DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 21.12.2013 13:00 Uhr

1. FC Union Berlin(3)
DSC Arminia Bielefeld (1)

GegnerinfosPK-BerichtSpielberichtStimmenDatenBerichterstattung

Bislang kein Arminia-Sieg in Berlin

Die Eisernen wurden von vielen Experten als Geheimfavorit um die Aufstiegsplätze gehandelt und wurden ihrer Rolle bis zum 13. Spieltag auch tatsächlich gerecht. Doch es folgte ein Montagabend der Ernüchterung im Spitzenspiel beim 1. FC Köln, in dem die Berliner an ihre Grenzen stießen und deutlich mit 0:4 unterlagen.

Es sollte ein kleiner Einschnitt in der bisherigen Erfolgsserie des zweitgrößten Hauptstadtklubs folgen. Nach einem torlosen Unentschieden am 14. Spieltag beim Karlsruher SC hagelte es drei Niederlagen in Folge in der Liga (0:3 Kaiserslautern, 1:3 VfR Aalen, 1:2 1860 München), die den Absturz in das obere Ligamittelfeld bedeuteten. Am vergangenen Spieltag gelang der Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus, dem dienstältesten Trainer der 2. Bundesliga, mit dem deutlichen 4:0-Auswärtserfolg beim VfL Bochum jedoch die ersehnte Trendwende, mit der die Aufstiegsplätze aufgrund der engen Tabellenkonstellation wieder in Reichweite sind. Am vergangenen Spieltag machte insbesondere das 23-jährige Eigengewächs Christopher Quiring auf sich aufmerksam, der mit seinen zwei Toren erheblich zum wiederkehrenden Erfolg bei seinem Startelfdebüt in dieser Saison beitrug. In Bochum musste Neuhaus neben den gelb-gesperrten Patrick Kohlmann und Sören Brandy auch auf Baris Özbek (Rotsperree) und Michael Parensen verzichten (Gelb-Rot Sperre). Alle vier Spieler werden für das letzte Heimspiel der Berliner in diesem Jahr gegen den DSC wahrscheinlich in das Aufgebot zurückkehren, sodass ein erneuter Startelfeinsatz des zuletzt umjubelten Doppelpacker Quiring offen ist.

Eine Tatsache, die für die enorme Qualität des Kaders der Eisernen spricht. Nach dem enttäuschenden siebten Tabellenplatz in der Vorsaison möchte man in Berlin bis zum Schluss um die Aufstiegsplätze mitspielen – in der Hoffnung, dieses Mal das bessere Ende zu haben. Nach der kleinen Durststrecke von fünf sieglosen Spielen scheint die Wende vor der Winterpause geschafft, sodass die Eisernen im Kampf um den Aufstieg bei aktuell drei Punkten Rückstand auf den Relegationsrang wieder ein Wörtchen mitzureden haben.

Im Hinspiel kam der DSC vor 15.488 Zuschauern in der SchücoArena gegen die Berliner dank des Treffers von Fabian Klos zu einem hoch verdienten 1:1-Unentschieden am 2. Spieltag. Insgesamt trafen beide Mannschaften bisher neun Mal in Wettbewerben aufeinander, zuhause konnten die Blauen bisher zwei Siege und zwei Unentschieden bei einer Niederlage verbuchen, auswärts konnte der DSC dagegen noch nie bei den Eisernen gewinnen. Am kommenden Samstag bestünde für den DSC demnach also die nächste Gelegenheit, erstmalig drei Punkte aus Berlin einzufahren.

„Der Wucht standhalten“

Auf der heutigen Pressekonferenz äußerte sich DSC-Trainer Stefan Krämer zu allen relevanten Themen vor dem letzten Pflichtspiel in diesem Jahr gegen den Aufstiegskandidaten Union Berlin.

Personell muss Stefan Krämer neben den Langzeitverletzten Dennis Riemer, Oliver Petersch und Philipp Heithölter auf ein Quartett verzichten: Wie auch im letzten Spiel werden dem DSC Jan Fießer (Rückenprobleme) und Christian Müller (Nabelhernie, bereits operiert) verletzungsbedingt fehlen. Auch Nachwuchsspieler Patrick Mainka, der am vergangenen Spieltag erstmals für die Profis auflief, wird dem DSC für mehrere Wochen fehlen: „Mainka ist bis zum 17. Januar 2014 krankgeschrieben. Wir hoffen, dass wir ihn mit ins Trainingslager mitnehmen können“, hofft Krämer. Im Training zog sich der 19-Jährige einen Teilriss des Innenbandes im Knie sowie einen Teilriss am Innenmeniskus zu. Arminias Rechtsverteidiger Jonas Strifler wird aufgrund eines Magen-Darm-Infekts ebenfalls keine Option für das Spiel am Samstag sein.

