DSC Arminia Bielefeld -

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Sa., 22.12.2018 13:00 Uhr

DSC Arminia Bielefeld(1)
1. FC Heidenheim 1846 (1)

GegnerinfosPK-BerichtBerichterstattungSpielberichtStimmenDaten

Ersatz für Schnatterer gesucht

Am ersten Rückrunden-Spieltag reist der 1. FC Heidenheim in die SchücoArena – ein Team, das vor allem mit zwei Namen in Verbindung gebracht wird. Beide prägen den Verein bereits seit einem Jahrzehnt.

Als Marc Schnatterer vor zehn Jahren vom Karlsruher SC nach Heidenheim wechselte, hatte sich der Verein gerade für die viertklassige Regionalliga Süd qualifiziert. Dort stieß er auf Frank Schmidt, der eine Saison zuvor als Cheftrainer anheuerte. Seit diesen aus FCH-Sicht historischen Anfangstagen der Beiden hat sich viel verändert – der Fußball im Allgemeinen und auch die Welt im beschaulichen Heidenheim. Statt in der vierten Liga kickt man nun bereits im fünften Jahr zweitklassig, auch die heutigen Zuschauerzahlen sind selbstredend nicht mehr mit jenen aus der Regionalliga-Spielzeit vergleichbar. Zwei Konstanten aber sind geblieben, und beide haben großen Anteil daran, dass der 1. FC Heidenheim mittlerweile Fußballfans in ganz Deutschland ein Begriff ist. Der Trainer Frank Schmidt hat sich einen Ruf als erfolgreicher Schleifer und langfristig denkender Übungsleiter erarbeitet. Sein Kapitän Marc Schnatterer dagegen wird ligaweit für seinen begnadeten rechten Fuß gefürchtet, der nur so vor Kreativität sprüht und bei ruhenden Bällen zur Waffe wird. Gegen Arminia wird der Außenbahnspieler allerdings aufgrund einer Fußverletzung fehlen.

Dass der Ausfall den FCH hart trifft, steht außer Frage. Ein Blick auf die nackten Zahlen genügt, um den Wert Schnatterers für den Verein zu untermauern. In fast jeder Spielzeit traf der gebürtige Heilbronner zweistellig – unabhängig von der Liga, in der er und sein FCH sich gerade befanden. Nimmt man seine unzähligen Vorlagen noch hinzu, kommt Schnatterer in einem Jahrzehnt Heidenheim auf weit über 200 Scorerpunkte. Und auch in der aktuellen Saison hat der inzwischen 33-Jährige bereits sieben Treffer und sieben Vorlagen auf dem Konto. Wer den verletzten Kapitän ersetzen wird, ist noch unklar. Möglicherweise steht der fast zehn Jahre jüngere Robert Glatzel nach ausgestandenem Muskelfaserriss wieder bereit für sein Comeback. Der Torjäger legte mit sieben Treffern in den ersten neun Spielen einen fulminanten Start hin, ehe ihn Verletzungen stoppten. Auch Nikola Dovedan und Denis Thomalla wissen, wo der gegnerische Kasten steht. Gemeinsam schossen die beiden Offensivkräfte vier der letzten fünf Heidenheimer Tore. Der DSC dürfte also gewarnt sein.

Überhaupt läuft es für die Ostwürttemberger in der zweiten Jahreshälfte wieder deutlich besser als noch in der vergangenen Saison, als man bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern musste. Dass man nicht abstieg, lag vor allem an den überzeugenden Heimauftritten, in denen der FCH starke 30 Punkte sammelte. Auch in dieser Spielzeit spielt die Schmidt-Elf zuhause in der Regel selbstbewusst und dominant auf – die herbe 1:5-Schlappe gegen den SC Paderborn am 14. Spieltag einmal ausgeklammert. Aktuell befindet sich die Mannschaft auf einem starken sechsten Rang und ist seit immerhin fünf Auswärtspartien ungeschlagen. Allerdings endeten von ihnen vier mit einem Unentschieden. Auch im Hinspiel am ersten Spieltag teilten sich Heidenheim und Arminia – wie bereits in den vorangegangenen drei direkten Duellen gegeneinander – die Punkte. Während Jóan Símun Edmundsson bei jenem 1:1 sein erstes Tor für den DSC schoss, traf auf Heidenheimer Seite – wie sollte es anders sein – Marc Schnatterer. Am Samstag wird die Torschützen-Statistik mit Sicherheit anders aussehen. Neben Schnatterer fällt auch Edmundsson sehr wahrscheinlich weiterhin aus.

