DSC Arminia Bielefeld -

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Teuer verkauft bei Hertha-Test

Im Schatten des Berliner Olympiastadions startete der DSC Arminia Bielefeld beim Bundesligisten Hertha BSC in das Sport-Jahr 2019. Bei der 1:4 (0:1)-Testspiel-Niederlage verkaufte sich die Mannschaft von Cheftrainer Uwe Neuhaus über weite Strecke teuer und verlor beim Erstliga-Tabellenachten trotz einer engagierten Vorstellung deutlich zu hoch.

DSC-Trainer Uwe Neuhaus hatte in der Hauptstadt auf den angeschlagenen Keanu Staude und den Langzeitverletzten Nils Quaschner (Aufbautraining) verzichten müssen, außerdem waren die Youngster Baboucarr Gaye, Can Özkan, Semir Ucar und Cerruti Siya nicht dabei. Dafür feierten Joan Edmundsson und Roberte Massimo ihre Comebacks.

Der Erstligist hatte alle Stars, u. a. Vedad Ibisevic, Salomon Kalou und Arne Maier, aufgeboten. Und Ibisevic bot sich bereits nach vier Minuten eine große Gelegenheit: nach einem zu kurzen Rückpass tauchte der Angreifer frei vor Arminia-Schlussmann Stefan Ortega Moreno auf, aber unsere Nummer 1 zeigte seine Klasse gegen den Bosnier und parierte reaktionsstark. Der DSC stand kompakt und bot den Gastgebern kompromisslos die Stirn. Gelegentliche Nadelstiche in der Offensive inklusive. Auf Zuspiel von Florian Hartherz setzte Fabian Klos Comebacker Edmundsson in Szene, doch der Isländer kam aus kurzer Distanz nicht zum Abschluss (18.). Das galt auch für Cedric Brunner (19.) nach einem schnellen Arminia-Konter. Nach einer Seufert-Ecke zwang Klos per Kopf Hertha-Schlussmann Rune Jarstein zur Parade (23.).

Die musste in einer munteren Partie auf der anderen Seite auch Ortega Moreno zeigen. Den Kopfball von Vladimir Darida aus wenigen Metern entschärfte der Keeper klasse (25.). Wenig später flog Trainer-Sohn Palko Dardai nur haarscharf an einer scharfen Hereingabe im Arminia-Strafraum am Ball vorbei (28.). Im Duell auf Augenhöhe gingen dann die Hausherren in Front. Dardais Vorarbeit nutzte Ibisevic aus kurzer Distanz zum 1:0 (36.). Beinahe postwendend der Ausgleich: nach einer Ecke fiel Klos die Kugel vor die Füße, der Arminia-Angreifer war aber zu überrascht, um zielgerichtet reagieren zu können. So flog der Ball um Zentimeter am Berliner Gehäuse vorbei (39.) und der DSC musste trotz einer engagierten Leistung beim Bundesliga-Tabellenachten unbelohnt in die Pause.

Zur zweiten Hälfte schickte Uwe Neuhaus zehn frische Spieler aufs Feld, lediglich Brian Behrendt blieb auf dem Platz. Und nach etwas mehr als 30 Sekunden verpasste Sven Schipplock eine scharfe Hereingabe von Sören Brandy nur knapp (46.). Auf der anderen Seite verzog Duda aus 14 Metern nur knapp (50.). Arminia blieb auf Augenhöhe und versteckte sich weiterhin nicht. Allein die Belohnung fehlte. Nach gefühlvoller Flanke von Sven Schipplock vergab Patrick Weihrauch die Chance auf den verdienten Ausgleich (60.).

Der fiel aber acht Minuten später: nach einem Foul von Duda an Schipplock gab es Elfmeter. Den verwandelte Christopher Nöthe sicher zum 1:1 (68.). Anschließend brachte Hertha auch zehn frische Feldspieler, nachdem in der Pause nur der Torhüter gewechselt worden war. In der Schlussphase nutzte Berlin einen Arminia-Ballverlust in der eigenen Hälfte für einen schnellen Konter, an dessen Ende Pascal Köpke die 2:1-Führung (78.) markierte. Drei Minuten später zirkelte Muhammed Kiprit einen 18-Meter-Freistoß sehenswert in die Maschen zum 3:1 (81.). Den Schlusspunkt setzte Davie Selke per Kopf zum 4:1-Endstand (85.).

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno (46. Klewin) – Brunner (46. Clauss), Behrendt, Börner (46. Salger), Hartherz (46. Lucoqui) – Edmundsson (46. Weihrauch), Prietl (46. Christensen), Seufert (46. Schütz) – Voglsammer (46. Brandy), Klos (46. Schipplock), Massimo (46. Nöthe).

Tore:
1:0 (36.) Ibisevic, 1:1 (68., Foulelfmeter) Nöthe, 2:1 (78.) Köpke, 3:1 (81.) Kiprit, 4:1 (85.) Selke.