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Paralympische Woche: “Ein voller Erfolg”

Eine Stadionführung durch die SchücoArena, Gruppenarbeiten im Presseraum und ein Meet & Greet mit einem echten Arminia-Profi. Eins ist sicher: Diese Woche werden die Jugendlichen der Bielefelder Opticusschule wohl niemals vergessen.

Teilgenommen hatten die blinden und sehbehinderten Schüler und Schülerinnen im Zuge der Paralympischen Woche, die bundesweit an insgesamt elf Standorten ausgerichtet wird. Im Fokus stehen dabei Workshops zum Thema Inklusion im Sport. Das gesellschaftliche Miteinander zu fördern ist dabei nur ein Aspekt der Veranstaltungsreihe, wie Doreen Wagner vom Bielefelder Verein “Arbeit und Leben e.V” verdeutlicht: “Wir wollen Personen für den Umgang mit Menschen mit Behinderung sensibilisieren und gleichzeitig auch zu einem Perspektivwechsel anregen. Zudem soll der Schwerpunkt Inklusion stärker in die Öffentlichkeit thematisiert werden”, sagt Wagner, die die Paralympische Woche zusammen mit Tobias Mittag vom Fan-Projekt Bielefeld durchführte. Finanziert wird die Initiative von der DFL-Stiftung, die sich vielfältig bei integrativen Projekten im Sport engagiert.

Die Veranstalter hatten sich alle Mühe gegeben, die inklusive Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis für die Jugendlichen der Opticusschule zu machen. So durften sich die 13- bis 15-Jährigen bei einem Gang durch den Kabinentrakt nicht nur wie echte Bundesliga-Profis fühlen. Mit Manuel Prietl nahm sich auch ein DSC-Spieler die Zeit, die Fragen der wissbegierigen Jugendlichen zu beantworten – und die hätten unterschiedlicher kaum sein können. So stand der Österreicher bei Fragen über seine Heimat in der Steiermark Rede und Antwort, schnackte über seine Spielweise in FIFA 19 und Begegnungen mit Fans im Supermarkt: “Nein, es nervt mich gar nicht, wenn ich erkannt werde. Das ist doch ein schönes Gefühl”, betonte Prietl. Auch das gesellschaftliche Thema Inklusion lässt den Mittelfeldspieler nicht kalt: “Das war eine überragende Veranstaltung. Es ist immer wieder schön zu sehen, wieviel Lebensfreude die Kinder ausstrahlen”, sagte Prietl.

Dabei machten die Jugendlichen nicht nur als interessierte Fragesteller eine gute Figur, auch als aktive Sportler gaben die Teilnehmer der Opticusschule Vollgas. So probierten sie sich zum Abschluss der Paralympischen Woche im Blindenfußball aus und lernten die ausgeklügelten Techniken dieser besonderen Sportart kennen. Barbara Salzenberg, Lehrerin an der Bielefelder Opticusschule, zeigte sich vom Verlauf der lehreichen Woche hellauf begeistert: “Für die Schüler war diese Aktion sehr reizvoll, viele sind sehr fußballbegeistert und konnten die Arena das erste Mal von innen erleben”, sagte sie. Allerdings: Vorbei war die Paralympische Woche damit noch nicht. Sozusagen als “I-Tüpfelchen” wohnten die Jugendlichen dem Heimspiel der Arminen gegen den 1.FC Magdeburg am vergangenen Sonntag bei. Dass die schwarz-weiß-blauen Gastgeber am Ende leer ausgingen, dürfte der Freude der Opticusschüler und Schülerinnen über eine gelungene Abwechslung vom Schulalltag keinen Abbruch getan haben.