“Wir sind den Fans noch etwas schuldig”

Zwei Tage vor dem letzten Spiel des Kalenderjahres gegen den 1.FC Heidenheim lud Arminia Bielefeld zur obligatorischen Pressekonferenz ans Trainingsgelände. Cheftrainer Uwe Neuhaus und Cedric Brunner standen den anwesenden Medienvertretern Rede und Antwort.

Nach der gelungenen Premiere des neuen Trainers Uwe Neuhaus am vergangenen Wochenende in Kiel ist die Erleichterung im Verein spürbar. “Natürlich ist so ein Auftaktsieg wichtig, auch für mich als Trainer. Das schafft Selbstvertrauen, Überzeugung und setzt Kräfte frei”, stellte Neuhaus gleich zu Beginn der Fragerunde heraus. Den Auftritt im hohen Norden stufte er als “sehr, sehr ordentlich, aber natürlich noch lange nicht perfekt” ein. Beeindruckt zeigte sich der Übungsleiter neben der Moral nach dem zwischenzeitlichen Kieler Ausgleich vor allem von der imposanten Laufleistung seiner Mannschaft, auch wenn er aufgrund zahlreicher Duelle gegen seinen jetzigen Arbeitgeber bereits wusste, “dass sie dazu in der Lage ist.” Prietl und Co. rannten am vergangenen Freitag insgesamt 127,8 Kilometer und damit fast fünf Kilometer mehr als jedes andere Team der zweiten Liga. Auch Cedric Brunner war in den Top fünf der lauffreudigsten Akteure des Spieltags zu finden. Der Rechtsverteidiger gab angesichts des mit Blick auf die vergangenen Wochen ungewohnten Glücksgefühls zu, den Umgang mit Siegen etwas verlernt zu haben: “Wir wussten nach Abpfiff erstmal gar nicht, wie wir uns verhalten sollen, das war ein völlig neues Gefühl nach den letzten Wochen.”

Damit das neue Gefühl schnell wieder zur Gewohnheit wird, will Arminia im ersten Rückrundenspiel gegen Heidenheim direkt nachlegen. “Es geht jetzt darum, dranzubleiben und schnell weitere Punkte zu holen”, machte Neuhaus deutlich. Grundvoraussetzung für einen weiteren Dreier am Samstag sind dabei “ein funktionierendes System mit einer guten Organisation, gute Arbeit in der Defensive und die absolute Bereitschaft, alles auf dem Platz rauszuhauen.” Der Gegner von der Ostalb habe sich in diesem Jahr deutlich weiterentwickelt und sei nicht mehr nur auf Konter ausgerichtet, sondern wolle nun auch das Spiel machen. “Dafür haben sie mit Dorsch jemanden mit guten Fähigkeiten in der Zentrale”, lobte der Bielefelder Übungsleiter. Dass Marc Schnatterer – Topscorer und Kapitän der Heidenheimer – ausfallen wird, sah der 59-Jährige zwar nicht als Nachteil an, betonte allerdings: “Sie können das kompensieren, das haben sie letzte Woche gezeigt.” Da holte das seit fünf Auswärtsspielen ungeschlagene Heidenheim beim 1:1 in Ingolstadt immerhin einen Punkt.

