DSC Arminia Bielefeld -

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So., 17.08.2014 16:00 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(1)
SV Sandhausen (0)

GegnerinfosPK-BerichtSpielberichtStimmenDatenBerichterstattung

Qualität im Angriff gesteigert

Der SV Sandhausen geht in sein drittes Zweitligajahr in Folge. Während man in der ersten Saison den Klassenerhalt nur aufgrund des Lizenzentzuges des MSV Duisburg schaffte, war man in der vergangenen Saison eine der Überraschungsmannschaften der Liga.

Zwischenzeitlich klopfte der SVS sogar im oberen Tabellendrittel an, verantwortlich dafür war ein sehr guter Start in die Rückrunde gewesen. Am Ende sortierte sich das Team aus dem Hardtwald auf dem 12. Tabellenplatz ein. Ein absolut achtbares Ergebnis für eine Mannschaft, die sich einzig und allein den Klassenerhalt als Ziel gesetzt hatte. Einen großen Anteil am Erfolg hat Cheftrainer Alois Schwartz. Er wurde im Sommer 2013 vom Drittligisten Rot-Weiß Erfurt losgeeist und mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet, der mittlerweile vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2016 verlängert wurde.

Diesen Sommer mussten die Sandhäuser kaum namhafte Abgänge hinnehmen. Lediglich die Stammspieler Danny Blum (1.FC Nürnberg) und Julian Schauerte (Fortuna Düsseldorf) hätte man gerne gehalten. Breiter aufgestellt hat sich der SVS vor allem im Angriff. Dort stehen neben Nicky Adler und dem aktuell verletzten Ranisav Jovanovic jetzt mit Rene Gartler, Andrew Wooten und Aziz Bouhaddouz jetzt drei weitere Stürmer parat. Darüber hinaus verstärkte man sich mit den erfahrenen Kevin Kratz (zentrales Mittelfeld, Eintracht Braunschweig), Marc Pfertzel (Rechtsverteidiger, Union Berlin) und Robert Zillner (Mittelfeld, Greuther Fürth), die eine Führungsrolle in der ansonsten relativ jungen Mannschaft übernehmen sollen. Die Sandhäuser scheinen eine gute Mischung gefunden zu haben und dürften auch in dieser Saison den Klassenerhalt in der 2. Liga schaffen.

“Wir wollen in die nächste Runde”

In der heutigen Pressekonferenz vor dem DFB-Pokal-Spiel gegen den SV Sandhausen in der SchücoArena informierte Trainer Norbert Meier über die aktuelle Situation rund um die Mannschaft.

Personell wird der Cheftrainer weiterhin auf Manuel Hornig und Tom Schütz (beide Reha) verzichten müssen. Felix Burmeister ist derweil wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Ob er eine Alternative für Sonntag ist, ließ Meier noch offen. Die rote Karte für Christian Müller gegen den VfL Osnabrück hat für die Pokalpartie keine Auswirkungen: Müller ist spielberechtigt und wird von Meier aller Voraussicht nach auch berücksichtigt. Ungestraft sei Müller allerdings nicht davon gekommen: “Wir haben für solche Fälle interne Regelungen, zu so etwas darf er sich nicht hinreißen lassen.”

Im Rückblick auf das verlorene Heimspiel gegen den VfL Osnabrück versicherte Meier, dass die Mannschaft das Spiel intensiv aufgearbeitet habe: “Wir haben uns über das Spiel ausgesprochen, da ist noch mehr als Luft nach oben. Und man kann davon ausgehen, dass nicht nur mit Wattebäuschen geworfen wurde, da hat es auch mal richtig geknallt. Wir müssen uns jetzt gehörig steigern.” Vor allem in den Heimspielen holte der DSC zuletzt wenig Punkte: “Wir müssen uns von diesen Dingen frei machen. Wir haben es den Gegnern einfach viel zu leicht gemacht, im Moment schlagen wir uns selbst.” Für die Pfiffe der Fans zeigte Meier grundsätzliches Verständnis: “Natürlich sind die Zuschauer nicht zufrieden, das sind wir doch auch nicht. Wir haben eine gute Mannschaft, aber das müssen wir jetzt auch mal beweisen. Egal was passiert, wir müssen 90 Minuten Gas geben und die Zuschauer mal richtig zufrieden nach Hause schicken.”

Den SV Sandhausen schätzt der Trainer als schwer zu bespielende Mannschaft ein. Vor allem eine kompakte Grundordnung und ein effektiver Abschluss mache den Zweitligisten zu einem unangenehmen Gegner: “Ich habe mir die letzte Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern natürlich angeschaut und meine Schlüsse gezogen. Die Mannschaft ist eingespielt und verhält sich sehr clever.” Dass Arminia gegen den Zweitligisten der vermeintliche Außenseiter ist, interessierte Meier nicht sonderlich: “Auf dem Platz müssen die Sachen umgesetzt werden, wir wollen jedes Spiel gewinnen und dann ist auch egal, wer jetzt Favorit ist. Wir brauchen uns nicht zu verstecken und wollen in die nächste Runde einziehen.”

 

4:1-Sieg – DSC zurück in der Erfolgsspur

Arminia spielt im DFB-Pokal gegen den SV Sandhausen eine furiose zweite Halbzeit und gewinnt verdient mit 4:1 (1:0).

