DSC Arminia Bielefeld -

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So., 10.11.2019 13:30 Uhr

1. FC Nürnberg
DSC Arminia Bielefeld

1. FC Nürnberg1:5DSC Arminia Bielefeld

Abpfiff

0:1
10. Jonathan Clauss

0:2
13. Andreas Voglsammer

0:3
15. Fabian Klos

26. Enrico Valentini

45.+2 Marcel Hartel

Iuri Medeiros für Felix Lohkemper

Stephan Salger für Joakim Nilsson

1:3
59. Asger Sørensen

1:4
60. Fabian Klos

1:5
73. Reinhold Yabo

57. Fabian Klos

71. Robin Hack

56. Nils Seufert für Marcel Hartel

64. Sebastian Kerk für Ondrej Petrák

73. Joan Simun Edmundsson für Jonathan Clauss

75. Tim Handwerker für Enrico Valentini

Tore

10. 0:1 Jonathan Clauss

13. 0:2 Andreas Voglsammer

15. 0:3 Fabian Klos

59. 1:3 Asger Sørensen

60. 1:4 Fabian Klos

73. 1:5 Reinhold Yabo

Karten

26. Enrico Valentini

45.+2 Marcel Hartel

57. Fabian Klos

71. Robin Hack

Auswechselungen

Iuri Medeiros
Felix Lohkemper

Stephan Salger
Joakim Nilsson

56. Nils Seufert
Marcel Hartel

64. Sebastian Kerk
Ondrej Petrák

73. Joan Simun Edmundsson
Jonathan Clauss

75. Tim Handwerker
Enrico Valentini

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Zuerst kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu

Die Aussage “Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu” des Stürmers Jürgen “Kobra” Wegmann ist inzwischen tief in der deutschen Sprache verankert. Aufgrund der laufenden Saison lässt sich dieser Satz auch auf den 1. FC Nürnberg beziehen. Kein Glück mit späten Gegentreffern und Pech bei vielen Verletzungen auf der Torhüterposition lassen die Franken an Fortuna zweifeln.

Nach dem Bundesliga-Abstieg veränderte sich die Mannschaft der Franken  stark. 18 Spieler wurden neu verpflichtet, 17 verließen den Verein. Unter den Abgängen befand sich auch Eduard Löwen, welcher für die vereinsinterne Rekordablöse von sieben Millionen Euro an Hertha BSC verkauft wurde. Seine Lücke soll der Champions-League erfahrene Johannes Geis schließen, der vom 1. FC Köln gekommen war.

Auch auf der Trainerposition gab es vor der Saison ein neues Gesicht. Nachdem sowohl Michael Köllner als auch Boris Schommers den Bundesligaabstieg nicht verhindern konnten, präsentierten die “Clubberer” den Wiener Damir Canadi als neuen Chefcoach für das Unterhaus. Übrigens: Die letzte deutsche Meisterschaft des 1. FC Nürnberg aus dem Jahre 1968 konnte ebenfalls ein Wiener erringen. Max Merkel stand für den “Glubb” damals an der Seitenlinie. Doch nur fünf Tage vor dem Spiel gegen Arminia, es war der Tag nach der 1:3-Auswärtspleite beim VfL Bochum, folgte der nächste Trainerwechsel. Canadi wurde aufgrund des ausbleibenden sportlichen Erfolgs entlassen. Gegen den DSC wird mit dem ehemaligen Nürnberger Torschützenkönig Marek Mintal der vierte Trainer im Kalenderjahr 2019 auf der Bank Platz nehmen.

Mit Mintal, der aufgrund seiner Spielweise auch oft als “Phantom” bezeichnet wurde, werden die Nürnberger versuchen, wieder in die Spur zu kommen, denn mit zwölf Punkten aus 14 Spielen stehen sie momentan nur auf Platz elf der Tabelle. Ein Grund für die nicht zufriedenstellende Situation sind unter anderem die Probleme auf der Torhüterposition. Fünf Spieler standen in dieser Saison bereits zwischen den Pfosten des 1. FC Nürnberg. Nachdem Stammtorhüter Christian Mathenia (Kniescheibenbruch), die etatmäßige Nummer drei Patric Klandt (Achillessehnenriss), der Stammtorhüter der Regionalligamannschaft Jonas Wendlinger (Schambeinentzündung) und zuletzt auch noch die Nummer zwei Andreas Lukse (grippaler Infekt) ausfielen, gab U19-Torhüter Benedikt Willert sein Profi-Debüt.

