DSC Arminia Bielefeld -

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Wir bleiben blau!

Ob Fanschal, Internetseite, Autogrammkarten oder die Beschilderung in der SchücoArena. Beim DSC Arminia Bielefeld gab es kein einheitliches Erscheinungsbild, da es in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten immer wieder unterschiedliche Ansätze, häufige Änderungen und manchmal auch falsch geleitete Interpretationen gab. Aus diesem Grund war der DSC Arminia bestrebt, nach der erfolgreichen Sanierung endlich auch bei anderen Themen aufzuräumen und wo nötig geradezurücken, wo man vom Weg abgekommen war.

So wurde im letzten Frühjahr ein neues Gestaltsystem entwickelt, das seit Beginn der neuen Saison umgesetzt wird und mittlerweile immer sichtbarer in Erscheinung tritt. Dazu gehören eine einheitliche Typografie, wiederkehrende Gestaltelemente, wie die grafische „Abrisskante” und die in blau eingefärbte Hintergrundtapete mit durchgehenden Motiven aus der über 115-jährigen Vereinshistorie. Und eben auch die Vereinheitlichung der Farbtöne.

Schwarz und weiß ist einfach. Aber beim Blauton gibt es gerade sehr viele Fragen und auch Aufregung bei Mitgliedern und Fans. Wir haben in den hektischen letzten Wochen vergessen, darüber transparent zu informieren und zu kommunizieren. Das wollen wir hiermit nachholen und auch informieren, wie es weiter geht.

So viel vorab: Wir waren blau, wir sind blau und wir bleiben blau!

Im letzten Jahr haben wir uns mit Unterstützung externer Experten und vielen Gesprächen innerhalb der Arminia-Familie mit dem Thema unserer Identität auseinandergesetzt. Ziel war es, die Werte und die Charaktereigenschaften unseres Vereins auf den Punkt zu bringen. „Stur, hartnäckig und kämpferisch” sind ja bereits Attribute, die uns als Verein der Ostwestfalen gut beschreiben. Aber es brauchte noch mehr. Eine Art Gebrauchsanweisung für alle, die mit und für unsere Arminia arbeiten.

Ziel war es, etwas zu schaffen, das dafür sorgt, dass wir nach draußen ein einheitliches Bild abgeben. Und dieses Bild soll idealer Weise zum Ausdruck bringen, wie wir sind und sein wollen. Kurzum: die Art und Weise, wie wir auftreten – und dazu gehört unser Gestaltsystem – soll zu unserer Identität passen.

In einem Wettbewerb haben wir fünf Agenturen, darunter auch drei aus Bielefeld, gebeten, uns Vorschläge zu machen, wie unsere Identität in einen neuen grafischen Auftritt übersetzt werden kann. Durchgesetzt hat sich die Hamburger Agentur Rocket&Wink, die uns mit ihren Ideen begeistert haben.

Grafisch, sprachlich und von der gesamten Tonalität haben unsere Freunde aus Hamburg ein überzeugendes, kreatives und stimmiges Konzept entwickelt: Abgeleitet aus dem „Fanzine“-Kult der Vergangenheit, mit Collagen aus Schrift und traditionellen Fotos. Die Mentalität der Ostwestfalen, Dinge selbst zu gestalten, in Form von Risskanten, die zeigen, hier wird pragmatisch gemacht und angepackt, dafür vielleicht nicht immer ganz perfekt. Der Verbindung von Tradition und Gegenwart durch gemeinsame Darstellung ehemaliger wie neuer Spieler. Einer Schriftart, die bereits in den 1980er-Jahren in der damaligen Stadionzeitung verwendet wurde, in Kombination mit einer modernen Schrift.

Und zu guter Letzt: einer Anpassung des Blautons. Denn die kreativen Macher haben sich auch sehr intensiv mit der Historie unseres DSC auseinandergesetzt und feststellen müssen, dass wir selbst in der Vergangenheit nicht immer pfleglich und konsequent mit unseren Farben oder unserem Logo umgegangen sind. Der dunkle Blauton, den wir in den letzten Jahren verwendet haben, war nicht immer unser Blauton.

Gibt es DAS Arminia-Blau überhaupt? Klare Antwort: Nein. In der Vergangenheit ist der DSC Arminia Bielefeld in verschiedenen Blautönen aufgetreten: ein helles Blau mit hohem Cyan-Anteil, Babyblau, Mittelblau, Dunkelblau, Navy. Der zuletzt verwendete dunkle Blauton ist einheitlich erst seit etwa dem Jahr 2000 zu finden. Über viele Jahrzehnte zuvor erschien Arminia in einem hellen Blau, bestehend aus 100%-Cyan.

Dies ist zu finden in den ersten Vereinspublikationen 1955, auch im Logo. In den Ankündigungsplakaten der 1970er- und 1980er-Jahre. Im Stadionmagazin „Alm-Kurier“ genauso wie in den Fanzines der Mitglieder und Fans ab 1970. Und auch bis in die 1990er-Jahre findet das Hellblau Anwendung. Ab 1996 werden die Träger und Dächer der neuen Nord-, West und später Südtribüne in einem hellen Blau gestaltet, damit das Arminia-Stadion mit seiner britischen Lage im Wohnviertel auffällt. Selbst 2005 wurden die Kommunikationsmittel der gesamten Saison im Rahmen des Vereinsjubiläums „100 Jahre Leidenschaft“ und in Anlehnung an den traditionellen Blauton in 100%-Cyan erstellt.

Das neue Gestaltsystem und die Änderung des Blautons war also keine Marketing-Entscheidung, um moderner oder hipper rüberzukommen. Vielmehr ist es eine grafische Rückbesinnung auf vergangene Jahrzehnte und ein neues Bekenntnis zu traditionellen Werten.

Wir haben es gut gemeint aber nicht deutlich und transparent erklärt. Viel wichtiger als der Blauton sind uns aber das Festhalten an unseren Prinzipien in unserem Verein und unser Miteinander. Die Mitbestimmung in einem Verein ist das wichtigste Recht.

Deshalb werden wir auf der Jahreshauptversammlung am 3. Dezember das Thema mit den Mitgliedern besprechen und schlagen vor, dass wir über den Blauton abstimmen lassen. Und der dann abgestimmte Blauton soll dann auch mit in unsere Vereinssatzung aufgenommen werden. Bis dahin werden wir den seit dem Saisonstart eingeführten helleren Blauton weiter verwenden. Alles andere wäre zu viel hin und her und auch nicht pragmatisch.