Dank Ersthelfern zurück im Stadion | DSC Arminia Bielefeld
 

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Dank Ersthelfern zurück im Stadion

Beim Heimspiel des DSC Arminia gegen Fortuna Düsseldorf im Oktober 2017 war es nahezu zeitgleich bei vier Stadionbesuchern zu schwerwiegenden Zusammenbrüchen mit teils lebensbedrohlichen Ausmaßen gekommen.

Eine dieser Personen ist Helga Scholz (Foto, links), die seit Jahrzehnten DSC-Mitglied und Dauerkarteninhaberin auf Block 2 ist. Gemeinsam mit ihrem Sohn Bernd Scholz (Foto, rechts) hatte sie wie gewohnt die Begegnung gegen Düsseldorf besucht, als sie wenige Minuten nach Spielbeginn in sich zusammen sackte. Innerhalb kürzester Zeit kamen eine Krankenschwester und ein Kinderarzt, die das Spiel ebenfalls als Zuschauer auf Block 2 verfolgten, zu Hilfe und begannen die 71-Jährige zu reanimieren. Kurz darauf waren auch der DSC-Ordnungsdienst sowie der Sanitätsdienst vor Ort, um die Rettungsmaßnahmen zu übernehmen. Wie sich später herausstellte, waren lebensbedrohliche Herz-Rhythmus-Störungen für den Zusammenbruch verantwortlich.

Eine Woche lang lang Helga Scholz anschließend im künstlichen Koma, konnte mittlerweile nach einer mehrwöchigen Reha aber wieder nach Hause entlassen werden. Ein Besuch auf Block 2 kommt für den treuen DSC-Fan nicht mehr in Frage. “Dafür reicht die Puste nicht mehr. Aber ihre Blauen liegen ihr sehr am Herzen. Sie ist nach wie vor mit Leidenschaft dabei und wird sie sich eine Sitzplatzdauerkarte zulegen”, sagt Scholz’ zweiter Sohn, Axel Bebenroth, der ebenfalls regelmäßig die Arminia-Heimspiele in der SchücoArena besucht.

Gegen Darmstadt 98 war Helga Scholz nun zum ersten Mal seit dem tragischen Vorfall im Oktober im Stadion, der DSC hatte sie und Sohn Bernd eingeladen. Präsident Hans-Jürgen Laufer begrüßte die Rentnerin am Stadioneingang und erkundigte sich nach ihrem Gesundheitszustand. Anschließend nahmen Helga und Bernd Scholz auf ihren (neuen) Plätzen auf der Westtribüne Platz und wurden in der Halbzeitpause noch einmal überascht, als Stadionmoderator Sebastian Wiese sie begrüßte. Die Zuschauer begrüßten die beiden mit einem wohltuenden Applaus. Schon während ihrer Reha hatte sich DSC-Cheftrainer Jeff Saibene höchstpersönlich am Telefon nach ihrem Gesundheitszustand erkundigt. “Der Anruf von Jeff Saibene hat meine Mutter sehr gerührt, das ist alles andere als selbstverständlich. Eine tolle Geste”, berichtet ihr Sohn. Bebenroth weiter: “Meiner Mutter ist bewusst, dass sie nicht mehr leben würde, wenn ihr die Ersthelfer vor Ort nicht sofort geholfen hätte. Sie möchte sich noch einmal bei allen Helfern und beim Verein bedanken, das liegt ihr sehr am Herzen.”

Erste Hilfe rettet Leben – unter diesem Motto boten die ASB DRK JUH gGmbH, das Bildungswerk des Deutschen Roten Kreuzes sowie die BKK Gildemeister Seidensticker und Arminia in Folge des Düsseldorf-Spiels Erste Hilfe-Kurse für 200 Arminen zum symbolischen Preis von nur 10,00 Euro an. Der Fall von Helga Scholz zeigt wieder einmal, wie wichtig eine Ersthelfer-Ausbildung ist!