DSC Arminia Bielefeld -

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Die DSC-Jahrhundertelf

Im Rahmen der 100 Jahr-Feierlichkeiten schlugen 5.127 Arminia-Experten und Fußballfans IHRE Mannschaft vor und ermittelten somit die DSC-Jahrhundert-Elf.

Bis zum 100. Vereinsgeburtstag am 03. Mai 2005 wurden die Vorschläge gesammelt, anschließend zog sich das Konklave zur Beratung zurück, um die zahlreichen Stimmzettel auszuwerten. Dann stieg weißer Rauch aus der Geschäftsstelle auf. Und dies ist sie, die “Elf des Jahrhunderts“ des DSC Arminia:

DSC-Jahrhundertelf 2

 

Uli Stein
Einer der besten deutschen Torhüter des letzten Vierteljahrhunderts, dessen Karriere 1976 in Bielefeld begann. Nach turbulenten Zeiten beim HSV und Eintracht Frankfurt kehrte er 1995 noch einmal auf die Alm zurück.

Günther Schäfer
Er hielt zwischen 1996 und 1998 seine Knochen für die Blauen hin. Als Stuttgarter Institution auf die Alm gekommen, wurde der Manndecker in Bielefeld bereits nach wenigen Spielen zum Publikumsliebling und “Fußballgott“.

Dieter Schulz
Meister der eingesprungenen Fluggrätsche. Wurde mal ins Krankenhaus gebracht und stand nach einer halben Stunde mit Kopfverband wieder auf dem Platz. Einen härteren Verteidiger gab es bei Arminia in 100 Jahren nicht.

Thomas Stratos
Ähnlich wie frühere Arminen-Liberos (Hey, Bregman) pendelte auch er zwischen Genie und Wahnsinn. Technisch äußerst beschlagen, ein abgebrühter Hund mit Hang zum Herzinfarkt-Pass.

Walter Claus-Oehler
Arminias erster Nationalspieler. Wichtigste Figur jener Mannschaft, die in den 20ern Westfalenmeister in Serie wurde und zweimal die Westdeutsche Meisterschaft holte. Regisseur und Vollstrecker in Personalunion.

Frank Pagelsdorf
Viele sahen in ihm den “Mini-Netzer“. Bis heute Arminias Rekordtorschütze in der höchsten deutschen Spielklasse, was nach Pagelsdorfs Meinung auch noch lange so bleiben wird.

Thomas von Heesen
Der ehemalige Geschäftsführer und Trainer des DSC war als Spieler entscheidend am Comeback des Clubs in den 90er Jahren beteiligt. Als Armine erzielte er im Spätherbst seiner Karriere sein 100. Bundesligator.

Norbert Eilenfeldt
Passender als Ingolf Lück hätte man es nicht sagen können: Wer den nicht für die Jahrhundertelf nominiert, verdient lebenslänglich Stadionverbot. Kämpfer, Antreiber und zudem unglaublich torgefährlich.

Bernd Kirchner
Kam aus der eigenen Jugend und hat nie für einen anderen Club als Arminia gespielt. Wurde mehrfach in die Amateur-Nationalelf berufen und wäre vielleicht ein ganz Großer geworden, hätte er nicht schon mit 26 Jahren seine Karriere beendet.

Bruno Labbadia
Schoss Arminia 1999 mit 28 Toren fast im Alleingang zurück in die Erste Liga. Einer der letzten echten Strafraumspieler, der die Tradition herausragender Knipser beim DSC nahtlos fortsetzte.

Ewald Lienen
Spielte sich mit hängender Zunge und unwiderstehlichen Flankenläufen in die Herzen der Fans. Sein der Länge nach aufgeschlitzter Oberschenkel gehört zu den unvergessenen Bildern der Bundesligageschichte.

Trainer
Ernst Middendorp
Baute Ende der 80er aus dem Nichts eine völlig neue, identitätsstiftende Mannschaft auf und führte Arminia in seiner zweiten Amtszeit von der Regionalliga in die Bundesliga. 2007 kehrte der brillante Motivator ein drittes Mal zurück nach Bielefeld und erreichte den nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt, womit er sich wohl endgültig unsterblich gemacht hat.

Auf der Ersatzbank:
Wolfgang Kneib
Thomas Helmer
Arne Friedrich
Helmut Schröder
Silvio Meißner
Billy Reina
Fritz Walter

Die Jury:
Rudi Giersch | Hannes Scholz (Alt-Arminen)
Martin Kollenberg | Stefan Studtrucker (Sportfive)
Christian Venghaus | Stefan Stricker (Fans)
Dirk Schuster (Westfalen-Blatt)
Markus Uhlig (Autor Chronik, Redakteur “Halbvier”)
Tanja Dönnecke-Kiel | Hans Milberg (DSC Medien)
Thomas von Heesen | Roland Kentsch (Geschäftsführung)
Albrecht Lämmchen | Hans-Hermann Schwick (Verein)