DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 28.11.2015 13:00 Uhr

1. FC Union Berlin(1)
DSC Arminia Bielefeld (0)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

„Perspektivisch um den Aufstieg spielen“

Beim 1. FC Union Berlin hält man mit seinen Erwartungen nicht hinter dem Berg. Man wolle „perspektivisch um den Aufstieg spielen“, so formuliert es Unions Präsident Dirk Zingler. Perspektivisch heißt, spätestens ab 2017 möchte Union in der ersten Bundesliga mitmischen. Doch in der aktuellen Spielzeit zeigen noch nicht viele Zeichen in Richtung Aufstieg.

Die vergangene Saison schloss Union Berlin auf Platz 7 ab. So weit oben in der Tabelle standen sie in dieser Saison erstmalig nach dem 1. Spieltag – und rutschten danach ab. Nur drei Siege, sieben Unentschieden und fünf Niederlagen stehen nach 15 Spieltagen für die Eisernen zu Buche. Es fehlen Konstanz und Balance. Die Berliner haben bereits 26 Tore geschossen, nur der SC Freiburg und der 1. FC Nürnberg haben mehr Treffer erzielt. Auf der anderen Seite hat Union aber auch 26 Gegentore kassiert und stellt damit die zweitschlechteste Defensive der 2. Liga. Gegen Greuther Fürth, FSV Frankfurt und Eintracht Braunschweig fielen die entscheidenden Gegentreffer, die zur Niederlage führten, in den letzten 20 Minuten des Spiels. Auch der Ausgleichstreffer beim 3:3 gegen Nürnberg fiel in der Schlussphase.

Aus all dem resultieren aktuell 16 Punkte und Tabellenplatz 13. Eine erste Konsequenz zog der Verein bereits nach dem 5. Spieltag und trennte sich von Trainer Norbert Düwel, der in fünf Spielen vier Punkte geholt hatte. Aber auch unter dem neuen Trainer Sascha Lewandowski konnte Union Berlin bisher nicht die selbst gesteckten Erwartungen efüllen. Als die Berliner sich nach der Niederlage gegen den SC Paderborn am 12. Spieltag auf dem 15. Tabellenrang wiederfanden, nahm Lewandowski personelle Entscheidungen im Team vor. Er entzog Damir Kreilach die Kapitänsbinde und machte den im Sommer von Eintracht Braunschweig gekommenen Benjamin Kessel zum neuen Kapitän. Bajram Nehibi und Denis Prychynenko, der ebenfalls erst im Sommer nach Berlin gewechselt war, wurden von Lewandowski suspendiert.

Andere Neuzugänge hatten dagegen einen besseren Start. Stürmer Bobby Wood, den die Eisernen von 1860 München nach Berlin holten, um den Abgang von Sebastian Polter zu den Queens Park Rangers zu kompensieren, eroberte sich sofort einen Stammplatz. In allen bisherigen 15 Ligaspielen stand Wood von Beginn an auf dem Platz und erzielte dabei fünf Treffer. Auf acht Einsätze und ein Tor kommt der zweite neue Stürmer Collin Quaner. Die meisten Verstärkungen nahm der Verein im Mittelfeld vor. Mit Stephan Fürstner, Dennis Daube und Raffael Korte kamen einige erfahrene Zweitligaspieler nach Berlin. Der jetzige Arminia-Spieler Björn Jopek, der seit der Jugend für Union Berlin spielte, verließ den Verein.

Neben Wood gehören auch Steven Skrzybski und Sören Brandy zu den Dauerbrennern im Team. Im Mittelfeld ist Damir Kreilach, auch ohne Kapitänsbinde am Arm, weiterhin gesetzt. Mit sechs Treffern ist Kreilach auch der aktuelle Top-Torschütze der Berliner. In der Defensive dagegen hat Lewandowski die passenden Mittel noch nicht gefunden. Zuletzt stellte er von der Vierer- auf eine Dreierkette um. Roberto Puncec, Toni Leistner und Michael Parensen waren in den letzten Spielen gesetzt. Zuletzt blieb Union drei Spiele in Folge ungeschlagen, spielte allerdings nur ein Mal zu Null. Dieses Spiel konnten die Eisernen am Ende für sich entscheiden.

