DSC Arminia Bielefeld -

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Mo., 17.09.2018 20:30 Uhr

1. FC Magdeburg(0)
DSC Arminia Bielefeld (0)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Startschwierigkeiten beim Aufsteiger

Normalerweise gelten die Aufsteiger gerade an den ersten Spieltagen aufgrund der noch vorhandenen Aufstiegseuphorie als besonders gefährlich. Der FCM konnte die Aufstiegseuphorie nicht mit in die neue Saison nehmen, zumindest was die Punkteausbeute angeht.

Nach vier Spieltagen haben die Magdeburger, nach zwei Unentschieden und zwei Niederlagen, “nur” zwei Punkte auf dem Konto. Dies hängt auch damit zusammen, dass man in dieser Saison sowohl gegen St. Pauli (1:2), als auch gegen Ingolstadt (1:1) und Kiel (1:2) bereits dreimal eine 1:0-Führung noch aus der Hand gab. Zudem schoss der FCM in dieser Saison nie mehr als ein Tor, was auch damit zusammenhängen könnte, dass mit Julius Dülker und Tobias Schwede zwei wichtige Offensivakteure der Aufstiegssaison sich dem Ligakonkurrenten aus Paderborn anschlossen. Auch Vereinsikone und Torgarant Christian Beck wartet seit seinem Tor am ersten Spieltag gegen St. Pauli auf ein weiteres Erfolgserlebnis. Dennoch ist der 30-jährige, der neben einem Tor auch eine Vorlage vorzuweisen hat, ein Spieler, den man als gegnerische Mannschaft immer im Auge behalten sollte. Nicht umsonst rangiert er in der Rekordtorschützenliste seines Vereins mit 108 Treffern auf Rang zwei. Ein weiterer Spieler, der an den ersten Spieltagen offensiv auf sich aufmerksam machte ist Kapitän Nils Butzen. Das Magdeburger Eigengewächs glänzte in den bisherigen beiden Heimspielen als Vorlagengeber.

Trainer Jens Härtel, der bereits seit 2014 die Geschicke in Magdeburg leitet, ließ in dieser Saison bereits mehrere Systeme spielen, dabei wechselte er in der Abwehr zwischen Dreier- und Viererkette. Auffällig hierbei ist, dass er im Mittelfeld und im Sturm stets auf das gleiche Personal vertraute, in der Abwehr jedoch noch nicht seine Stammformation gefunden zu haben scheint. So bot der Magdeburger Trainer mit Steffen Schäfer, Dennis Erdmann, Romain Brégerie, Christopher Handke und Tobias Müller bereits fünf unterschiedliche Innenverteidiger in der Startformation auf – zum Vergleich: Bei Arminia spielten im gleichen Zeitraum mit Julian Börner und Brian Behrendt lediglich zwei Innenverteidiger von Beginn an. Mit Nico Hammann hat der FCM auch einen Innenverteidiger im Kader, der eine Bielefelder Vergangenheit hat. Der 30-jährige schnürte in der Saison 2011/2012 insgesamt viermal die Fußballschuhe für den DSC.

Wer sich auf ein hitziges Montagabendspiel freut, wird allerdings enttäuscht werden, zumindest wenn man der Statistik glaubt. Die zeigt, dass beide Mannschaften bisher zu den fairsten Teams der Liga zählen. Während Magdeburg mit lediglich fünf gelben Karten auf Platz zwei der Fairplay-Tabelle liegt (zusammen mit dem SV Sandhausen), belegt der DSC mit nur einer gelben Karte mehr den vierten Platz (zusammen mit Dynamo Dresden). So oder so wird das Aufeinandertreffen in der MDCC-Arena ein historisches Spiel, schließlich ist der 1.FC Magdeburg der einzige Gegner in dieser Saison, gegen den die Ostwestfalen in ihrer 113-jährigen Vereinsgeschichte vorher noch nie angetreten sind.

“Wir fahren dahin, um zu gewinnen!”

