals viel Brisanz sorgen, deutlich mehr als 3.000 Arminen werden ihre Mannschaft in der Nachbarstadt lautstark unterstützen.

„Die Spieler freuen sich aufs Derby“

Auf der heutigen Pressekonferenz vor dem Derby in Paderborn informierte DSC-Trainer Stefan Krämer über alle wichtigen Themen.

Neben den Langzeitverletzten Dennis Riemer, Philipp Heithölter, Oliver Petersch und Jan Fießer werden auch Christian Müller (Zahnprobleme) und Tim Jerat (Virusinfektion) das mit Spannung erwartete Nachbarschaftsduell verpassen. Bis Montag sind beide Akteure noch krankgeschrieben. Arne Feick kehrt nach seiner Gelbsperre wieder in den Kader zurück, sodass Arminias Cheftrainer bei der Nominierung für die Linksverteidigerposition die Qual der Wahl haben dürfte. In welcher Formation der DSC in Paderborn auflaufen werde, wusste Krämer noch nicht zu beantworten: „Wir haben unter der Woche zwei Spielsysteme trainiert und werden die Entscheidung nach der Grundformation wie immer vom Gegner abhängig machen.“

Auch wenn der SC Paderborn aktuell acht Plätze vor dem DSC in der Tabelle steht, sieht Krämer seine Mannschaft nicht chancenlos: „Vom Tabellenstand her ist Paderborn der Favorit, in solch einem Derby stehen die Chancen aber bei 50:50. Wir sind jedoch in einer sehr guten Verfassung und wollen mit den zahlreichen Bielefelder Fans im Rücken versuchen, die drei Punkte aus Paderborn zu entführen. Dafür werden wir alles geben, die Spieler freuen sich auf das Derby.“ Krämer weiter: „Wir wollen die gute Stimmung in Bielefeld und Umgebung aufrecht erhalten und mit einer leidenschaftlichen Mannschaftsleistung die Leute davon überzeugen, auch gegen weniger attraktive Namen zahlreich in unser Stadion zu kommen.“

Das Gästekontingent von 3.150 Karten war in nur eineinhalb Tagen vergriffen, der DSC rechnet mit über 4.000 Arminen-Fans, die den DSC im Prestigeduell mit dem SC Paderborn in der Benteler-Arena unterstützen werden. Hier gibt es alle wichtigen Informationen für DSC-Fans.

Die „Anlauf“-Folge zum Spiel gibt es wie immer auf ArminiaClubTV zu sehen!

Deutliche Niederlage in Paderborn

Arminia verliert beim SC Paderborn klar mit 0:4 (0:1) und kassiert zudem vier Sperren für das nächste Spiel.

Eine Woche nach dem 2:2-Unentschieden gegen den FC St. Pauli veränderte DSC-Trainer Stefan Krämer seine Startelf auf einer Position. Arne Feick kehrte nach seiner Gelbsperre zurück auf die Linksverteidiger-Position, Stephan Salger rutschte dafür auf die Bank.

In den ersten 25 Minuten wirkten beide Mannschaften sehr verkrampft, leisteten sich viele Fehlpässe und produzierten jede Menge Freistöße. Die erste Torannäherung verzeichnete Arminia in der 9. Minute, als Marcel Appiah eine Ecke von Marc Lorenz genau in die Arme von Paderborns Torwart Lukas Kruse köpfte. Auf der Gegenseite blockte Thomas Hübener einen Distanzschuss von Alban Meha, der zudem einen Freistoß deutlich über das DSC-Tor setzte.

Erst nach Minuten kam etwas spielerische Klasse in die Partie. Nach einer flachen Hereingabe von Ben Sahar kam Patrick Schönfeld sechs Meter vor dem Tor an den Ball, traf das Spielgerät jedoch nicht richtig und vergab so eine gute Chance. In der 32. Minute zog Marvin Bakalorz aus 24 Metern für Paderborn ab, doch DSC-Torhüter Patrick Platins tauchte ab und war zur Stelle.

Eine Minute später war Platins jedoch machtlos. Die Gastgeber fuhren einen überfallartigen Konter, Bakalorz flankte in den Strafraum und Jens Wemmer zog volley aus zwölf Metern zum 1:0 ab. Im direkten Gegenzug wurde Patrick Schönfeld am Strafraum zu Fall gebracht. Anschließend schoss Paderborns Christian Strohdiek mit voller Absicht den Ball auf den am Boden liegen Schönfeld, der sich seinerseits tätlich revanchierte. Schiedsrichter Felix Zwayer schickte Schönfeld per roter Karte zum Duschen, Strohdiek bekam völlig überraschend nur die gelbe Karte. Den Freistoß aus 22 Metern setzte Tom Schütz in die Mauer. Der zweite Ball landete jedoch bei Philipp Riese, der am zweiten Pfosten Ben Sahar in Szene setzte, der jedoch an Lukas Kruse scheiterte. In den letzten zehn Minuten vor der Pause gab es keine Torchancen mehr zu verzeichnen.

