DSC Arminia Bielefeld -

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So., 11.08.2013 13:30 Uhr

FC St. Pauli(0)
DSC Arminia Bielefeld (0)

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Der nächste Gegner: St. Pauli

An dieser Stelle werfen wir einen genauen Blick auf unseren nächsten Gegner, den FC St. Pauli.

Die letzte Saison liegt vielen Anhängern des FC St. Pauli sicherlich noch schwer im Magen. Erst am 33. Spieltag gelang es dem Kiez-Club, mit einem Sieg gegen den bereits feststehenden Aufsteiger Eintracht Braunschweig, sich ausreichend von dem so gefürchteten Relegationsplatz 16 zu distanzieren und das Kapitel „Abstiegskampf“ abzuschließen. Dies soll sich in diesem Jahr auf keinen Fall wiederholen. Zwar musste man mit Daniel Ginczek, den mit 18 Toren gefährlichsten Pauli-Akteur der abgelaufenen Spielzeit, ziehen lassen (Ginczek war nur ausgeliehen von Borussia Dortmund), mit Christopher Nöthe verpflichtete man jedoch einen Stürmer mit ähnlichen Qualitäten. Dieser konnte seine Treffsicherheit bei seinem neuen Club bislang allerdings noch nicht unter Beweis stellen.

Begründen lässt sich dies vor allem mit der Tatsache, dass bei der Mannschaft von EX-DSC-Trainer Michael Frontzeck spielerisch noch nicht alles einwandfrei zusammenpasst, was nicht zuletzt die ersten Ergebnisse der noch jungen Saison 2013/2014 offenbaren. Nach dem hart umkämpften 1:0-Auftaktsieg zuhause gegen 1860 München, folgte nicht nur ein maues 0:0-Unentschieden bei Aufsteiger Karlsruhe, sondern auch die bittere 0:1-Pokal-Pleite beim SC Preußen Münster. Gegen den DSC will der FC St. Pauli nun zurück in die Erfolgsspur finden. Eine entscheidende Rolle könnte dabei ausgerechnet ein weiterer Ex-Armine spielen: Marc Rzatkowski trug von Juli 2011 bis Juni 2012 37 Mal das Trikot der Blauen und schoss insgesamt vier Tore. Danach fand er über Bochum den Weg in die Hansestadt, wo er sich im Mittelfeld sofort einen Stammplatz sicherte. Was letztendlich punktemäßig für das Team von Stefan Krämer herausspringt, werden wie immer die 90 Minuten auf dem Platz zeigen. Sicher ist jedoch eins: Mit dem leidenschaftlichen und aufopfernden Fußball, den die Arminen derzeit an den Tag legen, wird es auch der FC St. Pauli vor heimischem Publikum mehr als nur schwer haben.

“Eine überragende Trainingswoche”

Vor dem Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli sprach Trainer Stefan Krämer auf der heutigen Pressekonferenz über alle relevanten Themen.

Etwa 3.000 Fans werden das Team um Stefan Krämer am kommenden Sonntag zum Spiel gegen den FC St. Pauli am Millerntor begleiten. Damit ist das komplette Gästekontingent vergriffen und der DSC darf sich auf eine grandiose Unterstützung freuen. Personell sind bis auf Dennis Riemer und Patrick Platins alle Spieler gesund und einsatzbereit.

Stefan Krämer betonte, dass die Trainingswoche “überragend” lief und es noch nicht feststeht, wer mit nach Hamburg fahren darf: “Auf uns wird heute Nachmittag, heute Abend und heute Nacht noch viel Arbeit zukommen, bis wir die 18 Spieler festgelegt haben, die wir mit nach Hamburg nehmen”. Trainingsschwerpunkte unter der Woche waren vor allem das schnelle Umschaltspiel nach Ballgewinn, Gegenpressing sowie Standardsituationen.

“St. Pauli ist eine gestandene Zweitligamannschaft, die Zuhause eine absolute Wucht entwickelt hat. Es ist eine ausgewogene Truppe, die auf allen Positionen stark besetzt ist und deren Spieler teilweise viele Zweitligaspiele absolviert haben”, beurteilte der Arminen-Coach den Gegner. “Für uns wird es eine richtige Herausforderung sein, dort zu bestehen, aber wir nehmen sie gerne an.”

