DSC Arminia Bielefeld -

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So., 22.03.2015 14:00 Uhr

VfB Stuttgart II(2)
DSC Arminia Bielefeld (0)

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Der Abstieg droht

Seit Jahren ist die U23 des VfB Stuttgart die bestplatzierte zweite Mannschaft Deutschlands. In diesem Jahr könnte der Verein diesen inoffiziellen Titel erneut gewinnen und dennoch am Ende als Verlierer dastehen.

Sollte die erste Mannschaft der Stuttgarter aus der Bundesliga absteigen, müsste die U23 des VfB die 3. Liga zwangsweise verlassen, da zwischen den Teams mindestens ein Zwei-Spielklassen-Unterschied bestehen muss. Sportlich befindet sich die Reserve des VfB mit 34 Punkten aus 29 Spielen derzeit auf Platz 14 und somit vor den anderen U23-Mannschaften (Dortmund und Mainz) der 3. Liga. Auch ein sportlicher Abstieg ist nicht unmöglich, der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt aktuell sechs Punkte bei einem Torverhältnis von 30:44 Toren.

In der Heimtabelle stehen die Stuttgarter auf Platz 12, kassierten dort mit 14 Gegentoren nur ca. ein Drittel ihrer gesamten Gegentore. In der mechatronik Arena in Großaspach, wo der VfB II seine Heimspiele in dieser Saison austrägt und die ca. 40 Kilometer vom Zentrum Stuttgarts entfernt liegt, haben sie von 14 Spielen sechs gewonnen und jeweils vier Remis und Niederlagen eingefahren. Die drittjüngste Mannschaft der Liga wird trainiert von Jürgen Kramny, der 2010 als Coach beim VfB anfing. Bevor er die U23 übernahm, trainierte er die U19 und war sogar kurzzeitig Co-Trainer der Stuttgarter Bundesligamannschaft unter Jens Keller.

Im Kampf um Punkte wird die U23 aktuell durch Spieler der Bundesligamannschaft unterstützt. Dazu gehören momentan Konstantin Rausch, Sercan Sararer und Karim Haggui. Auch der Top-Torschütze des Reservemannschaft ist eigentlich ein Profispieler. Daniel Ginczek erzielte fünf Tore in fünf Spielen für die U23, wird aber jetzt in der Bundesligamannschaft benötigt.

Korrektur: Nach Auskunft des DFB ist ein Verbleib des VfB II in der 3. Liga auch bei einem Abstieg der Bundesliga-Mannschaft möglich. Diese Tatsache war der Redaktion bislang nicht bekannt. Wir bitten um Entschuldigung.

„Mit einem Sieg in die Pause“

Auf der heutigen Pressekonferenz informierte Cheftrainer Norbert Meier die anwesenden Journalisten über die sportliche Situation der Mannschaft. Auch Felix Burmeister beantwortete die Fragen der Presse.

Für die Partie am Sonntag bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart werden definitiv die Langzeitverletzten Jerome Propheter und Peer Kluge sowie der noch gesperrte Pascal Testroet fehlen. Auch Jonas Strifler, der sich aller Voraussicht nach eine schwerere Knieverletzung im Verbandspokalspielam Mittwoch zugezogen hat und Julian Börner (Adduktorenprobleme) werden nicht spielen können. Manuel Hornig, der am Mittwoch bei Kaan-Marienborn zwar 90 Minuten durchspielen konnte, wird am Sonntag noch nicht wieder im Drittliga-Kader stehen. Dennoch freut Meier über Hornigs Comeback: „Ich freue mich, dass er mal wieder den Rasen betreten konnte.“ Auch der zuletzt angeschlagene Mannschaftskapitän Fabian Klos ist gestern wieder voll ins Training eingestiegen und kann spielen.

Vor der Partie gegen den VfB II blieb der Trainer nüchtern und erklärte: „Man darf keine Mannschaft anhand ihres Tabellenstandes messen, wir müssen immer auf den Punkt da sein.“ Auch das Spiel gegen den VfB würde kein Selbstläufer werden. Stuttgart hat zu Beginn des Jahres gut punkten und sich damit aus einer schwierigen Situation herausmanövrieren können. Weiterhin wird es schwer sein, die Aufstellung der Schwaben hervorzusehen, denn die Mannschaft wird immer wieder durch Spieler des Bundesligakaders unterstützt. „Stuttgart kassierte zuletzt wenig Gegentore und steht hinten kompak““, erklärte Meier die Stärken des nächsten Gegners. Auch die Platzverhältnisse in der Mechatronik seien für beide Mannschaften schwierig, da der Rasen in Aspach neben dem VfB auch vom Heimatverein SG Sonnenhof Großaspach genutzt wird. „Für uns gibt es noch neun Spiele von enormer Wichtigkeit. Die anderen spielen am Samstag, dadurch müssen wir am Sonntag nachlegen. Wir hoffen aber, dass wir mit einem Sieg in die Länderspielpause gehen können.“

