DSC Arminia Bielefeld -

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“Aus dem Hintergrund…

…müsste Rahn schießen. Rahn schießt. Tooooor! Tooooor! Tooooor! Tooooor!” Diese Worte von Radio-Reporter Herbert Zimmermann beim WM-Finale 1954 zwischen Deutschland und Ungarn sind in die Geschichtsbücher des deutschen Fußballs eingegangen. Das Siegtor, welches Zimmermann auf unnachahmliche Weise beschrieb, schoss ein gewisser Helmut Rahn – der gebürtige Essener spielte insgesamt acht Jahre für RWE und wurde von seinen Mitspielern oft als “Boss” bezeichnet. Und ist auch ein Grund dafür, warum ein ganz berühmter anderer Fußballer Ehrenmitglied bei Arminias Erstrundengegner im DFB-Pokal ist.

Seit 13 Jahren ist Rot-Weiss Essen von der ganz großen Fußballbühne nun etwas verschwunden, doch damit will man sich in der Großstadt der Metropolregion Rhein-Ruhr nicht zufrieden geben. Die Regionalliga soll schnell gegen die dritte Liga eingetauscht werden, denn als ehemaliger deutscher Meister (1955) und DFB-Pokalsieger (1953) haben Fans und Verein andere Ziele.

So wurde vor der Saison nicht nur Regionalliga-Torjäger Simon Engelmann vom SV Rödinghausen losgelotst, sondern mit Christian Neidhart auch ein ambitionierter Trainer geholt – Neidhart war zuvor sieben Jahre Trainer beim SV Meppen und machte im Interview mit DFB.de Anfang Juli deutlich, dass man sich mit der vierten Liga nicht zufrieden geben wolle: “Wir wollen aus dieser Liga so schnell wie möglich herauskommen.” Ähnliche Töne sind von Geschäftsführer Marcus Uhlig zu hören, den viele Arminen aus seine Zeit beim DSC noch kennen dürften. Der 49-Jährige sagte im Interview mit der SZ, dass RWE Meister werden wolle und sich “alle im Verein damit identifizieren.”

Identifikation ist generell ein gutes Stichwort, um den Traditionsverein zu beschreiben. Zu den Partien RWEs an der altehrwürdigen Hafenstraße pilgerten in der abgelaufenen – wegen Corona abgebrochenen – Regionalliga-Saison sage und schreibe 10.900 Zuschauer, pro Spiel! Damit lag der Viertligist in der abgelaufenen Saison in dieser Kategorie beispielsweise noch vor den Zweitligisten Greuther Fürth oder SV Sandhausen.

Es ist also klar, in welche Richtung es für RWE gehen soll: vorwärts – der Hintergrund, aus dem der Essener Helmut Rahn einst das goldene Tor zu Deutschlands erstem WM-Titel schoss, soll nach und nach gegen eine größere Bühne eingetauscht werden. Auf dieser hielt sich jahrelang auch ein gewisser Pelé auf. Der brasilianische Ausnahmekönner ist seit November 2005 Ehrenmitglied bei RWE. Und hätte sicher auch nichts dagegen einzuwenden, wenn RWE im Sommer 2021 wieder die Drittligabühne betritt.

Wir haben im Vorfeld der Partie mit dem Ex-Essener Cebio Soukou über #RWEDSC gesprochen: