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U19: Moukoko macht den Unterschied

Dem Deutschen Meister alles abverlangt, aber die Überraschung verpasst: Arminias U19 konnte sich am Sonntagmorgen nicht für eine couragierte Leistung belohnen. Bei Borussia Dortmund war der DSC vom Pech verfolgt und verlor mit 2:6 (2:3).

Trotz des deutlichen Resultats musste sich DSC-Teamchef Oliver Kirch mächtig ärgern. „Wir haben Geschenke verteilt. Und eine Mannschaft wie der BVB nutzt das aus.“

Dass Aufsteiger Arminia mit seinem mutigen und aggressiven Fußball auch vor den großen Namen des Jugendfußballs nicht Halt macht, musste schon der FC Schalke 04 (1:2) im ersten Bielefelder Auswärtsspiel über weite Strecken erfahren.

Warum also für den 8-maligen und amtierenden Deutschen A-Junioren-Meister eine Ausnahme machen? Und genau so ging es das Team von Oliver Kirch auch an. Arminia setzte den BVB schon am eigenen Strafraum unter Druck – und der hatte damit sichtbar Probleme.

Lukas Ayyildiz zielte nach starker Balleroberung von Dildar Atmaca nach zwei Minuten nur knapp über das Tor, bei Jomaine Consbruchs Schuss von der Strafraumkante musste sich Dortmunds Keeper enorm strecken, um den Ball noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten zu lenken.

Arminia machte das Spiel, Dortmund allerdings die Tore: Nach der starken Anfangsphase, in der der BVB zu keiner nennenswerten Möglichkeit kam, reichten Youssoufa Moukoko sieben Minuten, um die Partie auf den Kopf zu stellen. Erst umkurvte der sechsfache Torschütze vom ersten Spieltag DSC-Torhüter Agoston Kiss nach starker Ballannahme und traf zum glücklichen 1:0, nur zwei Minuten später legte er aus kurzer Distanz nach. Damit aber noch nicht genug: Wieder nur fünf Minuten später schien das Spiel nach Moukokos drittem Treffer aus 17 Metern entschieden.

Wirklich? Auf keinen Fall. Denn den Doppelschlag hatte auch Arminia drauf. Erst behielt Melik Aziz Ben El Ouahmi vor dem beinahe leeren Dortmunder Tor die Nerven und verkürzte auf 1:3 (38.), zwei Minuten vor der Pause war dann schon wieder alles offen: Jetzt pflückte sich Ben El Ouahmi einen langen Pass von Innenverteidiger Serkan Temin mit der Fußspitze aus der Luft und überwand Dortmunds Torhüter im hohen Bogen – nur noch 2:3 (43.)!

„Wir wollten nach der Pause das gleiche Tempo anschlagen, aber bei diesen Temperaturen wird das irgendwann immer schwieriger“, sagte Oliver Kirch. Nach Wiederbeginn war stattdessen Arminias Pechsträhne wieder zurück und schlug erneut doppelt zu: Agoston Kiss kam im Herauslaufen gegen Alaa Bakir zu spät, Schiedsrichter Leroy Schott entschied nach einigem Zögern auf Elfmeter. Bakir trat selbst an und verwandelte mit Hilfe des Innenpfostens zum 4:2. Nach 66 Minuten wurde es dann auch für Innenverteidiger Maik Stoll bitter: Eine Ecke rutschte in den Fünfmeterraum durch, Stoll konnte nicht mehr ausweichen – 2:5.

In der Schlussphase hätte der DSC das Ergebnis zumindest noch etwas an den Spielverlauf anpassen können, kassierte stattdessen aber sogar noch das 2:6. „Das ist extrem schwer, so ein Spiel abzuhaken“, haderte Teamchef und Ex-Borusse Oliver Kirch.

Arminia: Kiss – Moskvin (64. Kalac), Stoll, Temin, Aydin – Consbruch, Pudel – Ben El Ouahmi (68. Calascibetta), Ayyildiz (46. Tchadjobo), Atmaca – Bairamov.

Tore: 1:0 Moukoko (26.) 2:0 Moukoko (28.), 3:0 Moukoko (33.), 3:1 Ben El Ouahmi (38.), 3:2 Ben El Ouahmi (43.), 4:2 Bakir (54./FE), 5:2 Stoll (66./Eigentor), 6:2 Rauch (90.)