Aber auch gute Neuigkeiten konnte Krämer am heutigen Vormittag vermelden: Sowohl Tom Schütz als auch überraschenderweise Thomas Hübener werden im 18er-Aufgebot der Blauen stehen. Der 31-jährige Innenverteidiger konnte die beiden letzten Trainingstage beschwerdefrei absolvieren. Für Patrick Platins, den zuletzt eine Grippe außer Gefecht setzte, gab es vom Arzt ebenfalls grünes Licht für einen Einsatz bei den Eisernen.

Für das letzte Pflichtspiel in diesem Jahr erwartet Arminias Cheftrainer eine „stimmungsvolle Kulisse“ an der Alten Försterei und einen ebenso motivierten Gastgeber. „Nach dem Sieg gegen Bochum wird Union versuchen, uns zu überlaufen, um unbedingt einen Sieg im letzten Heimspiel zu erlangen“, so Krämer. Auch seien die Eisernen aktuell schwierig einzuschätzen, weil viele gesperrte Spieler zurückkehren, von denen der ein oder andere wieder in die erste Elf rücken könne. Für Krämer sind die Stärken des Gegners dennoch unumstritten: „Union besitzt eine bärenstarke Standardqualität und versucht insbesondere in jedem Heimspiel, eine offensive Wucht zu entfachen. Da müssen wir standhalten.“

Auch wenn Union Berlin als Favorit in die Partie gehe, wolle man laut Krämer für eine Überraschung sorgen: „Wir werden versuchen, den Schwung und das Selbstvertrauen aus den vergangenen drei Partien mitzunehmen und wollen auch in Berlin gewinnen, das ist unser Ziel.“ Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften am 2. Spieltag in der SchücoArena mit einem 1:1-Unentschieden. DSC-Geschäftsführer Marcus Uhlig rechnet mit „bis zu 2.500 Arminen an der Alten Försterei, 2.200 Karten wurden bisher verkauft. Das wird ein schöner, würdiger Abschluss eines erfolgreichen Jahres für Arminia Bielefeld.“

Die letzte Folge „Anlauf“ in diesem Jahr bereitet auf ArminiaClubTV auf das Spiel vor:

Eine Niederlage zum Jahresabschluss

In einem temporeichen Spiel auf gutem Niveau hat Union die bessere Chancenverwertung und gewinnt verdient mit 4:2 (3:1) gegen den DSC.

Nach dem überzeugenden 4:1-Sieg gegen Greuther Fürth verzichtete DSC-Trainer Stefan Krämer auf Veränderungen in seiner Startelf. Und die Fürth-Besieger legten im Stadion an der Alten Försterei los wie die Feuerwehr. Bereits nach 24 Sekunden brachte Fabian Klos Arminia mit 1:0 in Führung. Eine Flanke von Patrick Schönfeld köpfte Arminias Nummer 9 aus kurzer Distanz in das Tor von Daniel Haas. Auch in der Folgezeit war der DSC viel besser im Spiel und erspielte sich einige Chancen. Philipp Riese versuchte es zweimal (5. Und 7. Minute) aus der Distanz, zielte jedoch einmal daneben und scheiterte beim anderen Mal an Daniel Haas. Die größte Chance zum 2:0 gab es in der 9. Minute: Patrick Schönfeld schickte Marc Lorenz mit einem Steilpass auf die Reise. Arminias Linksaußen versäumte es jedoch querzulegen auf den mitgelaufenen Fabian Klos und scheiterte per Flachschuss an Daniel Haas. Auch den Nachschuss von Patrick Schönfeld parierte Haas.

Nach einer Viertelstunde kamen die Gastgeber deutlich besser in die Partie und nahmen das Heft des Handelns in die Hand. In der 16. Minute prüfte Martin Dausch DSC-Keeper Patrick Platins mit einem Freistoß aus 25 Metern, Platins klärte jedoch souverän. Zwei Minuten später glichen die Gastgeber dennoch aus. Einen Eckball von Torsten Mattuschka köpfte Mario Eggimann zum 1:1 in das Bielefelder Tor. Acht Minuten später in der 26. Minute kam es noch dicker für die Blauen. Nach einem Konter schoss Patrick Kohlmann die Gastgeber sogar mit 2:1 in Führung.

Das Selbstvertrauen des DSC aus der Anfangsphase war nun verflogen, die Gastgeber hatten das Spiel im Griff. Zwar hatte Arminia durch Marc Lorenz, der per direktem Freistoß an Daniel Haas scheiterte, noch eine gute Chance, doch die Gastgeber spielten nun schnellen und kombinationssicheren Fußball. Zum 3:1 führte jedoch erneut eine Ecke, die Adam Nemec in der 42. Minute einköpfte. Mit der 3:1-Führung ging es in die Kabinen.

