DSC Arminia Bielefeld -

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U19: Temins Nervenstärke

Elf Meter für drei Punkte: Serkan Termin hat Arminias U19 ein spätes Glücksgefühl beschert. Der verwandelte Strafstoß des Innenverteidigers sicherte in letzter Minute einen etwas glücklichen, aber hart erkämpften 2:1 (1:0)-Sieg gegen Viktoria Köln in der A-Junioren-Bundesliga.

„Wir haben es uns wirklich hart erarbeitet, dass das Pendel das entscheidende Stückchen in unsere Richtung ausgeschlagen hat“, sagte René Müller. Arminias Trainer wusste genau, dass die wegen ihrer beiden unterschiedlichen verlaufenen Halbzeiten auch genauso gut mit einem Unentschieden hätte enden können.

Dass es anders kam und der DSC Arminia doch noch drei Punkte feiern durfte, war neben den starken Nerven von Serkan Temin auch Bahattin Karahan zu verdanken. Der tankte sich in der Nachspielzeit noch einmal in den Kölner Strafraum durch und konnte nur noch durch ein Foul gestoppt werden – Elfmeter.

Die große Chance auf drei Punkte war also serviert, doch wer sollte die Verantwortung übernehmen? „Da braucht es jemanden, der eine breite Brust hat und sicher ist, dass er trifft“, scherzte Müller. Dieser Jemand war am Samstag Innenverteidiger Temin, der zum 2:1 verwandelte.

In der Entstehung damit glücklich, war der Bielefelder Sieg aber trotzdem nicht ganz unverdient. „Wir waren sofort sehr präsent und sind sehr gut ins Spiel gekommen“, meinte René Müller. Der DSC Arminia erarbeitete sich schon früh gute Möglichkeiten – und belohnte sich mit der Führung: Nach sehenswerter Kombination auf dem rechten Flügel brachte Dominik Moskvin den Ball in den Strafraum, wo Jomaine Consbruch schneller schaltete als sein Gegenspieler und zum 1:0 traf (17.).

Consbruch hätte noch vor der Pause erhöhen können, sein Freistoß wurde allerdings noch leicht abgefälscht und klatschte deshalb nur an die Latte. Auf der Gegenseite verhinderte Agoston Kiss bei einem Kölner Konter das 1:1 mit einer starken Fußabwehr.

So stark sich unsere U19 damit insgesamt vor der Pause präsentierte, so sehr kippte die Partie danach zugunsten der Gäste. „Köln hat irgendwann deutlich mehr Zweikämpfe gewonnen und wir haben mehr Chancen zugelassen“, so Trainer Müller. Nach genau einer Stunde war’s eine Chance zu viel: Aus einem Gewühl heraus kam Robin Bird zum in dieser Situation eher zufälligen, aber nicht unverdienten Ausgleich.

In Schlussphase war der DSC dann mindestens wieder auf Augenhöhe, Lukas Ayyildiz verpasste das 2:1. Müller: „Aber es war zu spüren, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollten.“ Die Mischung aus Mut und Wille wurde noch spät belohnt und verschafft dem Aufsteiger damit eine hervorragende Ausgangslage für den Endspurt des Jahres 2019.

Nach dem zweiten Sieg in Folge liegt wieder deutlich mehr Luft zwischen dem DSC Arminia und der Abstiegszone. „Wir haben uns zwei von den Punkten zurückgeholt, die wir im Saisonverlauf schon liegen gelassen haben. Das gibt uns ein gutes Gefühl“, sagte René Müller.

Arminia: Kiss – Temin, Haßheider, Consbruch, Ayyildiz (83. Kalac), Pudel (63. Klass), Moskvin, Atmaca, Richardt (68. Bairamov), Ben El Ouahmi (72. Karahan).

Tore: 1:0 Consbruch (17.), 1:1 Bird (61.), 2:1 Temin (90.+2/FE).