DSC Arminia Bielefeld -

Sie befinden sich hier: http://www.arminia-bielefeld.de/schedule/sc-preussen-muenster-arminia-bielefeld-3/

So., 19.10.2014 14:00 Uhr

SC Preußen Münster(0)
DSC Arminia Bielefeld (1)

GegnerinfosPK-BerichtSpielberichtStimmenDatenBerichterstattung

Preußen peilen zweiten Derbysieg der Saison an

Seit drei Jahren spielt Preußen Münster in der 3. Liga oben in der Tabelle mit. In der Saison 2010/11 vorzeitig am 31. Spieltag in die dritte Liga aufgestiegen, konnten sie sich sehr schnell in der neuen Spielklasse etablieren.

Auch in dieser Saison befindet sich Münster wieder nah an den Aufstiegsplätzen. Zurzeit sind sie Tabellenachter, mit nur drei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz für die zweite Bundesliga, den der DSC derzeit belegt. Die bisherigen 21 Punkte aus 13 Spielen sicherte vor allem Marcel Reichwein dem SCP. Mit sieben geschossenen Toren steht der Stürmer der Mannschaft von Ralf Loose mit mehreren Spielern auf Platz 3 der Top-Torschützen in der dritten Bundesliga. Auch das knapp hinter Arminias Knipser Fabian Klos (acht Tore in 13 Spielen). Der Torwart der Preußen ist kein Unbekannter in Ostwestfalen. Der auch schon beim SC Paderborn 07 aktive Daniel Masuch versucht im Preußenstadion den Kasten sauber zu halten. Sollte sich die Mannschaft weiter festigen, könnten sie sich durchaus am Ende der Saison auf den oberen Rängen befinden. Denn abgesehen vom Spiel gegen Arminia hat Münster schon gegen fast alle Teams aus der oberen Tabellenhälfte gespielt. Das Derby in Osnabrück gewannen die Preußen mit 1:0.

„Neues Spiel – neues Glück“

Vor dem Auswärtsspiel beim SC Preußen Münster (Sonntag, 14:00 Uhr) äußerte sich DSC-Cheftrainer Norbert Meier auf der heutigen Pressekonferenz zu allen wichtigen Themen rund um das Spiel und die Mannschaft.

Für das Auswärtsspiel wird weiterhin der Langzeitverletzte Manuel Hornig fehlen. Aufgrund seiner Rotsperre wird auch Verteidiger Julian Börner nicht auf dem Platz stehen. Personell sei die Länderspielpause der Mannschaft entgegen gekommen. Angeschlagene Spieler wie beispielsweise Felix Burmeister oder Christian Müller konnten sich auskurieren, und auch die von der Grippe geplagten Alexander Schwolow und Bashkim Rennecke sind wieder voll ins Training eingestiegen. Bedenken über einen Einsatz gibt es noch bei Peer Kluge, dieser sei immer noch nicht völlig beschwerdefrei, so Meier.

Dennoch betonte Meier: „Es geht hier nicht um einzelne Spieler, sondern es geht um das Gesamtgefüge. Wir versuchen alle, eine gute Leistung in Münster abzurufen.“ Mit Preußen Münster steht für Arminia am Sonntag ein Derby an, das für viele Fans beider Seiten ein elektrisierendes Highlight dieser Drittliga-Saison darstellen wird. Auch Trainer Norbert Meier weiß von der Brisanz dieses Spiels: „Das wird ein besonderes Spiel, auch aufgrund der sportlichen Rivalität. Wir müssen diesem natürlich Rechnung tragen, aber vor allem müssen wir die Emotionen unter Kontrolle halten und kühl und clever spielen.“ Die dritte Liga sei sehr eng gestrickt, vor allem die Plätze an der Tabellenspitze. „Bei aller Angespanntheit vor dem Derby, wir müssen unser Spiel spielen und dürfen uns nicht beeinflussen lassen. Ab dem Anpfiff müssen wir da sein und zu 100 Prozent Engagement zeigen.“

Vor allem von den Spielen aus der Vergangenheit, welche für Arminia meist nicht glücklich ausgingen, solle sich die Mannschaft nichts annehmen: „Ich sage mal so: Neues Spiel – neues Glück. Wir fangen schließlich wieder bei Null zu Null an. Beide Mannschaften werden sich natürlich ins Zeug legen und wir würden den Fans eine riesige Freude machen, wenn wir das Derby für uns entscheiden würden.“ Auch die Zielsetzung für das Westfalenderby stehe fest. „Preußen Münster hat einen guten Kader, sie sind sehr stabil. Münster will natürlich aufholen, aber wir wollen uns auch weiter absetzen“, so der Trainer.

 

Die Preußen drehen das Derby

Arminia führt zur Halbzeit in Münster mit 1:0, verliert das Derby aber dennoch mit 1:3.

DSC-Cheftrainer Norbert Meier änderte sein Team nach dem 4:1-Heimsieg gegen Dynamo Dresden auf einer Position. Für Felix Burmeister (krank) spielte Jerome Propheter in der Innenverteidigung. Eigentlich hätte auch Christian Müller nach Verletzung wieder in der Startelf gestanden, doch Arminias Nummer 37 verletzte sich beim Aufwärmen, sodass Daniel Brinkmann zum zweiten Mal in Folge von Beginn an spielte.

Im Preußenstadion entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem der DSC etwas mehr Ballbesitz hatte. So hatten die ganz in weiß spielenden Bielefelder dann auch die erste Chance des Spiels. Eine Linksflanke von Florian Dick landete am langen Pfosten bei Kapitän Fabian Klos, doch dessen Kopfball ging ganz knapp rechts neben das Münsteraner Tor. Beide Teams gingen durchaus hart zur Sache, so sahen Arminias Daniel Brinkmann und Münsters Fabian Hergesell jeweils früh eine gelbe Karte. Die Gastgeber hatten ihre erste Möglichkeit nach einer Viertelstunde, ein Kopfball von Marcel Reichwein nach Piossek-Flanke ging jedoch klar daneben.

Beide Mannschaften agierten taktisch gut und machten die Räume im Mittelfeld eng. In der 25. Minute kam der DSC nach einem Querschläger von Münsters Kapitän Dominik Schmidt gefährlich vor das gegnerische Tor, der Lupfer von Christoph Hemlein ging jedoch drüber. Die bis dato größte Chance des Spiels hatten die Preußen in der 29. Minute. Marcus Piossek zog aus 20 Metern wuchtig ab. Den Flatterball lenkte DSC-Torwart Alexander Schwolow mit einer Hand noch so eben zum Eckball.

Die Führung für Arminia fiel dann in der 40. Minute. Ein Freistoß von Florian Dick landete über mehrere Zwischenstationen plötzlich vor den Füßen von Sebastian Schuppan, der aus fünf Metern zum 1:0 für den DSC vollstreckte. Im Gegenzug blockte Jerome Propheter einen Flachschuss des starken Marcus Piossek in letzter Sekunde zur Ecke. Diese brachte nichts ein und so ging es mit einer Führung für Arminia in die Kabine.

In der zweiten Halbzeit hatten die Preußen von Beginn an deutlich mehr Spielanteile. Arminia stand jedoch defensiv sicher. Erst in der 61. Minute hatten die Gastgeber die erste Chance der zweiten Hälfte. Einen Freistoß aus halbrechter Position setzte Mehmet Kara aus 19 Metern an das Außennetz. Zwei Minuten später gab es dann allerdings einen Elfmeter für die Münsteraner nach einem Handspiel von Jerome Propheter im Strafraum. Amaury Bischoff schritt zur Tat und verwandelte souverän zum 1:1.

Danach beruhigte sich das Spiel etwas und auch der DSC kam wieder zu längeren Ballbesitzzeiten und Chancen. In der 72. Minute versuchte es Christoph Hemlein aus 12 Metern per Kopfball, der kein Problem für Daniel Masuch im Münsteraner Tor darstellte. In der 74. Minute legte David Ulm nach einem Solo stark quer für Fabian Klos, der aus 16 Metern jedoch verzog und über das Tor schoss.

Treffsicherer zeigten sich die Gastgeber auf der Gegenseite in der 80. Minute. Arminia bekam am Strafraum den Ball nicht geklärt. Auf der rechten Seite stand Marcus Piossek bei seinem Flankenversuch völlig frei, der Ball rutschte durch zu Rogier Krohne, der locker zum 2:1 einschob. Und nur drei Minuten später war die Partie endgültig entschieden. Mehmet Kara startete einen Sololauf, legte quer auf Marcus Piossek, der den Ball per Grätsche zum 3:1 in das Tor beförderte.

Unmittelbar danach wurde die Partie für einige Minuten unterbrochen, weil Feuerwerkskörper aus dem Gästeblock Richtung Spielfeld abgeschossen wurden. Nachdem der Rückkehr der Mannschaften auf das Spielfeld brachten die Gastgeber den Derbysieg über die Zeit.

Die Stimmen zum Spiel:

Stimmen zum Spiel

Glückwunsch an Münster zum Sieg, der ab dem Elfmeter, der für mich der Knackpunkt war, verdient war. Vorher gab es wenig Chancen im Spiel, wir haben dann eine genutzt. Der Elfmeter darf uns so einfach nicht passieren, aber insgesamt waren wir in der zweiten Halbzeit auch nicht gut genug. Da haben wir den Preußen das Feld überlassen und sind nicht auf das zweite Tor gegangen, das war ein Fehler. Wir haben Kara zudem nicht gut kontrolliert und zu spät angelaufen.

Norbert Meier

Wir haben ein tolles Spiel vor einer tollen Kulisse gesehen. Ich fand uns von Beginn an besser. Wir haben tief gestanden, die Angriffe gut abgefangen und dann schnell nach vorne gespielt. Beim 1:0 für Bielefeld fehlte uns die Lufthoheit. Ich habe in der Halbzeit gesagt, wenn wir genau so weiter machen, nehmen wir auf jeden Fall etwas mit. Mit dem Elfmeter zum 1:1 sind wir dann wie beflügelt aufgetreten, die Beine wurden leichter und es war Spielfreude zu sehen. Wir haben dann noch zwei sehr schöne Tore erzielt und verdient gewonnen.

Ralf Loose

SC Preußen Münster:
Masuch – Schöneberg, Schmidt, Heitmeier, Hergesell – Zenga, Bischoff – Siegert (81. Hoffmann), Piossek, Kara – Reichwein (73. Krohne).

DSC Arminia Bielefeld:
Schwolow – Dick, Propheter, Salger, Schuppan – Schütz, Brinkmann (52. Strifler) – Hemlein, Ulm, Mast – Klos.

Tore:
0:1 (40.) Schuppan, 1:1 (63., Handelfmeter) Bischoff, 2:1 (80.) Krohne, 3:1 (83.) Piossek.

Gelbe Karten:
Hergesell, Reichwein/Brinkmann, Mast

Zuschauer:
14.300