Bei der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in Magdeburg äußerten sich Cheftrainer Jeff Saibene und Linksverteidiger Florian Hartherz unter anderem zum Konkurrenzkampf im Kader, den vielen Gegentoren in den letzten Spielen und dem kommenden Gegner.

In Magdeburg wird Saibene auf Sven Schipplock (Kniereizung), Nils Quaschner (Aufbautraining) und Can Özkan (Zahn-OP) verzichten müssen. Cedric Brunner wird nach seinem Innenbandanriss erstmals wieder für ein Ligaspiel fit sein. Auch auf die restlichen Spieler wird der in dieser Woche 50 Jahre alt gewordene DSC-Coach zurückgreifen können, was nicht immer einfach sei, wie Saibene verriet: “Wir haben 20 gleichwertige Feldspieler, aber nur 16 können am Spieltag in den Kader. Diese Entscheidungen sind natürlich brutal schwer für mich.” Dennoch versicherte der Luxemburger, dass es auf lange Sicht gut sein werde, so einen Kader zu haben: “Wir haben jetzt in zwölf Tagen vier Spiele, da werden wir alle Spieler brauchen und es liegt auf der Hand, dass wir dann auch rotieren werden.” Auch Florian Hartherz äußerte sich positiv zur Konkurrenzsituation im Kader und zu seinem neuen Konkurrenten auf der linken Abwehrseite: “Der Konkurrenzkampf tut uns allen gut. Andy (Anderson Lucoqui) ist ein richtig guter Junge, der sich voll reinhängen wird, um zu spielen. Das wird mich auch nochmal pushen. Wir sind jetzt auf jeder Position doppelt besetzt, da bin ich bin froh, dass ich nicht der Trainer bin.”

Angesprochen auf die vielen Gegentore in den letzten beiden Spielen äußerte sich Jeff Saibene wie folgt: “Die Defensive war diese Woche ein großes Thema bei uns. Wir haben die Spiele analysiert und es dann dementsprechend trainiert. Das Gute daran ist, dass man klar sagen kann, was nicht gut war. Teilweise hat uns die nötige Aggressivität gefehlt, aber wir haben auch viele Flanken zu einfach zugelassen und die Zuteilung in der Mitte war nicht gut. Es sind aber alles Sachen, die man beheben kann und muss.” Florian Hartherz stimmte seinem Trainer zu, dass “wir wieder besser stehen müssen, um Gegentore zu vermeiden”. Der 25-Jährige betonte aber auch, dass ihm dieses Thema etwas zu präsent sei in den letzten Tagen: “Klar ist es bitter, drei Gegentore zu bekommen. Aber man muss auch beachten, dass wir schon sieben Punkte haben und damit voll im Soll sind. Die Mannschaft ist absolut intakt, jetzt sollte sich nicht das Negative in unseren Köpfen festsetzen.” Zudem versicherte der Linksverteidiger, dass die Mannschaft “die Löcher schließen wird und auch wieder defensiv bessere Spiele kommen werden.”

Auf das Abendspiel in Magdeburg freut sich der Bielefelder Trainer: “Ich spiele gerne abends, da sind die Temperaturen meistens angenehmer und auch die Atmosphäre ist nochmal eine andere. In Magdeburg wird eine gute Stimmung sein und ist es schön solche Vereine mit solchen Fans in der Liga zu haben.” Spielerisch erwartet Jeff Saibene einen Gegner, “der über die Zweikämpfe ins Spiel kommt”. Von der Tatsache, dass der FCM bisher noch keinen Sieg einfahren konnte, lässt sich Saibene nicht blenden: “Sie wurden zwei-, dreimal unter Wert geschlagen. Nun wird dieses Spiel umso wichtiger für sie – man merkt schon, dass sie sich selber Druck machen.” Florian Hartherz schätzte den Gegner ähnlich ein wie sein Trainer: “Magdeburg wird sehr körperbetont spielen und unbedingt den ersten Sieg in der zweiten Liga holen. Doch wir werden dagegen halten und fahren dahin, um zu gewinnen!” Angesprochen auf die Stimmung in der MDCC-Arena erklärte der Linksverteidiger folgendes: “Zuhause angefeuert werden und auswärts ausgebuht werden – das finde ich geil! Dafür bin ich Profifußballer, auf so eine Kulisse habe ich richtig Bock.”

