VfL Bochum 1848 – DSC Arminia Bielefeld | DSC Arminia Bielefeld
 

DSC Arminia Bielefeld -

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Mo., 29.01.2018 20:30 Uhr

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Korrektur des Saisonziels

Wenn es in Bochum sportlich bergauf zu gehen scheint, erleidet der VfL regelmäßig einen Rückschlag – erst zweimal in der laufenden Saison konnten zwei Spiele in Folge gewonnen werden. Folglich ist der Blick aktuell eher nach unten als nach oben gerichtet, gegen den DSC ist die Mannschaft nach zuletzt zwei Niederlagen am Stück in der Pflicht.

Zu Saisonbeginn kam – nach drei Jahren mit Gertjan Verbeek als Chefcoach – Ismail Atalan aus Lotte und sollte den ehemaligen Bundesliga-Club aus dem Ruhrgebiet wieder in eine aussichtsreiche Position Richtung höchste deutsche Spielklasse bringen. Nach neun Spielen waren die Erwartungen seitens der Vereinsführung jedoch nicht erfüllt, inzwischen lautet das Saisonziel der Bochumer Klassenerhalt statt Aufstiegskampf. Als Konsequenz wurde der vorherige Co-Trainer Jens Rasiejewski am 10. Oktober 2017 zunächst übergangsweise und einige Zeit später fest zum hauptverantwortlichen Übungsleiter befördert, doch auch seine Bilanz liest sich bislang eher durchwachsen. Der VfL stellt mit erst 18 Toren die zweitschlechteste Offensive der zweiten Liga, dafür steht die Abwehr mit 23 Gegentreffern vergleichsweise stabil.

Hinter der Defensiv-Reihe fand vor Weihnachten ein Wechsel statt. Zunächst verletzungsbedingt wurde der bisherige Stammtorwart Manuel Riemann durch Felix Dornebusch ersetzt. In den drei Partien zwischen den Pfosten erledigte der seinen Job jedoch so gut, dass VfL-Coach Rasiejewski sich kürzlich trotz der Genesung Riemanns dazu entschied, seinen jungen Keeper vorerst im Kasten zu belassen. „In der Vorbereitung haben beide einen sehr guten Eindruck gemacht und waren gleichauf“, erläuterte der Coach die schwierige Entscheidung. Gut funktioniert hat auch Stefani Celozzi als Mannschafts-Kapitän. „Stefano hat es gut gemacht in den letzten Wochen, damit war ich sehr zufrieden. Er konnte sich auch vorstellen, das Amt weiterhin zu übernehmen. Deshalb war das Thema auch schnell erledigt“, erklärte Bochums Trainer. Als sein Stellvertreter steht Anthony Losilla bereit. Erforderlich wurde eine Neubesetzung der Kapitänsrolle, weil der bisherige Spielführer Felix Bastians nach Unstimmigkeiten mit der Vereinsführung vor einem Wechsel nach China steht.

Beim Spiel in Duisburg unter der Woche gab zudem Neuzugang Philipp Ochs sein Pflichtspieldebüt für den Revierclub. Der offensive Mittelfeldspieler kam im Winter auf Leihbasis aus Hoffenheim und soll mehr Torgefahr erzeugen. „Dieser Transfer hat für uns Sinn gemacht. Seine Spielweise kann mitreißend wirken“, so Rasiejewski. Dass der VfL das Spiel gegen den MSV mit 0:2 verlor, lag allerdings nicht an Ochs. „Teilweise haben wir nicht schlecht gespielt, aber am Ende zählt das Ergebnis“, unterstrich Mittelfeldspieler Kevin Stöger. „Wir müssen uns jetzt zusammenraufen, das Spiel analysieren und dann nächste Woche versuchen, es besser zu machen und zu punkten. Wir reden hier nichts schön.“

Das Hinspiel in der SchücoArena konnte der DSC durch die Treffer von Andreas Voglsammer und Konstantin Kerschbaumer mit 2:0 für sich entscheiden. Gerade auf dieses Duo wird die Bochumer Abwehr im Rückspiel besonders aufpassen müssen.

