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“Ein bunter Mix aus Englisch, Portugiesisch und Zeichensprache”

Vor unserem Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen war Linksverteidiger Anderson “Andy” Lucoqui im Arminia-Podcast zu Gast. Wir haben mit unserer Nummer 23 unter anderem über die kommende Aufgabe, seine rheinländische Heimat und die angolanische Nationalmannschaft gesprochen.

1997 im rheinland-pfälzischen Zweibrücken geboren, spielte er bereits im Alter von sieben Jahren für die Nachwuchsmannschaften der “Werkself”, ehe es ihn mit 14 zunächst nach Köln und dann nach Düsseldorf zog. Vor zwei Jahren hat er schließlich in Bielefeld ein neues Zuhause gefunden.

Sein Draht zu Bayer Leverkusen ist jedoch nie ganz abgerissen, weshalb der sympathische Linksfuß auch über die aktuelle Verfassung der “Werkself” bestens Bescheid weiß: “Bayer verfügt über einen sehr vielseitigen Kader, da ist von jedem Spielertyp etwas dabei. Die Mannschaft ist im Vergleich zur vergangenen Saison nahezu unverändert, sie sind also sehr eingespielt und wissen, worauf es ankommt”, erzählt der 23-Jährige, der auf die kommende Partie mit besonders viel Vorfreude blickt: “Wenn man eine andere Bindung zum Gegner hat, ist der Wille vielleicht noch um ein, zwei Prozente größer”, so Lucoqui.

Die Partie am Samstag (HALBVIER) lindere zudem die Enttäuschung über die verpasste Nominierung für die angolanische Nationalmannschaft, in der sich der Defensivakteur nach anfänglichen Startproblemen mittlerweile akklimatisiert hat. “Es war schon Neuland für mich. Ich hatte am Anfang Schwierigkeiten, mich komplett mit dem Land zu identifizieren, denn ich sehe mich schon als Deutschen”, meint Lucoqui, der zudem noch nie in Angola, dem Heimatland seiner Eltern, gewesen ist. Auch die dortige Verständigung lief bisweilen nicht immer reibungslos ab. “Es ist ein bunter Mix aus Englisch, Portugiesisch und Zeichensprache”, fasst Angolas Neuling die Kommunikation innerhalb des Teams knapp zusammen.

Freie Wochenenden verbringt der Bruder einer älteren und einer jüngeren Schwester am liebsten bei seiner Familie in Leverkusen, wie er im kurzweiligen Gespräch verriet: “Meine Eltern wollen immer nur das Beste für mich, das schätze ich auch sehr. Für viele ist das nicht selbstverständlich. Deshalb fahre ich auch immer wieder gerne nach Hause”, erzählt Lucoqui.

Wer von Mama oder Papa stolzer auf den einzigen Sohn ist und was “Andy” sonst noch über seine Musikkarriere, doppelte Staatsbürgerschaften sowie die Leverkusener Fankultur zu erzählen hatte, könnt ihr in der aktuellen Folge des Arminia-Podcasts (auf Spotify, iTunes und SoundCloud) hören. Wir wünschen viel Spaß!