DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 25.07.2015 15:30 Uhr

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In zehn Testspielen ungeschlagen

Der FC St.Pauli ist der Hamburger Kult-Verein seit je her. Unter der Leitung von Trainer Ewald Lienen gelang erst am letzten Spieltag der vergangenen Spielzeit der endgültige Klassenerhalt. Am Ende stand man mit 37 Punkten auf dem 15. Tabellenplatz. Eine Saison, die sich jeder im Verein wahrlich anders vorgestellt hatte.

Für Ewald Lienen, der erst im Dezember 2014 das Traineramt übernahm, ist die neue Spielzeit die erste komplette Saison als St.Pauli-Trainer. Die Erwartungen der Fans für die neue Saison sind klar: Zu so einem derart knappen Klassenerhalt soll es nicht noch einmal kommen. Doch Lienen hält sich verbal zurück. Unmittelbar nach der Generalprobe gegen den spanischen Erstligisten Rayo Vallecano (4:2-Sieg) eine Woche vor Saisonbeginn sagte er: „In Top-Form werden wir erst sein, wenn wir zwei, drei Spiele gespielt haben. Die hundertprozentige Verfassung wird sich erst dann zeigen. Super wichtig ist, dass jetzt alle Gas geben. Wir haben ja einen schmalen Kader. Da sind alle gefordert.“

Zu diesem Kader gehören auch die beiden bisher einzigen Neuverpflichtungen Ryo Miyaichi und Lasse Sobiech. Der 22-jährige Japaner Miyaichi kam ablösefrei vom FC Arsenal in die Hansestadt und gilt als Hoffnungsträger. Zuvor war er bereits an Twente Enschede ausgeliehen. Auch Lasse Sobiech, der bereits letzte Saison leihweise für den FC St.Pauli spielte, konnte gehalten werden. Aber auch auf der Liste der Abgänge sind einige Spieler zu verzeichnen. Mit Michael Görlitz und Christopher Nöthe schlossen sich gleich zwei Spieler dem DSC an. Dazu verließ auch Phillip Tschauner St.Pauli in Richtung Hannover. Auch Tom Trybull (Greuther Fürth) und Dennis Daube (Union Berlin) suchten sich neue Herausforderungen. Unter Trainer Lienen muss sich jeder Spieler von neuem Beweisen.

Wie bereits in der vergangenen Saison soll Sören Gonther als Kapitän die Mannschaft des FC St.Pauli auf das Feld führen und die Geschicke auf dem Platz leiten. Vorne in der Spitze sollen John Verhoek, Lennart Thy und Ante Budimir für Tore sorgen. Bei Budimir könnte sich in den kommenden Tagen allerdings noch eine Ausleihe in die 3. Liga ergeben. In der Vorbereitung konnte das Team von Trainer Ewald Lienen bereits glänzen. Sie blieben in insgesamt zehn Testspielen ungeschlagen.

Mit viel Vorfreude nach St. Pauli

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die anwesenden Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft vor dem Saisonauftakt beim FC St.Pauli. Auch Michael Görlitz beantwortete die Fragen der Presse.

Im ersten Spiel der neuen Zweitligasaison gegen den FC St.Pauli fehlen Norbert Meier die Langzeitverletzten Peer Kluge, Jonas Strifler, Daniel Brinkmann und Koen van der Biezen. Ebenfalls noch offen ist der Einsatz von Florian Dick. Dessen Frau erwartet das zweite Kind. Dick soll mit nach Hamburg reisen, steht aber auf Abruf bereit.

„Wir starten mit viel Freude in die neue Saison!“ Mit diesen Worten eröffnete Norbert Meier die heutige Pressekonferenz. „Wir haben eine gute Vorbereitung gespielt. Jeder im Team ist heiß auf den Auftakt und wir wollen unsere Anstrengungen aus der Vorbereitung belohnen“, sagte Meier mit Blick auf den anstehenden ersten Spieltag der zweiten Liga. „Samstag geht es endlich los. Die Testspiele geben ein gutes Gefühl. St.Pauli ist ein absoluter Kult-Verein.“, sagte Meier voller Vorfreude. Er weiß aber auch: „Wir dürfen uns nicht von den 30.000 Zuschauern verunsichern lassen. Natürlich ist das etwas anderes als in der 3.Liga.“ Man wolle gut in die Saison starten, wie jede andere Mannschaft auch.

