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U19: Moukoko macht wieder den Unterschied

Der Deutsche Meister wankt und wackelt, doch er fällt wieder nicht! Arminia Bielefelds U19 hat eine beeindruckende Leistung auch im zweiten Aufeinandertreffen mit Borussia Dortmund nicht zu einer Überraschung gereicht. Trotz guter Chancen und einem nicht zu brechenden Willen unterlag der DSC mit 0:3 (0:3).

„Das war deutlich knapper, als es das Ergebnis aussagt.“ Nicht wenige dürften es nach 90 engen Minuten gedacht haben. Ausgesprochen wurde es aber nicht auf Bielefelder Seite, sondern von BVB-Trainer und Ex-Bundestrainer Michael Skibbe. Noch viel lieber als das Lob vom Dortmunder Coach hätte Arminias Trainer Marcel Drobe aber lieber einen oder sogar drei Punkte entgegen genommen. „Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir uns für so eine Leistung nicht belohnt haben“, sagte Drobe. „Aber es überwiegt der Stolz.“

Das Dortmunder Lob hatten sich die Arminen auch schon beim 2:6 im Hinspiel verdient. Und die Parallelen zum ersten Kräftemessen mit dem Deutschen Meister waren durchaus verblüffend: Wieder versteckte sich der DSC keineswegs vor der individuellen Klasse des BVB und beschäftigte den Meister, der noch am Dienstag in der UEFA Youth League bei Derby County (1:3) im Einsatz gewesen war, mehr als es den Dortmundern lieb gewesen sein dürfte. Die zweite große Parallele: Den Unterschied machte einmal mehr Youssoufa Moukoko. Der Toptorjäger war – wie im Hinspiel – drei Mal zur Stelle und erzielte seine Saisontreffer 27 bis 29.

Der Mann der ersten Hälfte trug trotzdem nicht das schwarz-gelbe Trikot mit der Nummer 18, sondern das schwarz-weiß-blaue mit der 17. Und sein Name war nicht Moukoko, sondern Dildar Atmaca. Arminias Offensivmann stellte die BVB-Verteidigung mit seiner Ballsicherheit und Geschwindigkeit von Beginn an vor unüberwindbare Probleme. Nach sieben Minuten scheiterte Atmaca aus spitzem Winkel, nur Sekunden später an Torhüter Leon Klußmann. Das Duell mit dem BVB-Keeper ging Mitte der ersten Halbzeit erneut und wenig später ein drittes Mal an Klußmann. Spätestens jetzt wäre die Bielefelder Führung verdient gewesen. „Man muss die wenigen Chancen in so einem Spiel nutzen“, sagte Drobe.

Dass Arminias Trainer damit Recht haben sollte, bewies Youssoufa Moukoko fünf Minuten vor der Pause: Einmal mit zu vielen Freiheiten im Strafraum bedacht, drehte sich Moukoko blitzschnell um die eigene Achse und vollendete zum 0:1 (39.) und erzielte damit den einzigen Treffer in einer ersten Halbzeit, in der auf Bielefelder Seite eigentlich alles stimmte – nur das Ergebnis eben nicht.

Dem DSC gelang es trotzdem den Schwung mit in Hälfte zwei zu nehmen. Zehn Minuten nach Wiederbeginn bot sich dann die größtmögliche Chance zum hochverdienten 1:1: Wieder war Atmaca – wer sonst? – im Strafraum nicht vom Ball zu trennen. Einen kleinen Tritt auf Atmacas Fuß später entschied Schiedsrichter Leon Kanwischer auf Elfmeter. Sebastian Müllers guter und platzierter Versuch auf die rechte untere Ecke wurde von Klußmann allerdings noch ein bisschen besser gehalten (54.).

Auf der anderen Seite reichte dem BVB ein genialer Moment von Emmanuel Pherai und ein richtig postierter Moukoko nach genau einer Stunde zum 0:2. Arminia hatte den Glauben an sich auch danach noch lange nicht aufgegeben, musste in der 78. Minute allerdings das 0:3 verkraften. Jetzt war Moukoko einen Schritt eher am Ball als der aus seinem Tor geeilte Agoston Kiss.

Ihre starke Leistung kann unsere U19 am kommenden Samstag gegen den nächsten Meisterschaftsanwärter bestätigen. Dann sind Marcel Drobe und sein Team bei Fortuna Düsseldorf zu Gast.

Arminia: Kiss – Moskvin, Stoll, Yüksel – Calascibetta, Pudel, Consbruch (85. Klass), Ben El Ouahmi (79. Aydin), Karahan – Müller, Atmca (79. Kalac).

Tore: 0:1 Moukoko (39.), 0:2 Moukoko (61.), 0:3 Moukoko (78.).