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U19: Derbysieg bringt Sprung nach oben

So liest sich die Bilanz von Arminias U19 doch schon viel besser: Mit dem 2:1 (2:1) gegen den VfL Bochum feierte der DSC den zweiten Sieg in Folge und ist damit im Mittelfeld der A-Junioren-Bundesliga angekommen.

Ein bisschen paradox war das für Arminias Teamchef Oliver Kirch am Ende aber schon: „Wir haben diese Saison schon deutlich bessere Spiele gemacht und trotzdem verloren. Aber so ein Spiel ein bisschen dreckig über die Zeit zu bringen, das schmeckt dann noch einmal besonders gut.“

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Der DSC Arminia konnte nach dem 2:0-Erfolg bei Alemannia Aachen mit dem Gefühl ins Westfalenderby gehen, nicht nur gute Leistungen, sondern auch gute Ergebnisse erzielen zu können. Das änderte allerdings nichts daran, dass der DSC gegen aggressive Bochumer zunächst überwiegend im Rückwärtsgang unterwegs war.

Die Kirch-Elf hatte sich aber offensichtlich ein gutes Beispiel an der eigenen U17 genommen. Die geriet vergangenes Wochenende in Bochum auch zunächst unter Druck, traf aber selbst zur Führung – auch eine Etage höher ein offensichtlich bewährtes Prinzip: Lukas Ayyildiz steckte im perfekten Moment auf Dildar Atmaca durch. Der umkurvte Bochums Torhüter mühelos und ließ auch dem auf die Torlinie zurück geeilten Verteidiger mit seinem Abschluss unter die Latte keine Chance – 1:0 nach 17 Minuten.

Keine zwei Minuten später stellten sich die Arminen dann selbst vor eine extrem komplizierte Frage: War nun Maxim Bairamovs geniale Außenrist-Vorlage oder Bjarne Pudels wuchtige Direktabnahme aus spitzem Winkel der schönere Teil am 2:0? Darüber durfte in der Bielefelder Jubeltraube zumindest diskutiert werden. Was für Pudel sprach: Arminias Kapitän kleidete seinen Treffer in die richtigen Worte: „Auf die Stadt, auf den Verein, auf Arminia!“

In dieser Schlagzahl konnte es freilich nicht weitergehen. Der DSC half seinem westfälischen Kontrahenten stattdessen eher unfreiwillig wieder zurück ins Spiel. Ein VfL-Eckball konnte nicht gut geklärt werden, sondern landete auf dem Kopf von Bochums Kilian Heisterkamp – nur noch 2:1 für den DSC.

In der Folge verhinderte Arminia-Keeper Agoston Kiss zwei Mal den Bochumer Ausgleich. Oliver Kirch: „Das war ein bisschen Wildwest-Fußball ohne Mittelfeld auf beiden Seiten.“ Zur deutlicheren Pausenführung fehlten den Hausherren bei Lukas Ayyildiz‘ Abschluss von der Strafraumkante nur Zentimeter.

Und so offen das Westfalenderby in die Halbzeit ging, so offen wurde es nach der Pause geführt. Bahattin Karahan scheiterte an Bochums Torhüter, Agoston Kiss war danach erneut zwei Mal stark zur Stelle. Der DSC Arminia kam danach immer wieder zu Entlastungsangriffen, hielt dem wachsenden Druck der Gäste weiter stand – und das bis zum Abpfiff.

Und unsere U19 durfte sich doppelt und dreifach über den dritten Saisonsieg freuen. Zum einen schob sich der DSC in der Tabelle am VfL vorbei, zum anderen nutzte der DSC die Gunst der Stunde, das Tabellenende vorerst hinter sich zu lassen.

Arminia: Kiss – Moskvin, Stoll, Temin, Aydin – Pudel, Ayyildiz – Karahan (59. Tchadjobo), Ben El Ouahmi (74. Klass), Atmaca (88. Rustemaj) – Bairamov (65. Richardt).

Tore: 1:0 Atmaca (18.), 2:0 Pudel (21.), 2:1 Heisterkamp (31.).