Anstoß im Max-Morlock-Stadion ist am Sonntag um 13:30 Uhr. Auf ArminiaClubTV haben wir Fabian Kunze vor #FCNDSC ins Verhör genommen:

Foto: Imago

 

 

Es geht mal wieder um die Wurst

Wenn am Sonntag (10. November, 13:30 Uhr) das Duell zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem DSC Arminia Bielefeld beginnt, werden viele Fans die klassischen Nürnberger Rostbratwürstchen bereits verzehrt haben. Für die Mannschaft steht die Wurst wohl eher nicht auf dem Speiseplan. Bei Mittelfeldspieler Nils Seufert erst recht nicht, da er sich seit einem Monat vegan ernährt. Und trotzdem geht es bei dem Spiel #FCNDSC um die Wurst – sprichwörtlich, versteht sich.

Vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg ist nicht klar, wie die Franken nach der Freistellung ihres Ex-Trainers Damir Canadi unter ihrem neuen Coach Marek Mintal spielen werden. “Es ist schwierig einzuschätzen, wie Nürnberg agieren wird – sowohl personell als auch das System. Wir werden sehen, wie mutig sie auftreten werden”, so DSC-Trainer Uwe Neuhaus. Den Trainerwechsel legt der Übungsleiter positiv für die Nürnberger Mannschaft aus: “Das Alibi ‚Trainer‘ ist ihnen abgenommen worden. Zudem ist die Qualität der Einzelspieler sehr hoch”, und bezog sich dabei auf namhafte Zweitligaspieler wie Robin Hack, Johannes Geis oder Mikael Ishak.

Angesprochen auf die kuriose Torwartsituation des FCN, (gegen den DSC wird höchstwahrscheinlich der nominell fünfte Torwart spielen) wollte Neuhaus nicht komplett schwarzmalen: “Dass vier Torhüter mit langfristigen Verletzungen ausfallen habe ich auch noch nicht erlebt. Das ist schon extrem viel Pech. Aber auch diese Situation kann eine Mannschaft enger zusammenrücken lassen, weil man als Team dem Torwart besonders viel abnehmen möchte.” Die aktuelle Tabellensituation der Franken kommt für den Arminia-Coach trotz des Verletzungspechs ein wenig überraschend. “Ich hätte nicht gedacht, dass Nürnberg oder auch Hannover so weit weg sind. Das Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden.”

Nils Seufert, der sich bei der Pressekonferenz ebenfalls den Fragen der Medienvertreter stellte, will sich vom Trainerwechsel und den Torwartproblemen der “Clubberer” nicht ablenken lassen: “Natürlich ist Nürnberg jetzt schwerer zu analysieren, aber wir haben einen Plan und konzentrieren uns sowieso auf uns. Wir wollen unsere Spielidee durchsetzen.” Ob der 22-Jährige bei diesem Vorhaben in der Startelf stehen wird, ließ Neuhaus noch nicht durchblicken. Dass der DSC-Trainer auf den wieder vollständig genesenen Seufert zurückgreifen kann, ist unter anderem auf eine Ernährungsumstellung von Arminias Nummer 20 zurückzuführen. “Ich ernähre mich seit fast einem Monat vegan. Das tut mir sehr gut, auch wenn es mehr Aufwand ist. Ich bin zum Beispiel nach dem Essen nicht mehr so müde und komme morgens schneller aus dem Bett”, so Seufert.

Wem das Spiel, auch ohne Rostbratwürstchen, besser geschmeckt hat, wird am Sonntag gegen 15:30 Uhr feststehen. Nicht mit dabei sind Tom Schütz (Schlag auf die Wade), Brian Behrendt (Reha nach Kreuzbandriss) und Nils Quaschner (Aufbautraining).

Auf ArminiaClubTV gibt’s die Pressekonferenz vor dem Spiel beim “Club”:

Berichterstattung 1. FC Nürnberg – DSC

Am Sonntag geht die Reise für uns ins altehrwürdige Max-Morlock-Stadion – dort treffen wir auf den “Glubb” vom 1. FC Nürnberg. Anstoß der Partie ist um 13:30 Uhr. Ihr schafft es nicht nach Franken, wollt die Partie gegen die “Glubberer” aber trotzdem verfolgen? Kein Problem, wir hätten da ein paar Vorschläge für euch:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus dem Max-Morlock-Stadion.
  • Sky zeigt das Spiel live.
  • Die Highlights der Partie werden ca. eine Stunde nach Schlusspfiff auf DAZN verfügbar sein.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie in Nürnberg:

  • RTL Nitro, “100 % Bundesliga”, Montag, 22:15 bis 00:00 Uhr

Unbeschreiblich schön!

