DSC Arminia Bielefeld -

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“Jeder Rekord wird mal gebrochen”

Bald ist Feierabend für Norbert Eilenfeldt. Am 31. Dezember dieses Jahres geht der legendäre Arminia-Stürmer in Rente. Seit seiner Ausbildung 1970 ist der heute 63-Jährige im Einsatz. Und der gebürtige Gelsenkirchener schaffte es dazu, ab 1974 als Profi des 1. FC Mülheim, DSC Arminia Bielefeld, 1. FC Kaiserslautern und FC Schalke 04 insgesamt 483 Pflichtspiele (118 Tore) zu absolvieren.

Für den Deutschen Sportclub war Norbert Eilenfeldt zwischen 1976 und 1981 sowie 1986 und 1988 am Ball, schoss Arminia gleich zweimal in die Bundesliga (1978 & 1980) und sicherte dem DSC 1981 mit dem unvergessenen Last-Minute-Treffer den 3:2-Sieg gegen 1860 München und somit den Klassenerhalt in der 1. Liga. Über den nahenden Ruhestand, den gebrochenen Arminia-Zweitliga-Torrekord und das aktuelle DFB-Pokal-Los sprachen wir mit unserem Jahrhundert-Angreifer.

Herr Eilenfeldt, wir erwischen Sie direkt nach Feierabend am Telefon. Wie geht es Ihnen?

Eilenfeldt: „Sehr gut, vielen Dank! Am 31. Dezember gehe ich in den wohlverdienten Ruhestand. Die Vorfreude darauf ist sehr groß.“

Am Sonntag ergab die Auslosung im DFB-Pokal das Zweitrunden-Duell zwischen ihren beiden Ex-Clubs Arminia und Schalke. Was sagen Sie dazu?

Eilenfeldt: „Für Arminia ist das ein Superlos! Die Chancen stehen 50:50. Vor vollem Haus traue ich Arminia alles zu. Die Mannschaft ist sehr gut drauf und wesentlich stärker, als es nach zwei Punkten aus den ersten beiden Spielen vielleicht für den ein oder anderen ausgesehen hatte. Gegen Aue war ich leider nicht im Stadion.“

Dann haben Sie es live verpasst, wie Fabian Klos ihren Torrekord, der seit 1988 mehr als 31 Jahre gehalten hatte, brach – mit seinem 60. Zweitligator für den DSC. Sind Sie traurig, dass der Rekord geknackt wurde?

Eilenfeldt: „Nein, überhaupt nicht. Jeder Rekord wird mal gebrochen. Vielmehr bin ich sehr stolz, wie lange der Rekord Bestand hatte.“

Sie sehen viele Spiele live in der SchücoArena und damit auch Fabian Klos. Was zeichnet Ihren Rekord-Nachfolger aus?

Eilenfeldt: „Ich verfolge seine Entwicklung seit Jahren. Von den Anfängen, als er aus Wolfsburg kam, bis heute. Seine Torgefährlichkeit hat Fabian seit Jahren eindrucksvoll bewiesen, er hat mich ja nicht umsonst überholt. Für Arminia ist er ein sehr wertvoller Mann.“

Was trauen Sie ihm noch zu?

Eilenfeldt: „Ich traue ihm noch viele Tore zu, da Fabian sehr torhungrig ist und sich körperlich gut durchsetzen kann. Das gefällt mir sehr.“

Hätten Sie gerne mit ihm zusammengespielt?

Eilenfeldt: „Ja, das schon. Aber alles hat seine Zeit und wir hatten damals eine sehr gute Zeit. Mit Christian Sackewitz und Gerd-Volker Schock hatte ich ja auch zwei fantastische Mitspieler, mit denen ich gut harmoniert hatte – so wie heute Fabian Klos und Andreas Voglsammer.“

Was macht die beiden so stark?

Eilenfeldt: „Sie harmonieren auf dem Platz hervorragend. Ich hoffe, dass sie bei Arminia noch lange zusammenspielen und den DSC vielleicht mal wieder zurück in die 1. Liga schießen. Das würde mich wirklich sehr freuen, denn in meinem Herzen trage ich immer noch Arminia.“