Auch Cedric Brunner möchte unbedingt mit einem Erfolg in die Winterpause gehen. “Mit einem Sieg können wir uns und dem Verein nach einer schwierigen und kraftraubenden Vorrunde doch noch schöne Festtage bereiten”, so die Hoffnung des 24-Jährigen. Wichtig sei es, den Schalter auch nach Rückschlägen wie dem Kieler Ausgleich in der Vorwoche noch auf dem Platz wieder umzulegen. “In den Spielen davor haben wir uns immer viel vorgenommen, haben meistens auch ganz gut angefangen und sind in Führung gegangen, haben die Spiele dann aber noch aus der Hand gegeben – das war in Kiel anders.” Dass es gegen Heidenheim ebenfalls mit einem Dreier klappt, wünscht sich der Schweizer auch für den schwarz-weiß-blauen Anhang: “Wir sind den Fans in der SchücoArena noch etwas schuldig, sie haben uns auch in der schwierigen Phase immer super unterstützt.”

Weitere Aussagen von Neuhaus und Brunner gibt es auch im Arminia-Podcast von Radio Bielefeld.

Auf ArminiaClubTV äußert sich zudem Anderson Lucoqui zum Spiel:

Berichterstattung DSC – Heidenheim

Wo kann ich Arminia unterwegs live verfolgen? Wann und wo sehe ich die Highlights des Spiels? Hier gibt es einen Überblick zur Berichterstattung gegen den 1.FC Heidenheim.

Wer keine Chance hat, sich ein Ticket zu kaufen, um am Samstag um 13:00 Uhr das Spiel gegen den 1.FC Heidenheim live in der SchücoArena zu verfolgen, dem seien folgende Alternativen empfohlen:

  • In unserer Arminia-App bieten wir euch einen ausführlichen Liveticker inkl. interessanter Statistiken an!
  • Auf unserem Twitter-Kanal halten wir euch immer auf dem Laufenden.
  • Per ASC-Audio-Livestream werden alle Heim und Auswärts-Pflichtspiele übertragen.
  • Radio Bielefeld berichtet ebenfalls von der Begegnung. Reporter Ulrich Zwetz ist 90 Minuten vor Ort und meldet sich mehrmals live aus der SchücoArena.
  • Sky zeigt das Spiel live und in der Konferenz.

Ihr wart beim entscheidenden Tor noch in der Schlange vor der Bratwurstbude oder ihr habt die Rudelbildung samt roter Karte dank eurer drückenden Blase verpasst? Hier findet ihr nach Schlusspfiff Bewegtbilder von der Partie:

  • Sky, “Alle Spiele, alle Tore”, nach Spielende (Samstag)
  • ARD, “Sportschau”, 18:30 Uhr bis 19:57 Uhr (Samstag)
  • ZDF, “Aktuelles Sportstudio”, 23:00 Uhr bis 00:25 Uhr (Samstag)
  • RTL Nitro, “100 % Bundesliga”, 22:15 bis 00:00 Uhr (Montag)

Niederlage im letzten Spiel des Jahres

Im letzten Heimspiel des Jahres geht der DSC durch einen sehenswerten Treffer von Tom Schütz in Führung, muss sich am Ende aber effizienten Gästen vom 1. FC Heidenheim mit 1:2 geschlagen geben.

Cheftrainer Uwe Neuhaus setzte beim letzten Heimspiel des Jahres auf die siegreiche Elf der Vorwoche, die dank einer starken Leistung mit 2:1 bei Holstein Kiel gewinnen konnte. Arminia startete gut in die Partie und hatte gerade in den ersten Minuten des Spiels viel Ballbesitz. In der vierten Minute stießen Cedric Brunner und Patrick Schmidt bei einem Luftzweikampf übel zusammen – beide Spieler wurden noch auf dem Feld behandelt. Während Arminias Rechtsverteidiger Brunner nach kurzer Behandlungspause weitermachen konnte, musste FCH-Stürmer Schmidt vom Feld gestützt werden. Glücklicherweise konnte auch der Stürmer der Gäste nach mehrminütiger Pause zunächst kurz weitermachen. Allerdings musste Heidenheims Trainer nach wenigen Minuten dann doch reagieren, da der sichtlich benommene Patrick Schmidt signalisierte, dass es für ihn nicht weiterginge.