Weitere Aussagen von Saibene und Hartherz gibt es auch im Arminia-Podcast bei Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Prince Osei Owusu zum Spiel:

Berichterstattung Magdeburg – DSC

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den 1. FC Magdeburg.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Montag um 20:30 Uhr das Spiel beim 1. FC Magdeburg live in der MDCC-Arena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der MDCC-Arena.
  • Sky zeigt das Spiel live.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • RTL Nitro, “100 % Bundesliga”, 22:15 bis 00:00 Uhr

Torloses Remis in Magdeburg

In einem intensiven Spiel, in dem die Bielefelder etwas mehr Spielanteile hatten, blieb der DSC zwar erstmals in dieser Saison ohne Gegentor, schaffte es allerdings auch nicht die Abwehrreihe des FCM zu knacken, sodass das Montagabendspiel 0:0 endete.

Nach der Länderspielpause ging es für den DSC Arminia Bielefeld zum Montagabendspiel beim 1. FC Magdeburg. Im Vergleich zum Torfestival gegen Jahn Regensburg entschied sich Cheftrainer Jeff Saibene für drei Wechsel in der Startformation: Cedric Brunner, Stephan Salger und Patrick Weihrauch ersetzten Jonathan Clauss, Brian Behrendt und Keanu Staude.

Das erste Mal zupacken musste Stefan Ortega Moreno nach einem Ball, der halb Flanke und halb Schuss war von Marcel Costly, nachdem sich dieser gegen Florian Hartherz durchgesetzt hatte – der Ball stellte aber kein Problem für die Bielefelder Nummer eins dar (6.). Der erste Abschluss der Arminen folgte kurz darauf, der Schuss von Klos wurde allerdings von einem Magdeburger Abwehrspieler rechtzeitig geblockt (9.). Kurze Zeit später versuchte es Andreas Voglsammer mit einem Schuss aus der Distanz, den Alexander Brunst im Magdeburger Tor allerdings sicher festhalten konnte (11.) und auch ein Hartherz-Freistoß in der 16. Minute parierte der Torwart des FCM, diesem Ball fehlte etwas die Power. Eine durchaus muntere Anfangsphase in der stimmungsvollen MDCC-Arena.

Die beste Gelegenheit hatten dann die Gastgeber, als Björn Rother Ortega Moreno mit einem starken Schuss aus 20 Metern prüfte – der DSC Schlussmann konnte den Aufsetzer gerade so noch zur Ecke abwehren (27.). Nachdem die Ostwestfalen die ersten 20 Minuten leicht feldüberlegen waren, hatten nun die Hausherren etwas mehr vom Spiel. Im Großen und Ganzen neutralisierten sich allerdings beide Teams größtenteils. Die beste Torgelegenheit im ersten Durchgang für die Bielefelder hatte dann der aufgerückte Julian Börner, der eine Flanke von Manuel Prietl per Kopf knapp über das Tor setzte (37.). Die Magdeburger antworteten mit einem Abschluss von Costly in die kurze Ecke, den Ortega Moreno abwehren konnte (38.). Nun nahm das Spiel wieder deutlich an Fahrt auf: Nach einem Freistoß von Nils Seufert faustete Brunst den Ball aus dem Strafraum, wo Edmundsson mit vollem Risiko das Spielgerät direkt nahm und das Tor nur ganz knapp verfehlte (39.). Dies sollte die letzte Chance im ersten Durchgang bleiben. Eine Halbzeit, die vor allem am Anfang und am Ende viele Aktionen zu bieten hatte, allerdings ohne die ganz großen Torchancen.

