DSC Arminia Bielefeld -

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Ein schöner Tag mit dir

Ein schöner Tag mit dir – so hieß ein erfolgreiches Album von Roger Whittaker. Der in Deutschland beliebte britische Sänger feierte genau an dem Tag seinen 83. Geburtstag, als der DSC Arminia Bielefeld den Bundesligisten Hannover 96 in einem Testspiel mit 5:0 (3:0) besiegte. Und der Titel des Whittaker-Albums von 1995 passte vortrefflich zum vorzüglichen Freitagabend-Flutlicht-Fußballspiel, das unsere Mannschaft nach Toren von Keanu Staude (10./23.), Fabian Klos (25.) und Andreas Voglsammer (50./58.) in der SchücoArena auch in der Höhe verdient gewann. Hannover beendete nach der Gelb-Roten Karte für Jonathas (88.) die Partie zu zehnt.

Gegen den Erstligisten, der acht Spieler aufgeboten hatte, die bei der jüngsten 1:3-Niederlage in Augsburg in der Bundesliga gespielt hatten, konnte DSC-Trainer Uwe Neuhaus wieder auf die zuletzt erkrankten Manuel Prietl und Reinhold Yabo zurückgreifen. Auch Jonathan Clauss als Rechtsaußen, Amos Pieper in der Innenverteidigung und Keanu Staude auf der linken Offensivbahn waren neu in der Startformation.

Arminia begegnete dem Bundesligisten von Beginn an auf Augenhöhe und nutzte die erste Chance zur 1:0-Führung (10.). Eine Clauss-Hereingabe ließ Sturm-Ass Fabian Klos gekonnt durchlaufen, so dass in seinem Rücken Staude den Überraschungsmoment nutzen konnte und sehenswert versenkte. Ein starker Spielzug, der durch sicheres Kombinationsspiel bereits in der eigenen Abwehr seinen Ursprung gefunden hatte.

Bielefeld blieb am Drücker: nach einem herrlichen Klos-Zuspiel war Prietl eigentlich schon an 96-Keeper Sahin-Radlinger vorbei, doch der Schlussmann schnappte dem Österreicher doch noch den Ball vom Fuß und verhinderte das zweite Gegentor (16.).

Wenige Augenblicke später trieb Yabo bärenstark den DSC nach vorne, Klos legte klug die Kugel zurück an die Strafraumgrenze, wo sich die beiden freistehenden Staude und Patrick Weihrauch jedoch nicht einig waren und die gute Schusschance verpassten (18.). Arminia dominierte – und Yabo verzog nach feinem Pass von Claus aus 14 Metern halblinker Position nur knapp (20.).

Hannover war völlig von der Rolle und hatte dem DSC-Wirbel nichts entgegenzusetzen: Clauss bediente Klos, der wieder klasse in den Rückraum ablegte – und Staude donnerte zum zweiten Mal das Gerät in die Maschen: 2:0 (23.)!

Doch damit nicht genug! Der Arminia-Wahnsinn ging weiter: Super-Solo von Weihrauch, dann ein schönes Anspiel von Clauss auf Fabian Klos – und unser Torjäger knallte die Kugel mit links flach ins Eck. 3:0-Führung gegen den Bundesligisten nach 25 Minuten!

Dass Hannover auch gut kicken kann, bewies Uffe Bech. Der Däne stürmte über links in den DSC-Strafraum und schoss haarscharf am langen Pfosten vorbei (28.). Nach einem knapp verzogenen 16-Meter-Schuss von Staude (30.) war 96 wieder dran: Jonathas’ Kopfball aus kurzer Distanz parierte Stefan Ortega Moreno stark, den Abpraller jagte Takuma Asano freistehend in die Wolken (35.).

Kurz vor der Pause war Arminia wieder blitzschnell vor dem Strafraum der Niedersachsen, doch Yabo zielte eine Etage zu hoch (41.). Dort landete auch Klos‘ Kopfball (45.). So blieb es bei der 3:0-Pausenführung und einer wahnsinnig unterhaltsamen ersten Hälfte!

Trotz neun frischer Feldspieler – darunter der ghanaische Testspieler Rahman Abdul (Unistar Soccer Academy) – riss bei Arminia im zweiten Durchgang nicht der Faden. Im Gegenteil: der agile Roberto Massimo eroberte den Ball, passte uneigennützig freistehend vor dem Hannoveraner Keeper quer – und Andreas Voglsammer traf zum 4:0 (50.).

Nach einer Ecke verpasste Stephan Salger aus kurzer Distanz gar den fünften Treffer (64.). Ebenfalls knapp zischte ein gefährlicher Massimo-Schuss aus 14 Metern über das 96-Gehäuse (66.). Und der Bundesligist? Kein Lebenszeichen.

Aber der Arminia-Puls schlug wie verrückt. Die Belohnung: Voglsammer stürmte alleine auf das Tor, blieb eiskalt und traf zum 5:0-Endstand (68.). Und ganz leise hörte man irgendwo Roger Whittaker singen: Ein schöner Tag mir dir…

DSC Arminia Bielefeld:

Hälfte 1: Ortega Moreno – Brunner, Pieper, Börner, Lucoqui – Weihrauch, Prietl, Yabo – Clauss, Klos, Staude.

Hälfte 2: Ortega Moreno – Özkan, Pieper, Salger, Hartherz – Christiansen, Schütz, Müller – Abdul, Voglsammer, Massimo.