„Die Stabilität beibehalten“

Vor dem Auswärtsspiel beim VfL Bochum trafen sich DSC-Coach Jeff Saibene und Abwehrspieler Florian Dick mit den Medienvertretern. Auf der Pressekonferenz wurde hauptsächlich über das kommende Montagabend-Spiel, Arminias Lage allgemein und die Zukunft des Defensiv-Routiniers gesprochen.

Ausfallen wird bei Arminia weiterhin der langzeitverletzte Nils Quaschner (Knie-OP), daneben ist Stephan Salger wegen einer Virusinfektion krankgeschrieben. Manuel Prietl ist nach seiner fünften gelben Karte gesperrt und wird seinem Trainer im Vonovia Ruhrstadion deswegen nicht zur Verfügung stehen. Konstantin Kerschbaumer wird für seinen gesperrten Landsmann ins Zentrum rücken, auf den Außenbahnen steht neben Leandro Putaro, Patrick Weihrauch und Christoph Hemlein auch Keanu Staude nach auskurierter Blessur wieder als Alternative zur Verfügung. In Bochum rechnet Arminia mit der Unterstützung durch ungefähr 1.800 Anhänger aus Bielefeld. Schiedsrichter der Partie am Montagabend ist Robert Hartmann.

Eingangs der Pressekonferenz wurde ein kurzer Blick zurück auf das 0:0 gegen Greuther Fürth geworfen. Florian Dick wollte die Nullnummer nicht überbewerten und zeigte sich überzeugt, „dass der Ball bald auch wieder ins Tor geht.“ Nach der torlosen Partie gegen die Kleeblätter machte auch Saibene seinen Spielern keine Vorwürfe und wollte lieber schon auf die nächste Partie schauen. „Die Bochumer haben das Messer schon etwas am Hals jetzt und darauf müssen wir vorbereitet sein. Wir werden dagegenhalten müssen“, so der Luxemburger. „Aber Abendspiele liegen uns eigentlich immer, darüber mache ich mir zumindest keine Gedanken“, fügte er hinzu. „Wir müssen am Montag einfach mehr wollen als der Gegner“, kommentierte Dick das kommende Flutlicht-Spiel. „Und das müssen wir von Anfang an zeigen“, fügte er hinzu. Die allgemeine Situation in der Liga empfinde er nach wie vor als „sehr eng. Unser Ziel ist unverändert, so schnell wie möglich die 40 Punkte-Marke zu erreichen und so den Klassenerhalt zu sichern“, erklärte er abschließend zu diesem Thema.

Da am 31. Janaur die Transferperiode endet, fragten die Medienvertreter auch nach möglichen Transfers. Darauf Saibene: „Ich glaube nicht, dass sich noch etwas tut, derzeit ist sehr ruhig. Ich bin froh, wenn der 31. Janaur vorbei ist.“ Auch über die Zukunftgsplanungen von Florian Dick, den Saibene im Trainingslager als „heimlichen Chef“ bezeichnet hatte, wurde gesprochen. Dieser fühlte sich über dieses Kompliment „geschmeichelt“, sagte zudem: „Arminia ist der erste Ansprechpartner für mich, wenn es um meine weitere Karriereplanung geht. Aber unabhängig davon: Mein ganzes Leben war bisher vom Fußball geprägt, daher würde ich auch nach meiner aktiven Laufbahn gerne in dem Bereich bleiben.“ Zunächst wolle er jedoch gerne noch „ein oder zwei Jahre auf diesem Niveau spielen“. Da Stephan Salger am Montag fehlen wird, wird an Dicks Seite in der Viererkette erneut Brian Behrendt auflaufen. Arminias Nummer 3 wurde auf der Pressekonferenz von Saibene gelobt: „Brian hat mir in der Vorbereitung sehr gut gefallen und hat auch gegen Fürth ein starkes Spiel gemacht. Diese Stabilität in der Verteidigung müssen wir beibehalten.“

Weitere Aussagen von Saibene und Dick gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV spricht zudem Florian Hartherz über das Spiel in Bochum:

Berichterstattung Bochum – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den VfL Bochum.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Montag um 20:30 Uhr das Spiel gegen den VfL Bochum live im Vonovia Ruhrstadion zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Vonovia Ruhrstadion.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • RTL Nitro, „100 % Bundesliga“, 22:15 bis 00:10 Uhr (Montag)

Hartherz entscheidet das Westfalenderby

Zum Abschluss des 20. Spieltages gastierte der DSC Arminia am Montagabend beim VfL Bochum. Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit steigerte sich der DSC im zweiten Durchgang und gewann durch einen Freistoßtreffer von Florian Hartherz mit 1:0 (0:0).

