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Lohmann – Das bin ich!

Liebe Arminis, liebe Eltern

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…da mir die gesprochene Sprache naturbedingt verwehrt bleibt, greife ich nun zu Tinte und Papier, um mich persönlich vorzustellen. Das Licht der Welt erblickte ich 1926 auf dem Gelände der altehrwürdigen Alm, damals eine schlichte Wiese, die Bauer Lohmann gehörte. Weil ich ein ausgesprochenes Prachtexemplar war, bekam ich gleich den Namen meines stolzen Ziehvaters verpasst: „Lohmann“.

Auch Arminia durfte sich 1926 erstmals auf diesem Gelände austoben und Fußball spielen, denn Bauer Lohmann hatte es ihnen gerade verpachtet. Doch der Platz war noch holprig, der Ball hoppelte auf dem stoppeligen Geläuf wie ein Flummi auf Irrwegen herum. Abhilfe musste her, der Fußballplatz musste eine schöne gerade Fläche werden, das stand fest. Und so kam ich ins Spiel.

Schon in jungen Jahren war ich bekannt für meinen großen Hunger, den zu stillen meinem Ziehvater Bauer Lohmann nur selten gelang. Als nun jemand gesucht wurde, um den holprigen Fußballplatz zu hegen und zu pflegen, ihn von Unkraut, dicken Grasbüscheln, Klee und Löwenzahn zu befreien, unterstrich ich mit meinem schönsten und lautesten „Muuuuuh“, dass ich der Aufgabe gewachsen sei. (Apropos: Bei „Muh“ denkt man oft an Kuh, aber ein Stier, wie ich es bin, kann das noch lauter und beeindruckender!).

So streunte ich jahraus, jahrein über die alte Alm, mümmelte und mampfte mich durch das Grün und sorgte fortan für eine schöne ebene Spielfläche. Mein unbändiger Hunger hatte noch einen weiteren Vorteil, denn wer viel isst, muss auch viel, äh…, also… – na ja, der kann eben auch düngen. Der Rasen gedieh immer besser, auch ich wurde immer kräftiger, ein richtiger Stier eben und eh ich mich versah, war Arminia ein richtig großer und bekannter Club geworden, der die größten Vereine aus ganz Deutschland zu Gast auf meiner schönen Wiese hatte.

Nun musste ich mich entscheiden! Sollte ich weiter im Untergrund arbeiten, versteckt und verstohlen vor mich hin mampfen oder den Schritt in die Öffentlichkeit wagen und den Verein tatkräftig unterstützen, nicht nur bei der Rasenpflege? Denn die „Alm“ hieß mittlerweile „SchücoArena“, ein Name, dem auch ich gerecht werden wollte. In einer Arena hofft der Zuschauer nämlich auf Spaß, Spannung und Spektakel und ich habe schon immer gewusst, dass ich mehr kann, als nur den Rasen zu pflegen.

SAMSUNG CSCIm Sommer 2006 war es soweit. Nachdem Arminia im Oktober 2005 den Kinderclub „Arminis“ gegründet hatte, wurde jemand gesucht, der sich den Dreikäsehochs als Pate annehmen könnte. Groß und stark sollte er sein, breite Schultern und immer ein offenes Ohr haben, flauschig, von weicher und knuddelfester Statur. Man dachte tatsächlich an mich, was für eine Ehre! Wie schon viele Jahre zuvor räusperte ich mich, holte tief Luft und ließ beim Stadionfest in der SchücoArena ein „Muuuuuhhhh“ erklingen, mit dem ich unmissverständlich klar machte: Ich nehme die Wahl an!

Es war eine gute Entscheidung. Mittlerweile bin ich mit der Rückennummer 26, also meinem Geburtsjahr, im Amt und bekannt wie ein bunter Hund. Für euer Lächeln, eure Freude und eure Begeisterung, mit der ihr die Veranstaltungen der Arminis bereichert, möchte ich euch danken. Liebe Arminis, lasst uns diesen Weg noch lange zusammen gehen!

Euer Lohmann