„Räume nutzen und eiskalt sein“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft vor dem Spiel gegen Union Berlin. Auch Christian Müller beantwortete die Fragen der Presse.

Für das Spiel fallen Daniel Brinkmann, Felix Burmeister und Christoph Hemlein aus. Brinkmann, der lange Zeit wegen Pfeifferschem Drüsenfieber ausgefallen war, kann seit kurzem wieder leichtes Lauftraining machen. Für Burmeister, der sich schon wieder im Mannschaftstraining befindet, kommt das Spiel noch zu früh und Hemlein fällt wegen eines grippalen Infekts aus.

„Wir waren natürlich enttäuscht, dass wir gegen die favorisierten Leipziger nichts mitnehmen konnten“, sagte Meier. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht und ich bin auch der Meinung, dass da drei Punkte für uns drin gewesen sind. Wir haben uns wieder nicht belohnt, der Gegner dagegen hat eine Möglichkeit, die er bekommen hat, ausgenutzt.“ Das müsse man jetzt aber abhaken. Am Samstag geht es gegen Union Berlin, eine Mannschaft, „die gut verstärkt worden ist und nach einigen Jahren der Zweitklassigkeit jetzt angreifen will. Sie haben schon etliche Gegentore kassiert und werden Wert darauf legen, hinten sicher zu stehen und alle Möglichkeiten, die sich ihnen nach vorne bieten, zu nutzen.“ Union und Arminia sind zwar Tabellennachbarn, haben aber völlig unterschiedliche Zielsetzungen. „In dem Tabellenbereich, in dem auch wir momentan stehen, wimmelt es von Mannschaften, die andere Zielsetzungen haben als wir. Damit müssen wir umgehen.“

Auch in Berlin werde es für Arminia darauf ankommen, hinten gut zu stehen. „Im defensiven Bereich haben wir bisher eine gute Saison gespielt“, so Meier. „Verbesserungsbedarf gibt es noch bei der Erzielung von Toren. Aber die Leistungen der Mannschaft geben Hoffnung, Mut und Gewissheit, dass der Knoten auch in der Hinsicht bald platzt.“ Denn klar ist auch: Mit einem Sieg in Berlin „wären wir wunderbar platziert und im Soll. Ein Sieg könnte richtungsweisend sein. Dafür brauchen wir erneut eine gute Leistung und müssen voll fokussiert sein.“ Mit den guten Kritiken, die das Team für die dargebotene Leistung in den letzten Spielen bekam, will Meier sich nicht zufrieden geben. „Natürlich will ich auch eine Entwicklung sehen, will ich sehen, dass die Mannschaft vernünftigen Fußball spielt. Aber am Ende muss sich die Mannschaft auch mal etwas dafür abholen.“

dsc-leipzig-2015 (19)Ähnlich formulierte es auch Christian Müller: „Von guten Kritiken kann man sich nichts kaufen. Wenn wir mal 90 Minuten nicht so gut spielen und am Ende mit einem Tor mehr gewinnen, sind das auch drei Punkte.“ Er freue sich auf das Spiel in Berlin und weiß auch um die überragenden Fans im Stadion an der Alten Försterei. „Aber wir fahren nicht dahin, um das zu bewundern, sondern um drei Punkte mitzunehmen.“ Bis er nach seiner Verletzungspause wieder vollkommen an seine alte Form anknüpfen kann, werde es noch ein bisschen dauern. „Ich bin froh über jede Einsatzzeit, die ich bekomme. Und wenn ich nur zehn Minuten spiele, versuche ich auch immer alles zu geben.“ Viele hoffen nach seiner Rückkehr jetzt auf mehr Tore von Arminia, besonderen Druck verspürt Müller deswegen aber nicht: „Wir haben so viel Qualität im Kader, ich bin nicht der einzige, der abgesehen von Fabian Klos, auch mal treffen kann.“ Gegen Union müsse Arminia „gut stehen und nach vorne Druck aufbauen. Durch Unions System eröffnen sich viele Räume, die müssen wir nutzen und dann eiskalt sein.“

Weitere Aussagen von Norbert Meier und Christian Müller gibt es auch im Radio Bielefeld-Podcast.

Zudem äußert sich Manuel Hornig in „Anlauf“ auf „ArminiaClubTV“ zum Spiel in Berlin:

Berichterstattung Union Berlin – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den 1.FC Union Berlin.