Die weitere Wochenendplanung für das Team steht auch schon fest: Nach dem Training am Samstagmorgen wird sich die Mannschaft Richtung Hansestadt aufmachen. Dort steht am Abend zunächst die Auslosung der zweiten Runde des DFB-Pokals auf dem Plan, ehe es am nächsten Tag um drei Punkte in der Meisterschaft geht.

Wer am Samstag für Arminia auflaufen wird hält Krämer sich offen: “Jedes Spiel fordert eine neue Idee, die Jungs sind alle gut drauf. “Never change a winning team” ist nicht mein Motto, völlig ausschließen will ich es allerdings nicht.”

Erster Saisonsieg auf St. Pauli

Arminia kämpft sich auf St. Pauli endgültig in die 2. Liga rein und gewinnt mit 1:0 (0:0).

Nach dem 2:1-Sieg im DFB-Pokal gegen Eintracht Braunschweig hatte DSC-Trainer Stefan Krämer keinen Grund seine Elf zu verändern und vertraute am Millerntor der gleichen Startelf. Die Gastgeber hingegen waren in der 1. Runde des Pokals ausgeschieden und gingen entsprechend motiviert in das Spiel. Folgerichtig gehörte den Gastgebern auch der erste Torschuss des Spiels. Florian Kringe setzte sich im Strafraum gleich gegen drei Arminen durch, doch Stefan Ortega Moreno im DSC-Tor war zur Stelle.

Die Spielanteile waren in der ersten Halbzeit zwar ausgeglichen, doch dieGastgeber hatten mehr Zug zum Tor in ihrem Spiel. In der 10. Minute zog Kapitän Fabian Boll aus 18 Metern ab, sein abgefälschter Schuss landete nur knapp neben dem Tor von Ortega Moreno. Arminias erster Versuch nach einer Viertelstunde war ein Kopfball von Manuel Hornig, der jedoch kein Problem für Pauli-Torwart Philipp Tschauner darstellte. Anschließend passierte in beiden Strafräumen nichts, beide Teams machten die Räume im Mittelfeld eng und ließen so keine gegnerischen Torchancen zu.

Erst in der 25. Minute wurde es wieder gefährlich im Hamburger Strafraum. Einen Steilpass von Fabian Klos konnte Tschauner jedoch gerade noch so vor Sebastian Hille abfangen. Arminia war nun besser in der Partie und agierte offensiv mutiger. Marc Lorenz probierte es mit einem Schuss aus 25 Metern, den Tschauner nur im Nachfassen parieren konnte. In der 35. Minute hatten die ganz in weiß gekleideten Arminen die bis dato größte Chance des Spiels. Nach einem Rückpass von Patrick Schönfeld von der rechten Seite zog Tim Jerat aus 15 Metern ab. Sein Schuss wurde abgefälscht und landete dadurch nur am Pfosten. Bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Robert Hartmann tat sich dann auf beiden Seiten nichts mehr.

In die zweite Halbzeit starteten die Gastgeber wiederum schwungvoller. Bereits nach wenigen Sekunden verfehlte Florian Kringe aus kurzer Distanz das Tor des DSC. Die Hausherren blieben am Drücker und hatten in der 53. Minute eine große Chance zur Führung. Nach einem Freistoß von Christopher Buchtmann kam Fabian Boll per Kopf an den Ball, doch Stefan Ortega Moreno parierte stark zur Ecke. Und nur eine Minute später war Ortega Moreno bei einem Kopfball von Marcel Halstenberg erneut gefordert, bestand aber auch diese Prüfung mit Bravour.