Personell veränderte Trainer Norbert Meier seine Elf nach dem letzten Ligaspiel gegen Osnabrück auf zwei Positionen: Christian Müller rückte für Pascal Testroet in die Mannschaft, Peer Kluge ersetzte Daniel Brinkmann. Die Arminen begannen zunächst schwungvoll. Florian Dick prüfte nach drei Minuten erstmals Gästekeeper Manuel Riemann mit einem gefühlvollen Schlenzer. Die Gäste aus Sandhausen näherten sich nach einer Viertelstunde mit zwei gefährlichen Freistößen erstmals dem Gehäuse des DSC, Alexander Schwolow blieb allerdings sowohl gegen Manuel Stiefler (14.) als auch gegen Timo Achenbach (15.) Sieger. Ansonsten blieben Torraumszenen in der Anfangsphase eher Mangelware.

Erst in der 36. Minute gab es wieder eine erwähnenswerte Torannäherung: Peer Kluge schoss aus 20 Metern knapp links vorbei. Auf der Gegenseite probierte Marco Thiede sein Glück mit einem Distanzschuss, auch er verfehlte das Tor nur knapp. Kurz vor der Pause fiel dann die Führung für den DSC: Florian Dick brachte einen Freistoß genau auf den Kopf von Sebastian Schuppan, der den Ball gefühlvoll in der langen Ecke versenkte (42.). Mit der Führung im Rücken ging es anschließend in die Halbzeit.

Auch die zweite Halbzeit begann zunächst höhepunktarm. Das sollte sich in der 57. Minute aber mit einem Paukenschlag ändern: Florian Dick brachte eine Ecke an die Strafraumkante, von der Fabian Klos per Direktabnahme den Ball mit Hilfe der Lattenunterkante ins Tor drosch – das 2:0 für den DSC. Ein Treffer der Marke “Tor des Monats”. Und die Blauen zündeten jetzt den Turbo: Dick brachte einen Freistoß nahe der Eckfahne gefährlich in den Fünfmeterraum, ohne weitere Ballberührung schlug die Kugel zum 3:0 ein (60.).

Der SV Sandhausen versuchte direkt zu antworten, Rene Gartlers Drehschuss war jedoch kein Problem für Schwolow. Der machte das Spiel sofort schnell: Über Fabian Klos landete der Ball letztlich bei Christian Müller, der vom Strafraumeck in die kurze Ecke zum 4:0 (65.) versenkte. Drei Treffer in sieben Minuten bedeuteten die Entscheidung. Doch die Gäste gaben sich nicht auf: In der 76. Minute verkürzte der eingewechselte Lukas Kübler per Kopfball nach einem Achenbach-Freistoß zum 1:4. Ansonsten passierte nicht mehr viel. Der DSC gewinnt gegen den Zweitligisten SV Sandhausen 4:1 und zieht mit dem ersten Pflichtspiel-Heimsieg seit März in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Die Auslosung findet nächste Woche im Anschluss an das Bundesliga-Topspiel beim Bezahlsender Sky statt.

Stimmen zum Spiel

Wir haben die Zweikämpfe gesucht und viele einfache Bälle gespielt – das sind die Grundtugenden, die so ein Spiel bestimmen. Man hat gesehen, dass wir die Qualität besitzen, um auch in der Liga besser aufzutreten. Ich glaube, dass die Leute ihr Kommen heute nicht bereut haben. Das gewonnene Selbstvertrauen wollen wir jetzt mit in die Liga nehmen und hoffen natürlich auf einen attraktiven Gegner in der zweiten Runde.

Florian Dick

Ich bin in erster Linie natürlich glücklich über den Einzug in die zweite Runde aber vor allem auch darüber, dass wir endlich mal über 90 Minuten defensiv gut gestanden haben. Für uns war es enorm wichtig, dass wir zuhause mal wieder ein Erfolgsergebnis verbuchen und damit die Negativserie beenden konnten. Jetzt müssen wir den Schwung aus diesem Spiel mitnehmen und in der Liga punkten.

Fabian Klos

Ich denke, die Mannschaft hat mal ein Zeichen gesetzt. Ganz besonders freut es mich jedoch auch für die Zuschauer, die nach langer Zeit mal wieder einen Sieg in der SchücoArena sehen konnten. Trotzdem ist dieser Sieg für uns bei weitem kein Grund jetzt durchzudrehen. Was mich jedoch freut ist, dass die Mannschaft heute endlich als Team aufgetreten ist und den Kampf von Anfang an angenommen hat. Deswegen geht dieser Sieg auch vollkommen in Ordnung.

Norbert Meier

Wir sind natürlich sehr enttäuscht. Von der Leistung her haben wir es schlicht und ergreifend nicht verdient gehabt, eine Runde weiter zu kommen. Bielefeld war von Beginn an einfach galliger und hat genau das gezeigt, was uns eigentlich immer wieder stark macht: Nämlich absolute Einsatz- und Laufbereitschaft und die nötige Aggressivität im Zweikampf. Das einzig Positive, was ich diesem Spiel abgewinnen kann, ist, dass sich unsere jungen Einwechselspieler gewesen hier sehr ordentlich präsentiert haben.

Alois Schwartz

DSC Arminia Bielefeld:
Schwolow – Dick, Börner, Salger, Schuppan – Strifler, Kluge (55. Brinkmann) – Hemlein, Müller (90. Testroet), Mast (63. Renneke) – Klos.

SV Sandhausen:
Riemann – Pfertzel (72. Kübler), Olajengbesi, Kister, Achenbach – Stiefler, Kulovits (61. Bieler), Linsmayer, Thiede (72. Paqarada) – Bouhaddouz, Gartler.

Tore:
1:0 (42.) Schuppan, 2:0 (57.) Klos, 3:0 (60.) Dick, 4:0 (64.) Müller, 4:1 (76.) Kübler.

Gelbe Karten:
Kluge, Schuppan/Kulovits, Bouhaddouz, Olajengbesi

Zuschauer:
7.305