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Heute vor 33 Jahren: Mit neun Mann gegen Saarbrücken

Normalerweise spielt man Fußball mit Elf gegen Elf. Am 18. Oktober 1986 war das in Bielefeld allerdings nicht der Fall. Im Zweitligaspiel gegen den 1. FC Saarbrücken startete Arminia mit zehn Spielern. Nach zehn Minuten Spielzeit waren die Arminen sogar nur noch zu neunt.

Arminia musste, nach dem verpassten Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga, vor der Saison 1986/87 viele Leistungsträger aufgrund finanzieller Probleme verkaufen. Unter den Abgängen waren Spieler wie Thomas Helmer oder Pasi Rautiainen. Diese Abgänge führten dazu, dass der Kader der Arminen verhältnismäßig klein war. Auf dem damaligen Mannschaftsfoto im “Kicker” findet man nur 15 Spieler, darunter zwei Torhüter. Dieser kleine Kader wurde durch viele Verletzungen während der Saison immer weiter ausgedünnt. In der Woche vor dem Spiel gegen Saarbrücken war die personelle Situation so angespannt, dass der damalige Arminia-Trainer Horst Franz das Training reduzierte, um weitere Verletzungen zu vermeiden. Vergeblich.

Am Tag vor dem Spiel fielen der spätere Arminia Trainer Thomas Gerstner und Andreas Ellguth mit einer Grippe aus. Somit standen dem Trainer nur noch sieben gesunde Profis zur Verfügung. Zudem gab es damals eine Regelung, die besagte, dass nur drei Amateure bei Spielen der 1. und 2.Bundesliga eingesetzt werden durften. Somit konnte Arminia mit nur zehn Spielern gegen den 1. FC Saarbrücken auflaufen. Eine Spielverlegung wurde seitens des DFB abgelehnt.

Aus der einfachen Unterzahl wurde nach zehn Minuten dann eine doppelte Unterzahl, da Thomas Ostermann aufgrund eines Leistenbruchs ausgewechselt werden musste. Arminia konnte keinen Spieler für ihn einwechseln, da die maximale Anzahl von drei Amateurspielern bereits ausgeschöpft war und mit Arminias späterem Jugendtrainer Ostermann nun ein Profi ausfiel.

Den Saarbrücker Führungstreffer aus der 19. Minute konnte Thomas Sagel in der 44. Minute nach einer Standardsituation sogar ausgleichen. Im weiteren Spielverlauf kam auch den Zuschauern in Bielefeld eine größere Bedeutung zu. So gaben sie den Ball mehrmals erst nach ausdrücklicher Ermahnung durch den Stadionsprecher wieder zurück zu den Spielern. Allerdings konnten auch sie nicht verhindern, dass Saarbrücken in der 78. Minute den 2:1 Führungstreffer und fünf Minuten später den 3:1-Endstand erzielen konnten. Trotz der Niederlage Arminias war dieses Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Saarbrücken ein Spiel, das in die Vereins- und auch in die Bundesligageschichte einging. Am Ende der Saison konnte Arminia die Liga als Neunter abschließen, Saarbrücken wurde 15.