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Quaschners Buchempfehlungen

Der deutsche Dichter Jean Paul, der im 18. Jahrhundert als Dichter und Schrifsteller agierte, brachte es auf den Punkt: “Bücher lesen, heißt wandern gehen in ferne Welte, aus den Stuben über die Sterne.” So gesehen ist unser Angreifer Nils Quaschner ein leidenschaftlicher Wanderer, verbringt er seine Freizeit am liebsten mit Lesen. Wir haben unsere Nummer 18 gebeten, seine Lieblingsbücher vorzustellen.

Yuval Noah Harari,
Eine kurze Geschichte der Menschheit

Ich bin ein großer Fan von Yuval Noah Harari, er ist eine sehr interessante Persönlichkeit. Es handelt sich hier um einen Teil einer Trilogie. Das Buch erzählt eine megaspannende Geschichte, die super zusammenfasst, wie die Menschheit damals entstanden ist und wie sich was warum entwickelt hat. Es wird gut aufgeklärt und viel beschrieben, ist dabei aber alles andere als langweilig, da ist nicht zu sehr ins Detail geht. Kurzum vermittelt die kurze Geschichte der Menschheit jede Menge Wissen.

Yuval Noah Harari,
21 Lektionen für das 21. Jahrhundert

Es ist der letzte Teil der oben angesprochenen Trilogie Hararis. Hier geht um die Herausforderungen der Menschheit für die Zukunft. Konkret geht es um Fragen wie: Was sollten wir unseren Kindern beibringen, damit sie gut gewappnet sind? Was könnte in der Zukunft auf uns zukommen? Welche Probleme könnten auftauchen? Dabei werden unterschiedlichste Sektoren wie die Politik, die Wirtschaft oder auch die Geografie beleuchtet. Mich hat es sehr fasziniert – auch, weil das Thema künstliche Intelligenz angeschnitten wird. Ich habe in einem Artikel über das Buch mal gelesen, dass 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert „Gehirne wachsen lässt“ – das würde ich fast so unterschreiben.

Carlo Drechsel,
Insight Africa

In Insight Africa schreibt ein junger Mann über seine Erlebnisse, die er sammelt, während er mit einem alten SUV vom Norden Afrikas bis runter in den Süden fährt. Er fährt dabei quasi die gesamte Westküste ab – während des Lesens bekommt man durch die authentische Schreibweise viele Eindrücke. Man lernt vieles über die einzelnen Länder und wie die jeweiligen Zustände vor Ort sind. Der Autor überschreitet Ländergrenzen und berichtet dabei, wie diese ablaufen – mal bekommt er ein Visa, mal nicht. Es geht aber auch um die Beziehungen zu den Menschen, die er auf seiner Reise kennenlernt. Er hat sein Surfbrett immer dabei und versucht, den besten Spot an der Westküste zu finden. Wenn man Fernweh hat oder generell gerne reist, ist dieses Buch genau das Richtige, denn es stillt zum Teil diese Bedürfnisse.

Ferdinand von Schirach,
Collini

Hier handelt es sich um einen sehr schönen Roman, der sich zudem schnell lesen lässt. Was mir an diesem Buch am meisten gefällt, ist, dass ein geschichtlicher Bezug hergestellt wird. Es wird ein Sachverhalt aus dem zweiten Weltkrieg aufgegriffen und auf dieser Basis ist ein sehr authentischer Roman entstanden. Ich möchte eigentlich gar nichts groß zur Geschichte sagen, um nichts vorwegzunehmen. Die Handlung ist spannend, aufschlussreich und lässt einen mitfühlen – Menschen, die auf Thriller/Politthriller stehen, kommen hier voll auf ihre Kosten. Ich bin ein großer Fan von von Schirach und habe all seine Bücher gelesen. Collini wurde übrigens auch verfilmt, ein sehenswerter Film.

Roger Fisher,
Harvard-Konzept

Ein Klassiker! Es geht darum, wie man verhandelt. Ich persönlich habe bei Verhandlungen immer an Geschäftliches gedacht. Das kommt natürlich auch vor, aber wenn man ein bisschen tiefergeht, dann ist das ganze Leben ja eigentlich ein permanentes Verhandeln: Was esse ich morgens? Was tue ich danach? Wann fahre ich in den Urlaub? Das alles sind Verhandlungen, die man mit sich selbst, Familienangehörigen oder anderen Menschen führt. Das Harvard-Konzept ist sehr interessant, aber auch hier will ich nicht zu viel vorwegnehmen. Es macht Spaß, das Buch zu lesen und immer wieder zu merken, dass man sich an vielen Punkten wiederfindet. Gleichzeitig werden viele Experten zu diesem Thema befragt, was zum Nachdenken anregt. Am Ende des Buchs werden viele coole Beispiele genannt – da kann man dann schnell den Selbsttest machen.