Auf die Frage, welcher Torhüter sich durchgesetzt habe, antwortete Meier: „Die beiden Torhüter liegen eng beieinander. Ich habe bereits meine Entscheidung getroffen, werde aber erst mit den Spielern sprechen.“ Auch über Neuzugang Michael Görlitz fand er positive Worte: „Er hat eine gute Vorbereitung gespielt und kontinuierlich gearbeitet. Er arbeitet gut nach hinten mit und ist auf beiden Seiten flexibel einsetzbar.“ Auch für Michael Görlitz spielt es keine Rolle, auf welcher Seite er eingesetzt wird. „Mir ist es egal auf welcher Seite ich spiele, die Hauptsache für mich ist, dass ich spiele.“

„Ich brauchte einfach eine Veränderung. Die Mannschaft hat mich super aufgenommen. Ich freue mich auf die Zeit bei Arminia“, entgegnete Görlitz auf die Frage nach den Gründen seines Wechsels und über die ersten Tage in Bielefeld. Dass die ersten beiden Spiele gleich gegen seine beiden Ex-Klubs stattfinden, ist für ihn kein Problem: „Wie es der Zufall halt so will. Dann habe ich es gleich hinter mir.“ Görlitz über St.Pauli: „Sie werden von der ersten Minute an Gas geben. Wir müssen sie früh stören, dann haben wir eine Chance.“

In der zweiten Liga treffe man „auf eine ganze Menge Traditionsvereine, dadurch sei die Liga sehr ausgeglichen“, beurteilte derweil Meier die Lage der Liga. „Ich fühle mich gut. Ich vertraue der Mannschaft. Das weiß sie auch. Sie muss sich jetzt beweisen“, schloss der Coach ab.

Auf „ArminiaClubTV“ nehmen wir gemeinsam mit Manuel Junglas „Anlauf“ auf den FC St. Pauli:

Berichterstattung St. Pauli – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den FC St. Pauli.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Samstag um 15:30 Uhr das Spiel beim FC St. Pauli live im Millerntor-Stadion zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer App findet ihr ab sofort einen ausführlichen Liveticker zu jedem Ligaspiel.
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Millerntor-Stadion.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • ARD, „Sportschau“, 19:00 Uhr bis 19:50 Uhr

Punktgewinn zum Auftakt

Arminia erreicht im ersten Spiel der neuen Zweitliga-Saison ein 0:0-Unentschieden beim FC St. Pauli.

Gegenüber der Generalprobe gegen den Hamburger SV änderte DSC-Cheftrainer Norbert Meier sein Team auf einer Position. Brian Behrendt ersetzte Christoph Hemlein; Behrendt agierte auf der Sechser-Position, dafür rückte Manuel Junglas in das rechte Mittelfeld. Behrendt war in der 6. Minute dann auch gleich der Vorbereiter der ersten Arminia-Chance. Seinen Seitenwechsel nahm Christian Müller im Strafraum auf, verzog allerdings anschließend aus spitzem Winkel.

In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, jedoch erspielten sich die Gastgeber mehr und bessere Chancen. In der 15. Minute zog Kapitän Sören Gonther aus 20 Metern ab, verfehlte das Tor aber klar. Fünf Minuten fing DSC-Torwart Wolfgang Hesl einen Kopfball von Bernd Nehrig nach einer Ecke ohne Probleme. In der 26. Minute startete Sebastian Maier auf dem rechten Flügel ein Solo und bediente Lennart Thy, dessen Schuss in letzter Sekunde von Arminias Abwehr geblockt wurde.

Arminia meldete sich in der 34. Minute wieder zu Wort: Christian Müller bediente von links Fabian Klos, auch sein Versuch wurde im letzten Moment von der Abwehr geblockt. Ebenso knapp war es auf der anderen Seite in der 40. Minute als Sebastian Maier aus halbrechter Position abzog und den Torwinkel nur minimal verpasste. Zwei Minuten später setzte Marcel Halstenberg einen Freistoß aus guter Position deutlich über das Tor. Die letzte Chance im ersten Durchgang hatte dann wieder der DSC. Christian Müller bediente von links Fabian Klos im Strafraum, doch dessen Volleyschuss ging über das Tor. Anschließend pfiff Schiedsrichter Wolfgang Stark zur Pause.