Arminia meldete sich in der zweiten Halbzeit erstmals in der 60. Minute zu Wort. Nach einem Stellungsfehler von Sören Gonther lief Fabian Klos alleine auf Tschauner zu, der jedoch per Fußabwehr zur Stelle war. Im direkten Gegenzug zog Buchtmann aus 18 Metern, doch auch er fand in Ortega Moreno seinen Meister. Beide Teams agierten in der zweiten Halbzeit mit deutlich mehr Tempo. So entstanden zwangsläufig Räume für Konter. Aus einem davon resultierte Arminias Führung in der 67. Minute. Patrick Schönfeld schickte auf der rechten Seite Fabian Klos steil, dieser drang in den Strafraum ein und wurde dort von Marcel Halstenberg per Foul gestoppt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Thomas Hübener souverän zum 1:0.

Arminia verlegte sich fortan auf Konter, St. Pauli versuchte mit dem Großteil der 28.585 Zuschauer im Rückstand zu drehen, doch Arminia stand defensiv sehr stabil. Rasant wurde es erst wieder in der 83. Minute. Einen Kopfball von Christopher Nöthe parierte Ortega Moreno souverän und leitete den direkten Gegenzug ein, an dessen Ende Christian Müller das Außennetz traf. Im wiederum direkten Gegenzug wurde Finn Bartels in letzter Sekunde zur Ecke geblockt. Bartels war es auch, der in der 87. Minute mit einem Volleyschuss nur die Latte des Bielefelder Tors traf.

Arminia hatte nun Glück nicht noch den Ausgleich zu kassieren. In der 89. Minute tauchte Gonther frei vor Ortega Moreno auf, doch erneut war Arminias Torwart auf dem Posten. Den Nachschuss setzte Christopher Nöthe über das leere Tor. Ortega Moreno avancierte in der Schlussphase zum besten Arminen, denn auch einen Schuss von Marc Rzatkowski in der 90. Minute entschärfte er stark. Danach pfiff Schiri Hartman ab und Arminia durfte sich über den ersten Saisonsieg freuen.

Stimmen zum Spiel

Die erste Halbzeit war sehr intensiv mit vielen Zweikämpfen. Fußballerisch war das nicht immer wertvoll. Dafür war viel Leidenschaft im Spiel. Durch Tim Jerat hatten wir sogar die beste Chance. In der 2. Halbzeit war es ein offenes Duell. Das wollten wir eigentlich gar nicht, aber durch die Kulisse und das Spiel ist das so entstanden. Wenn du dann auf St. Pauli führst, brauchst du zwei Dinge: Glück und einen guten Torwart. Und beides hatten wir. Jeder Punkt ist Gold wert und mit den vier Punkten bei dem schweren Auftaktprogramm sind wir absolut zufrieden.

Stefan Krämer

Das war ein bitteres Spiel für uns. Die Mannschaft ist niedergeschlagen, sie hat alles rausgehauen und hat eine Niederlage nicht verdient gehabt. Arminia hat unsere wenigen Fehler sehr gut ausgenutzt und hatte dazu noch einen sehr guten Torwart. Das war eine sehr unglückliche Niederlage für uns, wir sind auf dem richtigen Weg und wenn wir den weiter konsequent gehen, werden wir auch unsere Tore machen.

Michael Frontzeck

Das war ein geiles Erlebnis auf St. Pauli das Siegtor zu machen und vor den eigenen Fans feiern zu können. Das war ein gutes Spiel, auch kämpferisch. In den letzten 20 Minuten hat Pauli noch einmal alles nach vorne geworfen, aber wir haben den Sieg mit Glück und Geschick über die Ziellinie gerettet.

Thomas Hübener

FC St. Pauli:
Tschauner – Nehrig, Thorandt, Gonther, Halstenberg –Boll, Kringe (66. Bartels) – Rzatkowski, Buchtmann, Thy (77. Gregoritsch) – Verhoek (77. Nöthe).

Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Appiah, Hübener, Hornig, Lorenz – Schütz, Riese – Hille (72. Rahn), Jerat (46. Müller), Schönfeld (90. Burmeister) – Klos.

Tore:
0:1 (67., Foulelfmeter) Hübener.

Gelbe Karten:
Kringe, Thorandt, Boll, Thy, Nehrig, Buchtmann/Jerat, Appiah, Hübener