Der erste Torschuss der Partie gehörte augfgrund der guten Anfangsphase folgerichtig den Hausherren. Nach einem Foulspiel an Anderson Lucoqui gut 30 Meter vor dem Tor, legte sich Brian Behrendt die Kugel zurecht und hämmerte den Ball auf das Heidenheimer Tor. Der stark getretene Ball war allerdings zu zentral, sodass Kevin Müller den Ball sicher aufnehmen konnte. In der 15. Minute konnte der DSC im Verbund den Ball vor dem Strafraum der Heidenheimer gewinnen und schaltete schnell um. Manuel Prietl ließ per Brust auf Andreas Voglsammer klatschen, der noch ein paar Meter quer zum Strafraum lief und dann mit seinem linken Fuß abschloss. Arminias Nummer 21 traf den Ball nicht richtig und setzte ihn daher ein gutes Stück neben den Heidenheimer Kasten. Wenige Minuten später konnte Arminia zwei weitere Halbchance verzeichnen, doch Klos‘ Kopfball nach Voglsammer-Flanke ging ebenso daneben (18.) wie ein Kopfball Lucoquis nach Hereingabe von Brunner (20.). Es blieb auch in der Folgezeit dabei: Arminia hatte deutlich mehr Ballbesitz als die Gäste, konnte sich gegen dicht und kompakt stehende Heidenheimer aber keine zwingenden Chancen erspielen.

Es dauerte bis zur 28. Minute ehe der DSC ein weiteres Mal vor das Heidenheimer Tor kam. Nach einer guten Kombination über Börner und Voglsammer konnte sich Lucoqui im Zweikampf durchsetzen und lief bedrängt auf den Kasten der Gäste zu. In letzter Sekunde konnte er allerdings fair vom Ball getrennt werden. Der Abpraller landete um ein Haar bei Klos, doch FCH-Keeper Müller konnte die brenzlige Situation für seine Mannschaft durch ein beherztes Einsteigen in letzter Sekunde klären. Nach einer halben Stunde hatten die Bielefelder die bis dato beste Möglichkeit des Spiels. Durch eine einstudierte Ecke über Hartherz und Staude landete der Ball bei Voglsammer, der den Ball mit dem Rücken zum Tor annahm, sich drehte, das Spielgerät aber deutlich links neben das Tor setzte. Arminia blieb dran und belohnte sich. Erst scheiterte Lucoqui nach einer Brunner-Flanke, weil er den Ball nicht richtig traf, dann kam jedoch der Moment von Tom Schütz. Eine kurze Hartherz-Ecke landete bei Bielefelds Sechser, der sich den Ball am Strafraumeck zurechtlegte und ihn dann traumhaft per Schlenzer unhaltbar in den linken Winkel setzte – 1:0 (33.).

Das Pressing des DSC zeigte immer wieder Wirkung, so auch in der 35. Minute, als Arminia den Ball gewinnen konnte und über Klos und Voglsammer schnell umschaltete. Leider entschied sich Arminias Nummer 21 vor dem Heidenheimer Strafraum für den falschen Pass und spielte auf den im Abseits stehenden Klos, statt den freien Lucoqui auf der linken Seite zu bedienen. Eine Zeigerumdrehung später musste auch Uwe Neuhaus bei seinem Heimdebüt ein erstes Mal reagieren – Rechtsverteidiger Brunner musste den Platz verlassen und wurde durch Jonathan Clauss ersetzt. Tief durchatmen konnte Arminia in der 41. Minute. Nach einem Ballverlust Manuel Prietls vor dem Strafraum schalteten die Gäste schnell um. Einen Dovedan-Schuss konnte Ortega Moreno parieren und zur Seite abwehren, der Abpraller landetete bei Busch, dessen Versuch der Bielefelder Keeper per starker Parade zur Ecke entschärfen konnte. Wenig später war Ortega Moreno aber machtlos. Der eingewechselte Robert Andrich fasste sich vom Strafraumeck ein Herz und setzte den Ball mit einem tollen Schlenzer genau in den Knick zum 1:1-Ausgleich. Der DSC versuchte noch vor der Pause zu reagieren. Ein Diagonalball von der linken Seite landete beim eingewechselten Clauss, der seinen Gegenspieler mit einer Finte stehen ließ und bis zur Grundlinie durchdrang. Seine scharfe Flanke auf den ersten Pfosten konnte Müller in höchster Not vor Klos klären. So ging es mit einem 1:1 in die Kabine.