26 Buchstaben hat das deutsche Alphabet, und der Wortschatz der deutschen Gegenwartssprache umfasst schätzungsweise mehr als 300.000 Wörter. Aber manchmal fällt einem kein einziges ein, das die Gefühlslage richtig beschreiben könnte. Nach dem 5:1 (3:0)-Sieg des DSC Arminia Bielefeld beim Bundesliga-Absteiger 1.FC Nürnberg und dem damit verbundenen Sprung an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga kann man daher eigentlich nur sagen: Unbeschreiblich schön!

Trainer Uwe Neuhaus hatte im Vergleich zum Heimsieg gegen Kiel (2:1) seine Startformation auf einer Position verändert: Manuel Prietl kehrte nach abgelaufener Gelb-Sperre zurück, Tom Schütz (Wade) fehlte verletzt. Ebenfalls nicht im Kader war Cebio Soukou (Magen-Darm-Probleme).

Der Bundesliga-Absteiger, erstmals aufgestellt von Interimstrainer und Club-Legende Marek Mintal, startete hochmotiviert, während der DSC Arminia in den ersten Minuten mit dem Schwung der Hausherren ordentlich zu kämpfen hatte.

Nach sechs Minuten zischte die erste Arminia-Flanke von Fabian Klos in den Nürnberger Strafraum, doch Reinhold Yabo kam nicht heran. Danach war der DSC griffiger in der Partie.

Die Belohnung folgte prompt: nach einer starken Yabo-Aktion wurde dessen abgefälschter Schuss von Florian Hartherz flach und scharf in den FCN-Fünfer torpediert, dort versenkte Linksaußen Jonathan Clauss aus wenigen Metern zur 1:0-Führung (10.).

Und unsere Mannschaft legte sofort nach: klasse Vorarbeit von Cedric Brunner, der den Ball in den Rücken der Franken-Abwehr legte, wo Andreas Voglsammer das Gerät erst technisch sicher annahm und dann ebenso präzise versenkte: 2:0 (13.). Was für ein Auftakt für den DSC Arminia!

Doch der schwarz-weiß-blaue Wahnsinn nahm gar kein Ende. Geniale Hereingabe von Hartherz auf Klos, der im Schatten seines Gegenspielers lauerte und freistehend vor FCN-Keeper Benedikt Willert eiskalt vollstreckte: 3:0 (15.). Die verrückteste Anfangsviertelstunde der Saison! Und aus dem feurigen Max-Morlock-Stadion der ersten Minuten war eine schwarz-weiß-blaue Eiswüste geworden – allein die Arminia-Fans waren zu hören.

Der DSC wählte auch mit der deutlichen Führung im Rücken das richtige Mittel, griff weiter an, attackierte den FCN früh und zeigte so auf, dass es weiterhin sehr schwer sein würde, Arminia in Bedrängnis zu bringen.

Die Hausherren beschränkten sich jetzt größtenteils auf eine kompakte Defensive, die wenigen Konteransätze verpufften schnell in der sattelfesten Abwehr mit Amos Pieper und Joakim Nilsson. Der FCN war bemüht, blieb aber harmlos – und die Neuhaus-Elf ging mit dem 3:0 in die Pause.

Zum zweiten Durchgang musste der DSC Arminia verletzungsbedingt wechseln: der angeschlagene Nilsson blieb in den Katakomben, für ihn verteidigte fortan Stephan Salger, der eine fehlerfreie Vorstellung bieten sollte.

Der Club zeigte sich nach Wiederanpfiff erneut engagiert und bemüht, während Arminia wieder etwas Probleme hatte, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Doch Nürnberg schaffte es lange Zeit nicht, ernsthaft gefährlich zu werden. Hanno Behrens‘ Kopfball aus guter Position flog mehrere Meter über den DSC-Kasten (51.).

Arminia war in dieser Phase insgesamt zu passiv und überließ den Gastgebern das Geschehen. Das wurde klassisch bestraft: Ecke, Kopfball, Tor. Der FCN verkürzte durch Asger Sörensen auf 1:3 (59.).