Für Felix Burmeister hat die Partie eine besondere Bedeutung, denn er könnte auf seinen besten Freund Konstantin Rausch treffen. Da Burmeister und Rausch beide aus Celle kommen, kennen sie sich schon lange. „Wir haben bereits in der F-Jugend gegeneinander gespielt und kamen dann in die gleiche Auswahlmannschaft“, erklärt Burmeister die Verbindung. Später wohnten die beiden sogar zusammen in einer WG. „Das war eine super schöne Zeit“, erinnert sich der heutige Armine. Aller Freundschaft zu trotz möchte Burmeister am Sonntag drei Punkte gegen Stuttgart einfahren: „Wenn wir unser Können abrufen, sind wir die bessere Mannschaft, auch wenn der VfB teilweise von Profis unterstützt wird.“ Zweite Mannschaften seien generell „Wundertüten“, so Burmeister. Arminias Nummer 19 machte ebenso wie sein Trainer deutlich, dass man in jedem Spiel 100 Prozent geben müsse, um erfolgreich zu sein.

Berichterstattung Stuttgart II – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung beim VfB Stuttgart II.

30 Stuttgart auswWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 14:00 Uhr das Spiel beim VfB Stuttgart II live im Stadion zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden!
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der mechatronik Arena in Großaspach.
  • Der NW-Live-Ticker informiert über alle wichtigen Ereignisse des Spiels.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Fernseh-Zusammenfassungen sind dem DSC nach jetzigem Stand nicht bekannt. Wir werden versuchen, eine eigene Zusammenfassung auf „ArminiaClubTV“ hochzuladen

Niederlage gegen effektive Stuttgarter

Der DSC verliert das Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart II mit 0:2 (0:2).

Im Vergleich zum letzten Drittligaspiel gegen Hansa Rostock veränderte Cheftrainer Norbert Meier sein Team auf zwei Positionen. Felix Burmeister kehrte nach abgesessener Gelbsperre für den ohnehin verletzten Julian Börner in die Innenverteidigung zurück und Sebastian Schuppan verteidigte nach Verletzung wieder links hinten für Marc Lorenz. Der VfB trat unter anderem mit den drei Bundesliga-Profis Karim Haggui, Konstantin Rausch und Mohamed Abdellaoue an.

So entwickelte sich in der Anfangsphase ein munteres, ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. In der 4. Minute wurde der VfB bereits zum ersten Mal torgefährlich. Einen Freistoß von Marvin Wanitzek verlängerte Karim Haggui mit dem Kopf, auf der Torlinie bereinigte Florian Dick die Situation. Zwei Minuten später schickte Dick auf der Gegenseite Christian Müller in den Strafraum doch Arminias Nummer 37 bekam den Ball frei vor dem Tor nicht mehr unter Kontrolle. Arminias nächste Chance hatte Sebastian Schuppan in der 11. Minute, seinen Distanzschuss wehrte VfB-Torwart Odisseas Vlachodimos schwach zur Seite und Christoph Hemlein staubte zur vermeintlichen Führung ab, stand dabei allerdings im Abseits.

Der Führungstreffer gelang stattdessen den Stuttgartern in der 14. Spielminute. Marvin Wanitzek versenkte einen Freistoß aus 16 Metern halblinker Position direkt in die linke untere Torecke. Arminia versuchte sofort zu antworten: In der 19. Minute landete eine Ecke von Florian Dick am langen Pfosten bei Fabian Klos, dessen Schuss jedoch in letzter Sekunde erneut zur Ecke geblockt wurde. In der Folge hatten Felix Burmeister (23. Minute) und Manuel Junglas (26.) gute Schusschancen aus zentraler Position, scheiterten jedoch am Torwart (Burmeister) bzw. zielten neben das Tor (Junglas). In der 38. Minute wurde Arminia noch einmal bei einem Freistoß von Florian Dick, den Torwart Vlachodimos gut parierte, gefährlich, doch kurz darauf erhöhten die Gastgeber auf 2:0. Ein Pass durch die Schnittstelle der Bielefelder Viererkette landete bei Jerome Kiesewetter, der frei vor Alexander Schwolow die Nerven behielt und den 2:0-Pausenstand erzielte.

In der Halbzeit reagierte Norbert Meier mit einem Wechsel. Koen van der Biezen kam für Christoph Hemlein in die Partie und bildete gemeinsam mit Fabian Klos nun eine Doppelspitze. Der DSC agierte fortan sehr dominant, hatte viel Ballbesitz und belagerte die Stuttgarter Spielhälfte. Pässe hinter die Stuttgarter Abwehrkette gelangen Arminia allerdings nicht. So dauerte es bis zur 60. Minute, ehe Arminia erstmals wieder gefährlich wurde. Christian Müllers Schuss aus 18 Metern ging aber links am Tor vorbei. Kurz darauf musste Müller Platz machen und wurde durch David Ulm ersetzt.

Der Franzose sorgte gleich mit seiner ersten Aktion für Belebung. Auf links setzte er sich durch und passte flach in den Strafraum, wo erst Koen van der Biezen und dann Fabian Klos den Ball kurz vor dem Tor nicht mehr erreichten. Der VfB kam kaum noch aus der eigenen Hälfte, in Bedrängnis gerieten die Gastgeber aber selten. Lediglich aus der Distanz wurde Arminia zwei Mal gefährlich in der 78. Minute durch Fabian Klos und in der 79. Minute durch Koen van der Biezen. Noch bitterer wurde dieser Tag für Arminia in der 80. Minute. Kapitän Fabian Klos wies Schiedsrichter Johannes Huber auf das wiederholte Zeitspiel der Gastgeber hin und kassierte dafür die völlig übertriebene gelb-rote Karte. Selbst VfB-Trainer Jürgen Kramny konnte sich im Rücken des Schiedsrichters ein Lachen nicht verkneifen.

Damit war das Spiel gelaufen. Der VfB war an diesem Tag die effektivere Mannschaft und fügte dem DSC die zweite Niederlage im Fußballjahr 2015 bei.

Stimmen zum Spiel

In der ersten Halbzeit haben wir eine schlechte Leistung gezeigt und lagen zur Pause verdient hinten. In der Halbzeit haben wir uns nochmal viel vorgenommen und auch besser gespielt, aber haben letztendlich zu wenig zwingende Chancen herausgespielt. Wir haben die Grundtugenden nicht an den Tag gelegt. Der Schiedsrichter hat uns in der Kabine bestätigt, dass er vergessen hatte, dass Klos schon eine gelbe Karte hatte, sonst hätte er ihn nur ermahnt. Aber die Niederlage haben wir selbst verschuldet.

Samir Arabi

Das war schlecht, wir sind schwer in das Spiel gekommen. Uns haben die Mittel gegen gute Stuttgarter gefehlt. Jetzt müssen wir durchschnaufen, nochmal Kräfte sammeln für den Endspurt und dann wieder neu angreifen.

Florian Dick

Stuttgarts Sieg war hochverdient. Wir haben in der ersten Halbzeit keine Einstellung zum Spiel gefunden. Wir sind dann 0:2 in Rückstand geraten und dann wurde es schwer, die Stuttgarter zu knacken. Der VfB war sehr gut vorbereitet, auch auf unsere hohen Bälle. Wir müssen in jedem Spiel über die Einstellung kommen und alles reinhauen. Nur fußballerisch geht es nicht, das hat uns der VfB heute gezeigt. Bei allem Respekt vor der wirklich guten Leistung der Stuttgarter, war es heute auch leicht, uns zu schlagen.

Norbert Meier

Dass es ein verdienter Sieg für uns war, steht außer Frage. Wir haben uns früh für unseren hohen Aufwand belohnt. Das 1:0 freut mich für Marvin Wanitzek, der gestern beinahe sein Bundesligadebüt gefeiert hätte. Das zweite Tor war dann überragend rausgespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir gut verteidigit, da gibt es wenig zu kritisieren.

Jürgen Kramny

VfB Stuttgart II:
Vlachodimos – Lang, Haggui, Kirchhoff, Rausch – Yalcin, Lovric – Kiesewetter (90. Berko), Wanitzek (88. Eisele), Breier – Abdellaoue (86. Tashchy).

DSC Arminia Bielefeld:
Schwolow – Dick, Burmeiser, Salger, Schuppan – Schütz, Junglas – Hemlein (46. van der Biezen), Müller (64. Ulm), Mast (75. Lorenz) – Klos.

Tore:
1:0 (14.) Wanitzek, 2:0 (41.) Kiesewetter.

Gelbe Karten:
Abdellaoue/Salger

Gelb-Rote Karte:
Klos (80.)

Zuschauer:
1.200