DSC Arminia Bielefeld -

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Mi., 18.02.2015 19:00 Uhr

VfL Osnabrück(0)
DSC Arminia Bielefeld (3)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Gefährliches Sturmduo

Fünf Ex-Arminen und ein kongeniales Sturmduo sind maßgeblich am Erfolg des VfL Osnabrück beteiligt.

Die insgesamt 35 Punkte und den derzeitigen zehnten Tabellenplatz in der laufenden Saison sicherte den Niedersachsen vor allem das Sturmduo Addy Waku-Menga und Stanislav Iljutcenko. Mit elf (Menga) bzw. neun (Iljutcenko) Toren in 22 Spielen sind sie das beste Sturmduo der Liga. In der Torjägerliste liegen sie aber noch hinter Fabian Klos (15 Treffer). Menga ist laut Kicker-Noten der fünfbeste Spieler der gesamten 3. Liga. Mit Torwart Daniel Heuer Fernandes steht in dieser Rangliste ein Osnabrücker sogar auf dem zweiten Platz.

Der Mannschaft von Cheftrainer Mike Walpurgis hat derzeit acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, der Rückstand auf Arminia Bielefeld beträgt sogar schon elf Punkte. In der Heimtabelle belegt der VfL Platz 8, Arminia steht auf Platz 6 der Auswärtstabelle. Den Start in das neue Jahr gestaltete der VfL alles andere als gelungen. Erst ging das Derby in Münster mit 0:2 verloren, dann folgte eine 0:1-Heimniederlage gegen Fortuna Köln. Damit ist Osnabrück in 2015 noch torlos in Pflichtspielen. Das Hinspiel verlor Arminia in der SchücoArena mit 1:2, Iljutcenko traf dabei doppelt.

Im Kader der Osnabrücker befinden sich neben Maik Walpurgis (coachte einst die U23 des DSC) einige bekannte Gesichter, wie das von Francky Sembolo. Der Ex-Armine absolvierte für die Lila-Weißen jedoch erst fünf Spiele. Neben Michael Hohnstedt, der von 2002 bis 2009 sieben Jahre lang im Arminia-Trikot agierte, spielte Massimo Ornatelli zwei Saisons beim DSC und Alexander Dercho (ehemals Krük) eine Saison. Dercho wird das Nachholspiel am Mittwoch allerdings wegen einer Gelbsperre nur von der Tribüne aus verfolgen können.

„Nachzulegen wäre schön“

Auf der heutigen Pressekonferenz vor dem Nachholspiel beim VfL Osnabrück informierte Nobert Meier die Presse über die sportliche Situation der Mannschaft.

Ausfallen werden morgen Abend definitiv Manuel Hornig und Jerome Propheter, die beide weiterhin in der Reha aktiv sind. Für Marco Hober wurde nach seinem Nasenbeinbruch nun eine Maske angefertigt, somit konnte er heute wieder langsam anfangen, mit dem Ball zu arbeiten. Der erkrankte Daniel Brinkmann wird auch morgen definitiv keine Rolle spielen, so wie wahrscheinlich auch der von Adduktorenproblemen geplagte Julian Börner.

Ob Meier dem Leitsatz „Never change a winning team“ folgen wird, lies er offen, erklärte aber: „Es drängen natürlich auch andere Spieler in die Mannschaft. Das Spiel gegen den MSV war anstrengend.“ Auf einigen Positionen habe er jedoch keine große Auswahl, schränkte der Coach ein. Ein Kandidat für die Startelf könnte Christian Müller sein. „Christian Müller ist ein anderer David Ulm für die gleiche Position“, erläuterte der Cheftrainer. Und auch der zuletzt wegen Trainingsrückstand fehlende Peer Kluge könnte in den Kader zurückkehren.