Der zweite Durchgang startete ohne Wechsel auf beiden Seiten. Das erste Ausrufezeichen der zweiten Hälfte setzte der DSC in Person des Torschützen. Ein scharf getretener Schütz-Freistoß landete gefährlich am zweiten Pfosten, wo jedoch Spieler beider Mannschaften verpassten und der Ball dementsprechend ins Aus trudelte. In der 50. Minute versuchte es Voglsammer aus der Distanz, ein Heidenheimer Bein fälschte den Ball allerdings zur Ecke ab. Die landete beim völlig freistehenden Kapitän Julian Börner, der jedoch kein perfektes Timing hatte und den Kopfball daher aus guter Position knapp über den Kasten köpfte. Ein weiterer Versuch Voglsammers aus gut 20 Metern landete in den Fangnetzen (53.). Und quasi wieder aus dem Nichts schlugen die Gäste eiskalt zu – nachdem Börner einen Pass von Andrich auf Busch nicht unterbinden konnte, geriet die Abwehr der Blauen in Unterzahl. Dies nutzten die Heidenheimer: Busch lief auf der rechten Seite bis kurz vor die Grundlinie und passte den Ball in den Rücken der DSC-Defensive auf den zweiten Pfosten, wo Denis Thomalla Ortega Moreno ohne Mühe überwinden und zur 2:1-Führung für den FCH einnetzen konnte – Spiel gedreht (55.).

Arminia schüttelte sich kurz und hätte in der 60. Minute den direkten Ausgleich erzielen müssen. Voglsammer tankte sich nach Klos-Ablage vor das Heidenheimer Tor und scheiterte mit seinem Schuss aus wenigen Metern am Pfosten. Kurz darauf nahm Arminia den zweiten Wechsel vor – Nils Seufert kam für Lucoqui in die Partie (62.). Es blieb turbulent – die Heidenheimer hätten in der 63. und 64. Minute erhöhen können, während der eingewechselte Seufert im direkten Gegenzug mit seinem Schuss von der Strafraumkante am glänzend parierenden Müller scheiterte. Eine Minute später prüfte Klos den gut aufgelegten Heidenheimer Torwart mit einem Schuss aus 20 Metern, scheiterte aber ebenso wie in der 68. Minute, als Müller bei einem weiteren Schuss von Bielefelds Rekordtorschützen wieder auf der Hut war.

Die Schlussviertelstunde wurde durch einen Freistoß von Schütz eingeläutet, doch Müller konnte den gut getretenen Standard aus knapp 20 Metern parieren (78.). Großes Glück hatte der DSC in der 82. Minute, als der freigespielte Thomalla in aussichtsreicher Position vor dem Tor die Nerven verlor und das Spielgerät knapp flach neben das Tor setzte. Wenige Momente später steckte Clauss durch auf Klos, der sich im Laufduell gegen seinen Gegenspieler durchsetzen konnte, seinen Schuss aus spitzem Winkel aber ein Stück zu hoch ansetzte. Für die Schlussoffensive brachte Neuhaus Sören Brandy für Manuel Prietl. In der rund vierminütigen Nachspielzeit hatten die Bielefelder Pech, als Voglsammer den Ball nach Kopfball-Verlängerung Klos in aussichtsreicher Position nicht unter Kontrolle bringen konnte. Voglsammer war es auch, der die letzte Chance des Spiels hatte. Nach einer Ecke kam der Angreifer am ersten Pfosten zum Kopfball, setzte diesen aber knapp neben das Tor. So blieb es am Ende bei einer bitteren 1:2-Heimniederlage gegen effektive Heidenheimer. Für den DSC geht es nun in die Winterpause, ehe es am Mittwochabend, den 30. Januar (20:30 Uhr), mit dem Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden weitergeht.

