DSC Arminia Bielefeld -

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So., 07.05.2017 13:30 Uhr

VfL Bochum 1848(0)
DSC Arminia Bielefeld (1)

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Den Kritikern getrotzt

Im vorletzten Auswärtsspiel der Saison trifft Arminia auf den VfL Bochum. Der Verein aus dem Ruhrpott hat nach dem 4:2-Sieg über Dynamo Dresden Rückenwind und bis zum Saisonende durchaus noch Ambitionen.

Trotz der Tatsache, dass der VfL Bochum in den vergangenen Partien kaum Niederlagen hinnehmen musste, wurde die Kritik in den letzten Wochen lauter: Neunmal hatten die Ruhrpottler höchstens einen Treffer pro Begegnung erzielt, dabei stand in vier Partien vorne sogar die Null. Am vergangenen Wochenende jedoch zeigten die Bochumer ihren Kritikern, dass sie auch anders können: Nach einem 0:2-Pausenrückstand gegen Dresden gab der VfL sich nicht auf und siegte letztendlich mit 4:2. Jedes Tor wurde von einem anderen Schützen erzielt, sodass Thomas Eisfeld, Marco Stiepermann, Anthony Losilla und Görkem Saglam am Ende jeder einen Treffer mehr auf ihrem Konto verbuchen durften. Die besten Torschützen der Bochumer – Johannes Wurtz (acht Treffer) und Peniel Mlapa (sieben Treffer) – trafen beim Sieg gegen Dresden hingegen nicht.

Für Marco Stiepermann war es ein Tor nach langer Durststrecke, hatte er doch in den vorigen 30 Partien keinen Treffer erzielen können. Entsprechend erleichtert war der Mittelfeldspieler im Anschluss: „Es ist eine riesige Last ist von mir abgefallen. Ich habe mich stark unter Druck gesetzt“, so der 26-Jährige. Die Ambitionen seiner Mannschaft sind nach wie vor Richtung oberer Tabellenbereich gerichtet: „Spielen wir wie in der zweiten Hälfte, können wir die restlichen Spiele gewinnen“, sagte Stiepermann. Und auch Bochums Sportlicher Leiter Christian Hochstätter richtet den Blick nach oben: „Wenn alles optimal läuft, können wir noch auf Platz fünf landen. Das würde unsere Verhandlungsposition stärken, schließlich sind wir dann zwei Jahre in Folge im oberen Tabellendrittel gelandet“, so der  53-Jährige zu den kommenden Vertragsgesprächen mit seinen Spielern.

Das Hinspiel zwischen Arminia und dem VfL endete 1:0 zugunsten des DSC vor heimischem Publikum, den goldenen Treffer erzielte Andreas Voglsammer schon in der 16. Minute. Auch im Rückspiel hofft Arminia auf drei Punkte, die im Kampf um den Klassenerhalt überlebenswichtig wären.

„Der Fokus liegt auf Bochum“

Vor dem vorletzten Auswärtsspiel der Saison beim VfL Bochum traten heute Arminias Cheftrainer Jeff Saibene und Mittelfeldspieler Tom Schütz vor die Presse.

Zunächst eröffnete Tom Schütz mit einem Rückblick auf die Fürth-Begegnung die Pressekonferenz: „Samstag war für alle – das hat man auch im Stadion gemerkt – ein Nackenschlag. Wir müssen uns ankreiden lassen, dass wir es versäumt haben, den Deckel draufzumachen. Die Sache ist jetzt aber abgehakt und wir sind davon überzeugt, dass wir unser Ziel erreichen können.“ Die Stimmung in der Mannschaft sei innerhalb der Woche „normal“ gewesen, auch wenn natürlich nicht alle Spieler glücklich über den Platz gelaufen seien. Die kritischen Situationen des letzten Heimspiels wurden angesprochen, einige taktische Dinge besprochen und jetzt wirke die Mannschaft „konzentriert und fokussiert“, so Schütz. Auch Cheftrainer Jeff Saibene teilte diese Meinung: „Wir haben das Thema seit Dienstag abgehakt und ab Mittwoch den Fokus auf Bochum gesetzt. Die Mannschaft ist sehr konzentriert und motiviert und ich habe das Gefühl, dass Fürth aus den Köpfen raus ist. Wir haben in dieser Woche Einzelgespräche geführt, uns viele Videosequenzen angeschaut und uns darauf fokussiert, es besser zu machen.“

Für den Endspurt greift Schütz, wie er selbst sagte, auf eine Floskel zurück, die aber absolut der Wahrheit entspreche: „Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel gucken und fahren mit dem Auftrag nach Bochum, drei Punkte zu holen. Um nichts anderes geht es in unserer Situation!“ Auch Saibene gab exakt dieses Ziel aus: „Wir wollen unbedingt punkten in den nächsten drei Spielen – egal, wie alle anderen Teams spielen werden. Wir haben gar keine andere Option.“ Personell muss er bei diesem Vorhaben sowohl auf den Langzeitverletzten Christopher Nöthe, als auch auf Innenverteidiger Manuel Hornig (Sprunggelenksprobleme) verzichten. Reinhold Yabo steht dagegen wieder zur Verfügung.

dsc-1860-2017-16-SchützMit Bochum erwartet Arminias Sechser eine Mannschaft, die hinten raus viel Fußball spielen wolle, Arminias Hintermannschaft müsse entsprechend aufmerksam sein. Saibene schätzt Bochum als „sehr heimstark und spielstark“ ein, sie würden immer gepflegten Fußball spielen. Letzte Woche habe das Team aus dem Ruhrpott „zwei Gesichter gezeigt“, als sie in der ersten Halbzeit zwei Treffer kassierten und in der zweiten vier schossen. „Sie haben gezeigt, wieso sie so heimstark sind. Wir müssen auf alles gefasst sein, sind aber auch gut vorbereitet“, so Saibene. Angesprochen auf den 4:1-Sieg aus der Saison 2013/14, bei dem sich der DSC in einer ähnlichen Situation wie aktuell befand, sagte Schütz: „Wir haben die Woche darüber gesprochen, dass wir schon einmal so ein Erlebnis hatten. Aber es geht nicht um das, was war, sondern darum, dass wir unsere Leistung jetzt auf den Platz bringen.“ Dennoch brachte er an: „Es ist eine gute Randnotiz, dass man dort bestehen kann und das hat uns bestärkt, dass wir guten Mutes nach Bochum fahren“, so der 29-Jährige.

Zur Frage zu seiner Rolle in der Mannschaft, die er in diesem Jahr besonders stabil ausfüllt, sagte Arminias Sechser: „Klar ist es irgendwo die Erfahrung. Ich habe schon das ein oder andere Mal so eine Situation mitgemacht und man lernt einfach besser, mit Situationen umzugehen. Ich versuche, so wenig wie möglich an mich heranzulassen – auch, wenn ich mir natürlich Gedanken mache.“ Saibene möchte gegenüber seinem Team „Ruhe und Selbstvertrauen ausstrahlen – wie eigentlich immer“. Er habe seinen Spielern den Rat gegeben, sich auf ihre Stärken zu fokussieren und ihnen vermittelt, dass sie zuletzt viele gute Partien absolviert haben. „Das soll uns Vertrauen geben! Wir haben gepunktet und das will ich der Mannschaft vermitteln. Wenn sie merken, dass da ein Trainer ist, der Vertrauen hat und Bescheid weiß, gibt es dem Team eine gewisse Sicherheit“, schloss er ab.

Weitere Aussagen von Saibene und Schütz gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Florian Hartherz zum Spiel:

Berichterstattung Bochum – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den VfL Bochum.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Sonntag um 13:30 Uhr das Spiel beim VfL Bochum im Vonovia-Ruhrstadion live zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Vonovia-Ruhrstadion.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, „Alle Spiele, alle Tore“, nach Spielende
  • Sport1, „Hattrick“, 19:00 Uhr bis 20:15 Uhr

Chancenreiche Partie endet 1:1

In einer chancenreichen Begegnung trennten sich der DSC Arminia und der VfL Bochum nach einem frühen Tor von Keanu Staude (7.) und dem späten Ausgleich von Selim Gündüz (82.) im Vonovia Ruhrstadion mit 1:1 (0:1).

Im Vergleich zum letzten Spiel gegen Greuther Fürth veränderte Cheftrainer Jeff Saibene seine Mannschaft auf gleich drei Positionen: Im Tor erhielt Wolfgang Hesl den Vorzug vor Daniel Davari und für David Ulm und Fabian Klos traten Reinhold Yabo und Keanu Staude in der Startelf an.

