DSC Arminia Bielefeld -

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Seit sechs Jahren immer dabei

Manuel Hornig, Fabian Klos und Tom Schütz besuchten die Arminis und erinnerten sich gemeinsam an ihre letzten sechs turbulenten Jahre beim DSC Arminia Bielefeld.

Im Sommer 2011 herrschte große Umbruchstimmung bei Arminia Bielefeld. Der Club war gerade in die dritte Liga abgestiegen und man hoffte auf einen Neuanfang. Auch die Mannschaft wurde komplett umgekrempelt und so betraten drei junge Spieler den Bielefelder Rasen, deren persönliche Geschichte sich untrennbar mit der Vereinsgeschichte verbinden sollte – Manuel Hornig, Fabian Klos und Tom Schütz. In den letzten sechs Jahren haben sie mit Arminia viel erlebt – “Es war jede Saison etwas los, ob gut oder schlecht”, fasst Fabian Klos zusammen. Gemeinsam mit den Arminis ließen sie diese Zeit anhand vieler Bilder und einiger Anekdoten noch einmal Revue passieren.

Ihre Anfangsphase in Bielefeld haben alle drei sehr positiv in Erinnerung. Manu hatte sich sehr auf Arminia gefreut und wusste: “Das ist ein geiler Verein mit super Fans”, für den es sich lohnt seine Heimat im Süden zu verlassen. Tom war überrascht von der schönen Stadt, die er zuvor gar nicht kannte und vom tollen Stadion. Und auch Fabian erinnert sich an das Stadion, das zum Saisonauftakt 2011 gut besucht war, obwohl Arminia gerade abgestiegen war. “Da haben die Fans schon zum Trainingsauftakt eine tolle Stimmung gemacht.” Diese Stimmung sollten sie in den folgenden Jahren noch häufiger zu hören bekommen.

Die drei sind sich einig: Emotionale Höhepunkte in den Jahren waren natürlich die beiden Aufstiege 2013 und 2015. Manu fand den Aufstieg 2013 besonders schön “weil er sehr unerwartet kam.” Toms Erinnerung “auf dem Balkon des Rathauses zu stehen, ist natürlich ein überwältigendes Gefühl” konnten Manu und Fabian nur zustimmen. Klos möchte jedoch einige Erinnerungen lieber für sich behalten, da sie “nicht so für Kinder geeignet sind”, wie er mit einem Grinsen hinzufügte. Nur so viel: Teamkollege Patrick “Patsche” Schönfeld kam nach dem Aufstieg 2013 nicht nur zum Arminis-Sommerfest in Badelatschen und voller Spielmontur des Vortages, sondern behielt beides auch auf dem anschließenden Kurztrip nach Mallorca an. Die Feier nach dem Aufstiegsspiel war so feuchtfröhlich gewesen, dass er danach nie die Zeit gefunden hatte, sich umziehen.

Bei den vielen Spielen, die die drei für Arminia Bielefeld absolviert haben, sind ein paar in besonderer Erinnerung geblieben. Für Manuel Hornig war es das Auswärtsspiel auf St. Pauli 2013. “Zwei Tage vorher bin ich zum ersten Mal Vater geworden, hatte wenig geschlafen und war ohnehin schon sehr emotional. Ich weiß noch, wie Fabi zum Schluss neben mir als Abwehrspieler aushalf und dann haben wir tatsächlich gewonnen.” Auch Tom erinnert sich gerne an dieses Spiel und nennt, genau wie Fabian, außerdem das Spiel in Bochum 2014 als Highlight. “Da sind so viele Fans mitgereist, haben Stimmung gemacht und uns unterstützt. Und dann haben wir 4:1 gewonnen in einer entscheidenden Phase der Saison.” Für Fabian Klos kam in der laufenden Saison außerdem das Auswärtsspiel gegen Hannover 96 zur Liste der wichtigsten Spiele hinzu, da er hier sein 100. Pflichtspieltor für den DSC schoss und ein Unentschieden für Arminia rausholte.

