DSC Arminia Bielefeld -

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So., 16.03.2014 13:30 Uhr

SV Sandhausen(1)
DSC Arminia Bielefeld (0)

GegnerinfosPK-BerichtSpielberichtStimmenDatenBerichterstattung

Die zweite Chance

Beinahe wäre der erstmalige Aufstieg in die 2. Bundesliga für die Sandhäuser in ihrer Vereinsgeschichte ein kurzweiliges Intermezzo geworden.

Mit 26 Punkten war man sportlich abgestiegen, plante schon für die Drittklassigkeit – bis zum unerwarteten Zwangsabstieg des damaligen Ligakonkurrenten MSV Duisburg. Sandhausen durfte sich abermals in der zweiten Liga beweisen und hat die zweite Chance bis heute gut genutzt. Mit 31 Punkten nach 24 Spieltagen sammelten die Kurpfälzer bereits fünf Punkte mehr, als in der gesamten vergangenen Saison 2012/13.

Auch wenn den Sandhäuser Fans in den bisherigen Pflichtspielen kein Fußballspektakel geboten worden ist, erweist sich die Mannschaft von Cheftrainer Alois Schwartz als äußerst ausgewogen: Stellen die Sandhäuser mit nur 20 erzielten Toren den schlechtesten Angriff der Liga, lassen sie in der Defensive ebenso wenig anbrennen. Nur 22 Gegentore kassierte der SVS in der bisherigen Saison, in der Abstiegssaison galt der damalige Liganeuling noch als Schießbude der Liga (66 Gegentore in 34 Spielen, Ligahöchstwert). Nun stellt Arminias kommender Gegner die drittbeste Abwehr der Liga, was wahrlich als ein großer Verdienst von Alois Schwartz zu sehen ist. Die offensive Ladehemmung sorgt jedoch auch dafür, dass man seit vier Spielen (Zwei Remis und zwei Niederlagen) vergebens auf einen Sieg wartet.

Im letzten Heimspiel gegen 1860 München ließen die Sandhäuser trotz Überzahl und zahlreicher Torchancen zwei Punkte liegen und mussten sich am Ende mit einem torlosen Unentschieden gegen schwache Löwen zufrieden geben. Dass Sandhausen zuhause dennoch eine offensive Wucht entwickeln kann, haben sie aber allemal schon gezeigt. Nur zwei Niederlagen in zwölf Heimspielen (5 Siege, 5 Unentschieden) lassen erkennen, dass es dem DSC am kommenden Sonntag im Hardtwaldstadion nicht gerade einfach gemacht werden dürfte. Das Hinspiel in der SchücoArena gewannen die Blauen dank eines Doppelpacks von Tim Jerat mit 2:1. Für einen DSC-Profi wird es ein besonderes Wiedersehen an alter Wirkungsstätte geben: Jan Fießer kickte insgesamt vier Jahre für Sandhausen und stieg 2011/2012 mit Sandhausen in die zweite Liga auf.

„Wir trainieren, um zu punkten“

Vor dem Auswärtsspiel beim SV Sandhausen (Sonntag, 13:30 Uhr) äußerte sich DSC-Cheftrainer Norbert Meier auf der heutigen Pressekonferenz zu allen wichtigen Themen.

Personell kann Meier weiterhin nahezu aus dem Vollen schöpfen. Bis auf die Langzeitverletzten Philipp Heithölter, Dennis Riemer und Oliver Petersch stehen Meier alle Spieler zur Verfügung. Zwar traten mit Johannes Rahn (Knieprobleme) und Patrick Schönfeld (Adduktorenprobleme) zwei DSC-Profis unter der Woche ein wenig kürzer, ein Einsatz beider Spieler sei laut Meier aber nicht gefährdet. So hat Arminias Cheftrainer wiederholt die Qual der Wahl für das kommende Kaderaufgebot.