Bereits in der siebten Minute durfte der DSC nach seinem ersten Schuss aufs Tor jubeln: Nach einem langen Einwurf von Florian Dick von der rechten Seite gelang der Ball zu Tom Schütz, der ihn per Kopfballverlängerung zu Staude lenkte. Dieser musste den Ball nach einem kurzen Umweg aus wenigen Metern nur noch zur wichtigen 1:0-Führung ins Tor schießen. Kurz darauf kamen auch die Bochumer gefährlich vor das DSC-Gehäuse: Aus 20 Metern konnte Thomas Eisfeld den Ball per Volley nehmen, verfehlte das Tor von Hesl jedoch knapp. Die Partie nahm ordentlich an Fahrt auf: In der 17. Minute nahm sich Christoph Hemlein ein Herz, als er sah, dass VfL-Keeper Manuel Riemann einige Meter zu weit vor seinem Kasten stand – sein Schuss geriet jedoch zu hoch.

Die Bochumer zeigten aber auch, dass sie nicht sieglos aus der Begegnung gehen wollten. Nach einem Foul von Behrendt wenige Meter links vom Strafraum wurde der anschließende Freistoß für den DSC ziemlich gefährlich: Über Umwege gelangte der Ball bei Tom Weilandt, dessen Schuss Börner nur knapp vor der Linie klären konnte. Gleich darauf folgte die nächste Chance für den VfL: Nachdem die DSC-Abwehr den Ball in den eigenen Reihen verlor, nutzte Johannes Wurtz freistehend aus 16 Metern die Chance zum Abschluss, sein von Mlapa abgefälschter Schuss ging aber knapp neben den DSC-Kasten. In der 37. Minute war Hesl zur richtigen Zeit am richtigen Ort, als er einen Schuss von Marco Stiepermann aus spitzem Winkel von der linken Strafraumgrenze mit beiden Händen abwehrte und die knappe 1:0-Führung somit in die Halbzeit brachte (36.).

Zur zweiten Halbzeit wechselte Saibene und nahm mit Staude (aufgrund von Adduktorenproblemen) seinen einzigen Torschützen vom Platz. Für ihn betrat Sören Brandy den Rasen. Brandy stand kurz nach seiner Einwechslung auch schon im Mittelpunkt des Geschehens, als er von Yabo auf der linken Seite geschickt wurde: Er zog kraftvoll ab, sein Schuss verunglückte jedoch und ging quer am Tor vorbei. Kurz danach flankte der agile Hemlein von rechts hoch auf Voglsammer, der bei seinem Abschluss jedoch nicht genug Druck hinter den Ball bekam das Leder somit in die Hände des VfL-Keepers Manuel Riemann beförderte. Hemlein hatte dann auch die große Gelegenheit in der 55. Minute, um die knappe Führung auf 2:0 auszubauen: Dick brachte den Ball lang und hoch an den linken Pfosten, wo Arminias Nummer 17 frei zum Kopfball kam, den Ball jedoch einen Meter über die Latte beförderte. Auch Yabo hatte in der 59. Minute den nächsten DSC-Treffer auf dem Fuß: Prietl setzte sich gekonnt auf der linken Seite gleich gegen mehrere VfL-Spieler durch und brachte den Ball vor dem gegnerischen Gehäuse flach zu Yabo in den zentralen Strafraum. Der DSC-Angreifer kam jedoch einen Schritt zu spät, sodass VfL-Keeper Riemann den Ball vor ihm zu fassen bekam.

Auf der anderen Seite zeigte kurz darauf Hesl sein Können: Der Revierclub kämpfte sich mit einer schicken Kombination durchs Mittelfeld, sodass Wurtz auf einmal alleine aufs DSC-Tor zulief. Arminias Keeper eilte aus seinem Kasten und konnte so Wurtz Schuss mit der Körperfläche abwehren (62.). Nach einer Ecke des VfL Bochum landete der Ball bei Tim Hoogland, der den Ball glücklicherweise knapp links neben das Tor köpfte (66). Kurz darauf rettete Hesl nur haarscharf auf der Torlinie, als Bastians am langen Pfosten völlig blank stand und aus dem Fünfer aufs DSC-Tor köpfte – Herzstillstand bei allen Arminia-Fans (72.)!