Das 4:2 gegen den MSV Duisburg war für Norbert Meier ein wichtiger Sieg, seine Mannschaft habe in der zweiten Halbzeit eine gute Eigendynamik entwickelt. Dieser Sieg sollte und müsste den Spielern genügend Selbstvertrauen geben. Der VfL Osnabrück würde aber nach den zwei letzten Niederlagen alles in die Waagschale werfen, um den negativen Rückrundenstart zu stoppen. Schon im Vorfeld habe das Derby einen besonderen Spannungswert. „Für uns wäre es natürlich schön nachzulegen. Wir dürfen nicht auf Lila-Weiß gucken, denn mit einem Erfolgserlebnis würdest du morgen ganz alleine punkten können“, so Meier. Erneut verwies der Trainer auf die Ausgeglichenheit der 3. Liga: „In dieser Saison kann nicht viel überraschen, denn es ist alles möglich. Es gibt kein grundsätzliches Mittel, um deine Gegner in Verlegenheit zu bringen.“

Am Rande der Pressekonferenz stand auch David Ulm den Journalisten zur Verfügung und erläuterte die Situation nach dem 4:2-Sieg gegen MSV und vor dem kommenden Derby: „Wir haben eine Viertelstunde gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Aber danach waren wir sehr effektiv.“ Auch zu seinem Mitspieler Fabian Klos fand der Mittelfeldspieler lobende Worte: „Wenn er so viel trifft, ist das natürlich auch gut für die Mannschaft. Seine Tore haben uns brutal geholfen, das Spiel zu drehen.“ Arminias Nummer 5 flattern vor dem Derby aber nicht die Nerven. „Druck hast du immer, so ist das eben im Fußball. Aber wir denken von Spiel zu Spiel. In der 3. Liga kann jeder jeden schlagen und bei Derbys ist alles möglich“, erklärte Ulm.

Berichterstattung Osnabrück – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den VfL Osnabrück.

23 Osna ausw_neuWer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Mittwoch um 19:00 Uhr das Spiel beim VfL Osnabrück live im Stadion zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir Euch immer auf dem Laufenden!
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der osnatel-Arena.
  • Der NW-Live-Ticker informiert über alle wichtigen Ereignisse des Spiels.
  • Im NDR-Livestream wird das komplette Spiel live übertragen.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Stand jetzt (Dienstagvormittag) wird keine Zusammenfassung im Fernsehen gezeigt. Etwaige Änderungen werden an dieser Stelle nachgetragen.

4:0-Derbytriumph in Osnabrück

Ein wie entfesselt aufspielender DSC gewinnt das Nachholspiel beim VfL Osnabrück mit 4:0 (3:0).

Nach dem 4:2-Heimsieg gegen den MSV Duisburg nahm DSC-Cheftrainer Norbert Meier zwei Änderungen in seiner Startformation vor. Dennis Mast und David Ulm erhielten eine Pause und wurden durch Marc Lorenz und Christian Müller ersetzt. Und diese beiden sollten in der Anfangsphase eine tragende Rolle einnehmen. Zwar hatte Osnabrück durch Thee, der in der 9. Minute aus kurzer Distanz das Spielgerät nicht richtig traf, die erste Chance, doch danach zündete Arminia ein Offensivfeuerwerk der feinsten Sorte.

In der 9. Minute verlängerte Fabian Klos einen Abschlag von Torwart Alexander Schwolow mit dem Kopf in den Lauf von Marc Lorenz, der Christian Müller glänzend in Szene setzte. Müller nahm den Ball im Strafraum an und überwand Keeper Daniel Heuer Fernandes mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zum 1:0. Weiter ging die wilde Fahrt in der 12. Minute: Christian Müller bediente von der rechten Seite den völlig freistehenden Fabian Klos im Strafraum und Arminias Kapitän vollstreckte mit einem schönen Flugkopfball zum 2:0. Und nur vier Minuten später erhöhte Arminia sogar auf 3:0. Marc Lorenz flankte vom linken Flügel an den langen Pfosten zu Fabian Klos, der aus kurzer Distanz erfolgreich war.

Der VfL brauchte bis zur 22. Minute, um diesen Dreifach-Schock zu verkraften. Dann versuchte es Addy-Waku Menga mit einem Schuss aus 24 Metern, doch abgefälscht von einem Bielefelder Abwehrbein ging das Spielgerät über das Tor. Die beste Chance zum Anschlusstreffer hatte Stephan Thee in der 33. Minute. Der Osnabrücker Rechtsaußen scheiterte nach einer Hohnstedt-Flanke jedoch am glänzend reagierenden Schwolow, der per Fußabwehr zur Stelle war. Auf der Gegenseite erzielte Arminia in der 42. Minute beinahe den vierten Treffer. Nach Vorarbeit von Marc Lorenz wuchtete Fabian Klos den Ball aber nur an die Latte – Pech für den DSC! Kurz vor der Halbzeit vergab Thee erneut eine gute Chance für den VfL, anschließend ging es mit der 3:0-Führung für Arminia in die Kabinen.

