DSC Arminia Bielefeld -

Sie befinden sich hier: https://www.arminia-bielefeld.de/2019/11/13/es-war-ein-positives-geschaeftsjahr-in-jeder-hinsicht/

“Es war ein positives Geschäftsjahr – in jeder Hinsicht”

Auf der Jahreshauptversammlung 2019 des DSC Arminia Bielefeld e.V. im Krombacher Stammtisch der SchücoArena herrschte nicht nur ob der derzeitigen Tabellensituation der Profis gute Laune – der stetigen Konsolidierung des Vereins, dem einzigartigen Bündnis Ostwestfalen und einem aktuellen Mitgliederrekord sei Dank.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer die zahlreich erschienen Mitglieder und freute sich über einen Mitgliederrekord: “Wir haben momentan 12.109 Mitglieder in unserem Verein. Darauf sind wir natürlich stolz.” Im darauffolgenden Tagesordnungspunkt wurde den im vergangenen Jahr verstorbenen Mitgliedern mit einer Schweigeminute gedacht. Bei den anschließenden Ehrungen stachen vor allen Dingen die Mitglieder Klaus Thiem, Heinz Kühn und Heinz Seidel hervor, die seit sage und schreibe 70 (!) Jahre beim DSC beheimatet sind. Abgerundet wurde der eröffnende Teil der JHV durch diverse Ehrungen.

Anschließend berichtete Arminias Präsident über das letzte Vereinsjahr. Dass er die Jahreshauptversammlung das erste Mal in seiner Amtszeit so ruhig angehen konnte, hatte zum einen mit der sportlichen Situation der Profis zu tun, zum anderen aber auch mit dem, “was im Verein alles so passiert.” Hierzu zählte Hans-Jürgen Laufer die “beständige Kontinuität”, mit der bei Arminia gearbeitet werde, der Gemeinschaftsgedanke, der beim DSC über allem stehe, sowie die Bodenständigkeit: “Wir sind besonders dem Bündnis Ostwestfalen sehr dankbar, dass uns die finanziellen Schieflage der vergangenen Jahre nun keine Kopfschmerzen bereitet.” Besonders die Tatsache, dass man sich nun Dingen widmen könne, die in der Vergangenheit zu “kurz gekommen” seien, bereite dem Präsidenten eine “große Freude”. Dies habe laut Laufer auch ganz stark mit dem Sanierungskonzept zu tun, dass durch das Bündnis Ostwestfalen ermöglicht wurde. Die Darlehensverbindlichkeiten der Arminia-Gruppe von über 30 Millionen Euro (2014) auf 2,4 Millionen Euro (2019) zu senken, sei das “Ergebnis gemeinschaftlicher Arbeit.”

Trotz der zahlreichen guten Nachrichten erinnerte Hans-Jürgen Laufer an die ostwestfälischen Tugenden des DSC Arminia: „Uns zeichnen Bodenständigkeit und Demut aus – das soll auch in Zukunft so bleiben. Von einem Fußballwunder, wie es in der Presse stand, sind wir weit entfernt. Wir dürfen die aktuelle Situation genießen – und müssen genau so weiterarbeiten.“ Laufer ließ es sich natürlich nicht nehmen, kurz auch noch auf die sportliche Situation der Profis einzugehen: “Wir haben ein Trainerteam und eine Mannschaft, um die uns viele beneiden.”

Anschließend gab der Präsident das Mikrofon an den sportlichen Leiter des NLZ, Finn Holsing, weiter. Besonders stolz war dieser auf den Bundesliga-Aufstieg der U19, den souveränen Klassenerhalt der U17 oder auch auf den Westfalenpokal-Triumph von Arminias B-Jugend. Gleichzeitig warnte er davor, die Bundesligen für Arminias Jugendmannschaften als Selbstverständlichkeit anzusehen, da gerade in der Region NRW eine hohe Konkurrenzsituation herrsche: “Vergleiche mit anderen Vereinen zeigen, dass wir uns in einigen Bereichen noch verbessern müssen. Dennoch möchte ich an dieser Stelle betonen, dass die Infrastruktur des NLZ noch nie so gut war.” Mit diesen Worten und einem warmen Applaus verließ Finn Holsing die Bühne.