Die Pressekonferenz nach dem Spiel gibt es bei ArminiaClubTV zu sehen:

Stimmen zum Spiel

Wir hatten deutlich mehr Ballbesitz als der Gegner und haben versucht, die vorgegebenen Dinge vom Trainer umzusetzen. Auf dem Fußball lässt sich aufbauen, auch wenn am Ende eine Niederlage steht, die wehtut. Wir hatten gute Chancen und hätten mehr als nur ein Tor schießen müssen. Gleichzeitig müssen wir aber auch zusehen, dass wir defensiv sicherer stehen, um zu Null zu spielen. Aus fußballerischer Sicht war es kein gutes Halbjahr, aber wir müssen jetzt die Pause nutzen, um die Köpfe wieder aufzurichten und die Ideen vom Trainer zu verinnerlichen.

Florian Hartherz

Heute war es ein anderes Spiel als noch in Kiel, da der Gegner sehr tief stand. Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben folgerichtig das 1:0 erzielt. Leider haben wir dann den Faden verloren und sind leichtsinnig in Rückstand geraten. Danach hatten wir mehrere Gelegenheiten zum Ausgleich. Durch die Niederlage haben wir es verpasst, das Jahr positiv abzuschließen. Wir wollten den Flow aus Kiel mitnehmen, das ist uns leider nicht gelungen. Dass im Fußball Fehler passieren, gehört dazu. Wir sind eine Mannschaft und dürfen jetzt nicht die Köpfe hängenlassen, hart arbeiten und die Blicke nach vorne richten.

Manuel Prietl

Es war ein anderes Spiel als in Kiel, ein schweres Spiel. Ich habe damit gerechnet, dass wir auf eine Mannschaft treffen, die tief stehen wird. Wir haben es gar nicht so schlecht gemacht, wir haben versucht, die Ruhe zu bewahren. Im Verlauf der zweiten Halbzeit kam dann die Verunsicherung, woraus dann das Gegentor fällt. Läuferisch und kämpferisch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben in der Winterpause einiges zutun, aber wir haben trotzdem heute nicht alles schlecht gemacht. Meiner Meinung nach hätten wir heute mindestens einen Punkt verdient gehabt.

Uwe Neuhaus

Ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem Spiel. Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird in Bielefeld. In der Anfangsphase hatte Arminia viel den Ball und wir haben mit Absicht nicht so hoch verteidigt, sondern den Gegner kommen lassen. Nach 20, 30 Minuten hat das nicht mehr so gut geklappt, beim Gegentor haben wir es verpasst, Schütz zu doppeln. Anschließend konnten wir allerdings durch ein richtig schönes Tor ausgleichen und hatten sogar noch die Chance auf das zweite Tor. In der zweiten Halbzeit war es wichtig, dass wir gleich präsent waren und in Führung gegangen sind. Es war dann ein Hin und Her, mit Chancen auf beiden Seiten. Insgesamt glaube ich, dass wir nicht unverdient gewonnen haben. Kompliment an meine Mannschaft.

Frank Schmidt

DSC Arminia Bielefeld:
Ortega Moreno – Brunner (38. Clauss), Behrendt, Börner, Hartherz – Staude, Prietl (83. Brandy), Schütz, Lucoqui (62. Seufert) – Voglsammer, Klos.

1.FC Heidenheim:
Müller – Strauß (79. Multhaup), Mainka, Wittek, Theuerkauf – Busch, Dorsch (66. Feick), Griesbeck, Thomalla – Dovedan, Schmidt (10. Andrich).

Tore:
1:0 (33.) Schütz, 1:1 (43.) Andrich, 1:2 (55.) Thomalla.

Gelbe Karten:
Lucoqui/Wittek, Dovedan

Zuschauer:
15.874