In selbiger wechselte Norbert Meier Christoph Hemlein für Brian Behrendt ein, damit stand fortan wieder die HSV-Startelf auf dem Rasen. In der Offensive agierte Arminia nun deutlich zielstrebiger, die erste Chance in den zweiten 45 Minuten hatten aber die Gastgeber in der 55. Minute. Eine Flanke von Enis Alushi köpfte Lasse Sobiech knapp über das Tor von Hesl. Arminias Nummer 1 musste dann in der 63. Minute erstmals sein Können abrufen: Maier zog aus 20 Metern per Aufsetzer ab, doch Hesl lenkte den Ball zur Ecke.

In der 70. Minute glänzte Hesl erneut als er einen Freistoß von Sebastian Maier stark auf der Torlinie parierte. St. Pauli hatte in dieser Phase mehr vom Spiel und kam in der 78. Minute zur nächsten Gelegenheit. Alushi probierte es mit links vom Strafraum, zielte aber zu hoch. Stattdessen ging fünf Minuten später beinahe der DSC in Führung. Nach einem Konter chippte Christian Müller den Ball von links zu Fabian Klos, doch dessen Kopfball aus kurzer Distanz war zu kurz und kein Problem für Pauli-Keeper Robin Himmelmann. Vier Minuten vor Spielende musste Himmelmann erneut in höchster Not eingreifen. Florian Dick schoss einen Freistoß scharf vorher, Sebastian Schuppan verlängerte per Kopf und Himmelmann parierte stark.

Der DSC war nun richtig am Drücker und hatte in der Nachspielzeit die nächste Großchance. Dennis Mast scheiterte nach einem verlängerten Einwurf jedoch aus kürzester Distanz an Himmelmann. Anschließend war Schluss und Arminia durfte sich über einen verdienten Punktgewinn am Millerntor freuen!

Stimmen zum Spiel

Mit dem 0:0 sind wir insgesamt zufrieden, am Ende waren sogar Chancen für mehr da. Wir haben uns als Team gut präsentiert, sind schlecht gestartet, waren in der 2. Halbzeit aber besser im Spiel. Es ist schön, mit einem verdienten Punkt zu starten.

Florian Dick

In der 1. Halbzeit waren wir zu ängstlich und haben zuviel Respekt gezeigt, in der 2. Halbzeit war es dann besser. Es war wichtig zu Null zu spielen, mit dem Punkt können wir leben.

Julian Börner

Das zu Null ist die Basis für alles, das macht es um einiges leichter. Für die Null haben alle in der Mannschaft hart gearbeitet. In der 1. Halbzeit waren wir zu passiv, in der 2. Halbzeit waren wir besser. Die Schlussphase hat gezeigt, dass wir auch konditionell gut drauf sind.

Wolfgang Hesl

Das war eine ganz andere Atmosphäre als in der 3. Liga. Die Chance kurz vor Spielende mache ich normalerweise blind. Ich habe mich schon beim Team entschuldigt, dass ich da nicht getroffen habe. Insgesamt sind wir aber nicht unzufrieden mit dem Punkt.

Fabian Klos

Es war eine wunderschöne Atmosphäre, eine riesen Stimmung. Das war ein 0:0 der besseren Sorte. St. Pauli hatte in der 1. Halbzeit spielerische Vorteile, in der 2. Halbzeit haben wir uns den Punkt dann verdient und hatten am Ende gute Chancen, da ist St. Pauli nicht mehr hinten rausgekommen. Insgesamt ist ein Punkt auf St. Pauli nicht ganz so schlecht.

Norbert Meier

Wir wollten drei Punkte und hatten in der ersten Halbzeit zwei, drei Chancen, um in Führung zu gehen und damit die Abwehr zu knacken. Aber Arminia hat das gut gemacht und wir haben das Tor nicht erzwungen. In der zweiten Halbzeit hatten wir zu Beginn eine gute Chance durch Lasse Sobiech, am Ende sind wir dann hinten nicht mehr rausgekommen, da kam eine Standardsituation nach der anderen. Arminia hat nach Ballgewinnen gute Diagonalbälle gespielt und uns da das Leben schwer gemacht.

Ewald Lienen

FC St. Pauli:
Himmelmann – Nehrig (72. Kalla), Sobiech, Gonther, Halstenberg – Alushi, Rzatkowski – Sobota (65. Choi), Maier, Buballa (70. Verhoek) – Thy.

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Dick, Börner, Salger, Schuppan – Behrendt (46. Hemlein), Schütz – Junglas, Müller, Görlitz (73. Mast) – Klos.

Tore:
Fehlanzeige

Gelbe Karten:
Gonther, Kalla/Salger

Zuschauer:
29.546 (ausverkauft)