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Doppel-Pfosten: U17 im Alu-Pech!

Die Ratlosigkeit stand Spielern und Verantwortlichen von Arminias U17 so kurz nach dem Abpfiff förmlich ins Gesicht geschrieben. „Wir haben uns nichts vorzuwerfen“, sagte Teamchef Arsenije Klisuric über das unglücklich 0:1 (0:0) gegen Fortuna Düsseldorf zum Start in die Saison in der B-Junioren-Bundesliga.

Ein deutliches Chancenplus, zwei Aluminiumtreffer und viel Courage – für mindestens einen Punkt hätte das laut Klisuric am Samstag reichen müssen. „Ein Sieg wäre vielleicht ein bisschen zu viel gewesen, aber verlieren dürfen wir so ein Spiel auf keinen Fall.“

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Über weite Strecken waren die Arminen dem Auftaktsieg tatsächlich näher als die von Ex-Bundesligaspieler Jens Langeneke trainierten Düsseldorfer. Langenekes Assistent ist übrigens auch beim DSC bestens bekannt: Seit Sommer arbeitet Ex-Armine Heiko Westermann (73 Spiele zwischen 2005 und 2007) bei Fortuna.

Und Westermann musste mit ansehen, wie Arminia die Gäste zwar nicht dauerhaft unter Druck setzte, sich aber zumindest ein optisches Übergewicht erarbeitete. „Wir haben eine gute Balance gefunden und das Spiel wie geplant auch selbst gestaltet“, sagte Klisuric. 

Alexander Dimou (14.) zielte aus der Drehung drüber, Julian Frommanns Versuch aus 25 Metern geriet etwas zu zentral. Arsenije Klisuric stellte seinem Team nach 25 Minuten trotzdem ein gutes Zwischenzeugnis aus: „Gute Arbeit, Jungs!“ 

Und die wäre kurz nach Wiederbeginn beinahe schon belohnt worden. Zur verdienten Führung fehlten aber in doppelter Hinsicht wenige Zentimeter: Dimou traf aus 15 Metern nur die Unterkante der Latte, von dort prallte der Ball knapp vor die Torlinie.

Kurz danach war Arne Schulz im Bielefelder Tor zum ersten Mal gefordert und vereitelte die erste Düsseldorfer Torchance mit einer starken Parade. Weil Fortuna jetzt zunehmend selbst zu Abschlüssen kam, wurde die Partie immer offener – und die Gäste schlugen eiskalt zu. Ephraim Kalonji gewann ein Laufduell und schob vor Schulz zum 0:1 ein (64.). 

Arminia schüttelte sich kurz und arbeitete vehement am eigentlich verdienten Ausgleich. Dimou brachte den Ball nach einem Freistoß aus kurzer Distanz aber nicht auf das Tor, kurz vor dem Ende stand dann noch einmal das Aluminium im Weg. Düsseldorfs Torhüter wäre gegen Lorent Glloboderis‘ Kopfball chancenlos gewesen – der Ball kullerte allerdings an den linken Pfosten.

 „Die Jungs können ruhig traurig sein, aber auch stolz. Daraus können wir viel mitnehmen“, sagte Klisuric, der schon vor der Partie betont hatte, das der im Sommer vollzogene Umbruch – 16 von 22 Spielern rückten aus der in der Landesliga spielenden U16 auf – Zeit benötigen würde. Ein Umbruch, der Fortuna im Sommer übrigens erspart geblieben war. „Das Spieltempo in der Bundesliga ist einfach ein anderes. Da muss man entscheidungsfreudiger sein“, sagte Klisuric.

 Arminia: Schulz – Uyanik, Bauer, Jerrentrup, Schelnger – Dimou, Frommann – Lindemann (58. Glloboderi), Cherny, Hellmeier (76. Eitz) – Ibrahimi (69. Jacke).

 Tor: Kalonji (66.).