Nach der Halbzeitpause ging es gleich schwungvoll weiter vor 15.000 Zuschauern. Ein Pass von Philipp Riese landete im Strafraum bei Ben Sahar, der aus spitzem Winkel jedoch zu hoch zielte. Besser machten es die Gastgeber in der 50. Minute. Einen langen Ball nahm Alban Meha am Strafraum an, ließ gleich drei Arminen alt aussehen und schoss den Ball überlegt zum 2:0 in das Tor von Patrick Platins.

In Überzahl und mit einer 2:0-Führung im Rücken agierte der SCP nun selbstbewusst und dominant und legte in der 57. Minute das 3:0 nach. Einen Freistoß aus 19 Metern verwandelte Mario Vrancic direkt und durch die Bielefelder Abwehrmauer. Nur zwei Minuten später schoss Florian Hartherz aus 20 Metern per Flachschuss knapp daneben.

Arminia kam in der zweiten Halbzeit in der 62. Minute das erste Mal vor das Paderborner Tor. Ein Kopfball von Fabian Klos nach Flanke von Marc Lorenz war aber eine sichere Beute des mittlerweile im Paderborner Tor stehenden Daniel Lück. In der Folgezeit kontrollierte der SCP das Spiel, schaltete jedoch zurück und so passierte lange Zeit nichts mehr vor den Toren. Jens Wemmer hatte in der 77. Minute die nächste Chance, sein Schuss landete jedoch am Außenpfosten. In der 82. Minute verfehlte zudem Uwe Hünemeier mit einem Kopfball nur knapp das DSC-Tor.

Auch das letzte Highlight gehörte in einer einseitigen zweiten Halbzeit den Gastgebern. Innenverteidiger Christian Strohdiek fasste sich in der 86. Minute aus 35 Metern ein Herz und knallte den Ball unhaltbar zum 4:0-Endstand in den Torwinkel. Zu allem fehlen in der kommenden Woche gegen Ingolstadt neben dem Patrick Schönfeld auch noch Philipp Riese, Fabian Klos und Marc Lorenz, die allesamt ihre fünfte gelbe Karte kassierten.

Die Stimmen zum Spiel:

Stimmen zum Spiel

Glückwunsch an den SC Paderborn, das war ein verdienter Sieg. Das Spiel ist aus unserer Sicht schnell erzählt: Wir sind nicht gut reingekommen und waren immer einen Tick zu langsam. Wir haben dadurch Fouls produziert, die wir vermeiden wollten. Als wir dann drin waren im Spiel, fällt das 0:1 nach einer Situation über Außen. Und dann dezimieren wir uns selber, das war einer der Hauptgründe für die Niederlage. In der Pause haben wir uns neu sortiert und hatten schon die Phantasie, hier noch etwas zu holen, das hat Frankfurt ja gestern gezeigt. Nach dem 0:2 war das Spiel weg für uns und das ist für uns sehr bitter, das ist für die Fans bitter und vor allem fehlen jetzt vier wichtige Spieler. Wir haben jetzt ein schweres Spiel gegen einen direkten Konkurrenten, das wollen wir mit aller Macht gewinnen.

Stefan Krämer

Danke an Stefan Krämer für die Glückwünsche. Ich wünsche Arminia nur das Beste außer in den Spielen gegen uns und drücke die Daumen für den Klassenerhalt. Es war ein intensives Spiel, vor allem zu Beginn. Arminia hat probiert uns den Schneid abzukaufen, aber wir waren den Tick schneller und haben die Zweikämpfe gewonnen. Als die Emotionen reinkamen, haben wir kühlen Kopf bewahrt und haben uns auf unser Spiel konzentriert. Die rote Karte hat uns in die Karten gespielt und wir haben die Überzahl gut ausgespielt und waren geduldig genug, um die Tore zu erzielen. Da gebührt meinen Jungs ein großes Lob.

Andre Breitenreiter

SC Paderborn 07:
Kruse (45.+1 Lück) – Heinloth, Hünemeier, Strohdiek, Hartherz – Ziegler – Wemmer, Bakalorz, Vrancic, Meha (64. Bertels) – Kachunga (77. ten Voorde).

DSC Arminia Bielefeld:
Platins – Appiah, Hübener, Hornig, Salger – Schütz, Riese (74. Savic) – Sahar (64. Rahn), Schönfeld, Lorenz – Klos (70. Przybylko).

Tore:
1:0 (33.) Wemmer, 2:0 (50.) Meha, 3:0 (57.) Vrancic, 4:0 (86.) Strohdiek.

Gelbe Karten:
Strohdiek/Sahar, Hübener, Riese, Klos, Lorenz

Rote Karte:
Schönfeld (34.)

Zuschauer:
15.000