Der DSC wurde nun von den Angriffen der Bochumer vollkommen eingenommen. Zwei Minuten nach Hesls Rettungstat kamen die Bochumer nämlich erneut in Person von Bastians gefährlich in den Strafraum, als dieser den herauseilenden Hesl überlupfte und sein Schuss nur Zentimeter neben dem rechten Pfosten landete. In diesen Minuten ging es Schlag auf Schlag: Erneut nur eine Minute später war es wieder Bastians, der links am Strafraum frei mit Vollspann abzog. Sein Schuss landete an der Unterkante der Latte und sprang so vom DSC-Kasten weg – großes Glück für Arminia!

Man merkte den DSC-Profis deutlich die Nervosität unter dieser Druckwelle an, zu leicht gingen die Bälle verloren. In der 82. Minute folgte dann die Quittung: Selim Gündüz stand auf der rechte Seite völlig frei und setzte zum Schuss an, der in Form einer Bogenlampe im linken Winkel des DSC-Tors landete und somit den Ausgleich markierte. Fünf Minuten später fehlten Klos das Glück und ein paar Zentimeter für den erneuten Führungstreffer, als er den Ball zentral aus dem Sechzehner auf Bochums Kasten schoss, sein Schuss aber minimal rechts am Tor vorbeiflog. Mlapa hatte in der Nachspielzeit dann auf der anderen Seite ebenfalls den Siegtreffer für die Heimmannschaft  auf dem Schlappen, als er nach einer Ecke völlig frei zum Abschluss kam, jedoch aus einem Meter links am Tor vorbeischoss (90.). Als wäre das nicht genug, kam der Stürmer der Ruhrpottler erneut zu einer Großchance, die er aber wieder nicht nutzte. So trennten sich der DSC und der VfL Bochum nach 90 spannenden Minuten mit einem 1:1-Unentschieden.

Auf ArminiaClubTV gibt es die Pressekonferenz nach dem Spiel:

Stimmen zum Spiel

Es fühlt sich an wie jede Woche: Der Ausgleich war letztlich schon verdient, aber so ein Glückstreffer ist auch frustrierend. Wir hätten hier mehr mitnehmen müssen, aber haben jetzt auch noch alle Chancen. Der Druck wird größer, aber es geht weiter.

Christoph Hemlein

Ein ärgerliches Ergebnis: Uns helfen nur Siege weiter. Aber die Ausgangssituation hat sich nicht groß verändert: Wir haben noch die Chance und werden in den verbleibenden Spielen alles dafür tun, diese zu nutzen.

Florian Dick

Wir müssen jeden Punkt mitnehmen, auch wenn das heute sicher zu wenig ist. Am Ende zählt, wo du nach 34 Spieltagen stehst. So lange wir die Chance auf den Klassenerhalt haben, glauben wir daran und werden hart dafür arbeiten!

Tom Schütz

Wir hätten das Spiel heute früher entscheiden müssen. Dann hat Bochum beim Ausgleich auch noch Glück, dass der so ins Tor segelt. Ich freue mich natürlich über mein Premierentor, aber am Ende ist das einfach zu wenig. Aber nächste Woche geht es weiter, da gibt es wieder Punkte zu holen.

Keanu Staude

Klar sind wir enttäuscht, wir wollten unbedingt gewinnen. Die Chancen dafür waren auch da, aber wir haben oft die falschen Entscheidungen getroffen. Am Ende haben wir wieder um den Ausgleich gebettelt, als ob wir nicht gewinnen wollten. So geht das Ergebnis letztlich in Ordnung, der Punkt ist für uns aber zu wenig.

Jeff Saibene

Die erste Halbzeit war enttäuschend für uns. Wir hatten zu wenig Laufarbeit und Tempo in unserem Spiel. Das Tor für uns fiel letztlich zu spät und war auch eher ein Glückstreffer. Ich habe ein offenes Spiel auf beiden Seiten gesehen, bei dem viele Chancen liegen gelassen wurden.

Gertjan Verbeek

VfL Bochum:
Riemann – Gyamerah, Hoogland , Bastians – Weilandt (55. Gündüz), Losilla, Janelt, Stiepermann (58. Saglam) – Eisfeld – Mlapa, Wurtz (69. Quaschner).

DSC Arminia Bielefeld:
Hesl – Dick, Behrendt, Börner, Hartherz – Prietl, Schütz – Hemlein, Yabo (77. Salger), Staude (46. Brandy) – Voglsammer (69. Klos).

Tore:
0:1 (7.) Staude, 1:1 (82.) Gündüz

Gelbe Karten:
-/Behrendt

Zuschauer:
18.469