Wie schon die erste begann auch die zweite Halbzeit turbulent. Im Mittelpunkt stand Schiedsrichter Benjamin Brand, der gleich zwei Elfmeter pfiff, die man nicht pfeifen darf. In der 49. Minute kam Patrick Kohlmann nach einem harmlosen Zweikampf mit Manuel Hornig im Bielefelder Strafraum zu Fall, den Elfmeter schoss Torsten Mattuschka zum 4:1 in die Maschen. Auf der Gegenseite brachte Kohlmann Fabian Klos vermeintlich zu Fall, diesen Elfmeter verwandelte Tim Jerat zum 4:2 in der 51. Minute.

Arminia versuchte zu Beginn der zweiten Halbzeit früher zu pressen und kam so zu zwei guten Gelegenheiten. Arne Feick verfehlte jedoch mit einem Schuss aus 20 Metern (58. Minute) ebenso das Tor wie Tim Jerat aus fünf Metern nach einem Eckball (62.). Die Berliner kamen erst in der 70. Minute wieder gefährlich vor das Tor des DSC, als Adam Nemec einen Eckball knapp über die Latte köpfte.

In den letzten 15 Minuten mussten beide Mannschaften dem hohen Tempo aus den Anfangsphasen der beiden Halbzeiten Tribut zollen und das Spiel verflachte deutlich. Union ließ den Ball geschickt durch die eigenen Reihen laufen, während Arminia nur selten Zugriff auf das Spiel fand und bei den eigenen Angriffen immer wieder an der dicht gestaffelten Abwehr des FC Union scheiterte. In der Schlussphase hatte der DSC noch zwei gute Gelegenheiten durch Johannes Rahn, doch Arminias Einwechselspieler verfehlte das Tor einmal per Volleyschuss und per Kopf jeweils knapp, sodass es beim 4:2 für die Gastgeber blieb.

Stimmen zum Spiel

Wenn ich heute neutraler und objektiver Besucher gewesen wäre, wäre ich zufrieden nach Hause gegangen. Das war ein gutes Zweitligaspiel, mit vielem, was wir am Fußball lieben. Der Start war natürlich super, dann hatten wir die Chance die Führung sogar auszubauen. Dann kommt Union durch Standards zurück in das Spiel, die nicht zu verteidigen waren. Nach dem 1:4 habe ich mir keine Sorgen gemacht, meine Mannschaft glaubt immer an sich, wir sind nach dem 2:4 gut im Spiel gewesen und hatten Chancen zum 3:4. Wenn wir das gemacht hätten, wäre es noch einmal richtig eng geworden. So muss ich Uwe Neuhaus und Union Berlin gratulieren, viel Erfolg im Aufstiegskampf.

Stefan Krämer

Stefan Krämer hat in vielen Dingen Recht gehabt. Für uns war es ein wichtiges Spiel. Letzte Woche haben wir eine gute Leistung gezeigt, heute wollten wir nachlegen und dann werden wir gleich so eiskalt erwischt in der 1. Minute. Arminia hatte Chancen zum 2:0, aber nach 15 Minuten haben wir es geschafft unser Spiel nach vorne zu treiben. Wir haben eine gute Ordnung gehabt und immer Druck aufgebaut. Unsere Standards haben wir genutzt, das gehört dazu. Kompliment an die Bielefelder, ich hatte nie ein ruhiges oder relaxtes Gefühl. Das dritte Tor für Arminia lag in der Luft, dann weiß man nie, wie das endet. Der DSC hatte eine tolle Moral und sie sind immer für Überraschungen gut. Unter dem Strich bin ich trotzdem zufrieden, freue mich über 31 Punkte und nun werden wir uns gewissenhaft auf die Rückrunde vorbereiten.

Uwe Neuhaus

1.FC Union Berlin:
Haas – Pfertzel, Eggimann, Puncec, Kohlmann – Kreilach (40. Parensen), Köhler – Quiring (83. Brandy), Mattuschka, Dausch (68. Özbek) – Nemec.

DSC Arminia Bielefeld:
Platins – Appiah, Hornig, Salger, Feick – Burmeister (86. Hille), Riese – Schönfeld (58. Rahn), Jerat (80. Achahbar), Lorenz – Klos.

Tore:
0:1 (1.) Klos, 1:1 (18.) Eggimann, 2:1 (26.) Kohlmann, 3:1 (42.) Nemec, 4:1 (49., Foulelfmeter) Mattuschka, 4:2 (51., Foulelfmeter) Jerat.

Gelbe Karten:
Kreilach, Nemec, Brandy/Feick

Zuschauer:
20.314