In Halbzeit zwei startete der DSC mit einem Wechsel. Für den angeschlagenen Christian Müller spielte nun David Ulm. Der Franzose fügte sich bestens in das Bielefelder Kollektiv ein und sah in der 51. Minute Tom Schütz, der weiterspielte zum auf der linken Seite freien Marc Lorenz, der sich aus 18 Metern ein Herz fasste und per knallhartem Aufsetzer in die lange Ecke das 4:0 erzielte. Wie schon in der ersten Hälfte behielt Arminia eindeutig die Spielkontrolle und zeigte weiter einen ganz starken Auftritt. Der VfL versuchte zwar weiterhin viel, prallte aber immer wieder am guten Defensivverbund des DSC ab.

In der 59. Minute versuchte es Marcel Kandziora aus der Distanz, sein Schuss ging jedoch einen knappen Meter am Lattenkreuz vorbei. Eine kuriose Szene dann in der 65. Minute: Nach einem Konter rutscht Sebastian Schuppan in eine Hereingabe von Christoph Hemlein, kam aber nicht mehr richtig an den Ball. Im Anschluss rutschten noch mehrere flache Hereingaben durch den Osnabrücker Strafraum, doch die Arminen verpassten jeweils knapp. Nur eine Minute später versuchte es dann Christoph Hemlein mit einem Gewaltschuss, doch Heuer Fernandes im Osnabrücker Tor reagierte gut.

Bis zur 77. Minute dauerte es, ehe der VfL wieder gefährlich wurde. Im Strafraum zog Menga aus halbrechter Position ab, scheiterte jedoch am guten Alexander Schwolow. Die letzten 15 Minuten spielte Arminia das Spiel souverän zu Ende und fuhr einen vollkommen verdienten und beeindruckenden Derbysieg ein. Anschließend wurde mit den über 3.000 Bielefelder Fans unter den 15.500 Zuschauern der Derbysieg noch ausgiebig auf dem Zaun gefeiert.

Die Stimmen zum Spiel auf ArminiaClubTV mit Marc Lorenz, Felix Burmeister und Christoph Hemlein.

 

Stimmen zum Spiel

Wir haben das Derby so angenommen, wie man es annehmen muss. Wir waren sehr konzentriert und sind gut in die Zweikämpfe gekommen, von denen wir viele gewonnen haben. Dazu haben wir blitzsaubere Tore rausgespielt. Das 3:0 war dann natürlich eine Vorentscheidung. Insgesamt war das eine beeindruckende Leistung und der Sieg war auch in der Höhe verdient. Christian Müller und Marc Lorenz sind wie alle anderen zwei vollwertige Spieler. Ich habe oft betont, dass wir alle Spieler benötigen, das hat man heute wieder gesehen. Die beiden haben das hervorragend gemacht.

Norbert Meier

Glückwunsch an Norbert Meier und Arminia Bielefeld. Das war eine richtige Ohrfeige für uns. Alle hatten sich auf das Derby gefreut, wir hatten uns viel vorgenommen, das hat man in den ersten Minuten gesehen, wir hatten ja auch die erste Chance. Dann sind wir von Arminia eiskalt erwischt worden. Wir kannten ihre Qualitäten, die drei Tore in sieben Minuten haben uns dann komplett aus der Bahn geworfen, die Mannschaft war paralysiert. Wir haben auch in der zweiten Halbzeit alles versucht, aber der Gegner war heute eine Klasse besser, das muss man anerkennen. Für uns war es einfach ein bitterer Tag.

Maik Walpurgis

VfL Osnabrück:
Heuer Fernandes – Falkenberg, Pisot (52. Eiter), Grassi (46. Feldhahn), Kandziora – Thee, Groß, Chahed (69. Tüting), Hohnstedt – Menga, Iljutcenko.

DSC Arminia Bielefeld:
Schwolow – Dick, Burmeister, Salger, Schuppan – Schütz, Junglas – Hemlein (82. Testroet), Müller (46. Ulm), Lorenz – Klos (69. van der Biezen).

Tore:
0:1 (9.) Müller, 0:2 (12.) Klos, 0:3 (16.) Klos, 0:4 (51.) Lorenz.

Gelbe Karten:
Chahed, Falkenberg/Schütz

Zuschauer:
15.500