DSC Arminia Bielefeld -

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DSC siegt im letzten Test mit 4:1

Arminia gewinnt gegen Regionalligist VfB Lübeck mit 4:1. Dabei schießt der DSC im nicht-öffentlichen Test in der ersten Halbzeit gleich vier Tore. Tauben wiedersetzen sich dem Stadionverbot und haben beste Sicht auf das Spielgeschehen.

Die Arminen kam schwungvoll in die Partie und setzten bereits nach 60 Sekunden zwei Ausrufezeichen. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld ging es schnell – Fabian Klos steckte durch auf Andreas Voglsammer, dessen Querpass vor dem Tor in letzter Sekunde zur Ecke geklärt werden konnte. Die landete bei Kapitän Julian Börner, der seinen Kopfball knapp über den Kasten setzte. Im weiten Rund der nahezu leeren SchücoArena wurde anhand der lauten und gut wahrnehmbaren Kommados deutlich, was der DSC vorhatte: „Drauf!“, „Attackieren!“, „Früh stören!“, „Gegendruck!“ lauteten die Parolen, mit dem die Neuhaus-Elf die Lübecker gerade im ersten Abschnitt kaum zur Entfaltung kommen ließ. In der 13. Minute konnten sich die Gäste aber dann auch erstmals bis vor den DSC-Kasten kombinieren – nach einer schönen Kombination landete der Ball bei Florian Riedel, der mit seinem scharfen Pass in die Mitte Yannick Deichmann fand. Lübecks Nummer zehn nahm den Ball direkt, scheiterte aber am gut reagierenden Ortega Moreno, der seine Körperfläche geschickt vergrößerte. Besser machte es im direkten Gegenzug Voglsammer, der nach einem tollen Pass von Klos frei vor Lübecks Keeper Benjamin Gommert die Ruhe behielt und diesen clever überlupfte – 1:0 (15.). Arminia kontrollierte das Spielgeschehen auch nach der Führung – Klos versuchte es mit einem Schuss aus knapp 20 Metern, fand in Gommert aber seinen Meister, der zur Ecke parierte. In der 20. Minute musste sich Gommert wieder lang machen als Klos – nach feiner Vorarbeit von Rechtsverteidiger Jonathan Clauss – es mit einem strammen Schuss vom Strafraumeck versuchte.

Fünf Minuten später belohnte sich der DSC für seinen couragierten Auftritt, war dabei allerdings auf Schützenhilfe eines Lübecker Verteidigers angewiesen. Joan Simun Edmundsson spielte einen Ball auf den durchstartenden Nils Seufert, den VfB-Rechtsverteidiger Kim Dong-Su ohne Probleme hätte klären können – tat er aber nicht, weshalb sich Seufert alleine auf den Weg Richtung des Lübecker Tores machen konnte und zum 2:0 einschoß. Ein lautes Metallgeräusch hallte in der 27. Minute durch die menschenleere SchücoArena als Lübecks Kresimir Matovina seinen Kopfball aus kurzer Distanz an den Pfosten setzte – da hatte der DSC das Glück auf seiner Seite. Weniger Glück, dafür vielmehr Können, bewies Edmundsson nach einer guten halben Stunde. Nach schnellem Umschaltspiel und einem klugen Pass von Linksverteidiger Florian Hartherz, tauchte der Färinger alleine vor dem VfB-Kasten auf, schüttelte auf dem Weg dahin noch zwei Verteidiger ab und ließ den starken Gommert mit einem Flachschuss alt aussehen – 3:0 (32.). Arminia presste weiterhin sehr hoch mit Ortega Moreno als letztem Mann, der sich teilweise rund 30 Meter vor dem Tor befand. Diese Momente nutzten einige Tauben und machten es sich im Strafraum Arminias bequem – eine weitere Erkenntnis des geheimen Tests: Die Tauben scheinen mit der Qualität des Rasens zufrieden zu sein. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte der DSC nach einem Angriff der Kategorie „Mustergültig“ – Voglsammer bediente den hinterlaufenden Hartherz, der mit seinem Pass in die Mitte Klos fand. Arminias Nummer neun brauchte frei vor dem Tor nur einzuschieben – 4:0 (45.).

