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NLZ: Patenmodell kommt gut an

Seit Anfang dieser Saison haben alle Jugendmannschaften des DSC Paten aus dem Profikader. Im Rahmen dieser Partnerschaft sind Spieler aus dem Profi-Kader verantwortlich für eine der insgesamt neun Jugendmannschaften plus die eigens fürs Modell geschaffene Torwartgruppe. Dass davon beide Seiten profitieren, ist nur eine der vielen positiven Aspekte des spannenden Patenmodells.

Die U10 Arminias trainiert an einem verregneten Novembernachmittag auf dem Hannes Scholz Platz an der SchücoArena. Die jüngsten Spieler des DSC lauschen gebannt den Worten von Cheftrainer Marco Rieke und dribbeln mit dem Ball eng am Fuß um die orangefarbenen Pylonen, als die Anweisungen des Trainers von einer Sekunde auf die andere uninteressant werden. Der Grund? Ein gewisser Tom Schütz, DSC- Standardspezialist und einer der Publikumslieblinge, hat den Platz betreten und steuert zielstrebig auf “seine U10” zu. In Windeseile versammeln sich die Jungspunde um ihr Idol und löchern es mit Fragen. “Tom, wie fandst du eure Leistung in Ingolstadt? Tom, kannst Du mir zeigen, wie ich einen guten Freistoß schieße? Tom, was ist dir wichtiger, ein Assist oder ein Tor?” Arminias sympathische Nummer 6 beantwortet seelenruhig die Fragen und die jüngsten Arminia-Kicker freuen sich über die Aufmerksamkeit ihres Idols. Genau solche Momente sind es, die durch das im Sommer entworfene Patenmodell des Nachwuchsleistungszentrums entstehen sollen, so Arminias Sportpsychologin Lea Notthoff, die zusammen mit Finn Holsing (Leiter NLZ) und Katrin Meyer (Teammanagerin Profis) das besondere Projekt entwickelt hat: “Wir möchten den gegenseitigen Austausch fördern und die Patenschaft bietet einen optimalen Rahmen. Die Spieler und Trainer können das Patenmodell frei nach ihren Wünschen gestalten, sie sollen sich durch Vorgaben nicht eingeschränkt fühlen. Somit finden Aufeinandertreffen unser Jugendspieler und der Profis nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz statt.”

So berichtet Notthoff mit einem Lächeln davon, dass Manuel Prietl und Julian Börner “ihre A-Jugend” nach dem Training “zum Pizza essen eingeladen haben” und sich dabei auch über Dinge unterhalten haben, die nicht nur mit Fußball in Verbindung standen. Dass bei der gemeinsamen Veranstaltung nicht nur der Fußball im Vordergrund stand, sondern darüber hinaus private Erlebnisse oder Interesse ausgetauscht wurden, spricht für den Zusammenhalt, der nach und nach entstehen soll. Notthoff erzählt auch von einer Art improvisierten Pressekonferenz der U12-Paten Cedric Brunner, Cerruti Siya und Sören Brandy, die das Team von Cheftrainer Tom Rerucha nach einer anstrengenden Übungseinheit mit den Profis abgehalten hat: “Die Partnerschaft ist für die Jungs eine super Sache. Es ist toll für meine jungen Spieler, dass sie die Gelegenheit haben, Fragen zu stellen und zu sehen, dass die Profis sehr nahbar sind”, so der Übungsleiter der U12 nach der Pressekonferenz, auf der beide Parteien sichtlich ihren Spaß hatten.

Alleine die Tatsache, dass Profis und Jugendmannschaften nicht am selben Trainingsgelände trainieren, sorgte dafür, dass der Austausch untereinander in der Vergangenheit eher schwierig war. Dies soll durch die Patenschaft geändert werden: “Wir wollten dieser Entwicklung entgegensteuern – eine emotionale Bindung der Jugendspieler an die Profis ist wichtig für unser NLZ und eine Sache, die viel bedeutet”, so Finn Holsing, der die Zusammenarbeit mit den Profikickern bereits auf der Jahreshauptversammlung gelobt hat. Florian Hartherz, der zusammen mit Keanu Staude als Pate für die U11 fungiert, ist überzeugt von dem Projekt und unterstützt es gerne: “Ein Verein wie Arminia Bielefeld lebt von der Jugend. Ich habe die Profis zu meiner Jugendzeit nie richtig kennengelernt, von daher finde ich gut, dass wir das hier anders machen. Die Patenschaft ist ein super Modell – wir können den Jungs Tipps geben und ihnen mit unserer Anwesenheit eine Freude bereiten. Zu sehen, dass das gut ankommt, ist für uns viel wert.”

Rund um Weihnachten standen bei den vielen Jugendteams natürlich auch wieder die Weihnachtsfeiern im Fokus. So feierte die U10 von Marco Rieke mit Eltern und Geschwistern seiner Spieler im Sportpark Enger und hatte besonders beim Wettstreit der Eltern gegen die Kinder ihren Spaß. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein mit Getränken und leckerer Verpflegung ließ es sich Tom Schütz nicht nehmen, seiner U10 höchstpersönlich noch frohe Weihnachten und eine erholsame Zeit zu wünschen. Die Profis zum Anfassen – eine Win-Win-Situation mit glücklichen Jugendspielern und Profis, die sich darüber freuen, die Entwicklung der Spieler durch Tipps und Tricks positiv zu beeinflussen.

Paten der U19: Börner & Prietl
U17: Schipplock & Lucoqui & Edmundsson
U16: Klos & Christiansen & Weihrauch
U15: Behrendt & Owusu & Özkan
U14: Salger & Voglsammer & Massimo
U13: Seufert & Ucar & Clauss
U12: Brunner & Siya & Brandy
U11: Hartherz & Staude
U10: Schütz & Quaschner
TW-Gruppe: Ortega Moreno & Klewin & Gaye