Auch von ihren folgenschweren Verletzungen in der Saison 13/14 berichteten Klos und Hornig. Klos erlitt beim Heimspiel gegen Kaiserslautern eine schwere Gesichtsfraktur: “Für mich persönlich der schlimmste Augenblick bei Arminia.” Nur 47 Tage später stand er jedoch schon wieder auf dem Platz. “Rückblickend war das sicherlich zu früh, weil ich noch nicht wieder richtig fit war. Aber uns ging es in der Phase schlecht und das Team brauchte mich.” Hinzu kam dann im März auch noch Manuel Hornigs Kreuzbandriss beim Auswärtsspiel gegen Sandhausen. “In der Kabine dachte ich erst, dass es gar nicht so schlimm sei und ich doch hätte weiter spielen können. Da habe ich wohl aufgrund des Schocks den Schmerz nicht so richtig gespürt.” Leider war die Verletzung doch sehr ernst und Manu musste 344 Tage pausieren. Der Ausgang der Saison ist bekannt – es folgte der bittere Abstieg in der Relegation gegen Darmstadt. Über dieses Spiel wollten die Profis am liebsten gar nicht sprechen. “Es ist ein Scheißgefühl abzusteigen”, waren sich Arminis und Spieler einig.

Doch zum Glück gab es viel mehr schöne als schlechte Erinnerungen an die letzten sechs Jahre. Wie die Erfolgssaison 2014/15, als Arminia die direkte Rückkehr in die 2. Bundesliga feierte, Meister der 3. Liga wurde und im DFB-Pokal bis ins Halbfinale einzog. Die Pokal-Heimspiele sind allen drei Profis in unvergesslicher Erinnerung geblieben. Nicht nur, weil sie sich gegen drei Erstligisten durchsetzen konnten, sondern vor allem wegen der ganz besonderen Stimmung im Stadion. “Das Halbfinale gegen Wolfsburg zu verlieren und von den Fans so gefeiert zu werden, als hätte man den Pokal gewonnen, war unglaublich”, erinnerte sich Tom Schütz.

Auch privat hat sich in dieser Zeit bei Manu, Fabi und Tom einiges getan. Alle drei haben geheiratet, Tom und Manuel sind Vater geworden. Manuel und Fabian haben sich einen Hund angeschafft und alle sind in Bielefeld sesshaft geworden. Sie haben Freundschaften innerhalb des Teams gefunden, die sie auch fortführten, als die Kollegen den Verein wechselten. So telefoniert Fabian Klos wöchentlich mit Ex-Armine Patrick Schönfeld: “Zwischen mir und Patsche, das ist eine ganz besondere Freundschaft.” Tom und Manuel pflegen regelmäßigen Kontakt zu Johannes Rahn, Dennis Riemer, Patrick Platins und einigen anderen.

In den letzten sechs Jahren hatten die drei Profispieler natürlich auch viele schöne Treffen mit den Arminis. Sie haben zusammen gekickert, am Trainingsgelände trainiert, das Stadion erkundet, Playstation gespielt und gequizzt. Manuel erinnert sich besonders an die miniArminis Weihnachtsfeier 2016 – “Da habe ich den Kleinen eine Weihnachtsgeschichte vorgelesen, das hat mir viel Spaß gemacht. Die waren genauso alt wie meine eigenen Jungs.” Und natürlich standen sie mit dem restlichen Kader auf allen Arminis-Sommerfesten zur Autogrammstunde parat, um hunderten kleinen Fans mit einer Unterschrift zu beglücken. Nach einer ausführlichen Fragerunde bekamen am Ende der Veranstaltung natürlich auch alle teilnehmenden Arminis ein solches Autogramm. Außerdem nahmen sich die Profis viel Zeit für Fotos mit den Arminis und persönliche Gespräche.