16 Union auswWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Samstag um 13:00 Uhr das Spiel in Berlin live in der Alten Försterei zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch ab sofort einen ausführlichen Liveticker an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der Alten Försterei.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • ARD, „Sportschau“, 18:30 Uhr bis 19:57 Uhr
  • ZDF, „Aktuelles Sportstudio“, 23:00 Uhr bis 00:25 Uhr

1:1 an der Alten Försterei

Arminia egalisiert den 0:1-Rückstand und holt den nächsten Punkt.

Zwei personelle Veränderungen hatte DSC-Cheftrainer Norbert Meier nach der 0:1-Niederlage gegen Leipzig vorgenommen. Für die jeweils an einem Infekt erkrankten Julian Börner und Christoph Hemlein standen Manuel Hornig und David Ulm in der Startelf. Zudem stellte Meier das System um und ließ sein Team im 3-4-1-2-System agieren. Auch Union agierte im 3-4-1-2 und so brauchte es sieben Minuten bis zur ersten Torchance durch Christopher Nöthe, der eine Flanke von Florian Dick aber über das Tor köpfte.

Nach zehn Minuten übernahmen dann aber erst einmal die Gastgeber das Kommando und hatten zwei Riesenchancen. In der 10. Minute traf Bobby Wood das Lattenkreuz per Volleyschuss und in der 14. Minute schoss er nach einem Konter mit links an den Pfosten. Anschließend passierte eine Viertelstunde lang nichts mehr. In der 28. Minute landete dann ein Freistoß von Brian Behrendt mehr zufällig bei Fabian Klos, der aus der Drehung abzog, die lange Ecke jedoch verfehlte.

In der 32. Minute gingen die Unioner dann zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend in Führung. Nach einem Eckball köpfte Damir Kreilach Richtung Tor und der Ball landete bei Benjamin Kessel, der aus kurzer Distanz zum 1:0 abstaubte. Vier Minuten später hätte Berlin beinahe erhöht: Bobby Wood spielte Damir Kreilach frei, der aus 16 Metern per Distanzschuss an Wolfgang Hesl scheiterte. Auch die letzte Chance der ersten Halbzeit gehörte Kreilach. In der 45. Minute setzte er einen Freistoß aus 20 Metern auf das Tornetz. Mit der knappen, aber insgesamt verdienten Führung für Union ging es anschließend in die Pause.

Norbert Meier wechselte zu Beginn der zweiten Halbzeit gleich zwei Mal aus. Für Sebastian Schuppan und David Ulm kamen Dennis Mast und Björn Jopek in die Partie, zudem stellte Meier auf das gewohnte 4-2-3-1-System um. Und gleich mit der ersten Chance in der zweiten Hälfte gelang dem DSC der Ausgleich. Nach einem abgewehrten Eckball flankte Florian Dick den zweiten Ball auf den langen Pfosten, von dort köpfte Manuel Hornig zurück vor das Tor und Michael Parensen bugsierte das runde Leder zum 1:1 in das eigene Tor.

Union legte sofort wieder den Vorwärtsgang ein und hatte in der 56. Minute eine Großchance. Steven Skrzybski legte von links zurück in den Rückraum zu Stephan Fürstner, der wuchtig abzog und aus 22 Metern die Latte traf. Der Ball sprang zurück in das Feld und Arminia konnte die Situation bereinigen. In der 68. Minute rettete Wolfgang Hesl den DSC dann vor einem erneuten Rückstand, als er einen Kopfball von Benjamin Kessel im Anschluss an eine Ecke überragend parierte. Doch auch Arminia versuchte nach vorne zu spielen und hatte Chancen: In der 72. Minute verlängerte Nöthe einen Dick-Freistoß mit der Fußspitze Richtung Tor, Haas parierte noch eben so zur Ecke. Diese brachte Florian Dick auf den zweiten Pfosten, dort köpfte Manuel Hornig wuchtig, doch Torwart Haas war zur Stelle.