Beide Trainer schickten ihre Mannschaften unverändert in den zweiten Abschnitt. Sieben Minuten nach der Pause dann die Riesenchance zur Führung für den DSC: Nach einer Flanke von Cedric Brunner wurde der Kopfball von Fabian Klos zwar geblockt, landete aber genau auf den Kopf von Voglsammer, der Brunst zu einer Glanztat zwang und auch dessen Abpraller landete bei einem Bielefelder, Prietl haute den Ball aber über das gegnerische Tor (52.). In der 58. Minute nahm Jeff Saibene dann den ersten Wechsel der Partie wahr: Prince Owusu ersetzte Fabian Klos im Sturm der Ostwestfalen. Auch die Magdeburger kamen anschließend zu einer guten Chance, eine Flanke von Niemeyer köpfte Christian Beck knapp am langen Pfosten vorbei (62.).

Der Heimmannschat gelang es nun, vor allem durch lange Bälle, immer wieder tief in die Hälfte der Arminen zu kommen. Zum Glück, aus Bielefelder Sicht, war immer noch ein Abwehrspieler zur Stelle. Saibene reagierte mit einem erneuten Wechsel und brachte Keanu Staude für Andreas Voglsammer ins Spiel (72.). Bei Ballbesitz der Bielefelder zogen sich die Gastgeber sehr weit zurück, sodass sich die Ostwestfalen schwer taten, Lücken zu finden. Oft mussten Standardsituationen herhalten, um gefährlich in den Strafraum der Elbstädter zu kommen. So auch bei einem weiten Einwurf von Cedric Brunner, den Edmundsson irgendwie Richtung Tor beförderte, doch erneut war Brunst auf dem Posten (75.). Einen Abschlussversuch des FCM, nach einem Freistoß, klärte Kapitän Julian Börner im letzten Moment (78.).

Eine Minute später folgte dann der letzte Wechsel auf Seiten der Gäste, Jonathan Clauss ersetzte Patrick Weihrauch. Die Arminen probierten nochmal alles um den Siegtreffer zu erzwingen und die kampfstarken Magdeburger lauerten immer wieder auf Konter. Beide Abwehrreihen ließen jedoch keine weiteren Torchancen des Gegners zu, womit eine intensive Zweitligapartie mit einem torlosen Remis endete.

Stimmen zum Spiel

Wir haben heute sehr dominant gespielt und hatten auch gute Möglichkeiten. Ich denke Magdeburg hätte sich nicht beschweren können, wenn wir heute gewonnen hätten. Es war wichtig das erste Mal ohne Gegentor zu bleiben, nach den vielen Gegentoren zuletzt. Defensiv standen wir heute gut gegen einen ekligen Gegner.

Stefan Ortega Moreno

Als Abwehrspieler ist man mit einem 0:0 natürlich etwas mehr zufrieden, als die Stürmer. Wir waren heute etwas besser und hatten mehr vom Spiel, von den Torchancen her war es aber ausgeglichen. Wir haben als Mannschaft sehr konzetriert verteidigt.

Stephan Salger

Die Defensive war zuletzt nicht gut, aber wir wissen was in uns steckt und was wir abrufen müssen, um ohne Gegentor zu bleiben – dies ist uns heute gut gelungen.

Julian Börner

Wir sind etwas enttäuscht, weil wir natürlich gewinnen wollten. Wir hatten zwar gute Ballbesitzphasen, aber im letzten Angriffsdrittel hat uns leider die letzte Präzision gefehlt. Magdeburg hat kämpferisch sehr gut dagegen gehalten und sich dadurch den Punkt verdient. Wir haben nicht hunderprozentig unser Ziel erreicht, aber auswärts muss man auch mal einen Punkt mitnehmen.

Jeff Saibene

1.FC Magdeburg:
Brunst – Schäfer, Erdmann, Brégerie – Butzen, Rother, Preißinger (84. Weil), Niemeyer – Costly, Beck (80. Bülter), Lohkemper (80. Türpitz).

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner, Börner, Salger, Hartherz – Edmundsson, Prietl, Seufert, Weihrauch (79. Clauss) – Klos (58. Owusu), Voglsammer (72. Staude).

Tore:
Fehlanzeige

Gelbe Karten:
Preißinger, Erdmann, Brégerie, Rother/Edmundsson, Clauss

Zuschauer:
19.794