In der Halbzeitpause nahm Cheftrainer Uwe Neuhaus drei Wechsel vor. Anderson Lucoqui (für Hartherz), Cedric Brunner (für Jonathan Clauss) und Reinhold Yabo (für Seufert) kamen in die Partie. Arminia dominierte weiterhin per Ballbesitz und –stafetten das Spielgeschehen, die erste Torannäherung konnten jedoch die Gäste verzeichnen. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld, schalteten die Lübecker schnell um und erspielten sich eine 3:1-Überzahlsituation. Da Prietl, Lucoqui und Co. im Turbo jedoch nach hinten arbeiteten, konnte der DSC die gefährliche Situation entschärfen. Klos lobte den Rückwärtsgang seiner Verteidiger mit den Worten: „Super nach hinten gearbeitet, Männer.“ Weniger gute Arbeit verrichtete der DSC-Verbund in der 60. Minute als Cemal Sezer sich gekonnt durchsetzte und Ortega Moreno mit einem Schuss gegen die Laufrichtung keine Chance ließ – 4:1. Arminia schüttelte sich kurz, ließ in Person von Brian Behrendt den Frust raus („Aaaaaaaaahhhhhhhhhhhh!!“) und konnte sich in der 61. Minute die nächste Chance erspielen – die besaß der eingewechselte Reinhold Yabo, der per Schlenzer vom Strafraumeck an Gommert scheiterte. In der Zwischenzeit hatten auch die Gäste mehr und mehr Gefallen am frühen Attackieren gefunden, was mit einigen guten Angriffen belohnt wurde. In der 70. Minute meldete sich der DSC dann wieder in der Offensive an – erst setzte Klos aus 18 Metern den Ball knapp neben das Tor, dann verpasste Yabo das 5:1 als er eine Kopfballverlängerung von Klos erlief, frei auf den Kasten rannte und mit seinem Versuch am gut reagierenden Gommert scheiterte (72.).

Yabo war es auch, der Staude mit einen feinen Pass in die Tiefe bediente (82.). Der Offensivspieler hatte bei seinem Versuch dann aber einen zu spitzen Winkel und scheiterte an Gommert. Während die Tauben weiter fleißig zwischen den Strafräumen hin und her flogen, setzten die Gäste in der 85. Minute ein letztes Ausrufezeichen. Nach einer Ecke kam der Koreaner Kim am zweiten Pfosten zum Kopfball, visierte dabei aber das Fangnetz an. Kurze Zeit später hatte Staude zwei Mal den fünften Treffer Arminias auf dem Fuß, doch beide Male konnte Gommert die aussichtsreichen Chancen entschärfen (85. & 86.). Am Ende blieb es beim 4:1-Sieg des DSC gegen den Zweitplatzierten der Regionalliga Nord. Am Mittwoch startet Arminia dann mit einem Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden (Anstoß, 20:30 Uhr) in das Zweitligajahr 2019.

 

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Clauss (46. Brunner), Börner, Behrendt, Hartherz (46. Lucoqui) – Prietl, Seufert (46. Yabo), Edmundsson (62. Weihrauch) – Staude, Klos (78. Brandy), Voglsammer.

Tore:
1:0 (15.) Voglsammer, 2:0 (25.) Seufert, 3:0 (32.) Edmundsson, 4:0 (45.) Klos, 4:1 (60.) Sezer

 

Die neunzig Minuten haben mich trotz der kalten Temperaturen gewärmt. Es war ein gutes Spiel gegen einen Regionalligisten, der einen sehr gepflegten Ball spielt. Lübeck hat immer wieder versucht, spielerische Lösungen zu finden, das mag ich. Wir haben – abgesehen von zwei Chancen des VfB in der Anfangsphase – sehr konzentriert begonnen.  Die Mannschaft hat das umgesetzt, was wir vom Trainerteam sehen wollten. Sie war dominant, hat Souveränität ausgestrahlt und intensiv gespielt. Das 4:0 zur Halbzeit spricht eine deutliche Sprache.Ich freue mich über jedes Tor, aber genauso ärgere ich mich über jede vergebene Chance im zweiten Abschnitt. Jedes Tor gibt der Mannschaft für die Zukunft Selbstvertrauen, von daher war es am Ende nicht mehr ganz so klar. Da können wir vielleicht noch eine Schippe drauflegen, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit diesem Auftritt.
Cheftrainer, Uwe Neuhaus