Doch die Antwort, die der DSC sofort parat hatte, war genial. Anstoß, langer Ball von Keeper Stefan Ortega Moreno, Kopfballverlängerung von Voglsammer – und Kapitän Klos donnerte die Kugel zum 4:1 (60.) in die Maschen – da lief die Torhymne der Clubberer noch…

Gegen die eiskalte Effizienz des DSC Arminia war an diesem Tag einfach kein Kraut gewachsen. Denn auch der nächste Bielefelder Schuss war ein Treffer: Kraftpaket Voglsammer war auf dem linken Flügel nicht vom Ball zu trennen und servierte eine herrliche Flanke, die der fleißige Yabo per Torpedo-Kopfball zum 5:1-Endstand versenkte (73.).

Stimmen zum Spiel

Natürlich bin ich sehr zufrieden nach einem 5:1-Sieg beim 1. FC Nürnberg. Das Ergebnis sagt es nicht so aus, aber anfangs hatten wir Probleme. Aus drei Schüssen machen wir drei Tore, damit haben wir Nürnberg etwas den Stecker gezogen. Nürnberg hat sich anschließend fallen lassen, um nicht weiter ins offene Messer zu rennen. In der Halbzeit habe ich der Mannschaft klargemacht, dass ein 3:0 noch keine Entscheidung ist. Wir wollten zu Null spielen. Mit dem 3:1 habe ich die Befürchtungen bestätigt bekommen, mit dem 4:1 ist das Spiel dann aber entschieden. Ich glaube, dass wir trotz allem noch Luft nach oben haben. Wir müssen weiter souverän und klar spielen. Fortan werden auch wir gejagt, diese Situation müssen wir annehmen und darüber sprechen wir auch.

Uwe Neuhaus

Die vergangenen Tage waren sehr gut. Das Trainerteam hatte ein gutes Gefühl. Nachdem Spiel sitzt du dann da und weißt nicht so recht, was passiert ist. Es war schon der sprichwörtliche Schlag in die Fresse. Die ersten zehn Minuten waren gut, aber ein Spiel dauert 90 Minuten. Dann kommen wir etwas zurück, bekommen aber direkt den nächsten Treffer. Wir werden weiter arbeiten, im nächsten Spiel ein anderes Gesicht zeigen und dann holen wir die Punkte.

Marek Mintal

Wir waren vielleicht etwas nervös, weil wir wussten, dass wir Tabellenführer werden können. Dass wir aus drei Schüssen drei Treffer machen, war natürlich perfekt für uns. Nach dem 3:1 sind wir ruhig geblieben und dass “Klose” dann das 4:1 für uns macht, war natürlich unglaublich. Wir waren souverän und nach dem vierten Treffer war das Spiel eigentlich gelaufen. Es ist noch früh in der Saison, aber auf die Tabelle dürfen wir trotzdem gucken.

Jonathan Clauss

Der Anfang der Partie war schwierig, weil Nürnberg gut Druck ausgeübt hat. Da waren wir nicht ganz so sicher, aber mit unseren schnellen Treffern haben wir dem FCN ein bisschen den Zahn gezogen. Wir wissen, dass wir eine gewisse Qualität haben, aber heute war es auch schwierig, weil wir nicht wussten, wie Nürnberg durch den Trainerwechsel spielt und aufläuft. Da wir klar im Kopf geblieben sind und es souverän gespielt haben, geht der Sieg wohl auch in der Höhe in Ordnung. Das 4:1 ist kein Zufallsprodukt, das haben wir in der Vergangenheit schon oft gemacht. Die Tabellenführung haben wir uns erarbeitet – wir stehen zurecht dort oben.

Andreas Voglsammer

Wir freuen uns sehr über den Sieg, bleiben aber ruhig. Die Saison ist noch lang. Über meine beiden Torvorlagen freue ich mich besonders, da ich der Mannschaft so helfen konnte.

Florian Hartherz

1. FC Nürnberg:
Willert – Sorg, Sörensen, Mühl, Valentini (75. Handwerker) – Behrens, Petrak (64. Kerk), Geis – Hack, Frey, Lohkemper (46. Medeiros).

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner, Pieper, Nilsson (46. Salger), Hartherz – Prietl, Yabo, Hartel (56. Seufert) – Clauss (73. Edmundsson), Klos, Voglsammer.

Tore:
0:1 (10.), Clauss; 0:2 (13.), Voglsammer; 0:3 (15.), Klos; 1:3 (59.), Sörensen; 1:4 (60.), Klos, 1:5 (73.), Yabo;

Gelbe Karten:
Valentini, Hack/Hartel, Klos

Zuschauer:
28.624