Am Sonntag trifft der DSC auf ein schwer zu durchbrechendes Eisen: Sandhausen kassierte in der Liga die drittwenigsten Gegentore und spielte bereits zwölf Mal zu Null. Meier zum Gegner: „Sandhausen hat im bisherigen Saisonverlauf sehr sehr gute Ergebnisse erzielt und mit die wenigsten Gegentore bekommen, was immer eine gute Basis ist.“ Von der kleinen Pechsträhne der Sandhäuser lässt sich Meier deshalb nicht beirren: „Zwar hat Sandhausen seit vier Spielen nicht gewonnen, dabei aber ganz knappe Ergebnisse gegen Gegner wie Köln und Kaiserslautern verzeichnet.“ Insbesondere das schnelle Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff sei neben der hohen Standardqualität eine weitere Stärke der Sandhäuser. Meier gibt sich jedoch selbstbewusst: „Nichtsdestotrotz wollen wir – deshalb trainieren wir Tag für Tag – auch dort etwas zählbares mitnehmen.“

Dass sich die DSC-Profis nicht nur zum Training an der Friedrich-Hagemann-Straße aufhalten, sondern auch mal gemeinsam im Aufenthaltsraum sitzen, sei für Meier ein Zeichen für „ein gutes Innenleben“ der Mannschaft: „Das beobachte ich natürlich mit Wohlwollen. Die Wahrheit kommt aber wieder am Sonntag auf dem Platz.“ Damit der DSC am Wochenende im Hardtwaldstadion bestehen kann, setzt Meier auf ein gesundes Gleichgewicht zwischen Offensive und Defensive: „Es nützt nichts, wenn du dich im oberen Drittel von den geschossenen Toren befindest, aber mit Abstand die meisten Gegentore kassiert hast. Wir wollen zwar keinen Catenaccio spielen, aber als Mannschaft musst du geordnet sein. Dann können sich andere Dinge von ganz allein ergeben.“

Der DSC rechnet mit bis zu 500 Arminenfans, die ihren Club am Sonntag Richtung Heidelberg begleiten werden. Anstoß im Sandhäuser Hardtwaldstadion ist um 13:30 Uhr.

0:1-Niederlage in Sandhausen

Arminia kassiert einen Rückschlag im Abstiegskampf und verliert 0:1 (0:1) beim SV Sandhausen.

DSC-Cheftrainer Norbert Meier ließ die gleichen elf Spieler beginnen, die auch zu Beginn des 1:0-Sieges gegen Erzgebirge Aue auf dem Spielfeld standen. Und diese Elf erwischte auch den besseren Start als die Sandhäuser. Bereits in der 1. Minute schoss Fabian Klos erstmals aufs Tor, SVS-Keeper Riemann hielt jedoch ohne Probleme. Danach hatte Arminia mehr Spielanteile, erspielte sich jedoch keine Chancen.

Die Gastgeber kamen erst nach 20 Minuten besser in die Partie und hatten ihre erste Chance durch einen abgefälschten Freistoß von Timo Achenbach, der auf Dem Tornetz von Stefan Ortega Moreno landete. In der 25. Minute der nächste Angriff des SVS: Nach einer Flanke von Timo Achenbach spielte Nicky Adler den Ball im Luftkampf mit Manuel Hornig mit der Hand. Schiedsrichter Christian Dietz entschied zunächst auf Elfmeter, wurde dann jedoch von seinem Assistenten korrigiert und zeigte Adler zurecht die gelbe Karte.

Nach 25 Minuten nahm das Spiel dann richtig Fahrt auf. Nach einer Ecke von Marc Lorenz kam Manuel Hornig frei aus sechs Metern zum Kopfball, doch Riemann parierte sensationell. Drei Minuten später landete Manuel Hornig dann nach einem Kopfballduell unglücklich und musste verletzt ausgewechselt werden. Thomas Hübener übernahm seinen Part in der Innenverteidigung. In der 33. Minute ging der SVS in Führung. Einen Angriff über die rechte Seite schloss Nicky Adler aus fünf Metern zum 1:0 ab.