Arminias Cheftrainer Jeff Saibene schickte seine Mannschaft mit einer Änderung gegenüber dem Heimspiel gegen Greuther Fürth auf das Spielfeld des Vonovia Ruhrstadions: Konstantin Kerschbaumer rückte für den gelbgesperrten Manuel Prietl auf die Sechs, die freie Position auf der linken Außenbahn nahm Keanu Staude nach überstandener Verletzung ein. Roberto Massimo fehlte aufgrund von Patellasehnen-Problemen im Aufgebot des DSC.

Unter Flutlicht pfiff der erfahrene Schiedsrichter Robert Hartmann die Partie pünktlich um 20:30 Uhr an. In den Anfangsminuten wurde der DSC durch die Gastgeber leicht unter Druck gesetzt, ließ zunächst jedoch keinen gefährlichen Abschluss zu. Insgesamt fand das Spiel in der ersten Viertelstunde hauptsächlich im Mittelfeld statt, Angriffsversuche wurden auf beiden Seiten frühzeitig unterbunden. Nach knapp 15 Minuten hatten die Ostwestfalen die erste Torchance der Begegnung. Patrick Weihrauch köpfte den Ball nach gutem Zusammenspiel zwischen Fabian Klos und Andreas Voglsammer allerdings zu mittig auf das Tor von Felix Dornebusch, der die Kugel letztlich ohne große Probleme festhalten konnte. Auf der anderen Seite kamen die Bochumer in der 24. Minute nach einem Eckball zum ersten Mal richtig gefährlich vors Tor von Stefan Ortega Moreno: Anthony Losilla brachte seinen Fuß in einer unübersichtlichen Situation schließlich an den Ball, der DSC-Keeper warf sich noch klärend dazwischen.

Chancen waren lange Zeit weiterhin Mangelware. Nach einem Foul an Klos brachte Tom Schütz den Ball dann gefährlich in den Sechzehner des VfL, wo der eingangs gefoulte Bielefelder Stürmer nicht genügend Druck hinter den anschließenden Kopfball bringen konnte (30.). Nach einem weiteren Freistoß in der 34. Minute verpasste DSC-Kapitän Julian Börner den Ball nur knapp. Zuvor war ein Arminia-Konter durch ein Foul an Weihrauch gestoppt worden. Auf der Gegenseite verfehlte ein Schuss von Kevin Stöger aus halblinker Position den Kasten von Ortega Moreno doch recht deutlich, der nächste von Robbie Kruse war da schon gefährlicher (38.), ging aber daneben. Gegen Ende des ersten Durchgangs verbesserte sich das Spiel beider Mannschaften zunehmend, insgesamt neutralisierten sie sich jedoch weitestgehend gegenseitig. So gingen die Teams nach 45 Minuten beim Stand von 0:0 in die Halbzeitpause, ohne die ganz großen Aufreger präsentiert zu haben.

Beide Teams kamen ohne personelle Wechsel aus der Kabine und überwiegend ereignisarm ging es zunächst auch nach dem Wiederanpfiff weiter. In der 56. Minute hatte Arminia dann die erste richtig dicke Möglichkeit der zweiten Hälfte, als Keanu Staude eine Flanke von Florian Dick auf die Füße fiel – das Bielefelder Eigengewächs konnte den Ball jedoch nicht an seinem Gegenspieler vorbeischieben, holte aber immerhin einen Eckball raus. Auf der anderen Seite hatten die Spieler von Jeff Saibene in der 60. Minute viel Glück, als ein Schuss von Stöger gerade noch durch Ortega Moreno zur Ecke gelenkt werden konnte. Stark gehalten! Wenige Minuten später hatte Weihrauch die nächste gute Gelegenheit für Arminia, sein Kopfball nach Flanke von Hartherz landete knapp neben dem Pfosten im Toraus (63.). Ein weiterer Abschluss vom für Klos eingewechselten Leandro Putaro verfehlte aus gut 25 Metern das Tor von Dornebusch deutlich (66.).

