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U19: Joker Ayyildiz sticht

Schwarz-weiß-blauer Last-Minute-Jubel in Meiderich! Dank eines Treffers von Joker Lukas Ayyildiz in letzter Minute gewann die U19 des DSC Arminia Bielefeld das wichtige Auswärtsspiel beim MSV Duisburg in der A-Junioren-Bundesliga. „Wir sind bis an die Grenze gegangen“, lobte Oliver Kirch. Und der U19-Teamchef brachte das Spiel seiner Mannschaft damit gleich in mehrerer Hinsicht auf den Punkt.

Denn nicht nur kämpferisch, sonderlich auch zeitlich musste der DSC Arminia beim MSV das Limit ausschöpfen. „Eigentlich war es irgendwann ein typisches 0:0-Spiel“, meinte Oliver Kirch. Zwei seiner Joker hatten allerdings noch eine Idee: Melik Aziz Ben El Ouahmi und Lukas Ayyildiz waren im so wichtigen Spiel beim direkten Konkurrenten aus der Startformation rotiert. „Wir wussten, was uns dort erwartet. Deshalb wollte ich noch zwei spielstarke Optionen haben“, erklärte der U19-Teamchef.

Das Duo sorgte letztlich dafür, dass sich unsere U19 doch noch so ausgelassen wie lange nicht mehr freuen durfte. Die in der Tabelle unter Zugzwang geratenen Duisburger erhöhten in der Schlussphase das Risiko und boten dem DSC Arminia damit Raum für Konter – und der letzte Anlauf saß!

Nach einem Duisburger Ballverlust in Folge eines der unzähligen weiten Einwürfe in den Strafraum schalteten die Blauen schnell um. Ben El Ouahmi steckte im richtigen Moment auf Ayyildiz durch, der vor Duisburgs Torhüter kühlen Kopf behielt und zum 1:0-Siegtreffer versenkte (90.).

Entsprechend groß war die Erleichterung, aber auch die emotionale Erschöpfung bei den Arminen. Und gerade die hätte sich der DSC sparen können. Denn Arminia kam gut in die Partie, übernahm schnell die Spielkontrolle und kam schon vor der Pause zu guten Chancen. Die besten hatten Jomaine Consbruch und Maxim Bairamov mit ihren Pfostenschüssen. „Da wäre die Führung verdient gewesen“, meinte Kirch.

Und das Glück, mit einem 0:0 in die Pause gekommen zu sein, wussten die Duisburger offensichtlich zu schätzen. Nach Wiederbeginn attackierte der MSV jetzt deutlich früher und investierte mehr in sein Spiel – mit einfachen, aber effektiven Mitteln. „Sie hatten einen Spieler dabei, der unheimlich weite Einwürfe drauf hatte“, sagte Kirch. Und die segelten in der zweiten Halbzeit immer wieder gefährlich in den Bielefelder Strafraum, dazu vergab der MSV zwei gute Möglichkeiten aus spitzem Winkel.

Dildar Atmaca hätte Arminia nach einem Konter in Führung bringen können, dennoch lief mit zunehmender Spieldauer vieles auf ein 0:0 hinaus. Kirch: „Und den Punkt hätten wir am Ende auch mitgenommen. Für Duisburg wäre das zu wenig gewesen.“ Also erhöhten die Gastgeber und boten Arminia so erst die Möglichkeit auf den alles entscheidenden Konter.

Und der tut Arminia nach der längeren Durststrecke – zuletzt gab es im September beim 2:0 in Aachen drei Punkte zu bejubeln – ohne Sieg nicht nur seelisch gut. In der Tabelle distanzierte sich der DSC nicht nur vom MSV um drei weitere auf jetzt sechs Punkte, sondern vergrößerte auch den Abstand auf Preußen Münster und Alemannia Aachen, die sich im direkten Duell 0:0 trennten.

Weiter geht es für Kirch und Co. erst nach der Länderspielpause. Dann ist Viktoria Köln am 23. November in Bielefeld zu Gast.

Arminia: Kiss – Temin, Haßheider, Consbruch, Kalac (65. Ayyildiz), Bairamov, Pudel, Moskvin (40. Calascibetta), Atmaca, Karahan (72. Ben El Ouahmi), Stabenau.

Tor: 0:1 Ayyildiz (90.)