Arminia spielte weiter munter nach vorne und hatte durch Ben Sahar, der das Spielgerät nicht richtig traf und Philipp Riese, der zu hoch zielte, eine Doppelchance in der 34. Minute. In der 37. Minute köpfte Vujadin Savic eine Ecke von Marc Lorenz per Flugkopfball knapp neben das Tor und in der 40. Minute parierte Riemann einen Flachschuss von Fabian Klos. Die Sandhäuser hatten in der 43. Minute eine Riesenchance zum 2:0. Stefan Ortega Moreno spielte Nicky Adler den Ball in die Füße, doch auf der Linie klärte Vujadin Savic per Grätsche. Die letzte Chance der ersten Halbzeit hatte wieder der DSC, doch eine Ablage von Fabian Klos traf Patrick Schönfeld nicht richtig und setzte den Ball so deutlich über das Tor.

Die zweite Halbzeit starteten beide Teams dann viel verhaltener, Chancen waren auf beiden Seiten kaum zu verzeichnen. Für Sandhausen traf Julian Schauerte in der 56. Minute aus 18 Metern nur den Pfosten, für Arminia verfehlte Vujadin Savic mit einem Distanzschuss das Tor. Auch Sandhausens Danny Blum versuchte es in der 76. Minute aus der Distanz, traf jedoch nur das Bielefelder Außennetz. Blum ließ sich davon jedoch nicht entmutigen und versuchte es in der 85. Minute erneut aus 16 Metern, dieses Mal lenkte Stefan Ortega Moreno den Ball zur Ecke. In den letzten Minuten erspielte sich der DSC keine Torchance mehr, sodass es beim 0:1 aus Bielefelder Sicht blieb.

Stimmen zum Spiel

Glückwunsch an den SV Sandhausen zum Sieg. In der ersten Halbzeit haben wir durchaus unsere Chancen gehabt, auch gute Chancen, aber haben es versäumt das Tor zu machen. Beim Gegentreffer bekommen wir dann den Ball nicht energisch genug verteidigt. Das Tor hat Sandhausen natürlich in die Karten gespielt, weil sie defensiv gut stehen und wenig Gegentore bekommen. Wir mussten dann immer mehr aufmachen und der Gegner konnte kontern. In der zweiten Halbzeit haben wir es nicht spielerisch gelöst, zu viele lange Bälle gespielt und diese zu schnell verloren. Die Mannschaft hat alles versucht bis zum Ende. Aber trotz der offensiven Wechsel haben wir den Gegner nicht mehr in Gefahr gebracht.

Norbert Meier

Wir sind in den ersten 20 Minuten nicht gut reingekommen, hatten viele Ballverluste, haben keine zweiten Bäll bekommen. Vielleicht waren wir zu nervös, weil wir wussten wie wichtig das Spiel ist. Je länger das Spiel lief, desto besser sind wir reingekommen. Vor dem 1:0 hält Riemann überragend gegen Hornig und im Gegenzug treffen wir. Das war zu dem Zeitpunkt glücklich, aber über die gesamten 90 Minuten war es verdient. In der zweiten Halbzeit kamen uns die hohen Bälle von Bielefeld entgegen und wir haben sie weit vom Tor weggehalten. Die Konter haben wir zu hastig vergeben.

Alois Schwartz

SV Sandhausen:
Riemann – Schauerte, Olajengbesi, Schulz, Achenbach – Linsmayer, Tüting – Stiefler (84. Klotz), Blum, Thiede (77. Zimermmann)– Adler (87. Kister).

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Appiah, Savic, Hornig (30. Hübener), Salger – Fießer, Riese (74. Müller) – Sahar (57. Przybylko), Schönfeld, Lorenz – Klos.

Tore:
1:0 (33.) Adler.

Gelbe Karten:
Adler/Schönfeld, Sahar

Zuschauer:
4.100