Dann die Erlösung: Nach einem Foul an Weihrauch knapp einen Meter vor der Strafraumgrenze des VfL gab es einen weiteren Freistoß für den DSC – aus halbrechter Position zwirbelte Florian Hartherz den Ball wunderbar über die Mauer in den Winkel zur 1:0-Führung (68.)! Die Arminen hatten sich damit für das lange Warten belohnt. Den Ausgleich verhinderte drei Minuten später erneut Ortega Moreno, der nach einem Bochumer Eckball richtig stand und den Ball mit seinem Gesicht abwehren konnte. Nach dem Führungstreffer konzentrierten sich die Bielefelder zunehmend auf die Defensive und versuchten sie, das Spiel durch Konter zu entscheiden. Nach einem Zuspiel von Putaro parierte Dornebusch den Abschluss von Weihrauch, Konstantin Kerschbaumer scheiterte wenig später ebenfalls am Schlussmann des VfL (87.). Bis zum Ende der Nachspielzeit passierte trotz des Anrennens der Gastgeber nichts Entscheidendes mehr und so sicherte sich der DSC am Ende nicht unverdient die drei Punkte im Ruhrgebiet.

 

Stimmen zum Spiel

Das war heute kein schöner, aber ein ganz wichtiger Sieg. In dieser Phase müssen wir die drei Punkte eben so holen. Heute ging es nicht darum, schönen Fußball zu spielen. Dafür können wir jetzt aber trotzdem feiern.

Florian Dick

Das Tor war wirklich schön und ich hatte dabei ein tolles Gefühl. Ich habe es im Training geübt und es hat im Spiel geklappt – Wahnsinn! Bochum hat es heute ordentlich gemacht und wäre am Ende fast noch einmal herangekommen. Wir haben uns für den Kampf heute belohnt, müssen aber aus der engen Schlussphase lernen und noch konsequenter werden.

Florian Hartherz

Heute war es ein offener Schlagabtausch, wir hatten aber auch ein paar Phasen mit guten spielerischen Ansätzen. Es war ein schöner Kampf und zum Glück ist es für uns gut ausgegangen. Es macht einfach Spaß, solche Kampfspiele zu gewinnen. Und Flo hat sich dieses schöne Tor auch wirklich verdient.

Stefan Ortega Moreno

Wir haben kein gutes, kein schönes Spiel gesehen. Es war geprägt von Nervösität, es gab viele Fehlpässe, vor allem in der ersten Halbzeit. Insgesamt war das Spiel ausgeglichen und dieses Mal hatten wir auch das Glück, das uns am letzten Mittwoch gegen Fürth noch gefehlt hat. Solche Spiele werden dann oft durch Standards entschieden. Florian Hartherz trainiert das oft, heute wurde er dafür belohnt. Wir haben wieder zu null gespielt, das ist wichtig. Das sind drei extrem wichtige Punkte, um uns von den hinteren Rängen zu lösen. Gratulation an das Team für den Kampf und die gute Einstellung, wir haben uns den Sieg erkämpft.

Jeff Saibene

Täglich grüßt das Murmeltier. Es ist gelaufen wie es zuletzt häufig gelaufen ist: Wir haben die Spielmomente auf unserer Seite nicht zu Toren genutzt. Der Kollege hat es gesagt, dass dann Standards oft entscheidend sind und so war es dann durch diesen wunderbaren Freistoß. Mit dem Kampf und der Bereitschaft der Mannschaft bin ich zufrieden, wir haben es bis zum Schluss versucht. Aber man muss auch deutlich sagen, dass das, was wir machen, aktuell nicht reicht, um Spiele zu gewinnen.

Jens Rasiejewski

VfL Bochum:
Dornebusch – Gyamerah, Fabian, Hoogland, Hemmerich (79. Sam) – Losilla, Eisfeld (75. Leitsch) – Ochs (61. Hinterseer), Stöger, Kruse – Wurtz.

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Dick, Behrendt, Börner, Hartherz – Weihrauch (88. Weigelt), Kerschbaumer, Schütz, Staude (75. Hemlein) – Klos (62. Putaro), Voglsammer.

Tor:
0:1 (68.) Hartherz.

Gelbe Karten:
Hemmerich/-

Zuschauer:
12.417