Im Anschluss betrat Samir Arabi, Geschäftsführer Sport, das Podium und berichtete von seiner Arbeit des vergangenen Geschäftsjahres: “Wir haben als gesamter Verein erreicht, dass alle gerne in die SchücoArena kommen. Trotz allem sind wir noch nicht fertig mit unserem Weg.” Dass der Punkteschnitt der Mannschaft sehr eindrucksvoll und der DSC mit 59 Punkten aus 29 Spielen die beste Zweitligamannschaft des Jahres 2019 sei, bereitete dem Geschäftsführer Sport große Freude: “Teamgeist, Selbstbewusstsein und die Überzeugung, aktiven Ballbesitzfußball zu spielen, zeichnet unsere Mannschaft aus.” Er beendete seine Rede mit wichtigen Worten, die er dem Plenum mit auf den Weg gab: “„Wir müssen demütig bleiben, um unseren eingeschlagenen Weg fortsetzen zu können.“ Träumen sei erlaubt, dafür bedürfe es weiterhin harter Arbeit – sagte Samir Arabi und verließ unter großem Applaus die Bühne. Auch weil er kurz zuvor die Nominierung Amos Piepers für die deutsche U21-Nationalmannschaft verkündete.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung standen die Berichte der verschiedenen Abteilungen auf der Agenda, bei dem die jeweiligen Abteilungsleiter von den Entwicklungen in ihren Bereichen erzählten. Es begann die Altliga, gefolgt von den Arminis, dem ASC, der Billardabteilung, der Eiskunstläufer/innen, den Frauen & Mädchen, der Hockeyabteilung, dem Rollstuhlsport und abschließend von den Schiedsrichtern.

Nach einer kurzen Unterbrechung ging es mit dem Bericht der ALM KG weiter – hier gab der Geschäftsführer Finanzen, Markus Rejek, einen Einblick in die Zahlenwelt: “Wir haben die ALM KG saniert. Am beeindruckendsten sind an dieser Stelle wohl die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Dritten: Hier sind wir von 16,6 Mio Euro aus dem Jahre 2017/2018 auf komplett null im Jahr 2018/2019 gekommen.”

Kurz darauf gab Markus Rejek Einblicke in die Bilanzen der GmbH & Co. KGaA. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sei eine Menge passiert: “Wir haben die SchücoArena verkauft, einen neuen Zuschauerrekord aufgestellt, die Lizenzierung ohne Auflagen bekommen, erstmalig seit langer Zeit wieder in die Infrastruktur investieren und eine neue Abteilung mit dem Namen “Fußballkultur und Soziales” gründen können.“ Wie sich der DSC in den vergangenen Jahren entwickelt habe, machte Markus Rejek mit einem prägnanten Satz deutlich: „Wir haben erstmals die 30 Millionen-Marke beim Umsatz in der 2. Liga geknackt und in allen relevanten Erlösbereichen positive Wachstumsraten.”

Mit Hilfe von Folien verdeutlichte der Geschäftsführer Finanzen, in welchen Bereichen der DSC wachsen konnte: “Wir sind nun in der Lage, länger liegengebliebene Themen nach und nach bearbeiten zu können. Es geht darum, weiterhin beständig zu arbeiten und nicht abzuheben – auch wenn manch einer meint, dass es uns aktuell gut wie selten geht. Wir sind weiter dabei zu gesunden und den Verein zu konsolidieren. Auf unserer Agenda stehen viele spannende Herausforderungen, die wir angehen wollen, und wir freuen uns, die Zukunft aktiv zu gestalten. Unser Ziel sollte es sein, langfristig jedes Jahr zwischen 0,5 und einer Million Euro Gewinn zu erwirtschaften.” Unter großem Applaus verließ auch Markus Rejek das Podium im Krombacher Stammtisch.

Im Anschluss berichtete Prof. Dr. Hermann J. Richter den Mitgliedern über den Jahresabschluss (bis zum 30.06.2019) des e.V. Der wichtigste Teil seiner Rede bezog sich auf die Senkung von Darlehensverbindlichkeiten, die der e.V. vor allem mit Hilfe der Umschuldung der Fan-Anleihen geschafft habe. Darauf folgten Berichte des Wirtschaftsrates und der Bericht der Rechnungsprüfer.

Als einzige Wahl der 2019er-Versammlung stand die des Wirtschaftsrates auf dem Programm. Die sechs bisherigen Mitglieder des Gremiums hatten sich als einzige beworben und wurden alle wiedergewählt: Hartmut Ostrowski, Thomas Lauritzen, Mathias Gerner, Olaf Klötzer, Klaus Meller und Hans-Hermann Soll (Vorsitzender).