Auch in der 74. Minute bewies Haas sein Können, als er einen abgefälschten Klos-Schuss aus kurzer Distanz mit einer Hand abwehrte. In der letzten Viertelstunde erhöhte Union Berlin noch einmal das Tempo. Kreilach schoss in der 77. Minute einen Freistoß knapp neben das Tor und auch Thiel und Wood vergaben gute Gelegenheiten in der 80. Minute. Arminia war dagegen bei Standards immer wieder gefährlich, so auch in der 84. Minute. Dick brachte eine Ecke von rechts, Klos köpfte wuchtig, aber zu zentral, sodass Haas parieren konnte. Mehr passierte nicht mehr, Arminia sammelte den nächsten Punkt ein.

Die Pressekonferenz auf ArminiaClubTV:

Stimmen zum Spiel

Mit dem Punkt bin ich, wenn man das ganze Spiel betrachtet, zufrieden. Die erste Halbzeit von uns hat mir nicht gefallen. Das ist dann auch keine Systemfrage, wir waren einfach nicht entschlossen genug. Wir haben den Gegnern zu Torchancen eingeladen, weil wir im Zweikampf nicht entschlossen genug waren. Die zweite Halbzeit lief dann so wie ich es von der Mannschaft erwartet habe. Da waren wir viel besser drin im Spiel, mussten aber nochmal zwei Chancen von Union überstehen. Am Ende hatten wir durch Klos sogar gute Chancen zum Sieg. Das Spiel war insgesamt sehr kampfbetont, Union hat viel Druck gemacht, aber wir haben es auch immer wieder geschafft, sie an die Defensive zu erinnern. Es ist eine Floskel, aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Wir haben noch ein Spiel bis zur Liga-Halbzeit und sind mit 17 Punketn absolut im Normbereich. Nach der unglücklichen Niederlage gegen Leipzig war es wichtig, gegen einen starken Gegner einen Punkt zu holen.

Norbert Meier

In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt. Da haben wir es geschafft, die richtige Balance zwischen Tempospiel und Geduld zu finden gegen kompakte Bielefelder. Darüber hinaus haben wir nach Ballverlusten gut nachgesetzt und so die Kontergefahr gering gehalten. Wir kamen dann eigentlich gut aus der Pause, wir wollten viel nach vorne gehen und nicht nur verwalten. Aus dem Nichts fällt dann das Eigentor zum 1:1, das hat sich dann durchgezogen, dass wir nicht mehr konsequent verteidigt hinten. Danach hat sich ein offenes Spiel entwickelt, in dem Bielefeld seine Waffen immer wieder gut eingesetzt hat, indem sie ballsicher und schnell gekontert haben. Auch bei Standards waren sie gefährlich, aber auch wir haben immer wieder Druck gemacht, das Tor aber leider nicht mehr getroffen.

Sascha Lewandowski

Ich habe mich gefreut, mal wieder von Anfang an zu spielen. Ein bisschen Respekt war nach so langer Zeit schon da, ich musste mich reinkämpfen. Wir sind mit dem Punkt zufrieden, es gab sicher schon einige Spiele, in denen wir näher am Sieg waren.

Manuel Hornig

Die erste Halbzeit sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen, haben vor allem Laufbereitschaft und Zweikampfstärke vermissen lassen. In der zweiten Halbzeit waren wir deutlich besser und haben nicht unverdient den Punkt mitgenommen. Mit ein bisschen Glück gewinnst du so ein Spiel auch mal.

Tom Schütz

Die erste Halbzeit war schlecht, wir konnten nichts von dem, was wir uns vorgenommen hatten, umsetzen. Die zweite Halbzeit war dann richtig gut. In dieser ausgeglichenen Liga können wir mit dem Punkt leben. Wenn wir so spielen wie in der zweiten Halbzeit, können wir gegen jeden Gegner etwas holen.

Manuel Junglas

1.FC Union Berlin:
Haas – Trimmel, Leistner, Parensen – Kessel (72. Puncec), Fürstner (72. Brandy), Zejnullahu, Thiel (88. Redondo) – Kreilach – Skrzybski, Wood.

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Behrendt, Hornig, Salger – Dick, Junglas, Schütz, Schuppan (46. Mast) – Ulm (46. Jopek) – Nöthe, Klos (90. van der Biezen).

Tore:
1:0 (32.) Kessel, 1:1 (51., Eigentor) Parensen.

Gelbe Karten:
Kessel, Skrzybski/Behrendt, Mast

Zuschauer:
20.314